Mexiko | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 13:06:07 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Mexiko | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Mexiko, Reiseziel im Winter https://inthenature.de/mexiko-reiseziel-im-winter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mexiko-reiseziel-im-winter https://inthenature.de/mexiko-reiseziel-im-winter/#comments Wed, 06 Dec 2017 07:51:14 +0000 http://taundma.de/?p=5500 Besucht Mexiko! Es schenkt Reisenden die größten Schätze, die ein Land zu bieten hat. Neben einzigartigen Naturwundern, einer sicheren und…

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Besucht Mexiko! Es schenkt Reisenden die größten Schätze, die ein Land zu bieten hat.
Neben einzigartigen Naturwundern, einer sicheren und komfortablen Art durch das Land zu reisen, niedrigen Preisen und vielfältigen Speisen, zeichnet das Land besonders die neugierige, offene und gutherzige Kultur der Mexikaner aus. Nach unserer Reise quer durch Kanada haben wir nirgendwo so herzensgute Menschen getroffen wie hier.
Wie in Mexiko das Weihnachtsfest gefeiert wird, verraten wir euch im Laufe des Monats – seit also gespannt! Als Vorgeschmack gibt es vorab eine bunten Einblick in die Kultur, die vielfältigen Landschaften und wieso es sich sonst noch lohnt Mexiko zu besuchen, besonders für all diejenigen, die der winterlichen Kälte entfliehen wollen.

Die Reise durch das Land ist extrem entspannt. Entweder mit einem der zahlreichen und teilweise luxuriösen Reisebusunternehmen oder den lokalen Minibussen. Keiner versucht dich als Tourist übers Ohr zu hauen, wie wir es leider in Kuba erleben mussten. Überall bekamen wir Hilfe und Tipps. Selbst Taxifahrer und Hotelangestellte haben uns auf Anfrage alternative Transport- oder Übernachtungsmöglichkeiten genannt, die in unser Budget passten. Unglaublich, wo erfährt man sowas noch heutzutage?

Geschätzt haben wir speziell die Kontaktfreudigkeit der Menschen. Im Bus, beim Imbiss oder auf der Straße begegnen uns die Menschen sehr herzlich und neugierig, fragen, woher wir kommen, wie es uns hier gefällt und ob uns das Essen schmeckt. Oh ja und wie es uns schmeckt! Die Auswahl ist riesig und wechselt von Region zu Region. Nicht nur die Taco-Variationen, mal mit knusprigen oder traditionellen Tortilla, sondern besonders die mit Käse oder Mole gefüllten Polente-Taschen (Tamales) haben es uns angetan – JAMI!

 

Jeder Tag ist wie ein Besuch der Sprachschule. Täglich werden die Grundlagen abgefragt: Cómo estás? De dónde eres? Te gusta la comida en mexico?
Da kaum Englisch gesprochen wird, empfiehlt es sich vorher oder vor Ort einen Spanischkurs zu besuchen, beziehungsweise mindestens einige typische Sätze zu üben. Nach einem 10-tägigen Auffrischungskurs zum Schulspanisch verbessert sich der Wortschatz sowie der Schwierigkeitsgrad von Tag zu Tag. Die Sprache macht einfach mega Spaß und vieles kann vom englischen Abgeleitet werden! Vor allem kann man viel üben, da die Mexikaner sich so gerne unterhalten.
Zurückhaltende Mexikaner gibt es auch, aber das Eis ist schnell gebrochen, sobald sie merken, dass der erwartete „Gringo“ ein spanisch sprechender Europäer ist. Erwähnt ihr zudem aus Deutschland zu sein, gehen die nächsten Freudentänze los. Fußball lieben die Mexikaner, wie ziemlich alle in Mittelamerika. Bayern München ist demnach sehr bekannt und wird oft als Lieblingsmannschaft genannt.
Schnell entwickelt sich eine lebhafte Unterhaltung mit sichtlich begeisterten Mexikaner. Die gute Laune, dass man die Sprache spricht, sich für das Land interessiert und das Essen liebt, wird dann oft dadurch zum Ausdruck gebracht, das sie uns sogar das Essen oder die Busfahrt spendieren. Selbst haben die Mexikaner selten das Geld zum Reisen, kümmern sich dann aber umso herzlicher um begeisterte Reisende.

