Neufundland | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 12:58:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Neufundland | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Kanutour im Herzen Kanadas https://inthenature.de/kanutour-im-herzen-kanadas/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kanutour-im-herzen-kanadas https://inthenature.de/kanutour-im-herzen-kanadas/#comments Sat, 25 Jun 2016 05:54:05 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=3020 Am Dienstagabend geht es rund! Wie lernt man etwas über die kanadische Lebensweise, erlebt einen fantastischen Kanu-Ausflug in die Wildnis und findet nebenher Arbeit? Dank…

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Am Dienstagabend geht es rund! Wie lernt man etwas über die kanadische Lebensweise, erlebt einen fantastischen Kanu-Ausflug in die Wildnis und findet nebenher Arbeit?

Dank der Facebook Gruppe Work and Travel Kanada! Mit dem Beitrag zu einem Gesuch von Arbeitern auf einem Campingplatz mit Ferienwohnungen, der Widgawa Lodge & Outfitter, kamen wir zu einer außergewöhnlichen Kanuerfahrung.
Die Widgawa Lodge ist der Kanu-Kajak-Ausstatter am Zugang der Westseite des Killarney Provincial Parks, welcher selbst an der Nordspitze des Huronsees liegt. Dieser Park ist einer der bekanntesten in der Region, wenn nicht in ganz Kanada. Einerseits durch die einmalige Schönheit der Natur sowie der großen Dichte an Seen, Kanurouten und Wanderwegen. Andererseits, da die bekanntesten Künstler Kanadas, besser bekannt als die Gruppe aus 7, hier ihrer Gemälde fertigten. Sie haben den Schutz der einmaligen Region initiiert und somit die Gründung des Parks gefördert.
Die Landschaft ist durchzogen von Flüssen, Seen sowie weißen, abgerundeten Quarzithügeln, der La Cloche Gebirgskette. Diese weißen Bergkuppen und Klippen stehen im direkten Kontrast zu den eingebetteten blauen Seen und grünen Kiefernwälder. Traumhaft! Ein idealer Ort um Kanu zu fahren. Perfekt, dachten wir uns, als wir hörten, das als Arbeitsausgleich neben Verpflegung und Logis die Nutzung der Kanus möglich ist – ok, bei Verpflegung hatten sie mich schon 🙂

Widgawa Lodge & Outfitter
Nach unserer Job-Anfrage via Facebook bei Joshua und Conni, den Besitzern der Widgawa Lodge, ging alles sehr schnell und unkompliziert: „Klar, kommt vorbei wenn ihr in der Gegend seid“ hieß es in der Antwort E-Mail. Gesagt, getan! Vor allem im Frühjahr sind die zwei immer auf der Suche nach Helfern. Unsere Aufgabe klang simpel: Die Dächer der zwei Außentoiletten müssen erneuert, sowie gestrichen werden. Nach einer anfänglich geplanten Dauer von 2–3 Tagen, hat es doch 5 gedauert. Erfahrungen mit Dach Schindeln hatte ich noch keine, aber kann ja nicht schaden für zukünftige Hausbau Projekte.

Angekommen, bekommen wir eine 3 Zimmer Hütte mit Küche und Bad zur Verfügung gestellt. Purer Luxus für uns. Die Beine lang machen, am Tisch sitzen zum Essen und es gibt eine Dusche. Promt werden wir zum Lagerfeuer eingeladen – das ist Tradition und wird an fast jedem Abend gepflegt. Die Gitarre wird ausgepackt und schon sitzen Bruce Springsteen, R.E.M., The Grateful Dead, … mit am Lagerfeuer sowie die Gäste und Mitarbeiter. Conni und Joshua sind großartig! Sie machen den Besuch im Park für alle zu einem Erlebnis. Wir können jedem nur Empfehlen hier vorbeizukommen, um den Park per Kanu zu erkunden.

Genauso sind beide als Arbeitgeber spitze und richtig entspannt:„Macht das es gut Aussieht“ war die Devise. Ein paar Tipps und eine kurze Einweisung wie man Schindeln aufs Dach legt, und dann überließen Sie es uns, wie wir die Arbeit abschließen. Das Wetter ist traumhaft heiß. Martin und ich arbeiten gerne an den Toilettchen: messen, sägen, Nägel ziehen, hämmern, streichen, uns mit dem Wasserschlauch nassspritzen…

An ein paar Nachmittag fahren wir mit dem Boot in den Provincial Park. Wir haben Grillzeugs dabei für Abendessen und ein Grill ist an Board. Die zwei verstehen wie man Mitarbeiter und Gäste verwöhnt. Toll, das zur gleichen Zeit ein weiteres deutsches Work and Travel Paar hier ist. Sebastian und Janina haben ihre Tour durch Kanada vor ein paar Wochen gestartet. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen von der Ostküste mit ihnen und überließen ihnen die dokumentierte Neufundland-Karte – auch wenn wir uns von ihr nur schweren Herzens trennen konnten.

 

Killarney Provincial Park
Es geht für drei Tage in den Park. Wir wählten einen favorisierten 32 km Rundweg zum Nellie See. Dieser führt über sechs Seen, einen Flusslauf, einen Biber Damm und fünf Tragepassagen. Randnotiz: Lange haben wir über ein häufige dargestelltes Bild in Kanada gerätselt, bei dem ein Mensch sein Kanu auf dem Kopf trägt, jetzt wissen wir, was damit gemeint ist, eine Kanu-Tragepassage (Englisch: Portage). Da fühlt man sich 300 Jahre zurück versetzt, in die Zeit der Pelzhändler, welche ihre Waren in die großen Städte wie Montreal transportierten mussten. Einen anderen Weg gab es nicht!

Für den ersten Tag haben wir uns die 15 km lange Paddelstrecke mit drei Tragepassagen vorgenommen. Es geht los von der Widgawa Lodge am Charlton Lake. Der Weg führt vorbei an weißen Hügeln und Kiefernwäldern, Holzhütten am Seeufer und über einen riesigen Biberdamm in den Howry Flusslauf, Richtung Murray See. Übersät mit Wasserlilien und Seerosen, bahnen wir unseren Weg entlang der Einfuhrschneise zu ersten großen Tragepassage. Um zum Nellie See zu gelangen, muss man jedoch erstmal etwas wandern. Mit dem Kanu auf den Schultern geht es 1.5 km und 230 Höhenmeter durch den Wald. Tatjana trägt einen Rucksack vorne, einen hinten und die Paddel, ich nur das 24 kg schwere Kanu auf den Schultern.

Nach insgesamt 8 Stunden kommen wir am Ziel an und werden von einem glasklaren, türkisblauen See überrascht. 20 bis 30 Meter kann man hier bis zum Grund schauen. Einzigartig, und nicht natürlichen Ursprungs. Denn als hier in den 50iger Jahre die Luft durch die Erzmine verpestet wurde, tötete der resultierende saure Regen bis heute alles Leben im See, und kreierte diese Schönheit.
Die Erzmiene wurden mittlerweile geschlossen und die Schornsteine der neuen Fabrik höher gebaut, sodass die Abgase weiter hinausgeschleudert werden. Den Säuregehalt im See kann man jedoch heute noch messen. Zum Schwimmen ist es völlig in Ordnung, zum Trinken scheinbar auch – die Meinungen teilen sich da. Wir ziehen es vor das Wasser zu filtern.
Es ist ruhig auf dem See. Weit ab der Zivilisation. Nur 3 Zeltplätze gibt es am Nellie See, welche alle schon im Voraus reserviert werden müssen und auch schnell ausgebucht sind. Damit wird die Anzahl der Leute limitiert, und die Natur geschont.

Wir hatten das Glück Larry, der von hier seinen alljährlichen, einwöchigen Kanu-Camping-Trip startet, in der Widgawa Lodge kennenzulernen. Er war so nett und hat uns angeboten seinen Zeltplatz mit uns zu teilen. Diese Einladung haben wir angenommen. Cool!

 

Am zweiten Tag erkunden wir mit dem Kanu den 7km langen Nellie Lake, erklimmen eine schroffe Granitklippe und gehen in dem türkisen Wasser schwimmen. Uns begegnen Loons und sogar zwei Biber. Larry meint, das sieht er zum erstmal seit Jahren. Die Natur erkämpft sich ihren Lebensraum zurück. Jeder der hierher kommt, sollte mindestens einen Ruhetag einplanen, es ist traumhaft.

 

Am dritten Tag geht es früh morgens zurück. Es warten zwei Tragepassagen mit 2 km und 1,7 km Länge, sowie eine Paddelstrecke von etwa 17 km auf uns.
Dieses mal sind wir jedoch richtig schnell und schaffen die komplette Route in 5 Stunden. Das Paddeln und steuern haben wir perfektioniert. Bei den Tragepassagen werden wir durch die unermüdlichen Stechmücken angetrieben. Ihnen ausgeliefert marschieren wir, mit dem Kanu auf den Schultern, durch den Wald. Zuerst zum Grace Lake, anschließend zum Frood Lake. Nur kurz machen wir einmal halt, als wir ein Moose mitten auf unserem Pfad antreffen. Wer weicht hier wem aus? Deutlich zu erkennen, dass die Verwunderung auf beiden Seiten herrscht und keiner sich vor oder zurück wagt. Motiviert durch die lästigen Stechmücken und dem 24 kg schweren Kanu auf den Schultern, ergreifen wir die Initiative und passieren das Moose seitlich durch den Wald. Sichtlich erleichtert verschwindet das Moose in die andere Richtung.
Trotzdem bleibt genug Zeit für Fotos. Ein Muss ist der Morgen auf dem Grace Lake. Die Spiegelungen der kleinen Inseln und Felsen verwandeln die Landschaft in ein buntes Kaleidoskop.

Ein absolutes Highlight der Reise!
Danke Conni, Joshua und Larry!

