Fahrrad | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 12:37:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Fahrrad | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Mit Wasserdichten Socken durch Tschechien – Rad(Regen) Bekleidung im Test https://inthenature.de/mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test https://inthenature.de/mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test/#respond Thu, 27 Sep 2018 02:02:37 +0000 http://inthenature.de/?p=6440 (See English version below) 903 km und 8337 Höhenmeter sind die Tourdaten meiner Darmstadt -> Katowice Radtour. Einmal mit dem…

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(See English version below)
903 km und 8337 Höhenmeter sind die Tourdaten meiner Darmstadt -> Katowice Radtour. Einmal mit dem Fahrrad und Zelt quer durch Tschechien.

Um das Gewicht der Fahrradtaschen so gering wie möglich zu halten (12 kg waren es am Ende), legte ich einen großen Wert auf multifunktionales sowie leichtes Equipment. Am wichtigsten war für mich ein optimaler Regenschutz, da ich bei der engen Zeitplanung ungern meine Tour durch Regen unterbrechen wollte. Genauso wollte ich natürlich auch keine nassen Füße bekommen. Also wählte ich etwas, womit ich im Regen bequem weiterfahren konnte.

Gesamtstrecke: 945.84 km
Maximale Höhe: 954 m
Download file: Polen 2.gpx

 

Auf meinen zwei Alpencross Touren hatte ich schon schlechte Erfahrungen mit Garmaschen gemacht. Denn obwohl sie den Regen von oben ganz gut abhalten, dringt hoch spritzendes Wasser von unten innerhalb von 30 Minuten in die Schuhe und der Spaß ist vorbei. Das sollte diesmal nicht passieren, weswegen ich die wasserdichten Crosspoint Socken von Showerspass eingepackt habe. Die Socken sollen so Wasserdicht sein, dass man damit sogar durch Bäche laufen kann, ohne nasse Füße zu bekommen. Das hatte ich jetzt nicht vor, aber ich erlebte dafür zwei ähnliche Situationen, um den umfangreichen Wasserschutz zu testen.

Zum einen musste ich schon am zweiten Tag bei anhaltendem Sturmwetter über 2 Stunden durch den Regen fahren, um einigermaßen im Zeitplan zu bleiben. Zum anderen blieb mir auf der letzten Etappe nichts übrig, als bei anhaltender Straßennässe vom nächtlichen Regen während der gesamten 6 Stunden das hoch spritzende Wasser zu ertragen. In beiden Fällen erfüllten die Socken souverän ihren Dienst und mehr sogar. Da die Socken viel dicker als gewöhnliche sind, bleiben die Füße auch bei anhaltender Nässe warm!
Je nach Witterung und Intensität des Regens geben auch diese Socken ihre 100 %ige wasserdichte irgendwann auf. Während der zwei Stunden Sturmregen war es noch kein Problem, sodass ich schön trockene Füße danach hatte. Auf der letzten Etappe mit 6 Stunden Nässe auf der Straße und etwas Nieselregen muss ich zugeben, dass am Ende die Füße etwas feucht waren. Die Feuchtigkeit kam aber wahrscheinlich durch das Schwitzen in den warmen Socken, welche ich 6 Stunde an hatte.

Denn auch wenn die Füße nach 6 Stunden etwas feucht waren, fühlte ich mich wohl sowie warm in den Socken und das, obwohl der Schuh komplett nassen war. Die Feuchtigkeit ist nicht wie sonst in der Socke geblieben, was ein unangenehmes Gefühl verursacht hätte sowie normalerweise für kalte Füße sorgt. Damit haben die Socken für mich perfekt die Aufgabe erfüllt!

Die Technik dahinter ist eine drei langen Konstruktion bestehend aus:
+ Äußere Naht fühlt sich an, wie normale Socken
+ Spezielle Membran sorgt für Wasserschutz
+ Eine Coolmax FX Lage innen sorgt für Atmungsaktivität und Temperaturregulierung

So fühlt sich die Socke auch innen wie eine fast normale Socke an. Tipp meinerseits, wenn ihr Schuhgröße 46/47 habt, würde ich die Socken in XXL nehmen, da das Anziehen der L/XL Variante etwas mühselig war. Einmal angezogen, spürte ich jedoch keine engen Stellen und konnte bequem mehrere Stunden mit den Socken (ohne Druckstellen ) fahren.