Die Nachrichten vom starken Erdbeben vor einigen Wochen verbreitet traurige Stimmung. Doch das, was Mexiko so einzigartig macht, ist der Zusammenhalt der Menschen. Sofort waren die Leute auf der Straße, räumten Trümmer weg, organisierten Lebensmittel und kümmerten sich um Verletzte. Genau wegen dieser positiven und offenen Kultur sowie der Schönheit des Landes haben wir Mexiko, neben Kanada, zu unseren Traumländern erkoren. Die Empfehlung deswegen – besucht das Land und erlebt diese einzigartige Kultur.

Ein Besuch ist nicht nur die Unterstützung, die das Land benötigt, sondern lohnt sich sowohl als Strandurlaub an der sonnigen Karibikküste, für Kultur Reisen der Azteken und Maya Gescichte sowie Abenteuerreisen durch die Natur des Landes.
Außerdem ist der Besuch so sicher wie jede Reise auf der Welt oder in Europa. Nach vier Monaten im Land ist die Erfahrung, dass man überall seine Sachen liegen lassen kann, selbst bei Dunkelheit in den finstersten Gassen herumlaufen oder in jeglichen Unterkünften sicher schlafen kann. Geklaut wurde einzig eine kurze Hose, die ich am Strand liegen gelassen habe. Keine Spur von Taschendieben bewaffneten Gangs oder zwielichtigen Personen. Klar läuft auf dem Land jeder mit einer Machete rum, die gilt hier jedoch als allzweck Werkzeug. Ob zum Knacken der Kokosnüsse, zum Stutzen des Rasens im Vorgarten oder der Arbeit auf dem Feld. Obwohl Drogen als Problem in den Medien beschrieben werden und es sich in den Köpfen der Menschen scheinbar festgebrannt hat, haben wir davon nichts Zwielichtiges mitbekommen! Dabei waren wir in einer Region (Michoacán), die als Umschlagplatz für Drogen bekannt ist, wie uns einheimische erzählten. Sonst hätten wir das wohl nie mitbekommen, denn auf dem Land ist das leben viel zu idyllisch.
Macht euch also selbst ein Bild, die Flüge nach Cancun (Yucatán) sind preiswert und der perfekte Start für eure Tour!

 

Als Teil des Outdoorblogger Adventskalenders 2017 öffnet sich an jedem Tag im Dezember ein neues Türchen und eine neue Geschichte auf einem anderen Blog.

Am 05. Dezember stellte schöne-aussicht.de eine 24 Stunden Wanderung vor und am 07.12 zeigt bigvantheory.com die positiven Effekte des Reisens.

Schaut rein und entdeckt neues!

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Tage der Toten https://inthenature.de/tage-der-toten/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tage-der-toten https://inthenature.de/tage-der-toten/#respond Mon, 24 Jul 2017 12:02:40 +0000 http://taundma.de/?p=4985 Was ein Wahnsinns-Erlebnis: Die Tage der Toten in Mexiko feiern, ist ein gelebtes Phänomen. Die Geschichte beginnt wie folgt. Wir…

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Was ein Wahnsinns-Erlebnis: Die Tage der Toten in Mexiko feiern, ist ein gelebtes Phänomen.

Die Geschichte beginnt wie folgt. Wir sitzen an einem schwülen Regensaisonabend mit unseren neu gewonnen Freunden in Nayarit zusammen. Da die zwei schon seit Jahren in Mexiko leben, beschließe ich in den Raum zu werfen, wo Sie Días de los Muertos zelebrieren würden. Memo hat sofort die Region um den See Pátzcuaro im Sinn.
Außerdem kennen die zwei jemanden, der dort wohnt und uns aufnehmen könnte.

Zwei Wochen später machen wir uns auf den Weg in Richtung Pátzcuaro. Wir haben keine Adresse nur einen Namen und einen Ort, Esteban und Huecorio.

Es sind die Días de los Muertos die uns her locken, aber die Meschen, die uns veranlassen zu bleiben. Hier, in der Region Michoacán wird das Fest traditionell gefeiert. Dazu gehören nicht die Kostüme, Paraden und Skelett-Gesichtsbemalungen, welche wir heutzutage aus dem Fernsehen kennen. Diese sind erst Tradition seit dem James Bond Film Spectre 2015 und dadurch so populär geworden. Nach zahlreichen Anfragen sieht sich Mexiko-Stadt und viele andere große Städte nun verpflichten solche Paraden zu organisieren und veranstalten diese mit Erfolg. Auf dem Land wird nach alter Tradition auf den Friedhöfen gefeiert – mindestens 3 Tage lang.