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Neufundlands & Labradors Küche https://inthenature.de/neufundlands-labradors-kueche/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=neufundlands-labradors-kueche https://inthenature.de/neufundlands-labradors-kueche/#respond Sun, 26 Jul 2015 02:54:46 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=544 Klar ist, dass es hier viel Fisch gibt – die Provinz Kanadas mit dem umfangreichsten Küstengebiet. Hier jedoch besonders, denn als das…

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Klar ist, dass es hier viel Fisch gibt – die Provinz Kanadas mit dem umfangreichsten Küstengebiet. Hier jedoch besonders, denn als das Land vor über 400 Jahren entdeckt wurde, bezeichnete man es nicht umsonst als das fischreichste Gebiet der Welt. Wir selbst konnten uns schon mehrfach davon überzeugen. Kaum ist der Haken im Wasser; etwas angezogen; Schwupps hat die Makrele oder Forelle angebissen – ohne Köder!! Genau so erleben wir es, vor kurzem bei einem Ausflug zum Kabeljau und Forelle fischen, aber dazu kommen wir noch.

Damals wie heute steht jedoch frischer Kabeljau (Cod oder in manchen Regionen einfach nur Fisch genannt) ganz oben auf dem Speiseplan. Früher, als es noch keine Kühlschränke gab, wurde der Fisch gesalzen und getrocknet. So war er haltbar für den Winter, gleichzeitig konnte er so um die Welt verschifft werden.

Von all den Köstlichkeiten, welche Neufundland und Labrador zu bieten hat, haben wir schon folgendes auf unserem Teller gehabt:

Lobster: Hummer;
Snow Crab: Schneekrabbe;
Muscheln;
Hummer oder Schneekrabbe für 20 Minuten in kochendes Wasser eintauchen, oder fertig dampfgegart vom Hafen kaufen. Gekocht und kühl gelagert schmeckt beides wunderbar 1–2 Tage später, z. B. zum Salat.

 

Haddock: Schellfisch, Familie der Dorsche;
Turbot: Steinbutt, ähnlich kleinem Heilbutt,
Cod: Kabeljau;
Heilbutt;
Makrele;
Hake: Hechtdorsch,
Süß-/Salzwasser Forelle,
Seelachs;
Salzen, nach Belieben mit etwas Pfeffer verfeinern und in Butter in der Pfanne scharf anbraten. Seelachs mit weiteren Gewürzen in Alu-Folie im Ofen für ca. 20 Minuten bei 180° backen.

 

Trout: Süß- und Salzwasser Forellen – ähnelt dem Seelachsfleisch;
Capelin: Kapelan, eine Art Lodde, vom Strand sammeln.
Von beiden Seiten in Mehl wälzen. Den Fisch in heißen Butter in der Pfanne schwimmen lassen von beiden Seiten goldbraun backen. – Yam!

 

Seehund eingekocht im Glas – fleischige, lange Fasern durchzogen von Fett (leichter Leber Geschmack), das hält warm im Winter.

 

Char gehört zur Familie der Saiblinge. Das Fleisch ist ähnlich dem Seelachs und Forelle.
Gesalzen und getrocknet oder in Blaubeer- und Birkensträuchern geräuchert – immer ein Genuss!

 

Und natürlich gehört Moose (Elch), manchmal auch Karibu, in allerlei Formen auf den Tisch.
Ob als Hackbraten, Steak, T-Bone-Steak, Würstchen oder Burger wird er von den Einheimischen gegessen. In Restaurants findet man Moose selten. Auch wenn Moose in der Jagdsaison von lizensierten Jägern geschossen werden darf – trotz herrschender Überpopulation, brauchen Restaurants eine spezielle Lizenz zum Verkauf dieser Wildtiere. Die Regierung fürchtet unkontrollierten Missbrauch bei Kommerzialisierung der Jagd.
Geschmacklich ähnelt es Rindfleisch, gleichzeitig ist es langfasriger, dunkler und zarter. Die Zubereitung ist demnach gleich: Scharf anbraten von beiden Seiten. Zitat einer Deutschen, die seit über 30 Jahre in Kanada lebt: „Wenn man einmal Moose probiert hat, fragt man sich wieso man Rind essen sollte.“
Wir hatten auf unserer Reise das Glück alle Formen von Moosefleisch zu probieren. Unser besonderer Dank geht dabei an Gale aus Port Union bei Bonavista für die großzügige Auswahl an Moose-Fleisch: 3x Steaks, 3x T-Bone Steak und ein Braten. Es war überaus lecker, besonders der Braten! Der ist uns zart gelungen. Genauso an Berry für die Apfel-Moose-Würstchen und Roberta für die saftigen Burger!

 

Neben allerlei Fisch & Fleisch zählt folgendes zum traditionellen Speiseplan:
Bohnen besonders weiße Bohnen mit Ahornsirup, auch bekannt als Baked Beans:

  • 4 Tassen trockene weiße Bohnen
  • 2/3 Tasse Zuckerrübensirup
  • 8 EL Dijon Senf
  • 8 EL Tomatenpaste
  • 4 Nelken
  • 3 Tassen heißes Wasser
  • 2 große Zwiebeln
  • Salz oder Sojasauce

Bohnen müssen über Nacht in Wasser ziehen. Am Morgen in einer Auflaufform mit Deckel vermengen. Nun 2 Stunden bei 280° im Ofen backen. Für weitere 6 Stunden bei 120° C weiter backen.
Rote Beete geriffelt, in Essigwasser eingelegt wie bei Oma; Karotten, Kraut und Kohl.
Speziell gehören jedoch zwei Gemüsearten zu den typischen Spezialitäten:
Turnip vergleichbar mit Spinat – eine Unterart der Mairübe.
Zweitens eine Form von Wurzelgemüse – Rutabaga: eine Mischung aus Sellerieknolle und Kohlrabi. Letzteres ist rund, Kohlkopf groß, die Schale verläuft von violett zu gelb, innen ist er gelb. Gebraten oder gekocht wird die Rübe leicht süßlich.

 

Heimisches ‚Fast Food‘:
Macaroni and Cheese with Baloney: Makkaroni und Käse mit gebratener Fleischwurst
Ihr könnt euch sicherlich denken wie das aussieht und schmeckt – genau – LECKER! 🙂 Die einzigen Unterschiede zu Europa wären – der Käse ist orange, die Fleischwurst ist dicker, dunkler und in eine andere Form gepresst.

 

Zu den traditionellen Mahlzeiten gehört „Jiggs Dinner“. Der Name kommt daher: Der Hauptcharakter einer Comic-Serie namens „Jiggs“ hat dies immer als Abendmahlzeit gegessen – eine Parodie auf den Neufundländer und dessen Hauptnahrungsmittel. Das Gericht beinhaltet: Pökelfleisch oder gesalzene Rippchen mit Kartoffeln, Karotten, Kohl und Steckrüben in einer Bratenform vermengen. Paniermehl, Rosinen, braunem Zucker, Zuckerrübensirup, Butter, Mehl, Nelken mit gelben Erbsen in einem Leinenbeutel zusammen mit dem Gemüse und Fleisch sowie Brühe kochen. Als Gewürze werden Senfgurken, eingelegte Rüben, Cranberry-Sauce, Butter und Bratenfett verwendet.

Das übrig gebliebenen Gemüse von einem Jiggs Abendessen wird am nächsten Tag oft in einen Topf gemischt, gebraten und als „Kraut Hash“ bezeichnet, serviert.

Bisher hatten wir aber leider noch keine Gelegenheit dieses Gericht nachzukochen – es steht aber ganz oben auf unserer To Do Liste!!

 

Süßes
Typisch sind natürlich Pies – typisch englisch. Meistens mit lokalen Beeren, aber dazu kommen wir noch später wenn die Beerensaison zu Gange ist. Hier dauert es etwas länger …
Für Pie:

Boden

  • 8 EL Butter, kalt
  • 1 1/3 Tasse + 4 EL Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • 2 1/2 TL kaltes Wasser
  • 1 1/2 TL Apfelessig
  • 1/8 TL Backpulver

Füllung

  • 2 cups frische Partridgeberries
  • 1/2 Tassen brauner Zucker

Die Beeren mit dem Zucker in einem Topf aufkochen. Für den Boden die Zutaten vermischen. Die Hälfte des Teigs für den Boden verwenden. Den anderen Teil zum Bedecken der Füllung, die nun den Boden bedeckt, platzieren. Nun backe den Kuchen in einem vorgeheiztem Ofen für 25 Minuten bei 250° C. Eine goldene Kruste ist das Wunschergebnis.

Die Kekskultur fasziniert uns. Sie schmecken uns am liebsten frisch vom lokalen Bäcker gebacken. Meistens kaufen wir Haferflocken-Kekse mit Datteln oder Rosinen.
Genauso sieht man sehr häufig Zimtschnecken, unheimlich lecker! Wir versuchen uns ebenfalls an der Zubereitung von klebrigen Zimtschnecken:

Teig

  • 1 Tasse + 2 EL warmes Wasser
  • 2 ½ TL Trockenhefe
  • 4 ½ Tassen Mehl
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1/3 Tasse geschmolzene Magazine
  • 1 TL Salz

Füllung

  • 1/2 cup braunen Zucker
  • 1/4 Tasse Margarine
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 ½ TL Zimt
  • 1/4 Tasse Walnüsse
  • 1/4 Tasse Rosinen

Das warme Wasser mit der Hefe anrühren und für 10 Minuten ruhen lassen. Die restlichen Zutaten für den Teig zusammen mischen. Nun die Hefemischung beimengen. Das Teig-Gemisch für eine Stunde im warmen ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung mischen. Den Teig in 1,5 cm dicke ausrollen. Mit der Füllung bestreichen, einrollen und in 2 cm dicke Stücke schneiden. Die Rollen auf Backpapier nebeneinander auslegen. Bei 200° C für 20 Minuten goldbraun backen. Süß und klebrig!

Traditionelle Tauntons: Das ist frittierter Hefeteig in Brötchen Form. Serviert wird dieser mit Ahornsirup zum Dippen.

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Unter Wikingern https://inthenature.de/unter-wikingern/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unter-wikingern https://inthenature.de/unter-wikingern/#respond Sat, 25 Jul 2015 04:16:12 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=733 Wir haben es geschafft, wir sind am nördlichsten Punkt Neufundlands angekommen. Der Ort, der als Abschluss des menschlichen Zirkels bezeichnet…

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Wir haben es geschafft, wir sind am nördlichsten Punkt Neufundlands angekommen. Der Ort, der als Abschluss des menschlichen Zirkels bezeichnet wird. Hier hat sich der Mensch vor über 1000 Jahren, zum ersten Mal seit der Wanderung aus Afrika wieder getroffen.

