See | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 13:12:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.18 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png See | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Wir sind wieder unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wir-sind-wieder-unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/#respond Mon, 31 Oct 2016 20:38:22 +0000 http://taundma.de/?p=4885 Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede…

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Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede Menge Wanderpfade, da ist ein Muss für uns zwei.

Guadalajara
Im 16 Jhd. war die Stadt ein Handelsaußenposten. Dieser Kolonialcharm ist die Grundlage der Stadt die leider nur noch einen kleinen Teil der Stadt ausmacht. Wir schlendern über Blattlaub auf den Boulevards, die gespickt sind mit französischen Barocke-Bauten. Die Stadt wurde in den letzten Jahren von der Kunstszene erobert. Seitdem neu entdeckten Potenzial schießen die Galerien mit dem kontemporären Inhalten in Lafayette aus den Kolonialmensionen.
Lafayette bildet einen Kontrast zum Rest der eher geschäftigen Stadt. Hier lässt sich eine Pause einlegen in einem der angesagten Cafes oder Restaurants. Außerdem können wir in den engen Straßen umherschlendern ohne überfahren zu werden. Entspannt die Atmosphäre aufsaugen des künstlerischen Treibens lautet die Devise in Lafayette. Hier ist es ruhig, die Häuser farbig und ab und an schmückt ein zum Stehenbleiben verleitendes Wandgemälde oder Graffiti die Fassade.

In der zweitgrößten Stadt Mexikos geht es turbulent zu. Die Straßen sind gut gefüllt, an vielen Ecken gibt es kleine flohmarktähnliche Verkäufer, die allerlei gebrauchtes Haushalts-Zeug, Handyhüllen oder Krimskrams anbieten. Ebenso locken erstaunlich viele chinesische Restaurants mit einem All-you-can-eat für 3 Euro, verrückt!

Der historische Stadtkern imponiert mit den Hospicio Cabañas. Der neoklassische Hospice-Komplex ist bekannt für seine Domkapelle mit den 57 Fresken von abgemzelten Indigenas – ein gelungenes Stück mexikanischer Geschichte. Heute ist das Gebäude eine Kunstgallerie.

Der weite Platz vom Institutio cultural de cabañas bis zur Kathedrale, entlang der Fußgängerzone bei Mariachi Musik hat sein ganz Eigenes. Diese endet an den riesigen Markthallen, gefüllt mit Essensständen, Obst sowie Gemüsehändlern und diversen Warenverkäufern.

Der Spaziergang bis zum Kunstmuseum entlang der Statuen von Alejandro Colunga und Springbrunnen ist ein absolut sehenswerter Spaß. Die Weite des großzügig angelegten Plazas in der zweit größten Stadt Mexikos ist ein Genuss.

Übrigens lässt sich in der Nähe des alten Busbahnhofs gut und günstig übernachten.

Chapala See
Das bunte Treiben hält uns jedoch nur einen Tag in der Stadt. Von hier starten wir zum Wanderausflug an den Chapala See.
Für 50 Pesos pro Person ist es mit dem Bus von der alten Busstation im Zentrum etwa 1 Stunde entfernt. Wir steigen in Ajijic aus, einem süßen Dörfchen am Fuß der Berge welche den See umzingeln. In der Ortsmitte führen verschiedene Wanderrouten in die schöne Berglandschaft.
Wir wählen den östlichen Pfad, welcher sich entlang der Wasserfälle hochschlängelt. Von hier genießen wir eine tolle Aussicht auf den See und das weite Bergpanorama. Bis Ende Oktober fließt hier noch reichlich Wasser, danach versickert der Wasserfall zunehmend. Über den Wasserfällen teilt sich der Weg und wir wählen den linken Pfad entlang des Berghangs und durch den Wald, anstatt in der Hitze weiter hinauf zu gehen. An der nächsten Gabelung (1 Stunde später) halten wir uns jedoch rechts, es geht steil Bergauf – wir wollen zum Gipfel. Nach 2 Stunden erreichen dann endlich das Gipfelkreuz. Pause! Aussicht genießen!