Länger habe ich überlegt, ob ich eine Regenhosen brauche. Im Endeffekt habe ich mich für das Minimalkonzept entschieden und ausschließlich auf eine gute kurze Hose sowie Beinlinge gegen die Kälte gesetzt. Denn für die drei Tage in Tschechien war Sonne bei 25°C vorhergesagt. Perfekt die neue Cross Country Shorts von Showerspass zu testen.
Worin die Hose sich auszeichnet, ist die extrem gute Wasserabweisende Funktion. Selbst bei strömenden Regen hatte ich nicht das Gefühl einen nassen Sack an den Beinen zu haben. Sobald der Regen aufhörte, trocknete die Hose in kürzester Zeit.
Genau so soll es sein. Sogar der Schmutz scheint an der Hose kaum zu haften, sodass man nach einer Woche bei zwei Tagen Regen und Dreck mit einer sauberen Hose ankommt.
Das ist das Resultat von zwei unterschiedlichen Materialmix. Während die Vorderseite aus einem leichten Nylon besteht, das für die Atmungsaktivität und schnelle Trocknung sorgt, ist der hintere Teil der Hose aus einem dickeren Material, um der Abnutzung entgegenzuwirken. Beide Seiten sind sehr dehnbar und machen alles mit. Das Material scheint robust zu sein, wo gleich es nach der Tour an einer Stelle leicht fusselt.
Eigentlich sollte die Hose Dank der verstellbaren weite mittels ausziehbarem Klettverschluss auskommen, jedoch musste ich während der Fahrt genauso wie beim Tragen mit Gewicht in den Taschen feststellen, das die Hose etwas rutscht.
Die weiteren Eigenschaften der Hose sind zwei Druckknopf-Taschen hinten sowie zwei Netztaschen seitlich. Auch wenn diese nicht sehr tief sind, passt ein 5.2 Zoll Handy perfekt hinein und hatte während der gesamten Tour dort einen sicheren Halt. Sogar auf Trails blieb es sicher in der Hosentasche, jedoch würde ich es trotzdem bei wilden Donwhill-Trails in den Rucksack stecken. Technisch ist die Hose auf jeden Fall sehr ausgefeilt.

Für die frühen Morgen- sowie Abendstunden hatte ich zusätzlich die mega kompakte und extrem leichte (165 gramm) Ultralight Wind Jacket. Neben dem sehr kleinen faustgroßem Packmaß, hat mir das Konzept aus winddichtem Stoff auf der Oberseite, das auch leichten Regen abhält, sowie einen luftdurchlässigem Netzstoff auf der Innenseite der Ärmel sehr gut gefallen. Dies schützt komplett vor Wind, während es trotzdem atmungsaktiv bleibt. Besonders hat mir vor allem der Schnitt gefallen – hinten schööön lang! Vorne könnte es für meinen Geschmack einen Tick länger sein (vor allem, wenn man die Jacke auch mal so tragen möchte), zum aktiven fahren jedoch passend. Rundum angenehm zu tragen, flexibel und mit Reflektor Elementen verstehen.

Das einzige was jetzt noch wichtig ist, ist der Regenschutz des Rucksacks mittels Regenhülle (die hält, was sie verspricht) sowie der Fahrradtaschen, welche von Haus aus 100% wasserdicht sind -> Thule 😉

Mega angenehm zu fahren ist ebenso das Apex Merino Tech T-Shirt. Das Tech steht übrigens für Verhältnis von 67% 18.5-micron Merino-Wolle, gesponnen über einem 27% Polyester, 6% Nylon Kern. Wobei die Ärmel sogar aus 87% Merino Wolle bestehen und so für eine bessere antibakterielle Wirkung sorgen und vor Schweißgeruch schützen. Sehr angenehm bei Showerspass ist wieder einmal der verlängerte Rücken mit zusätzlichem Reflektor Logo für abends 😉

Als herausstechende Eigenschaften bietet das Shirt einen Reißverschluss an der Seite, in dem man optimal eine paar Geldscheine, Schlüssel oder sogar ein keines/dünnes Portemonnaie bzw. Handy aufbewahren kann.
Wer Merino Wolle kennt, wird ihre thermoregulierenden Eigenschaften kennen: es kühlt, wenn es warm ist und man schwitzt, und es wärmt, wenn es draußen kühl wird. Zudem wird der Schweiz Geruch absorbiert, sodass ein tragen für 1-2 Tage kein Problem für die Mitmenschen wird 😉 Perfekt zum Radeln also!