Es waren die Wikinger um Leif Erikson, Sohn von Eric dem Roten, die als erste Amerika erreichten. Auf der Suche nach neuem Land und Ressourcen: vor allem Holz für den Schiffsbau. Erikson’s erfolgreiche Expedition nach „Vinland“ ermutigt andere Männer zur Reise. Der erste Kontakt zwischen Europäer und den Einheimischen, als „skrælingjar“ bezeichnet, hatte sein Bruder Thorvald. Dieser resultierte in Feindseligkeiten und Tod. In Vinland gab es keine permanenten Siedlungen, obwohl regelmäßige Reisen zum Abholzen und Handeln unternommen wurden. In den errichteten Siedlungen in L’Anse aux Meadows reparierten sie ihre Schiffe und verluden das so kostbare Holz für die weiterreise. An der südlichen Region um New Brunswick entdeckten sie (angeblich) Weinreben, wonach sie die Region „Vinland“ getauft haben. In der wiedererrichteten Wikinger Siedlung tauchen wir in die damalige Welt ein. Wir lauschen den Sagen und Klängen, welche von den Wikinger Schauspieler täuschend echt vermittelt werden.

 

Ein ortsansässiger Fischer, jetzt Mitarbeiter des Besucherzentrums, gibt eine Tour über das Gelände – verbliebenen Zeichen dieser Geschichte. Mehr sogar, mit seinen Erzählungen erhalten wir Einblick in das Leben der Fischer hier von vor 50–80 Jahren. Wir lernen, dass Seehunde und sogar Möwen zum Speiseplan gehörten. Noch heute ist Seehundfleisch ein Lebensmittel für die Menschen. Er gehörte zum Überleben durch den Winter. Dabei wurde und wird niemals der weiße Baby-Seehund gejagt – zu wenig Fleisch. Wir hören, dass die ‚Propaganda’ von Greenpeace hier nur Kopfschütteln verursacht.
Die Informationen im Besucherzentrum geben uns zusätzliches Verständnis über das Leben der Ureinwohner, der Inuit, Innu- und Dorset-Indiander. Wo kamen sie her und wie lebten sie.

Wir sind so gefesselt von den Eindrücken, das wir beschließen zum Wikingerfest mit traditionellem Essen, Sagen und Musik zu bleiben – 45$ pro Person. Heute wird der Abschluss eines seit zwei Wochen angehenden Festivals gefeiert.
Isländische Küche steht auf dem Speiseplan. Neufundland füllt unsere Mägen für die nächsten 2 Tage. Martin: „Ich kann nichts mehr essen.“

Ansprache zur Begrüßung

Gitarrenklänge der Wikinger

Verlesung des Speiseplans plus Vorstellung der Köche

Vorspeise
Gurken mit Ziegenkäse-Creme, jungem Pfeffer und Rebtrauben
Blutwurst und Pastete auf Graubrot mit fruchtigen Röstzwiebeln
Räucherschinken auf Schwarzbrot
Perfekt zusammengestellt! Uns lief das Wasser im Mund zusammen, jedes der 5-mal als wir die Häppchen verspeisten.

 

Hauptgang
Rosa gebratenes Lamm mit gebackene Bohnen
Wir verlieben uns in die Bohnen mit Ahorn Sirup und das zarte Lamm. Wow – wir greifen 4-mal zum Nachschlag. Ich bekomme jedes mal die doppelte Portion Lamm.

 

Die lokalen Restaurants werden aufgefordert an diesem Fest teilzuhaben. So werden zudem Kabeljau-Fischkuchen, Lodde, überbackener Apfel-Kabeljau angeboten, und, und, und ich greife hier 3-mal zu. Die Köchin erfreut es so sehr, dass sie mir am Ende etwas einpackt, check 😉

Sagen
Es folgten zwei Geschichten von Eric und seiner Crew.

Dessert
Vínarterta
Die Krönung war das Dessert. Vínarterta ist die isländische Variante eines 7-schichtigen Kuchens bestehend aus in Kardamom-Pflaumen, Mandel-Tortenböden, obenauf eine Vodka durchgezogenen Vanille-Creme.

 

Neufundlands Küche brachte Pfannkuchen mit Beeren, Zimtschnecken, Karottenkuchen, Patridgeberry-Kuchen, gefüllte Krepel und Schokobällchen – Yam!

Lindy Vopnfjörd
Wir genossen den Abend mit großartiger Singer-Songwriter Musik.
Lindy Music – Dark Matter

Ein wahres Fest der Sinne. Die Liebe steckte in jedem Detail.
Ach, ist das Leben schön

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Cow Head, Port au Choix, Flower Cove https://inthenature.de/port-au-choix/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=port-au-choix https://inthenature.de/port-au-choix/#respond Fri, 24 Jul 2015 13:51:37 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=909 Der Weg an den Nordzipfel Neufundlands ist noch lang, ca. 320 km. Ab hier gibt es nur kleinere Ortschaften – noch…

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Der Weg an den Nordzipfel Neufundlands ist noch lang, ca. 320 km. Ab hier gibt es nur kleinere Ortschaften – noch kleiner?! Auf dem Weg durchfahren wir Gemeinden, die unter anderem aus drei Häuser bestehen.

Cow Head
Wir nehmen uns die Zeit für einige Zwischenstopps. Die Sonne ruft uns. So z. B. der Strandspaziergang an den Dünen von Cow Head.

 

Port au Choix
Küstenwanderung in Port au Choix: Die Stadt bekam ihren Namen „Portuchoa“, das heißt „der kleine Hafen“ von den baskischen Fischern. Mittlerweile ist es bekannt als „Hauptstadt der Fischer“ im West Neufundlands.
Port au Choix ist ein archäologisch reiche Stadt. Es beherbergt Funde der Maritime Archaic Indianer über Groswater und Dorset Palaeoeskimos bis hinzu den heutigen Indianern – Vorfahren der Beothuks. 2001 erbaute Kanada ein Museum, dass sich der Geschichte der Ureinwohner widmet. Vor 5000 Jahren besiedelten die ersten Einwohner Neufundland.

 

 

Flower Cove
Am Tag darauf bestaunen wir in Flower Cove mit die ältesten Fossilien der Welt: Thromboliten, 650 Millionen Jahre alte, versteinerte Reste von Bakterien und Algen. Der Thron einer Tatjana ist der Thrombolit.  

Küste, Küste, Haus, Küste, Küste, … Was ich im Rückspiegel sehe, ist der wunderschöne Blick auf das Hinterrad meines Fahrrads. Es ist noch dran 😉

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Unterwegs im Nationalpark https://inthenature.de/unterwegs-im-nationalpark/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unterwegs-im-nationalpark https://inthenature.de/unterwegs-im-nationalpark/#respond Wed, 22 Jul 2015 23:49:30 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=819 Norris Point Erstmal die Beine lang machen bei einem Spaziergang am Strand von Norris Point. Achtung, der verführt zum Steine sammeln: rot, grün, blau.…

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Norris Point
Erstmal die Beine lang machen bei einem Spaziergang am Strand von Norris Point. Achtung, der verführt zum Steine sammeln: rot, grün, blau.

Tablelands
Auf zu den Tablelands – vor einer halbe Billion Jahre produziert und das Resultat des Zusammenstoßes zweier Kontinente – sichtbar ist das Innere der Erde. Der Erdmantel zeigt sich hier, der sonst nur tief unterm Ozean für ich weiß nicht wen zu sehen ist. So können wir bei Sonnenschein auf den Innereien der Erde entspannen.

Trout River
Die Wettervorhersage sagt Sonne voraus. Wir starteten mit einer 14 km langen Tour entlang des Trout River, inmitten einer zwei geteilten Welt. Links – orangene, rechts pechschwarze Berghänge. Diese beeindruckende Umgebung entstand bei tektonischen Verschiebung und wurde vom damaligen Meeresgrund hinauf gehoben.

Green Gardens
Da wir noch nicht genug hatten, brachen wir nach einem Mittagessen zur zweiten Etappe auf: Green Gardens, Grüne Gärten. So nennt sich der 17 km lange, steile Wanderweg entlang der Küste. Wir halbierten die Strecke indem wir unser Nachtlager am Strand aufschlagen. Der blumenbewachsene Weg führt an schwarzen Klippen entlang. Einige Lava Gesteinsformationen, die bis ins Meer reichen, bilden Höhlen. Die Hänge sind mit hohen Gräsern und lila, gelben Wildblumen bewachsen. Wilde Erdbeeren, Himbeeren wachsen am Wegesrand. Sie versüßen uns die Pausen. Der Wanderweg ist unerwartet anspruchsvoll. Ein langer Tag …

Woody Point
Nach dem steilen Anstieg, unserem Rückweg zum Auto am Morgen, lassen wir es ruhig angehen. Wir legen eine Weile die Füße hoch am Hafen von Woody Point. Blauer Himmel; die Sonne scheint. Zwei Mädchen, ungefähr 6 und 10 Jahre alt, mit ihrem Papa erregen unsere Aufmerksamkeit. Die Kleinen holen bei jedem zweiten auswerfen der Angel einen Fisch raus. Alle Welt redet von den Fischfanggebieten Neufundlands. Wir wissen wieso. Wir dürfen ran. Verrückt, das geht so einfach: Knopf drücken. Angel schwingen. Knopf loslassen. Fisch kurbeln. Direkt beißt der Fisch an. Wir sichern uns 4 unglaublich saftige Makrelen-Filets. Wer jetzt noch Fisch aus der Dose essen will, hat irgendwas nicht verstanden.

Ebenso komme ich zu einer Mountainbike-Tour! Wir haben den Tipp bekommen auf welchen Wanderwegen man mit dem Bike seinen Spaß haben kann: Stuckless Pond Trail
Der Trail beginnt am Stuckless Pond/Lomond River Parkplatz, kann aber genauso bis zum Lomond Cove Camping Platz ausgedehnt werden. Die knapp 9-11km Route geht entlang des Sees und ist vom Schwierigkeitsgrad einfach bis mittel. Das Terrain ist wurzelig, es geht über viele kleine Hügel und Schotter-Abschnitte. Der Weg verläuft mitten im Wald und wird auf dem Rückweg zum Campingplatz anspruchsvoll, da einige steilere Passagen auf einen zu kommen. Mir hats Spaß gemacht!