Durch die unzureichende Beschilderung des Wanderwegs geht unser Rückweg von hier oben nicht wie geplant über einen weiteren Pfad zurück nach Ajijic, sondern auf die andere Seite der Bergkette, nach Las Trojes. Einem witzigen Örtchen am Ende einer Straße die hier in die Berge führt. Dieser Pfad, auch wenn nicht in unserer geplanten Richtung, ist gut markiert und abgestrampelt – wie alle Pfade soweit in der Region.
Glücklicherweise gibt es von hier einen lokalen Bus der uns zurück zum See, nach Jocostepec bringt.
Die Busfahrt geht durch die Früchte- und Beeren-Landwirtschaftsproduktion der Region. Am der Bushaltestelle bekommen wir sogar von den allerliebsten Menschen einen ganzen Beutel Himbeeren geschenkt, soooo lecker und frisch haben wir Himbeeren noch nie gegessen. Und das dank Tatjanas freundlicher Art die Leute auf Spanisch anzusprechen – der Sprachkurs mit Gabriele hat sich schon gelohnt!

Bevor es dunkel wird wandern wir noch zum See, wo mexikanische Wochentouristen die Grillplätze am See besetzt und lauter Musik die Umgebung beschallen.
Mit der Busfahrt über das Land, der langen Wanderung über die Berge und dem Spaziergang zu See, bekommen wir einen kleinen Eindruck der Umgebung. Der See ist groß, jedoch durch die Verschmutzung nicht zum Schwimmen geeignet. Viele Wasserlilien haben sich hier gebildet. Eine Bootstour macht es möglich den See weiter zu erkunden.
Die Wanderung macht definitiv Lust auf mehr, die Landschaft ist schön grün und dicht bewaldet.
Weitere Wanderwege gibt es auf der andere Seite des Sees, die heben wir uns aber für ein anderes mal auf…

Hasta pronto

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Die schönsten Strände in Manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-schoensten-straende-in-manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/#comments Sun, 10 Jul 2016 05:51:46 +0000 http://taundma.de/?p=4333 Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der…

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Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der anhaltende Sommer diktiert weiterhin unsere Stopps, sodass es täglich einen Halt am See gibt. Auf unserer Strecke nach Saskatchewan können wir ein paar davon empfehlen.

In Manitoba angekommen müssen wir uns entscheiden welche Route wir wählen. Die Wahl lag zwischen der direkten, südlichen Route, die vorbeizieht an Parks wie dem Spruce Woods Provincial Park mit seinen Sanddünen und Wüstenlandschaften, oder der nördlichen Route mit den großen Seen und den beliebten Sandstränden des Winnipeg und Manitoba Sees, sowie des Grindstone Provincial Park mit isländischen Wurzeln.
Wir entscheiden uns für die Nord-Route, da diese vielversprechender und spannender klingt, sie abseits der großen Highways liegt, uns in den wenig erschlossenen Norden und zu unserem nächsten Ziel, Saskatoon in Saskatchewan führt.

Obligatorisch war es für uns in der Hauptstadt der Provinz Manitoba, in Winnipeg anzuhalten. Daraus ist Liebe geworden. Ein Tag lang sind wir durch die Stadt gewandert um das Flair sowie die Geschichte aufzusaugen. Was gibt es darbüber zu sagen: Es ist eine eindrucksvolle Stadt mit spannenden architektonischen Bauten. Wir vergucken uns in die fußgängerfreundliche Innenstadt mit ihrem Flair. Im Blog von Snoopsmouse ist ein toller Beitrag zum Sehenswerten in der Stadt. Absolut sehenswert ist das Museum für Menschenrechte, das Modernen Kunst Museum, Riels Grabstätte sowie der Golden Boy!

Anschließend ging es weiter zu den Stränden des Winnipeg Sees, Sonne tanken. Zu den beliebtesten Ausflugsorten am See gehören Grand Beach Provincial Park und Victoria Beach im Norden-Osten sowie Winnipig Beach auf der Westseite des Sees.
Der Besuch bei Grand Beach überrascht uns. Der Strand ist mit seinem hellen, feinen Sandstrand traumhaft und es ist immer was los. Rettungsschwimmern halten Patroulie. Große Komplexe stehen entlang der Sandbank mit Zugang zu Toiletten, Duschen und Einkaufsmöglichkeiten. Das Wasser war zwar etwas algig und kühl, aber die Winnepiger hat es auch nicht gestört. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen ein paar Runden zu schwimmen. Immerhin wird das Wasser hier ständig kontrolliert wie uns ein Bademeister verrät.
Weiter nördlich ist der privatisierte Strand Victoria Beach, kostenpflichtige Parkplätze inklusive – nichts für uns. Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter nördlich und gelangen zu einem abgelegenen Strand. Wer die Badehose oder ein Kanu eingepackt hat, sollte es sich nicht nehmen lassen die wenigen hundert Meter zum Elk Island Provincial Park rüber zu schwimmen/paddeln – eine herrliche Aussicht!