Wer überlegt Armlinge zu kaufen, meiner Meinung nach ist das Quatsch. Denn entweder ist es frisch, sodass man ebenso eine Weste braucht oder man zieht gleich einen dünnen Windbreaker an, welchen man zur Not noch öffnen kann, sodass die Arme immer noch bedeckt sind…

Was man ansonsten auf einer längeren Radtour als Ersatzteil haben sollte, ist:
+ Kettenschloss
+ Flickzeug
+ Schaltung
+ Bremsbeläge, falls viele Höhenmeter bevorstehen
+ Evt Ersatzschlauch (light Version)
+ Kabelbinder

Der Rest des Equipments ist der gleiche, den ich auf meine camping trips mitnehmen.

Als Trinkrucksack habe ich den 950 Gramm leichten Terrapeak Air Flux 28l mitgenommen.
Mit der Netzstruktur am Rücken ist der Rucksack super zum radeln, da er einerseits gut aufliegt und trotzdem den Rücken lüftet. Die Trinkblase findet in dem separatem Fach gut Platz. Durch die gebogene Netzstruktur muss man nur bedenken, das mit Trinkblase es in der Mitte der Rucksacks etwas enger wird.
Ansonsten bietet der Rucksack viel Platz innen, auch wenn man zuerst durch die Krümmung einen anderen Eindruck hat. Mit der Polsterung im unteren Rückenteil liegt der Rücksack auch auf dem trail sehr angenehm auf.
Zu den besonderen Eigenschaften zählt zudem das zweite Fach, das von außen zugänglich ist, und vom Innenraum getrennt Platz für eine Regenjacke oder Pullover bzw. ähnliches zum schnellen Zugriff bietet. Am Hüftgurt sind zudem zwei weitere kleine Fächer mit Reißverschluss angebracht, worin ein Handy oder Energieriegel Platz finden. Das schöne, moderne Design und das robuste Material machen den Rucksack zu einem tollen Wegbereiter.
Überzeugend ist vor allem der Preis – unter 90 Euro! Von mir eine klare Kaufempfehlung*.

Zur Tour selbst bleibt zu sagen, wer es eilig hat, sollte in Tschechien auf die Straße (am angenehmsten Nebenstraßen) ausweichen, da die Radwege häufig leider im schlechten Zustand sind. Wenn man jedoch Zeit hat, gern durchs Grüne fährt und Schotter liebt, der wird in Tschechien fündig! Das Radwegenetz ist sehr groß und gut beschildert.
Die Nebenstraßen waren jedoch auch sehr schön, vor allem ruhig. Und das beste, zu 80% wachsen Apfel- oder Pflaumenbäume am Straßenrand, die zum Selbstpflücken einladen, yeah!
Das Übernachten am Waldrand war ebenso sehr entspannt, sodass ich immer schnell ein schönes, ruhiges Plätzchen für mein gefunden habe. Trinkwasser aus der Leitung habe ich freundlicherweise immer auf Anfrage von Anwohnern oder bei Restaurants bekommen, selbst wenn ich dort nicht vergessen habe.

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English Version:

903 km and 8337 meters in altitude are the tour details of my Darmstadt (Germany) ->Katowice (Poland) bike tour. Crossing Czech Republic by bike and camping in the woods was a dream I had in mind for a longer time.

In order to keep the weight of the bicycle bags as low as possible (12 kg was the total weight), I put some effort choosing multifunctional and light equipment. Most important was a perfect rain protection, since I did not want to interrupt my tour due to rain. Of course, I also didn’t want to get wet feet either. So I chose clothes to ride comfortably in the rain.

On my two alpine crossings by bike I already had bad experiences with gaiters. Even they are waterproof, they can not protect splashing water penetrating the shoes from below. Because I did not want this to happen again, I packed the waterproof Showerspass Crosspoint Socks. Claiming to be so waterproof, you could walk through a stream without getting wet feet, I did not intend to do that. Instead, I experienced two situations that had a similar effect and proved the strong water protection.