Das war gut, denn den Tag darauf regnet es in Strömen. Wir nutzen dies für den geplanten Besuch in dem Naturkundemuseum des Parks. Eintritt frei. Unsere Gesteinskunde fördern. Es gibt so viel über unsere Erde zu lernen. Welche Gesteinsformen gibt es, was entstand über die Zeit und wie ist es hier zur Erdoberfläche gehoben worden. Es ist wie Schule nur besser 😉

Da unsere Beine Erholung brauchen, beschließen wir am nächsten Tag weiter Richtung Norden zu fahren – eigentlich nicht, wir spazieren an unserem Leuchtturm. Hier haben wir schon 3 mal genächtigt während unseren Aufenthalts.

Green Point
Eine 10 Uhr Führung zum Thema Gestein aus der Entstehungsgeschichte unserer Erde steht auf dem Plan. Hier ist Gestein und Fossil aus der Zeit von vor 436 und 550 Millionen Jahren zur Erdoberfläche gehoben worden. 2000 wurden die Klippen von Green Point als Grenze zwischen dem Kambrium und Ordovizium identifiziert. Das Kambrium ist eine Epoche der Erdgeschichte. Während dieser Zeit entstanden die kambrischen Explosionen infolge veränderter Umweltbedingungen im Meer, z. B. erhöhter Sauerstoff-Anteil, und somit der beginn fast aller heutigen Tierstämme.
Zu Beginn des Ordoviziums war es in Nähe des Äquators wahrscheinlich warm. Auch aus den Gebieten des damaligen Südpols sind keine Vereisungen bekannt. Am Ende des Ordoviziums kam es jedoch zu einer der größten Vereisungen. Sie betraf einen großen Teil der Südhalbkugel. Die Grenzsequenz ist 60 m dick. Sie besteht aus Krustentier- und Kalksteinschichten, die um 70 Grad südöstlich gedreht sind. Es hat Jahrhunderte gedauert bis eine dieser Schichten aus Stein oder Tier so zusammendrückt, sichtbar wurde. Die Führung hat sich mehr als gelohnt.

Für uns geht es danach weiter, mit großen Schritten Richtung Nordkap der Insel. Dem Ende Neufundlands, und dem Beginn einer neuen Geschichte entgegnen.

😉

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Long Range Traverse https://inthenature.de/long-range-traverse/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=long-range-traverse https://inthenature.de/long-range-traverse/#comments Mon, 20 Jul 2015 22:35:21 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=600 Eine Woche verbrachten wir im Nationalpark. Eine Woche vollgepackt mit Wanderungen, Mountainbike Touren sowie der Erforschung der Geographie und Geschichte…

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Eine Woche verbrachten wir im Nationalpark. Eine Woche vollgepackt mit Wanderungen, Mountainbike Touren sowie der Erforschung der Geographie und Geschichte unserer Erde.

Voller Vorfreude starteten wir direkt mit der wohl anspruchsvollsten Mehrtagestour des Parks: Eine 37 km lange Wanderung mit 1700 Höhenmetern über unmarkiertes Gelände mitten durch den Nationalpark.
Vor unserer Mehrtageswanderung steht uns aber erstmal ein Navigationstest im Besucherzentrum bevor. Die Angestellten wollen sicher gehen, dass die wenigen Gruppen, welche auf diese Route und die begrenzten offiziellen Campingstellen gelassen werden, selbständig durch das Gelände navigieren können. Damit soll sichergestellt werden, dass der Wanderweg so naturbelassenen wie möglich bleibt. Schon oft mussten hier Personen mit dem Hubschrauber gesucht und herausgeflogen werden. Gute Ausstattung ist ein Muss: regen-, sonnen-, moskitofeste Kleidung, Essen für 3 Tage plus 2 extra Tage, Kompass, topografische Karte, wasserabweisende Wanderschuhe, …
Wir sind etwas aufgeregt, was kommt hier auf uns zu: Navigation mit Kompass im Gelände in den weiten Kanadas. Das kennen wir aus der groben Theorie. Wie war das mit Positionsbestimmung, Marschrichtung, Nordausrichtung, Magnetische Abweichung? Auf der Fahrt von Change Islands lesen wir die heruntergeladenen Erklärungen. Wir halten an zum Üben.
Im Informationscenter angekommen, wird uns von der Wanderung abgeraten. Wir hätten zu kurzfristig gebucht um das nötige Wissen mitzubringen. Der Test wird ausgehändigt.
Fragen zum Thema: Navigation mit Kompass, sowie das Lesen von topologischen Karten. Wir bestehen den Test mit Bravour und ohne Fehler. Damit hätten wir nicht gerechnet. Das hat Hirnschmalz gekostet. ;P Die Jury ist überzeugt. Wir bekommen das OK für den Trip. Mehr sogar, trotz vorheriger Warnung über das unmarkierte Gelände, Gefahren und Schnee bekommen wir keinen GPS-Positionsfinder, welcher normalerweise ausgeteilt wird um in Notfällen, Hilfe zu rufen. Es ist einfach keiner mehr übrig … Anscheinend haben wir mit unseren Erfahrungen überzeugt.
Eine erholsame Nacht steht uns bevor.

Am Morgen fahren mit dem Schnellboot mit einer kleinen Gruppe Wanderer über die Inlands-Fjorde, Western Brook Pond. Mitten im Park werden wir ausgesetzte. Ab hier geht es alleine weiter.
Die Steilhänge der umliegenden Berge sind atemberaubend. Wasserfälle die über das pechschwarze Gestein fließen, umringt von sattem Grün der Bäume und Büsche.
Für uns geht es erstmals den ‚George’ hinauf, einem Plateau 600 Meter über dem Meer. Der Weg erweist sich als anspruchsvolle Kletterpartie über Bäche, Steine und steile Hänge. Nur schwer lässt es sich in dem dichten Gestrüpp, und den Steinhängen navigieren, sodass die Route gegen Ende etwas beängstigend wirkt. Wir wollen uns nicht am ersten Tag verlaufen. Mit menschlichen Scharfsinn, den GPS Markierung auf meinem Telefon und der Karte schlagen wir uns nach 2,5 Stunden durch. Wir sehen den Bachlauf zum Gipfel, welchem wir folgen. Wir sind oben.
Die fantastische Aussieht auf diesen Kilometerlangen Fjord, welcher vor tausenden von Jahren aus der Schmelze des Gletschers entstanden ist, ist zu genießen. Zur Stärkung gibt’s den vorgekochten Bohnen-Kartoffel-Steckrüben-Eintopf. yam -1 kg.
Es geht weitere 7 km zu unserem ersten Camp – ein langer Tag …

 

Nach einer ruhigen Nacht geht es am nächsten Tag zur Zweiten, wie es sich rausstellt noch schwierigeren Etappe. Über matschiges und moosiges Gelände, durch dichtes Unterholz und zwischen Seen sowie über Bäche schlagen wir uns auf den immer weniger sichtbaren Pfad durch. Die Wolken ziehen zu. Anscheinend folgen wir einem Karibu-Pfad der uns vom Kurs bringt. Damit geht es Berg auf und ab. Der Nieselregen zerrt am Gemüt. Es wird spät, und der Weg zieht sich. Nach einem steilen Abhang haben wir es geschafft. Alles ist nass. Die Füße sind trotz wasserabweisender Schuhe durchnäasst. Jetzt brauchen wir erstmal was Warmes – es gibt Nudeln mit Sellerie in Erdnussbutter! Das haben wir uns verdient.
Eine Stunde später bekommen wir im Camp Besuch, es sind die zwei Kollegen, die bei unserer Mittagspause an uns vorbeigezogen sind – sie haben sich auch verlaufen. Noch während wir uns unterhalten, zieht eine Herde Karibu vorbei.

 

Am nächsten Tag nieselt es noch. Im Zelt hören wir starken Regen – es mangelt an Motivation; gleichzeitig liegt Hoffnung in der Luft. Nach einer Mittagssuppe und einer kleinen Erkundungstour im umliegenden Gelände entschließen wir uns weiterzuziehen. Es ist immerhin noch ein langer Weg. Wir haben kein Klopapier mehr, oh, oh! Glücklicherweise klart es noch etwas auf und wir haben unglaubliche Aussichten: Ten Mile Pond, die umliegenden Wasserfälle der knapp 700 Meter hohen Felswände und die Schluchten.
Am frühen Abend kommen wir am letzten Camp an – 8 km vor dem Parkplatz an dem unser Auto steht. Uns trennt nur noch ein steiler Abstieg vor einer Rast.
Es ist noch früh, der Nebel liegt hoch und wir entscheiden uns direkt zum Auto zu wandern – wir brauchen nach den drei Wandertagen eine Dusche!
Obwohl es bergab geht, zieht sich der steinige Weg weitere 2 Stunden. Wir sind total erschöpft. Wir motivieren uns gegenseitig auf den letzten Kilometern. In unserer Euphorie rennen wir zum Ziel.

 

Der Tag endet für uns beim Leuchtturm.