Das Nachtlager schlagen wir an diesem Tag auf der anderen Seite des Sees auf, in der isländischen Siedlung Gimli. Ein kleiner Ort mit ruhigem Strand und einer, wie soll es anders sein, Wikinger Statue. Ein riesiges Ding, enthüllt von Dr. Asgeir Asgeierson! Die Cafés hier verkaufen isländische Vinatarta: ein 14-schichtiger Traum.
Früh am Morgen geht’s dann zum Hecla / Grindstone Provincial Park, welcher als Halbinsel in den See Winnipeg hineinreicht. Eine historische isländische Siedlung, gemütliche Wanderwege, Strand, Pelikane und tolle Schilfflandschaften machen dieses Fleckchen aus. Bei einem Spaziergang in der Schilflandschft zwischen den hohen Gräsern entdecken wir ein paar Tierchen. Es wird ein ausgiebiger Tagesbesuch, bevor wir unsere Reise zum zweitgrößten See der Provinz fortsetzen.

Der Manitoba See ist erstaunlich warm. Es lässt sich schwimmen an der schmalsten Stelle des Sees, kurz The Nerrows genannt. Wir übernachten direkt am Seeufer. Auf der weiteren Fahrt durchs Land ziehen wir vorbei an kleinen Siedlungen und großen Feldern.

Unser Ziel für den nächsten Tag ist der Riding Mountain National Park. Eine Bisonherde, die nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, verspricht einen spannenden Aufenthalt. Leider hat sich diese irgendwo im Gehege, welches wir mit dem eigenen Auto durchfahren können, :O versteckt. Dafür streift ein großer Braunbär durchs Unterholz und läuft uns vor die Kamera – Knips! Aus dem Gehege raus, unternehmen wir einen Spaziergang im Park und gehen ins Wasser, am Clear Lake sowie am See Audy – ein Herr den wir treffen, weißt uns daraufhin, dass ab Alberta die Seen mit Gletscherwasser gespeist werden und somit viel zu kalt sind zum Schwimmen, deswegen nutzen wir jede Möglichkeit für ein paar Streifzüge.
Doch die Prärie ruft uns und wir schwingen unsere Hufen auf der Schotterpiste Richtung Highway. Von hier wirkt das Land wie ein Langgezogenes, nicht endenwollendes Bauernfeld.

Unterwegs halten wir im Prairie Mountain Regional Museum und nutzen die Möglichkeit etwas über die lokalen Transportmittel von früher zu lernen, besuchen eine alte Oneroom-Schule mit Farbtopftupperdosen sowie ein Familienhaus mit viel Lektüre zum Verhalten der Präriedamen. Danke Alison für die Geschichtsstunde sowie den Hinweis, dass die Saskatoon-Beeren gerade reif sind zum Verzehr. JAMI, damit haben wir uns die nächsten Wochen, so oft es ging, die Bäuche vollgeschlagen.

Auf dem Weg Richtung Saskatchewan verschwinden selbst die kleinen Hügel Manitobas und wir sehen das Bild der Prärie Kanadas immer deutlicher – Felder und überdimensionale Speicher!
Einen der größten noch erhaltenen Kornspeicher aus Holz entdecken wir in Inglis, das an der Grenze zu Saskatchewan liegt. Wir sind beeindruckt von den Schönheiten aus Holz mit ihren Dimensionen. Der Regen setzt ein. Kurz vor Saskatoon schlagen wir unser Nachtlager, mitten in der Pampa auf.

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Kanutour im Herzen Kanadas https://inthenature.de/kanutour-im-herzen-kanadas/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kanutour-im-herzen-kanadas https://inthenature.de/kanutour-im-herzen-kanadas/#comments Sat, 25 Jun 2016 05:54:05 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=3020 Am Dienstagabend geht es rund! Wie lernt man etwas über die kanadische Lebensweise, erlebt einen fantastischen Kanu-Ausflug in die Wildnis und findet nebenher Arbeit? Dank…

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Am Dienstagabend geht es rund! Wie lernt man etwas über die kanadische Lebensweise, erlebt einen fantastischen Kanu-Ausflug in die Wildnis und findet nebenher Arbeit?