Der Glaube besagt, die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits kommen und gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen feiern. Das wollen wir miterleben.

 

Mit dem Bus aus Guadalajara kommend müssen wir in Pátzcuaro umsteigen. Von hier gehts mit dem Minibus nach Huecorio. Als wir im Dorf ankommen, schüttet es. Wir fragen uns durch bis wir vor der Haustür unseres Freunds Esteban stehen.
Esteban und seine Frau Tanja sowie die drei Kids nehmen uns auf. Esteban ist Künstler und arbeitet an einem wunderschönen Projekt zum Thema „Rettet den Pátzcuaro See“. Durch die Verschmutzung des Sees sprießen überall Lilien im See, die er für seine Papierproduktion verwendet. Auf diesem wunderschönen handgeschöpften Papier entstehen Linoleumplatten. Diese werden in seinem Atelier bedruckt, um die Menschen in der Umgebung auf diese Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen. Die verschiedenen Motive hat er bei den Künstlern der Region in Auftrag gegeben. Wir dürfen in seinem Atelier schlafen.

Am Abend ist das Dorf erfüllt von Klängen der Trompeten. Tanja fragt uns, ob wir Lust haben zu den Nachbarn rüber zu gehen, die hatten vor einiger Zeit einen Todesfall in der Familie und feiern ein Fest zur Andacht.
„Kommt das nicht komisch, wenn wir dazukommen?“
„Ach, die freuen sich über jeden der kommt.“

Am ersten Abend der Feiertage, dem 31. Oktober, zelebrieren die Familien die Todesfälle aus dem aktuellen sowie vergangenen Jahr hatten. Eine Art von Gedenkfeier, die zu Hause stattfindet. Dazu wird der Hauseingang sowie Hinterhof schmuckvoll dekoriert. orangefarbene Ringblumen und Chrysantheme, Obst, Skelettschädel aus Zucker und Gebäck dienen dabei als typische Verzierung. Zu der Gedenkveranstaltung ist das ganze Dorf eingeladen! Jeder bringt als Gabe mehr Obst oder Chrysanthemen mit. Die Gaben werden dann an dem dekorierten Altar platziert. Die Familie bereitet zudem verschiedene Speisen und Getränke vor, zu denen das typische Pan de los muertos – süßes Weißbrot mit Zuckerguss, Mezcal, Tequila sowie warmer Atole – süßes Maismehl-Getränk, nicht fehlen darf. Unser erstes Atole-Fazit: Tatjana ist begeistert, ich bin eher zurückhaltend. Genauso dürfen die lautstarken Klänge im Hinterhof nicht fehlen. Eine Band spielt stundenlang klassisch mexikanische Lieder – Gitarre, Trompete und Akkordeon. Und Böller unterstreichen diese Feierlichkeit. Noch ein Mezcal?!

 

Wir haben mal wieder Mordsglück in dieser Woche. Esteban ist einfach eine coole Sau. Rock ’n’ Roll lebt hier. Er ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Memo, unser Nachbar aus Aticama mit der Mangoplantage. Jetzt arbeitet Esteban zusammen mit seiner Frau sowie weiteren Künstlern an einem Projekt zur Rettung des Pátzcuaro Sees, welches er ins Leben gerufen hat.
Mit einer eigenen kleinen Papierproduktion verarbeitet er die Lilien aus dem See, welche durch die Verschmutzung wie Unkraut wuchern. Es soll auch ein kleines Künstlercafé entstehen. Wenn jemand in der Gegend ist, schaut vorbei in Huecorio und fragt nach Esteban und Tanja.

Zur Begrüßung gibt es erst einmal einen Mezcal, sein Lieblingsschnaps. Nicht jeder in Mexiko mag anscheinend diese hochprozentige, meist in Kleinproduktion hergestellte Alternative zum Tequila. Doch wie wir feststellen wird Mezcal überall serviert und schmeckt, wenn auch stark! Anders als Tequila, welcher rein aus der blauen Agave hergestellt wird, verwendet man bei der Produktion von Mezcal eine breite Mischung aus unterschiedlichen, in der Regel wild wachsenden Agaven – Magueyes genannt. Diese Vielfalt und die dreitägige Gehrung in aufgeheizten Erdgruben, heben den Mezcal vom industriell hergestellten Tequila ab.