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Ein Stück Heimat https://inthenature.de/ein-stueck-heimat/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ein-stueck-heimat https://inthenature.de/ein-stueck-heimat/#respond Wed, 15 Jul 2015 22:22:46 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=598 Auf dieser Insel haben wir Freunde! Wir wollen auf der Rückreise Richtung Labrador noch einmal vorbeischauen, liegt ja auf dem…

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Auf dieser Insel haben wir Freunde! Wir wollen auf der Rückreise Richtung Labrador noch einmal vorbeischauen, liegt ja auf dem Weg. Nur schweren Herzens verlassen wir Bonavista: Es ist traumhaft sonnig. Das Wetter lädt zum Schwimmen ein. Endlich ist es warm. Wir drehen Runden im milden See. Wir lassen die Sonne unsere Haut brutzeln. Es wird spät. Wir müssen uns beeilen um die letzte Fähre zu bekommen. Schnell noch ein paar Einkäufe für unsere Freunde erledigen. Es wird knapp, zu knapp. Als wir am Pier ankommen, sehen wir eine Fähre einfahren. Leider zu früh gefreut. Es ist die andere Fähre die gerade von Fogo Insel zurück kommt. Unsere fährt dahinter … Bäh! Wir müssen auf den Morgen warten. Unsere Freude leider auch. Dabei haben sie sich versammelt. Es wurde ein Abendessen gezaubert. „C’est la vie“ schreibt uns Wayen per SMS: „So ist das Leben“.
Auf der Insel angekommen, verbringen wir einen vielseitigen Tag mit unseren Freunden. Wir fühlen uns zuhause.
Bei Wayne und Danis gibt es zum Frühstück Tatjanas beliebte Apfel-Orangen-Crêpes. Da heute Strand-Aufräum-Tag ist, helfen wir mit, ist doch klar. Nach 2 Stunden haben wir einen ordentlichen Müllberg angehäuft. Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Unglaublich was die Enten-, Moose- und Karibu-Jäger an Müll da lassen.
Wir radeln vom Strand zurück. Mittagessen steht an. Es gibt Cod au Gratin von gestern – Martin strahlt, Hühnersuppe sowie Pasta mit Knoblauch und Käse, Salat aus dem Gemeinschaftsgarten – ein Festschmaus!
Den Nachmittag verbringen wir an einem Seitenarm vom Ozean. Dieser wärmt sich auf und bietet die erste Schwimmgelegenheit im Meer. Das Wasser ist trotzdem kalt. Es reicht jedoch für etwas geplantsche – Entspannung pur.
Wir laufen unseren Lieblingspfad am Strand entlang: Squid Jigging Trail.

 

Am Ende des Pfad wartet Georg, der uns auf die Eisbergtour mitnahm, und seine Frau um uns eine Führung durch ihr liebevoll restauriertes Haus zugeben.  Ein einmaliges Anwesen, dass bezaubert durch seinen individuellen Charm.

 

Leider müssen wir am nächsten Tag wieder die Insel verlassen. Wir haben den einzigen freien Platz zum Wandern der sonst lange im Voraus ausgebuchten Mehrtagestour im Nationalpark von Gros Morne bekommen. Deswegen wird abends noch ein Festessen vorbereitet. Es gibt Lodde und Elch vom Grill. Frisch aus Bonavista mitgebracht. Bei tollen Gesprächen und Wein lassen wir den Tag ausklingen.

 

Es ist toll hier zu sein! Wir sagen: bis bald!

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Bonavista Halbinsel https://inthenature.de/bonavista-halbinsel/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=bonavista-halbinsel https://inthenature.de/bonavista-halbinsel/#comments Mon, 13 Jul 2015 17:32:49 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=548 Die Reise über die Bonavista Halbinsel war traumhaft! Wieso? Ihr könnt es euch sicherlich denken. Es gab nicht nur schöne…

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Die Reise über die Bonavista Halbinsel war traumhaft! Wieso? Ihr könnt es euch sicherlich denken. Es gab nicht nur schöne Wanderwege mit wundervollen Aussichten, auch haben wir wieder tolle Menschen getroffen die uns herzlich in ihrem Heim willkommen geheißen haben! Wir lassen diesmal die Bilder für uns sprechen … .

 

 

 

 

 

 

Elliston bekannt als Gefrierkeller-Hauptstadt.

 

Auf dem Weg zwischen Elliston und Bonavista:

 

 

Eine Stadt, die sich aus einer Union der Fischer gründete.

 

Nicht unerwähnt sollen jedoch die zwei warmen Abende bleiben, als wir zum Essen, Duschen und Wäsche waschen aufgenommen wurden. Solche Abende werden uns in Erinnerung bleiben. Wir wollen genauso herzlich zu all unseren Bekanntschaften sein. Danke an Aletha, Eileen, Linda für den gemeinsamen Abend mit schmackhaften Desserts, Gale für das Geschenk: Elchfleisch, Cheryl und Brian für die erholsame Nacht und die selbst gemachten Köstlichkeiten!

 

Anschließend noch ein Dankeschön an John Norman: Für die persönliche Tour. Wir finden es ist ein gelungenes Projekt. Seine Firma kauft und restauriert Häuser. Die Bonavista-Häuser stammen aus 1880 bis 1910. Damals war Bonavista die zweit größte Stadt Neufundlands und die Fischersfamilien wohlhabend. Er und seine Mitarbeiter, Ruth aus Deutschland, bei der wir zum Kaffee trinken waren, beleben die einst florierende Stadt wieder. Damit erhalten sie handgefertigte, einmalig gestaltete Wohnflächen. Der Beginn einer Reise. Vor kurzem haben sie die ehmalige Holzschmiede und Gläserei restauriert, sodass in dieser die alte Fenstertradition wieder auferlebt. Übrigens suchen sie jemanden, der in einem der Häuser eine Mini-Brauerei eröffnet? Die aufgearbeiteten Grundstücke werden wiederverkauft, eingeplant für Kunst-Workshops, Galerien, und, und, und … .

 

Weiter geht es …

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Ausflüge um St. John’s https://inthenature.de/ausfluege-um-st-johns/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ausfluege-um-st-johns https://inthenature.de/ausfluege-um-st-johns/#comments Thu, 09 Jul 2015 12:37:12 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=615 Montag: Das Wetter lädt zum Besuch des MUN Botanischen Gartens ein. Entspannt schlendern wir durch die Vielzahl bunter neufundländischer Blumen…

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Montag:
Das Wetter lädt zum Besuch des MUN Botanischen Gartens ein. Entspannt schlendern wir durch die Vielzahl bunter neufundländischer Blumen und Pflanzen. Mein Highlight sind die essbaren Pflanzen: Wir knabbern am Schnittlauch und mopsen ein paar unreife Trauben.

Ab geht’s zu The Rooms, eine Mischung aus Kunst und historischem Museum. Architektonisch gleicht das Gebäude einem überdimensionalen Fischer-Schuppen – die Tradition des Fischens wird aufgegriffen. Das gesamte Fischerleben drehte sich einst um diese Schuppen. In/Vor Ihnen wurde das Boot festgespannt, der Fisch ausgelegt, gesalzen und getrocknet. Doch die Ausstellung sagt uns beiden nicht wirklich zu. Wir entscheiden und lieber die wohl beste Bäckerei der Stadt aufzusuchen, Georgetown Bäckerei: ein Belgier- und Landbrot, bitte! Falls jemand durchfährt, bringt mir bitte ein Stück mit. Mir läuft gerade Wasser im Mund zusammen.

16 Uhr – Wir treffen Wendy, eine Freundin von Neal aus Nova Scotia, sie leitet das Handarbeitsbüro Craft Council der Stadt, eine Kombination aus Keramik-Studio, Aufstellungsraum mit Laden. Das tolle ist, jeder kann die Werkstatt nutzen um eigene Keramik-Arbeiten zu fertigen, echt Klasse! Wir werden zum Arbeiten an Keramikstücken für Donnerstag eingeladen, alles klar, wir sind dabei! Bis später.

19 Uhr: Mit offenen Armen empfängt und Marilyn ein weiteres Mal in ihrem Haus. Als Dankeschön backt Tatjana ihren berühmten Apfelkuchen und wir teilen Wein sowie selbstgemachte Wraps.

Dienstag:
Wir besorgen uns frisches Brot von der Georgetown Bäckerei. Darauf freuen wir uns schon seit drei Tagen. Wir gehen am East Coast Trail nördlich von St. John’s wandern. Startpunkt ist die Middle Cove Beach. Beeindruckt werden wir nicht nur von der Aussicht über die Klippen, sondern auch von dem Eisberg welcher direkt vor uns auf Grund liegt. Auf dem Rückweg nehmen wir etwas Eisberg Eis mit uns. Wir warten bei dem Middle Cove Strand auf die Lodde. Die Lodde kommt an den Strand zum Leichen. Sie rollen sich aus dem Wasser an den Strand. Leider noch nicht an diesem Abend.

 

Mittwoch:
Wir unternehmen einen Spaziergang durch die umliegende Stadt entlang des Rennie River Weges. Ein Fluss mitten durch die Stadt und gleichzeitig isoliert von der Stadt. Wir gehen bei Moo Moo’s Icecream vorbei: Ein Softeis, bitte.

An der Universität stoßen wir zufällig auf eine Freiwilligen-Fahrradwerkstatt (ähnlich zum 20° an der TU-Darmstadt). Ok, die Zeit ist gekommen um Tatjana ein Fahrrad zu kaufen. Für $70, $50 Pfand und $20 für den Jahresverleih, nehmen wir ein gebrauchtes Straßen-Rennrad mit! Es ist schwarz mit einem rotem Textilklebeband um den Lenker. Es hat eine Old School Rahmenschaltung. Die Kette ist wohl bald fällig, aber hey, ein richtiges Schnäppchen. Die Leute von der Fahrrad-Werkstatt machen Überstunden: Sie helfen uns das Bike soweit es geht in Schuss zu bringen. Neuer Felgenband muss her, Speichen nachziehen haben wir auch gelernt, …

 

Den Abend schließen wir mit einem Kneipenbesuch und Blues Musik ab. The Ship Inn ist berüchtigt für sein Mittwochabend-Programm. Jung und Alt versammelt sich zu einem Quidi Vidi Beer  – die Brauerei haben wir besucht. Schönes Fleckchen mit Hafen und Ausstellungsraum für junge Künstler. In der Bar lauschen wir: Jug Habit spielt.

Donnerstag:
Der Tag der Aktivitäten. Nachdem ich erfahren habe, dass es in St. John’s Mountainbike Wege gibt, geht es für mich endlich rauf auf den anliegenden Berg. Die circa 200 Höhenmeter sind schnell geschafft und die Wege nach mehrmaligen Blick auf die Karte gefunden. Es ist ein Cross-Country Wurzel Weg mit einigen steinigen Abfahrten. Für den Anfang super, endlich kommt das Bike zum geplanten Einsatz. Auf die Downhill Wege verzichte ich heute, die Drops und Gaps sind 2 Nummern zu groß für mich.
Tatjana macht Yoga am See. Am See werde ich von den vorbeilaufenden Joggern und Spaziergängern angefeuert. Ich bin motiviert zu mehr Yoga.
Im Anschluss geht es zu Wendy in die Keramik Werkstatt, wir helfen einige Stücke für das bald anstehende Strand Keramik brennen, vorzubereiten. Tatjana gestaltet bezaubernde Fische, während ich einige kleine Ornamente anfertige.