Dank der Facebook Gruppe Work and Travel Kanada! Mit dem Beitrag zu einem Gesuch von Arbeitern auf einem Campingplatz mit Ferienwohnungen, der Widgawa Lodge & Outfitter, kamen wir zu einer außergewöhnlichen Kanuerfahrung.
Die Widgawa Lodge ist der Kanu-Kajak-Ausstatter am Zugang der Westseite des Killarney Provincial Parks, welcher selbst an der Nordspitze des Huronsees liegt. Dieser Park ist einer der bekanntesten in der Region, wenn nicht in ganz Kanada. Einerseits durch die einmalige Schönheit der Natur sowie der großen Dichte an Seen, Kanurouten und Wanderwegen. Andererseits, da die bekanntesten Künstler Kanadas, besser bekannt als die Gruppe aus 7, hier ihrer Gemälde fertigten. Sie haben den Schutz der einmaligen Region initiiert und somit die Gründung des Parks gefördert.
Die Landschaft ist durchzogen von Flüssen, Seen sowie weißen, abgerundeten Quarzithügeln, der La Cloche Gebirgskette. Diese weißen Bergkuppen und Klippen stehen im direkten Kontrast zu den eingebetteten blauen Seen und grünen Kiefernwälder. Traumhaft! Ein idealer Ort um Kanu zu fahren. Perfekt, dachten wir uns, als wir hörten, das als Arbeitsausgleich neben Verpflegung und Logis die Nutzung der Kanus möglich ist – ok, bei Verpflegung hatten sie mich schon 🙂

Widgawa Lodge & Outfitter
Nach unserer Job-Anfrage via Facebook bei Joshua und Conni, den Besitzern der Widgawa Lodge, ging alles sehr schnell und unkompliziert: „Klar, kommt vorbei wenn ihr in der Gegend seid“ hieß es in der Antwort E-Mail. Gesagt, getan! Vor allem im Frühjahr sind die zwei immer auf der Suche nach Helfern. Unsere Aufgabe klang simpel: Die Dächer der zwei Außentoiletten müssen erneuert, sowie gestrichen werden. Nach einer anfänglich geplanten Dauer von 2–3 Tagen, hat es doch 5 gedauert. Erfahrungen mit Dach Schindeln hatte ich noch keine, aber kann ja nicht schaden für zukünftige Hausbau Projekte.

Angekommen, bekommen wir eine 3 Zimmer Hütte mit Küche und Bad zur Verfügung gestellt. Purer Luxus für uns. Die Beine lang machen, am Tisch sitzen zum Essen und es gibt eine Dusche. Promt werden wir zum Lagerfeuer eingeladen – das ist Tradition und wird an fast jedem Abend gepflegt. Die Gitarre wird ausgepackt und schon sitzen Bruce Springsteen, R.E.M., The Grateful Dead, … mit am Lagerfeuer sowie die Gäste und Mitarbeiter. Conni und Joshua sind großartig! Sie machen den Besuch im Park für alle zu einem Erlebnis. Wir können jedem nur Empfehlen hier vorbeizukommen, um den Park per Kanu zu erkunden.

Genauso sind beide als Arbeitgeber spitze und richtig entspannt:„Macht das es gut Aussieht“ war die Devise. Ein paar Tipps und eine kurze Einweisung wie man Schindeln aufs Dach legt, und dann überließen Sie es uns, wie wir die Arbeit abschließen. Das Wetter ist traumhaft heiß. Martin und ich arbeiten gerne an den Toilettchen: messen, sägen, Nägel ziehen, hämmern, streichen, uns mit dem Wasserschlauch nassspritzen…

An ein paar Nachmittag fahren wir mit dem Boot in den Provincial Park. Wir haben Grillzeugs dabei für Abendessen und ein Grill ist an Board. Die zwei verstehen wie man Mitarbeiter und Gäste verwöhnt. Toll, das zur gleichen Zeit ein weiteres deutsches Work and Travel Paar hier ist. Sebastian und Janina haben ihre Tour durch Kanada vor ein paar Wochen gestartet. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen von der Ostküste mit ihnen und überließen ihnen die dokumentierte Neufundland-Karte – auch wenn wir uns von ihr nur schweren Herzens trennen konnten.

 

Killarney Provincial Park
Es geht für drei Tage in den Park. Wir wählten einen favorisierten 32 km Rundweg zum Nellie See. Dieser führt über sechs Seen, einen Flusslauf, einen Biber Damm und fünf Tragepassagen. Randnotiz: Lange haben wir über ein häufige dargestelltes Bild in Kanada gerätselt, bei dem ein Mensch sein Kanu auf dem Kopf trägt, jetzt wissen wir, was damit gemeint ist, eine Kanu-Tragepassage (Englisch: Portage). Da fühlt man sich 300 Jahre zurück versetzt, in die Zeit der Pelzhändler, welche ihre Waren in die großen Städte wie Montreal transportierten mussten. Einen anderen Weg gab es nicht!