First, I experienced a persistent stormy weather for more than 2 hours on the first day and second, another 6 hours of wet roads from the nightly rain on the last day with constant water splashing while riding.
In both cases, the socks performed amazingly. Even better, while the socks are much thicker than usual socks, my feet stayed comfortably warm even in wet conditions!
Sure, depending on the weather and the intensity of the rain, these socks might lose their 100% water resistance at some point.
This was not a problem during the two hours of storm weather, where I had nicely dry feet afterwards. After the 6 hours of wet roads and drizzle during the day I have to admit that in the end my feet were a bit damp. However, it is not comparable to the wet socks that I have already had on other rainy tours where you get cold. Moreover, the damp feet might also be an effect of sweating.
I felt comfortable and warm in my socks, even though the shoe was completely wet. The moisture did not stay in the sock as usual, causing an uncomfortable and cold feet. So the socks have perfectly fulfilled the task!

The technique behind the socks is the three layer construction:
+ wear resistant knit exterior (feels like a regular sock)
+ waterproof breathable membrane
+ Coolmax FX moisture wicking anti-bacterial lining

In my experience you should get the socks in size XXL if you have shoe size (US 12/13, EU 46/47). The size L / XL was a little too tight for me. Wearing them, the socks did not feel too small, so I could ride comfortably for several hours without pressure marks. Only putting them on was a bit tough.

I also thought about whether I need rain pants or not. In the end I decided for the minimal concept and packed only shorts as well as leg warmers against the cold. All, because the forecast indicated sun for most of the time. Perfect to test the new Cross Country Shorts by Showerspass.
One of the features of the bike shorts is the very good water-repellent function. Even in the pouring rain I did not feel like I had wet pants. As soon as the rain stopped, the bike shorts dried in no time. Also, the dirt repelled great and after a week with two days of rain I arrived with clean shorts 😉
That’s the result of the two different materials. While the front is made of lightweight nylon for breath ability and quick drying, the back of the shorts is made of a thicker, durable material. Both sides are very flexible and seem to be robust.
The adjustable waist cinch is a nice feature, but in my case the shorts slipped a bit during the tour and while carrying too much stuff in the pockets.
The other features of the pants are two snap buttons pockets at the back and two side mesh pockets. Even though these are not very deep, a 5.2 inch phone fits in perfectly and had a secure grip throughout the tour. On trails, however, I would put the phone in the backpack even I did not lose the phone after trying it on the trail.

For the early morning and evening hours, I also had the ultra light (165 grams) Showerspass Ultraligh Wind Jacket. In addition to the extreme small pack size, I liked the concept of the windproof fabric on the outside, which also shrugs off light rain, and a breathable mesh on the inside of the sleeves. This completely protects against wind while still remaining breathable. I especially liked the bike cut with a longer back! In the front, the jacket could be a bit longer if you want to wear it not sitting on a bike.
While riding on a bike the jacket was very comfortable, flexible and also has reflector elements for better visibility at night.

On warm days I enjoyed wearing the Apex Merino Tech T-Shirt. Here, the tech stands for the ratio of 67% 18.5 micron Merino wool, spun over a 27% polyester / 6% nylon core. The sleeves are even made out of 87% Merino wool which provides a better antibacterial effect as well as protects against sweat odor. The extended back with an additional reflector logo are two other great features for bike rides.
A unique feature is a zipper pocket on right the side where you can store keys or even a thin wallet or cellphone. Perfect for cycling without a backpack!

 

*
Das Equipment wurde mir für diese Tour kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde nicht bezahlt und beschreibt meine eigenen Erfahrungen.

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Dinos in Badlands https://inthenature.de/dinos-in-badlands/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=dinos-in-badlands https://inthenature.de/dinos-in-badlands/#respond Fri, 22 Jul 2016 04:01:40 +0000 http://taundma.de/?p=4366 Unser nächstes Ziel sind die Badlands der Provinz Alberta. Eine skurril wirkende Landschaft wie von einem anderem Planeten. Die Hügel…

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Unser nächstes Ziel sind die Badlands der Provinz Alberta. Eine skurril wirkende Landschaft wie von einem anderem Planeten. Die Hügel um die Stadt Drumheller bestechen mit unterschiedlichen Farbschichten und bergen Dinosaurier-Geschichte in sich.