 

Im Radio hören wir das heute die Lodde am Strand leicht. Wir packen unsere sieben Sachen und machen uns direkt auf dem Weg zum Middle Cove Strand.
Verlassene Autos finden sich entlang der Straße. Der Strand ist überlaufen. Jedermann ist bewaffnet mit Eimern und Fangnetzen – nervöse Aufregung liegt in der Luft.

Der Wasserspiegel steigt. Es sammeln sich dunkle Wolken im Wasser. Väter stampfen knietief ins Wasser um ihre Fangnetze auszuwerfen. Mit einem Fang füllen sie einen 10 Liter Eimer mit Fisch. Die Wintervorräte sind schnell aufgefüllt. Noch laicht der Fisch nicht. Das Wasser ist eiskalt. Beeindruckend, wie ehrgeizig das Fischvolk ausharrt.
Die Fischer werfen ihren Fang auf den Strand, damit sich jeder bedienen kann, so auch wir. Ebbe ist in Sicht. Morgen um 04:00 Uhr wird wieder gelaicht. Mit einigen Lodden in der Tasche ziehen wir überglücklich weiter zur Zubereitung – Martin plant ein Neufundland Essens Spezial zu veröffentlichen! Wir erhaschen noch Zubereitungstipps: Es gibt Lodde in Mehlschwitze, Salat und Georgetown-Bäckerei-Brot.

Als es kalt wird, schließen uns mit unseren Marshmallows an ein Lagerfeuer an. Am Strand wimmelt es von Lagerfeuern. Manch einer musiziert mit seiner Geige, andere tanzen und hauptsächlich wird gegrillt. Das gehört ebenfalls zu den Festivitäten um die Ankunft der Lodde.
Bei unserem Gespräch mit Berry erhalten wir einige Tipps was wir in Bonavista und Labrador anschauen sollten. Ebenso erzählt er und von seiner Moose jagt. Und was gibt es bei ihm heute auf dem Grill? Genau, Moose-Würstchen – wir bekommen eine Kostprobe. Gut gewürzte und mit Apfel verfeinert, schmecken die Würstchen lecker.

 

Freitag:
Um kurz nach vier werden wir von Autogeräuschen geweckt. Darauf haben wir gewartet. Es ist scheinbar soweit, der Fisch laicht und die Leute kommen mit Eimern an uns vorbei. Wir schälen uns aus dem Auto und watscheln im Halbschlaf zum Strand. Es ist noch etwas düster. Da sehen wir wie hunderte silberner Fische an den Strand gespült werden. Beeindruckt sammeln wir fleißig zahlreiche in unsere Tüte. Als ein Fischer uns noch mehr mit dem Netz vor die Füße wirft, damit wir es einfacher haben, fängt Tatjana an ihn wieder zurückzuwerfen. Es ist einfach zu viel. Wir haben genug … Es scheint ein aussichtsloser Kampf zu sein bei den Mengen. Der Fisch kommt immer wieder nach.

 

Noch am Morgen brutzele ich ein dutzend Fische bevor wir uns nochmal schlafen legen. Diesmal etwas weiter weg vom Strand, den der Parkplatz wird immer voller und wir wollen das Verkehrschaos vom Vortrag vermeiden.
Um 9 werden wir von einer Putzfrau der Schule geweckt – Da Ferien sind machen wir uns also keine Gedanken. Die Putzfrau bietet uns an drinnen auf Toilette zu gehen und uns frisch zu machen, dass hätten wir jetzt nicht erwartet. Gesagt, getan. Sie gibt uns zusätzlich noch die Kontaktadresse von der Personalabteilung falls wir nach Jobs suchen sollten. $18 pro Stunde.

Wir fahren ein letztes mal nach St. John’s um der Pizza Einladung des Bäcker-Meisters der Georgetown Bäckerei zu folgen. Mit unserer Ankunft werden wir in den Betrieb eingespannt. Während die anderen Mitarbeiter Brote aus dem Ofen holen, bereiten wir die Pizzas für die Party vor.
Es gibt Salami, Vegetarische und Lodde Pizza – schmeckt extrem lecker. Es gibt Rum, um 11 Uhr morgens, wie jeden Freitag. Ein cooles Konzept! Die Croissants sind umwerfend und schon um 11 Uhr ausverkaft. Dankend verabschieden wir uns. Wir verlassen vollgefressen unsere Stadt.

 

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Irischer Rundweg https://inthenature.de/irischer-rundweg/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=irischer-rundweg https://inthenature.de/irischer-rundweg/#respond Sun, 05 Jul 2015 18:08:38 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=554 Wir ringen uns durch die Reise in den Süden fortzusetzen mit dem Ziel St. John’s. Irish Loop, eine Rundstrecke zum südlichen Teil der Avalon Halbinsel auf…

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Wir ringen uns durch die Reise in den Süden fortzusetzen mit dem Ziel St. John’s. Irish Loop, eine Rundstrecke zum südlichen Teil der Avalon Halbinsel auf der wir uns befinden.

Cape Spear
Frühmorgens starten wir unsere Erkundungstour am Kap, welches nicht nur einen der Ältesten begehbaren Leuchttürme hat, sondern auch im 2. Weltkrieg als Kanonen Stützpunkt für St. John’s diente. Die Nebeldecke hängt über uns. Das passiert hier immer bei Süd-Ost Wind. Wir kriegen eine Führung durch den Leuchtturm. In diesem haben Menschen gewohnt. In einem Leuchtturm wohnen: Braucht man da runde Möbel? Hat jedes Zimmer eine eigene Etage? Sind da Feuerwehrstangen zum Runterrutschen? Muss man dann die Außentreppe nehmen um wieder hochzukommen? Nervt das Licht nicht? – Wir wissen es.

Cape Broyel
Leider darf man nur mit einer Gruppe rausfahren, aber ok. Wir verstehen den Einwand, dass das offene Meer mit Minusgraden unerwartete Gefahren bergen kann. Es macht Spaß und wir lernen über die Vegetation im Meer: Wir kuscheln mit lebenden Seeigeln, die ihre weichen Tentakeln rausfahren um vor uns wegzukommen. Außerdem lernen wir das Algenflüssigkeit im Speiseeis verwendet wird, damit es cremig bleibt. Ich mag Eis, Algenflüssigkeit wollte ich trotzdem nicht probieren. Danach geht es direkt zur nächsten Attraktion.

Ferryland
Wir müssen das Bombenwetter voll auskosten. Bei Sonnenschein spazieren wir raus zum besten Picknick-Platz auf der Insel, Ferryland Leuchtturm! Ein Zipfel umschlossen vom Meer. Die Humback-Wale, die nah der Küste zum Atmen auftauchen, genießen mit uns das Picknick. Wasserfontänen – 9 Uhr, 13 Uhr, 10 Uhr, … . Im Leuchtturm kann man sich sein Nümmerchen plus Picknick-Decken abholen. Die nette Bedienung rennt quer über den Platz und serviert das schmackhafte Essen, wo immer sich seine Wenigkeit niedergelassen hat um das Spektakel zu betrachten. Tolle Idee und atemberaubende Umsetzung. „Frische Limonade: Täglich frisch gepresste Limonen!“ Immer im Vorfeld reservieren.

East Coast Trail
Ein kleiner Lauf folgt. Wir brauchen Abwechslung vom Wandern. Ab auf den East Coast Weg. Dieser verläuft entlang der ganzen Ostküste der Avalon Halbinsel: 265 Kilometer. Die bunt und raue Landschaft an der Küste ist absolut sehenswert. Wir sehen nur Teile davon. Ein anderes Mal machen wir den Kompletten, ne?

Mistaken Point
Auf halben Weg steht ein weiteres Highlight unserer Reise an: Mistaken Point und die 560 Millionen Jahre alten Fossilien. Spektakulär, wir bekommen eine Führung und wandern an den Klippen entlang. Wir dürfen diese Lebewesenreste berühren. Die meisten sehen aus wie Kohl oder Farn. Eines sieht aus wie eine Eiswaffel. Ich habe eine 560 Millionen Jahre Eiswaffel berührt. Erst vor Kurzem, 1997, hat man den außergewöhnlichen Fund, der beweist, dass es so altes Leben gibt, unter Denkmalschutz gesetzt. Ich habe einen Artikel in der „Downhome“-Zeitschrift, ein lokales Blättchen, gelesen: „Als Kinder haben wir die Fossilien ausgemalt.“

Cape Race
Zur Geographie, wir befinden uns am Süd-östlichsten Punkt der Insel, Cape Race. Hier steht ebenfalls der Leuchtturm mit der größten und ältesten aktiven Reflektorlinse, welcher als Erstes den weitergeleiteten Notruf der Titanic erhalten hat.

St. Vincent
Zum Abschluss des Tages erreichen wir einen schönen Steinstrand bei St. Vincent. Ich sammele Steine. Martin glaubt wir brauchen größere Koffer. Wir sehen Seehunde. Mit Blick auf den Ozean fallen uns die Augen zu.

Salmonier Naturpark
Das letzte Ziel des Rundweges ist ein Salmonier Naturpark mit einer Vielzahl von Tieren, die hier aufgepäppelt werden. Sobald beschlossen wird, dass sie sich nicht mehr in die Wildnis eingliedern können, werden sie in einen Zoo gesteckt, den man besichtigen kann. Schöne Idee: Hier ist ein einflügeliger Adler, ein von Menschen großgezogenes Karibu-Männchen, …

3 Tage später – schwupp­di­wupp sind wir wieder in St. John’s.

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St. John’s https://inthenature.de/st-johns/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=st-johns https://inthenature.de/st-johns/#respond Thu, 02 Jul 2015 22:10:02 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=535 Wir erkunden die Stadt: St. John’s liegt am Meer. Es besticht durch seine Aussicht. Der Hafen ist nur durch eine…

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Wir erkunden die Stadt: St. John’s liegt am Meer. Es besticht durch seine Aussicht. Der Hafen ist nur durch eine schmale Passage zugänglich. Die einfahrenden Schiffe wurden über einen anliegenden Hügel navigiert. Die geschäftige Handelsstadt wurde stets von Händlern und Fischern angesteuert. Diesen Hügel besteigen wir und bestaunen die Aussicht.

Mittags bereiten wir ein Brunch für Riley und Fathom am See vor, welche uns am Abend zuvor mit Bier versorgt haben, danke schön! Ein sonniger Tag mit Freunden am See.