 

Am zweiten Tag der Feierlichkeiten versammeln sich die Familien auf den Friedhöfen. Es werden die Gräber geschmückt und mit einem gemeinsamen Abendessen an die verstorben gedacht. Für uns geht es auf eine unvergessliche Tour zu den unterschiedlichsten Orten.
Wir beginnen den Tag mit deinem Streifzug durch die Marktstände des Städtchens Pátzcuaro. Alles erdenkliche essbare lässt sich in diesen Gassen erwerben. Neben zahlreichen Tacobuden in all ihren Variationen, werden unter anderem Chipulin – Grashüpfer frittiert/eingelegt, angeboten. Wir probieren den regionalen Nopal (Kaktus) sowie die Chayote – was ähnlichkeiten mit einer Kartoffel hat. Frisch oder gekocht schmecken beide vortrefflich zu frischen Tortillas und dem lokalen Weißkäse!
In diesem Wirrwarr aus einzigartigen Dingen kommen wir um eine kleine Shoppingtour nicht herum. Auf dem Handwerksmarkt entdeckt Tatjana bunte Sandalen sowie perlen verzierte Kürbisschalen. Da es unmöglich ist Sandalen in ihrer Größe – Frauengrößen nur bis 39, zu finden, bleibt es bei der Schale. Die Schale ist von den Huichol gefertigt. Das sind unsere First-Nation-Nachbarn aus Nayarit. Nach einem entspannten Vormittag, gehen wir am Abend unerwartet steil mit Esteban.

Ab auf die Insel. Mit zwei Kindern, zwei Mexikanern, zwei taundma-Blogschreibern und zwei Pullen Meczal setzen wir uns ins Boot. Die Insel Janitzio, welche sich zu einer Pilgerstätte für Feiernde entwickelt hat und von Esteban nur als „Show“ bezeichnet wird. Hunderte Boote bringen die Menschen auf die Insel, welche mit dem Monument von José María Morelos – ein Held der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung, einen beeindruckenden Blick auf das darunterliegende Land bietet.

Die Straßen sind gefüllt mit Verkaufsständen, die reichlich Essen oder Handwerksartikel anbieten. Zur Unterhaltung tanzen auf den Plätzen Jugendliche verkleidet als alte und gebrechliche den traditionellen „Alter Mann“ Tanz. Zur Überraschung der Schaulustigen bewegen sich die „Alten“ dabei schneller als das Auge folgen kann und ihre Holzschuhe steppen rhythmisch auf dem Pflasterstein zum 3er-Takt der Gitarren und Trompeten.

Jetzt geht es auf den ersten Friedhof des Abends: Ein szenisch beeindruckender Insel-Friedhof am Berghang. Die Sonnenaufgänge nach einer langen Nacht sind in jedem Reisemagazin schon abgebildet worden. Von dem Berghang sieht man nicht nur in der Ferne die bunten Lichter der Dörfer am gegenüberliegenden Ufer, die vielen, wie Perlen aufgereihten ankommenden Boote, sondern besonders die unzähligen Kerzen auf den Gräbern.
Esteban ruft uns rüber. Er hat die Show satt. Er will uns ein wahres Fest zeigen.

 

Jetzt geht’s los. Rock ’n’ Roll Esteban drängt uns ins Boot. Am anderen Ufer steht seine Karre bereit. Wir sind nicht mehr so sicher wie gut Esteban noch fahren kann. Scheiß drauf, man lebt nur einmal.
Was wir auf unserer Tour noch sehen, können wir lange Zeit nicht begreifen. Wir besuchen eine Kirche in Santa Ana – ein nettes Drogenhändler-Städtchen. Das besondere an der Kirche, sie ist von und für Drogenhändler gebaut. Aus dem Auto gestiegen, begrüßen wir den Don, der uns passieren lässt. Geschmückt ist die Kirche extremer als jedes Haus zu Halloween! Scheinwerfer, Kerzen, Blumen und jede Menge Skelette. So 60 Altare sind hier aufgebaut. Vor ihnen steht immer ein Aschenbecher. Unser Freund erklärt uns, dass man hier als Gabe an die verstorbenen Drogenhändler eine Zigarette anzündet. An den Wänden hängen unzählige Bilder mit weiteren Skelett-Zeichnungen. Jede steht für einen verstorbenen. Eine weitere Gruppe zieht ein, die zwei Männer mit Knarren ausgestattet haben ihre Chicas im Schlepptau. Wahrscheinlich gibt es keinen sichereren Ort in Mexico. So zündeln wir ein paar Kippchen in Ehren an und sind überrascht, heute Abend hier gelandet zu sein.