Wir verweilen fast einen ganzen Tag im Royal Tyrrel Dinosaurier Museum. T-Rex, Stegosaurus, Triceratops, Argentinosaurus, alle diese und noch duzende mehr, sind in Lebensgröße zu sehen. Angefangen von der Evolutionsgeschichte, über die der Eiszeit sowie das Aussterben der Dinos, das Leben unter und über Wasser, die Entwicklung unterschiedlicher Rassen, es gibt so viel zu entdecken und lernen. Ein Tag reicht nicht aus. Das Museum ist gigantisch und für 18$ ein fairer Preis.

Außerhalb des Museums geht es weiter, ein kleiner Rundweg durch den Midland Provincial Park kann auf eigene Faust oder in einer geführten Wanderung zu weiteren Ausgrabungsstätten unternommen werden. Wir nutzen den Tag die Umgebung von Drumheller sowie dem Midland Provincial Park (6 km außerhalb der Stadt) zu erkunden.

Spektakulär ist die Wanderung an dem Naturschauspiel der Hoodoos (16 km südöstlich von Drumheller – eine Übernachtung auf dem Walmart Parkplatz am Stadtrand ist dafür bestens geeignet). Die Hoodoos sind turmartige Gebilde aus Sedimentgestein (Kalkstein, Sandstein, Vulkangestein, Basalt), die durch Erosion geformt wurden. Dabei wäscht das Wasser das lockere/lose Gestein im Untergrund immer weiter aus, während oben das härtere, eisenhaltigere Gestein erhalten bleibt und die Kappe formt sowie die unterschiedlichen Farben herausfiltert – WOW!!
Um Drumheller gibt es zahlreiche sehenswerte Canyon, wir entscheiden uns für eine Wanderung am Horseshoe Canyon (17 km westlich von Drumheller, Richtung Calgary). Die Bilder sprechen für sich!
Das Gebiet wird übrigens Badlands (schlechtes Land) genannt, da es schlecht passierbar war. Häufige Regenfälle und Wasser machten das Land schlammig, schufen tiefe Schluchten, teile Hänge und machten es schwer zu durchqueren. In der Trockenzeit sorgte das lose Gestein ebenso dafür, dass das Land nur mühsam durchquert werden konnte.

Danach geht es in die Großstadt, nach Calgary. Mit zahlreichen Fahrradwegen lässt sich die Stadt wunderbar ohne das Auto erkunden. Wir radeln an der Wasserfront entlang, wandern durch die Hochhäuser und im Szeneviertel…
Neben dem auffallend aktiven Treiben der Pokemon-Go Anhänger, findet im Park an diesem Wochenende das große Folk-Festival statt. Wir nutzen die Gelegenheit und verweilen am Parkrand bei einem köstlichen Camper-Abendessen und lauschen der Musik.
Die Rockies sind nicht mehr weit… nur noch eine Autostunde entfernt… wir packen zusammen, heute wird unter dem Berghimmel geschlafen!

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Georgia Bay https://inthenature.de/georgia-bay/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=georgia-bay https://inthenature.de/georgia-bay/#respond Thu, 09 Jun 2016 06:30:42 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2919 Weiter geht es zur Küstenlinie des Huronsee, der Georgia Bay – eine 200 km lange, 80 km breite Bucht mit grau- und rosafarbenen Granit-Klippen. Es…

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Weiter geht es zur Küstenlinie des Huronsee, der Georgia Bay – eine 200 km lange, 80 km breite Bucht mit grau- und rosafarbenen Granit-Klippen. Es ist Teil des UNESCO Biosphärenreservats und ein Sommer-Süßwasser-Erholungsgebiet das durch seine größe ein Meereseindruck vermittelt. Die vielen Strände laden zum Baden ein, wenn nur das Wasser nicht soooo kalt wäre im Juni. Wer zum Schwimmen kommt, sollte Ende Juli, Anfang August anreisen. Alternativ ab Septembers, da entgeht man den Sommerhaus-Schulferien und hat die Strände für sich.

Die kleineren Seen im Landesinneren sind dafür Ende Juni an heißen Sommertagen warm genug mit 15–16 Grad :)
Mit den vier großen Seen Kanadas – Superior, Huron, Erie, Ontario, welche sich die Provinz Ontario mit den USA teilt, hat die Region die größte Menge an Süßwasser der Erde, 21 % der Weltoberfläche! Der ständige Blick aufs Wasser lässt hier kein Ende erkennen, ein Gefühl wie am Meer eben.
Weiterhin interessant, es gibt hier mehr Reptilien und Amphibien als irgendwo in Kanada. Von den über 33 bekannten Arten ist die bekannteste, die Massasauga Klapperschlange. Uns sind jedoch nur jede Menge Kröten, Blindschleichen und Schildkröten über den Weg gelaufen – das ist auch gut so.