Im Anschluss gibt es das beste Eis der Stadt: Moo-Moo’s.

Bei unserer Reise durch Neufundland, und den ständig wechselnden Felsformationen, kommen uns häufig Fragen zum Thema Entstehungsgeschichte oder Gesteinszusammensetzung auf. Perfekt, in St. John’s gibt es ein informativ aufbereitetes Museum dazu. Wissbegierig saugen wir die Informationen auf. Was sind und wie entstehen Mineralien, Gestein, Öl und das erste Leben: Geo Center, definitiv eine Empfehlung! Neufundland war einst ein Teil von Afrika.

 

Es wird spät, und wir überlegen St. John’s zu verlassen, um auf unserer Route weiter in den Süden zu kommen. Kurzerhand entschließen wir uns Wayne’s Schwester zu besuchen, welche hier in St John’s wohnt. Gastfreundlich werden wir willkommen geheißen und zum Abendessen eingeladen. Es gibt Steak, Spargel, Pilze und Kartoffeln – ein Festmahl! Kathleen arbeitete für die Tourismus-Abteilung Neufundlands. Zuletzt war sie für das Marketing Fogo Island Inns mit den Künstlerateliers zuständig. Sie kennt sich also aus. Eine Vielzahl von Reiseinformationen sowie Kontaktadressen kriegen wir mit. Dankend verabschieden wir uns!

Unserer Nachtlager schlagen wir bei Cape Spears auf. Es ist dunkel und neblig, der Leuchtturm am Kap verrichtet einen guten Job. Ob wir hier an östlichsten Punkt Nord Amerikas den ersten Sonnenstrahl sehen werden? Es ist fraglich …

 

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Canada Day https://inthenature.de/canada-day/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=canada-day https://inthenature.de/canada-day/#respond Wed, 01 Jul 2015 21:56:12 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=512 Die 350 km lange Strecke nach St. John’s mit Einkaufspause im Co-Op Gander, einem Blackeyed Peas Buletten Picknick im Wald…

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Die 350 km lange Strecke nach St. John’s mit Einkaufspause im Co-Op Gander, einem Blackeyed Peas Buletten Picknick im Wald und einer 8 km Lauf im Terra Nova Nationalpark nahmen den Tag ein.

 

Am Abend kehrten wir bei Marilyn ein: Der Geruch vom Gegrilltem kroch in unsere Nasen. Marilyn’s Tochter Delia und Delia’s französischer Freund, Vincent, servierten Hähnchenbrust mit Paprika, Kartoffeln, Salat und Reiseberichte aus aller Welt. Vincent und Delia waren ein Jahr lang auf Tour durch die Welt. Dieser Canada Day Vorabend fließt in Canada Day. Marilyn packt uns in ihr Auto ein. Die Mission uns einen Überblick über St. John’s zu vermitteln: erfolgreich erledigt. Ein schöner Einstieg in das geschäftige St. John’s.

 

Martin und ich ziehen los. Der Stadtkern besteht aus den bunten „Jellybean“-Häuser. Die Briefkästen der Anwohner greifen die Farbstrukturen der umliegenden Holzhäuser auf. Downtown ist immer was los! Der hügelige Stadtkern erinnert an San Francisco. Es gibt einige „Handwerks-Souvenir-Galerien“ sowie Bars mit neufundländischen Bands und „alles-was-das-Herz-begehrt“ Restaurants. Moo moo’s Eis hat den besten Stoff!

 

Wir verabreden uns mit unseren Freunden Riley und Fathom, die mit uns auf der Fähre von Nova Scotia gekommen sind. Am frühen Abend trinken wir ein paar Bier und tauschen Reisebericht aus. Es ist toll sie wiederzusehen. Es wird Abend und wir beschließen das große Feuerwerk am Quidi Vidi See anzuschauen. Mit 1000 von Menschen schauen wir in den Himmel.

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Fogo Island https://inthenature.de/fogo-island-2/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=fogo-island-2 https://inthenature.de/fogo-island-2/#respond Mon, 29 Jun 2015 14:52:33 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=467 Mit Waynes Reisetipps ging es auf der Fähre zur nächsten Insel, Fogo. Auf dem Programm stand Kultur: Wir wollen die architektonisch ausgefallenen Künstler-Ateliers sehen.…

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Mit Waynes Reisetipps ging es auf der Fähre zur nächsten Insel, Fogo. Auf dem Programm stand Kultur: Wir wollen die architektonisch ausgefallenen Künstler-Ateliers sehen. Die Arbeitsateliers sind für internationale Künstler auf der Insel verstreut. Diese Studios, inmitten von weitläufigen Landschaften, stechen mit ihrer abstrakten, schwarz/weiß gestrichenen Holz-Fassade, hervor und sehen mega cool aus!

 

Fogo
Des Weiteren stehen einige Wanderungen an, und auch diese Insel entzückt uns mit wechselnden Fels-, Gestein- und Klippen-Formationen, sowie Farben und tosenden Wellen, welche gegen die Küste prallen.

 

Tilting
Wandern …

 

Joe Batt’s Arm
Noch mehr wandern …

Wir genießen das sonnige Wetter. Bei einem Besuch im Hafen erfahren wir, dass in ein paar Tagen eine Ladung Greenbay Heilbutt erwartet wird, und derzeit Snow-Crab Saison ist, welchen wir gegart im Hafen des Nachbardorfes bekommen würden. Wir beide sind begeistert, dass müssen wir probieren und eilen zum nächsten Hafen, bald ist nämlich Feierabend.

Unterwegs fragen wir nach dem Weg und Joe kündigt uns direkt telefonisch an, was ein Service 😉
Zum ersten Mal essen wir Snow-Crab: Ähnlich wie beim Lobster muss man sich beim herauspuhlen des Fleisches in die Materie einarbeiten. Die Mühe lohnt sich! Zum Geschmack: Süßer und fischiger als Lobster.
Nach einer weiteren Wanderung und mit herrlichem Sonnenuntergang, beenden wir den Tag.


Am Morgen besuchen wir das Fogo Island Inn, ein Nobelhotel mit Kunstgalerie. Es ist ein Kunstwerk aus Abstraktion trifft Tradition. Gleichzeitig ist es ein offener Raum für Besucher und Anwohner: 2-mal täglich lässt sich eine Filmvorstellung im hauseigenen Kino genießen, außerdem gibt es ein skurriles Café mit regionalem Essen und eine öffentliche Bibliothek.

 

Nach einem Morgen in der Bibliothek begeben wir uns auf den Turpin’s Trail. Die Sonne strahlt kräftig. Die Strände laden zum Schwimmen ein … Bei gefühlten 5°C trauen sich die Einheimischen ins Wasser. Wir begnügen uns mit einem Fußbad. Wir treffen Marilyn, ihre Schwester Geraldine mit ihrem Mann Wendel. Im Sommer pflücken sie Kiloweise Beeren, welche zu Gelee oder Marmelade verarbeitet werden und verkauft werden. Wir sind interessiert!

Daraufhin statten wir Geraldine einen Besuch ab und erwerben nach einer Verkostung in ihrer Küche Blaubeer-Gelee sowie Zitronen-Grapefruit Marmelade.
Marilyn empfiehlt uns einen Übernachtungsplatz mit Sicht auf den Sonnenuntergang, herrlich!
Während wir unser Abendessen kochen, taucht Marilyn auf. Marilyn: „Habt ihr morgen Lust auf ein gemeinsames Abendessen?“
Am Nächsten Morgen ergreifen wir die Gelegenheit: Wir besorgen frischen Tribut (so wird der Greenbay Heilbutt hier genannt) vom Hafen für das Abendessen. Nicht jedermanns Sache wie man mir berichtet, als ich beim Filetieren des Fisches zuschaue.
Zum Glück wurde die Fischerei in Neufundland durch die Regierung in den 90ern wegen Überfischung immens eingeschränkt, sodass sich die Fischbestände erholen. Zur gleichen Zeit haben die ortsansässigen Fischer, alle Männer, ihre Jobs verloren. Der frische Wind, der Jugend bleibt aus. Im Sommer sind die Häuser belebter. Die Enkelkinder kehren in ihren Schulferien ein. Zur Zeit dürfen die Ansässigen in ihren Gewässern für 14 Tage im Juli/August fünf Fische pro Person pro Tag fangen. Die Einwohner klagen.

Geraldine backt den Tribut. Der Fisch hat eine weiche langfasrige Struktur.
Ich repariere als Dankeschön den WLAN-Drucker. Kaum schaue ich mich um, bekommt Tatjana die Haare geschnitten. Ja, das gehört ebenso zu Geraldine’s professionellen Fertigkeiten. Ich kann das Angebot, meine Haare zu schneiden sowie den Bart zu trimmen, nicht abschlagen. Das Ergebnis ist fabelhaft. Vielen lieben Dank!! Wir sehen wie neu aus.
Zum Abschied schenkt Geraldine uns ein selbstgebackenes Brot, wow! Mit dem breitesten Grinsen verabschieden wir uns und treten die Fahrt zum Fähren-Terminal an, wo wir übernachten, um am nächsten Morgen die erste – ok, die zweite Fähre aufs Festland zu nehmen.

Canada Day steht bevor. Wir wollen diesen in St. John’s mitfeiern!