Auch hier gilt das Prinzip Exit-through-the-Giftshop. Im Geschäftchen nebenan lässt sich Langnese-Eiskrem, Statuen, Kerzen, süße Brause, und, und, und … kaufen. Diese Kerzen tragen jedoch Aufschriften wie „der letzte Cocktail“ oder „zum Tod deiner Feinde“. Die Suche nach einer Figur der Heiligen Maria ist vergeblich, dafür gibt es übergroße Figuren der aktuellen Drogenbosse. Was ein nettes Mitbringsel für alle Mafia-Angehörigen, die zu Hause bleiben mussten.

 

Wir lassen den Abend nicht so ausklingen. Wir fahren nach Jarácuaro zu einem Friedhof mit einer alten Kapelle im Zentrum. Mit staunenden Augen und ehrfürchtigen Blick streifen wir zwischen den Gräbern. Gäste sind willkommen und wir werden freundlich von den Familienmitgliedern begrüßt, welche hier die Nacht über mit ihren verstorbenen verbringen werden. Es ist ein ungewöhnlicher Anblick für uns, denn das gewohnte Trauerbild auf Friedhöfen ist hier überhaupt nicht zu sehen. Die Menschen haben einen zufriedenen, neugierigen Blick. Es wird gemampft. Wir mampfen mit. Man scheut das Gespräch nicht. So unterhalten wir uns hier und da mit den Familien, man erzählt uns, wer verstorben ist und wer zur Familie gehört. Auf der anderen Seite fragt man uns woher wir kommen und ob es uns hier gefällt. Es kann so eine lockere Stimmung auf einem Friedhof aufkommen.

 

 

Der dritte Tag wird mit Freunden und Familie wieder am Grab gefeiert. Diesmal gehts Mittags los. Wir fahren mit Esteban zu seiner Familie in die Nachbarstadt Uruapan. Musiker, die über den Friedhof wandern, lassen sich anheuern, um Klassiker auf der Gitarre und dem Akkordeon zu spielen. Gerne wird bei dieser Gelegenheit zur Schnapsflasche gegriffen und freudig ausgeschenkt – Einladungen, die man nur ungern ausschlägt.
Wir stehen am Grab eines guten Freundes von Esteban. Der Sohn des Verstorbenen kommt. Wir heuern verschiedene Musiker an und die Kids springen umher.

 

Spontan wird entschieden ein Fest zum Gedenken an den verstorbenen Vater zu schmeißen. Wir heuern drei alteingesessene Musiker für den Abend an. Die Location steht fest, nachdem ein leerstehendes Haus vorgeschlagen wird. Es ist perfekt für ein gemütliches Beisammensein. Es hat kein Dach mehr. Wir stellen Kerzen auf, besorgen Blumen, tragen einen der Musiker über die ranzige Treppe nach oben – er sitzt im Rollstuhl und versenden SMS Einladungen. Es ist die Zeit bei der sich Freunde und Familie treffen, zusammen singen sowie über alte Zeiten sprechen. Bis in die tiefen Abendstunden verbringen wir unter dem Vollmond der Sternenklaren Nacht die Zeit mit Familie, Gitarrenklängen, Gesang, Tacos, Bier und Tequila.

Viele liebe Grüße nach Michoacán
Du bist in unseren Herzen.

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Tomamos una siesta en México https://inthenature.de/tomamos-una-siesta-en-mexico/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tomamos-una-siesta-en-mexico https://inthenature.de/tomamos-una-siesta-en-mexico/#comments Tue, 11 Oct 2016 06:05:09 +0000 http://taundma.de/?p=4411 Endlich angekommen in Nayarit, im Warmen. Endlich mal einfach abhängen in der Sonnen, am Strand. Ein eigenes Häuschen haben wir…

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Endlich angekommen in Nayarit, im Warmen. Endlich mal einfach abhängen in der Sonnen, am Strand. Ein eigenes Häuschen haben wir durch Housesitting ergattert. Von hieraus können wir uns einleben im gelassenen Nayarit: Wale beobachten in versteckten Buchten, surfen bei kilometerlangen Stränden, oder sich durch den Dschungel zu Wasserfällen schlagen.
Die Riviera Nayarit, nos gusta. Bei nächtlichen Spaziergängen können wir bei sternenklarem Himmel, entlang der mit Glühwürmchen übersäten Hügeln, durch die Landschaft streifen.
Tagsüber besticht die Pazifikküste durch sattgrünem Dschungel voller Mangobäume, Bananenplantagen, Papayas, Sternfrüchte, Unmengen von Kokosnüssen und einer Vielzahl unterschiedlicher Palmen, farbenfrohen Blumen, gemütlichen Krokodilen, riesigen Fregattvögeln und bunten Schmetterlingen.