Georgia Bay, das ist die Ostseite des Huronsee, sie besticht mit ihren ca. 30.000 Inseln. 5000 weitere sind auf den anderen großen Seen verteilt und machen Lust mit Kayak, Kanu oder Boot auf ein Inseln-Abenteuer. Dabei sind nicht mal die kleinen aus dem Wasser ragenden Granitfelsen mitgezählt, welche diese Zahl auf 60.000 verdoppeln. Genau diese Landschaft, inmitten der Seen lockt.

Durch ein Netz aus Fahrradwegen lässt sich die Region zwischen Penetanguishene und Waubaushene mit dem Fahrrad erkunden. Kurz vor Midland, entlang der Fahrradstrecke, kann die erste europäischen Siedlung in Ontario (1639) besichtigt werden. Die rekonstruierte Siedlung Sainte-Marie Among the Hurons Mission, der Hauptumschlagplatz der Jesuiten, bringt einen ins 17 Jh. und zeigt das Leben der Pioniere mit Missionsauftrag, besonders in Beziehung zu den Ureinwohnern, vor allem den Huron – spannend. Für christliche Hurons ist dieser Ort zur Pilgerstätte aufgestiegen.
Die Orte auf unserer Tour bieten mit einem kleinen Stadtkern die üblichen Boutiquen und Cafés zum durchschlendern. Hervorzuheben ist Midland, welches mit seinen kunstvollen Gebäudemalereien besticht.
Ebenso gibt es hier am Hafen kostenloses Internet, saubere Toiletten und einen freundlichen Hafenmeister. Als dieser erkennt das wir früh morgens mit verschlafenen Gesichtern unsere Zähne putzen, bietet er uns an die Duschen am Hafen zu nutzen, welche sonst den Seglern vorbehalten ist. Das war sehr aufmerksam 🙂

 

Wir hängen ab. Zum Entspannen und Sonne tanken taugen die Strände in der Region. Der populärste ist Wasaga Beach mit 12 km der längste öffentliche Strand der Region. Mit allerlei Fressbuden oder Spilotheken, gebührenpflichten Parkplätzen und Adventure Spielplätzen – für unseren Geschmack einfach zu überlaufen. Eine kostenlose Möglichkeit zu parken bietet immerhin der strandnahe Provincial Park, wenn man die Provincial Parks Saison Karte besitzt. Aber wer schon da ist sollte bei Grandma’s Beach Treats in Wasaga Beach Eissorten wie Black Raspberry Thunder oder Blueberry Ripple schlecken, aber lasst auch Platz für die hausgemachten kanadischen Butterkuchen mit klebriger Pekannussfüllung … mhhhh!

 

Balm Beach, zu der die Einheimischen gerne fahren, ist die entspannte Alternative. Nicht groß, aber schön gelegen.

 

Empfehlenswert ist der Awenda Provincial Park. Dieser ist etwas außerhalb, bietet aber den schönsten Strand. An Waldrand gelegen ohne Pizza- und Eisbuden, bietet die besten Aussichten auf die kleineren Inseln der Georgia Bay.

 

Auf unserer Fahrradtour entdecken wir viele weitere Strände, doch zu unserem Bedauern müssen wir feststellen, dass es sich um private Strände handelt. Von der Straße und zwischen den Häuserreihen erreichen wir 30 Meter breite öffentliche, abgezäunte Abschnitte. Die Zugänge sind nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar, da das Parken rund um den Zugang verboten ist. Wenn der Abschnitt erreicht ist, gehört er dir! Ab aufs Rad: Bei unserer 45 km langen Fahrrad-Rundtour von Penetanguishene über Balm Beach nach Awenda Park und zurück nach Penetanguishene konnten wir alle 5 km anhalten, für die nächste Abkühlung.

 

Kayaks oder Kanus bei White Squall Paddling Centre ausleihen und tagelang die Küstenregion erkunden. An den Künsten zu paddeln oder driften, fühlt sich richtig an.

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