Für den ersten Tag haben wir uns die 15 km lange Paddelstrecke mit drei Tragepassagen vorgenommen. Es geht los von der Widgawa Lodge am Charlton Lake. Der Weg führt vorbei an weißen Hügeln und Kiefernwäldern, Holzhütten am Seeufer und über einen riesigen Biberdamm in den Howry Flusslauf, Richtung Murray See. Übersät mit Wasserlilien und Seerosen, bahnen wir unseren Weg entlang der Einfuhrschneise zu ersten großen Tragepassage. Um zum Nellie See zu gelangen, muss man jedoch erstmal etwas wandern. Mit dem Kanu auf den Schultern geht es 1.5 km und 230 Höhenmeter durch den Wald. Tatjana trägt einen Rucksack vorne, einen hinten und die Paddel, ich nur das 24 kg schwere Kanu auf den Schultern.

Nach insgesamt 8 Stunden kommen wir am Ziel an und werden von einem glasklaren, türkisblauen See überrascht. 20 bis 30 Meter kann man hier bis zum Grund schauen. Einzigartig, und nicht natürlichen Ursprungs. Denn als hier in den 50iger Jahre die Luft durch die Erzmine verpestet wurde, tötete der resultierende saure Regen bis heute alles Leben im See, und kreierte diese Schönheit.
Die Erzmiene wurden mittlerweile geschlossen und die Schornsteine der neuen Fabrik höher gebaut, sodass die Abgase weiter hinausgeschleudert werden. Den Säuregehalt im See kann man jedoch heute noch messen. Zum Schwimmen ist es völlig in Ordnung, zum Trinken scheinbar auch – die Meinungen teilen sich da. Wir ziehen es vor das Wasser zu filtern.
Es ist ruhig auf dem See. Weit ab der Zivilisation. Nur 3 Zeltplätze gibt es am Nellie See, welche alle schon im Voraus reserviert werden müssen und auch schnell ausgebucht sind. Damit wird die Anzahl der Leute limitiert, und die Natur geschont.

Wir hatten das Glück Larry, der von hier seinen alljährlichen, einwöchigen Kanu-Camping-Trip startet, in der Widgawa Lodge kennenzulernen. Er war so nett und hat uns angeboten seinen Zeltplatz mit uns zu teilen. Diese Einladung haben wir angenommen. Cool!

 

Am zweiten Tag erkunden wir mit dem Kanu den 7km langen Nellie Lake, erklimmen eine schroffe Granitklippe und gehen in dem türkisen Wasser schwimmen. Uns begegnen Loons und sogar zwei Biber. Larry meint, das sieht er zum erstmal seit Jahren. Die Natur erkämpft sich ihren Lebensraum zurück. Jeder der hierher kommt, sollte mindestens einen Ruhetag einplanen, es ist traumhaft.

 

Am dritten Tag geht es früh morgens zurück. Es warten zwei Tragepassagen mit 2 km und 1,7 km Länge, sowie eine Paddelstrecke von etwa 17 km auf uns.
Dieses mal sind wir jedoch richtig schnell und schaffen die komplette Route in 5 Stunden. Das Paddeln und steuern haben wir perfektioniert. Bei den Tragepassagen werden wir durch die unermüdlichen Stechmücken angetrieben. Ihnen ausgeliefert marschieren wir, mit dem Kanu auf den Schultern, durch den Wald. Zuerst zum Grace Lake, anschließend zum Frood Lake. Nur kurz machen wir einmal halt, als wir ein Moose mitten auf unserem Pfad antreffen. Wer weicht hier wem aus? Deutlich zu erkennen, dass die Verwunderung auf beiden Seiten herrscht und keiner sich vor oder zurück wagt. Motiviert durch die lästigen Stechmücken und dem 24 kg schweren Kanu auf den Schultern, ergreifen wir die Initiative und passieren das Moose seitlich durch den Wald. Sichtlich erleichtert verschwindet das Moose in die andere Richtung.
Trotzdem bleibt genug Zeit für Fotos. Ein Muss ist der Morgen auf dem Grace Lake. Die Spiegelungen der kleinen Inseln und Felsen verwandeln die Landschaft in ein buntes Kaleidoskop.

Ein absolutes Highlight der Reise!
Danke Conni, Joshua und Larry!

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Strand & Schnorchel https://inthenature.de/bruce-halbinsel/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=bruce-halbinsel https://inthenature.de/bruce-halbinsel/#respond Thu, 16 Jun 2016 05:48:35 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=3018