Im Spätsommer erleben wir zudem eine spezielle Seite dieser Region. Denn während der Regenzeit zwischen August und Oktober ist die Nacht erfüllt von einem Leuchtfeuer an Blitzen und tosendem Donner – beängstigend und beeindruckend. Tagsüber sorgen heiße Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit für den Wunsch nach einem Aufenthalt in Wassernähe.
Das Meer hat zu dieser Zeit stolze 30° C Wassertemperatur und erinnert an eine Badewanne. Die Mexikaner empfinden es als kühl. Es sorgt für ein wenig Abkühlung zu den gefühlten 40° C Außentemperatur. Als Alternative kühlen sich die Einheimischen in den seichten Bergflüssen ab, welche die Dörfer umringen und ins Meer abfließen. Zum abendlichen Plausch hängen wir hier ab. Das Wasser ist klar und kühlt auch unsere Waden. In tieferen Flüssen ist das Schwimmen jedoch nicht zu empfehlen, da einerseits Krokodile in diesen heimisch sind und andererseits die mexikanische Landwirtschaft es leider zu gut mit dem Sprühen von Pestiziden sowie Dünger meint.

Die Konstant warmen Temperaturen von 30-35° C machen Mexikos Küsten zu einem traumhaften Reiseziel. Zu empfehlen ist aber November oder Mai, also direkt nach der Hitze des Sommers und vor dem Ansturm der Touristen im Dezember sowie April. Will man den Landesinneren, die Sierra Madre, bereisen, empfiehlt sich die Zeit von März bis Oktober, da im Winter die Temperaturen auf herbstliche 5-17° C sinken.
Bei den heißen Küstentemperaturen sitzen wir am liebsten in der Brise am Strand, aber bitte im Schatten, um die Ruhe der einsamen Strände genießen können. Super auch, das bis Ende Oktober die Nächte noch warm genug sind um draußen zu schlafen. Das ist auch unsere Idee für die Reise durch Mittelamerika.

Um die mexikanische Siesta so richtig genießen zu können, haben wir zwei farbenfrohe Reisehängematten im Gepäck. Extrem klein vom Packmaß, nicht viel größer als eine 1 Liter Milchpackung und mit 750g inklusive Aufhängevorrichtung passen sie in jeden kleineren Reiserucksack. Wir reisen mit minimalem Gepäck, da sind die Hängematten von LA SIESTA genau richtig für unsere 45 Liter Rucksäcke.

Das erste Mal als wir die LA SIESTA Hängematten aufbauen, brauchen wir keine 4 Minuten – obwohl wir in voller Vorfreude nicht einmal auf die nützliche Anleitung geschaut haben, bis sie hängt. Selbst in kleinen Räumen lässt sich die Hängematte gut aufbauen. Beispielsweise zwischen zwei glatten Pfosten, nicht weiter als 2 Meter voneinander entfernt, ist die Hängematte mit etwas Improvisationstalent schnell und sicher befestigt!
Die Maße von 250×150 cm der Solo-Hängematte sind auch für große Leute wie mich (1.92 Meter) optimal zum Entspannen und schlafen. So lässt es sich leben 😉 Danke LA SIESTA! Mit den Hängematten genießen wir wunderschöne Sonnenuntergänge und kuscheln uns bei sternenklarem Himmeln in unsere Schlaf-Hängematten.

Das tolle an LA SIESTA ist zudem, sie unterstützen unser Leitmotiv des langsamen reisens, den nachhaltigen Anbau von Baumwolle sowie soziale Projekte wie das Jugendzentrum in Brasilien.
Finde auch deine Ruhe und genieße den Moment zum Nachdenken, denn das ist was zählt.

Wo würdest du am liebsten in (d)einer Hängematte abhängen?

Gewinnspiel: Wir finden die Hängematten so toll, das wir zusammen mit LA SIESTA eine Reisehängematte verlosen – neu, unbenutzt und nach eurer Farbwahl! Beantwortet dazu die obige Frage im Kommentarfeld bis zum 20. November, share diesen Beitrag auf Facebook und like LA SIESTA.

Viel Glück

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