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Change Island Inn https://inthenature.de/change-island-inn/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=change-island-inn https://inthenature.de/change-island-inn/#comments Thu, 25 Jun 2015 01:44:32 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=402 Wie sich Pläne ändern können, erfahren wir immer wieder, jedoch werden wir wiedermal auf’s neue überrascht! Am Terminal der Fähre Richtung Fogo und Change Islands wussten wir nicht…

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Wie sich Pläne ändern können, erfahren wir immer wieder, jedoch werden wir wiedermal auf’s neue überrascht!
Am Terminal der Fähre Richtung Fogo und Change Islands wussten wir nicht wohin uns die Reise führen würde, und ob bzw. wie lange wir auf der Insel bleiben. Getreu dem Motto, frag die Einheimischen, sprachen wir die ersten zwei Personen an, die sich zur Fähre einreihten. Die Anwohner von Fogo Island klangen fade. Schade, denn auf die Insel freuten wir uns. Trotzdem reihten wir uns zum Ticketkauf ein. Plötzlich lief die zweite Person auf uns zu – nachdem sie fertig telefoniert hat. Euphorisch empfiehlt uns Wayne seine Trauminsel Change Island anzusteuern, auf welcher wir nicht nur Ruhe, wunderbar Trails und Landschaften sondern auch liebevolle Menschen finden würden. Seine Art überkam uns. Wir wurden angesteckt und folgten ihm. Auf der anderen Seite motivierte mich Wayne mit dem Fahrrad über die komplette 15 km lange Insel zu radeln. Unser Camp schlugen wir in seiner Auffahrt auf.
Die Tage auf der Insel verstrichen wie im Flug und kaum schauten wir zurück, waren wir 5 Tage zu Gast bei Wayne. Hier fanden wir genau das, was Wayne uns versprochen hatv: Ruhe und Entspannung, tolle Landschaftsbilder und abwechslungsreiche Wanderungen sowie liebevolle Menschen die schnell unsere Freunde wurden. Es fühlte sich an wie ein Urlaub vom Urlaub. Unglaublich Woche: Positive Energie herrscht auf der Insel!

 

 

 

 

 

 

Wir genossen die gemeinsamen Ausflüge mit Wayne und Avy, der wegweisenden Hündin. Die Wanderwege führen uns entlang der Küste. Wir sehen faszinierende Gesteinsformationen, Krähennest, moosige Hügel und überall ziehen Eisberge vorbei, traumhaft! Genauso genossen wir die langen Frühstücke sowie Abendessen bei Kaminfeuer und lebendigen Geschichtserzählungen von Wayne. Seine überaus positive Art und das scheinbar dauerhafte Lächeln beeindruckte uns vom ersten Moment an. Durch die Herzlichkeit und Offenheit von Wayne bekamen wir ein Gefühl von Verbundenheit. Ich glaube, ich kannte Wayne schon immer.

 

Kein Tag war wie der andere und wir lernten immer mehr Bewohner der Insel kennen. Viele zogen erst vor einigen Jahren hierher, als sie sich wie Wayne und sein Partner Danie in die Insel verliebten – zurecht. Trotzdem leben hier ca. 200 Menschen, im Winter sogar weniger, da die meisten nur noch in den warmen Monaten von Mai bis Oktober hier sind.

Jeder hier begegnet uns so gastfreundlich, als ob wir hier schon zur Insel gehören würden, ein warmes Gefühl in der Bauchgegend. So gab es keinen Tag, an dem wir nicht mindestens eine Festtagsmahlzeit mit einem unserer neuen Freunde Louise & Valerie, Marie-Eve, Dan und unseren mittlerweile runden Gesichtern verbrachten. So gab es frischen Seelachs (Wayne macht die beste Marinade!), Cod (Gadus) Fisch, Lobster, Hühnchen, Paprika-Kartoffel-Tortilla, Orangen-Apfel-Crêpe sowie viele selbstgebackenen Rhabarberkuchen, Apfelkuchen, Aprikosen-Dattel-Nuss-Kuchen, Zimtschnecken und Schokolade-Ednussbutter-Kekse!

 

In Twillingate haben wir schon Eisberge gesehen. Auf Change Island kam der nächste Schritt: Eisberge fischen. So sprach uns Georg spontan auf der Straße an, ob wir furchtlos und abenteuerlustig seien. Ohne lang nachzudenken bejahten wir seine Fragen. Kaum sahen wir uns um, saßen wir zu dritt in seinem eisberg-weißen Ruderboot und steuerten die Eisbergbrocken am Rand der Insel an. Jeder durfte sich mal am Ruder versuchen. Kreise lassen sich hervorragend fahren. Die 3 Stunden lange Tour schlossen wir erfolgreich ab mit einer immensen Ladung Eisbergeis sowie gefrorenen Gliedmaßen. Ein befriedugendes Gefühl, sobald die eigenen Finger spürbar werden.
Diese Auszeit vom fahren in Auto hat gut getan. Was die Zeit auf Change Island ausmachte, waren die wunderbaren Menschen, die uns fühlen lassen haben als seien wir ein Teil der Gemeinschaft, ein Teil der Familie.

 

Mit tränenden Augen verabschiedeten wir uns von Wayne und Avy an der Fähre, versprachen aber wieder zu kommen 😉

 

Übrigens: Danke auch an Nadine, Robert, Carel und Christian für das Feedback sowie die Berichte und Grüße aus Deutschland! Das ist für uns immer eine große Freude etwas aus der Heimat zu erfahren!

Martin

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Knisternde Luftblasen https://inthenature.de/knisternde-luftblasen-3/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=knisternde-luftblasen-3 https://inthenature.de/knisternde-luftblasen-3/#respond Sun, 21 Jun 2015 03:40:11 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=368 Die Strecke geht entlang einer zerklüfteten Landschaft bestehend aus grünen Inseln – wunderschön. Einzig, die Schlaglöcher lenken den Blick zurück…

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Die Strecke geht entlang einer zerklüfteten Landschaft bestehend aus grünen Inseln – wunderschön. Einzig, die Schlaglöcher lenken den Blick zurück auf die Straße.

Beothuk
Ein Zwischenstopp bei einem historischen Indianer Lagerplatz, lässt uns Zeit ein Teil der Geschichte Neufundlands zu erfahren. Das Immunsystem des Beothuk-Stammes hat die Besiedlung Neufundlands durch Europäer nicht überstanden. Leider ist der Stamm ausgestorben.

 

Twillingate
Nächster Stopp = Eisberge! Kurzentschlossen nehmen wir das letzte Boot des Tages raus aufs Meer. Der Skipper steuert das Boot um die umliegenden Eisberge und wir haben die Möglichkeit die unterschiedlichen Farben der Eisberge zu bestaunen. Grün, schimmert es aus dem Wasser, wenn das Licht sich leicht über der Wasseroberfläche an der riesigen Unterwasser liegenden Eismasse bricht. Blau, funkeln die Risse am Eisberg, welche sich wieder durch das Gefrieren des Schmelzwassers verschließen. Weiß, strahlt das Licht, welches vom Rest des porösen Eises reflektiert wird.

Unsere Reisebegleiterin, eine echte Neufundländerin (Kurzform Newfie, erkennbar an der kauenden Aussprache), erzählt uns weitere Details zu den Eisbergen und der Geschichte der Region. Ebenso fischt sie gekonnt ein paar Eisberg-Brocken aus dem Wasser. Jeder darf probieren – es schmeckt richtig gut. Klares Gletscherwasser, welches über Jahrtausende eingefroren war und auf seinem langen Weg aus Grönland hierher gefunden hat. Besonders zu empfehlen in Schnaps, oder anderen Getränken, dann hört man das leise Knistern der Luftblasen, welche sich aus dem Eis lösen 😉 So ein Eisstück hält sich 3-mal länger als ein gewöhnlicher Eiswürfel!

 

Nach dieser spannenden Tour schließen wir den Tag mit einer Wanderung zum Leuchtturm und einem leckeren Salat bei Aussicht auf die Eisberge und einen Sonnenuntergang ab.

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Willkommen „The Rock“ https://inthenature.de/willkommen-auf-dem-rock/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=willkommen-auf-dem-rock https://inthenature.de/willkommen-auf-dem-rock/#respond Sat, 20 Jun 2015 13:58:02 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=342 Nach einer entspannten Nacht auf unserem Walmart Campingplatz startete unsere Reise am Vormittag in Richtung The Rock. So wird Neufundland…

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Nach einer entspannten Nacht auf unserem Walmart Campingplatz startete unsere Reise am Vormittag in Richtung The Rock. So wird Neufundland von den Kanadiern betitelt.

 

Nachdem unser Mazda 5 im Bauch der Fähre verschwunden ist, suchen wir die sonnigen Plätze auf dem obersten Deck auf und genießen von hier aus die 6 Stunden lange Überfahrt von North Sydney nach Port aux Basques.

Mit der Einfahrt in den Hafen empfängt uns ein Willkommenskommittee von Walen – welch ein Start. Neufundland hat es in jetzt schon in mein Herz geschafft. Wir beobachten, die auf uns zukommende raue Küstenlandschaft, bestehend aus Felsgestein und flachen Büschen. Das lässt schon erahnen woher der Name „The Rock“ stammt.

 

Port aux Basques
Mit zunehmender Abendstunde entscheiden wir uns für den nahegelegenen, idyllischen und weißen Sandstrand mit angeschlossenem Campingplatz J.T. Cheeseman Provincial Park für unser Nachtlager. Bei einem leichten Abendessen genießen wir den Sonnenuntergang am naturbelassenen Strand. Schnell kommen wir auch mit den einzigen Besuchern ins Gespräch, welche sich uns mit ihrem Abendessen anschließen.

Fathom und Riley kommen aus Ontario und sind in unserem Alter. Wir tauschen Reiseerlebnisse sowie Empfehlungen für Kanada aus. Da beide bald nach Nova Scotia fahren, geben wir all unsere Karten samt Insider Tipps weiter – immerhin haben wir dort schon Einiges erlebt (einige Tage später erhalten wir per E-Mail eine Beschreibung was wir in Ontario bereisen sollten, plus eine Einladung bei Ihnen vorbeizuschauen, das ist echt klasse).

Die Entscheidung der weiteren Reiseroute wird durch das wechselhafte Wetter der kommenden Tage entschieden – es geht mit großen Schritten auf dem Highway Richtung St. John’s, welches auf der anderen Seite Neufundlands liegt. Auf den Schildern des Highways No. 1 steht St. John’s 890 km …
Wir lassen es langsam angehen und teilen unsere Reiseroute auf.

Der Halt beim Dildo Run Provincial Park und eine Kletterpartie zum Gipfel Black Head lässt uns die Weiten des Landes erahnen. Die Sicht auf 365 Inseln raubt es uns den Atem. Ebenso zeigt sich das Neufundland grün ist. Wälder, Flüsse und tiefschwarze Seen zeigen sich auf unserem Weg.

 

Grand Falls Windsor
Nach einem halben Tag auf dem Highway, übernachten wir auf unserem Lieblings-Campingplatz mit WLAN und Nacht-Shopping Möglichkeit in Grand Falls Windsor (Zentral-Neufundland). Nach diesem ermüdenden Tag fällt die Entscheidung zur Anpassung unserer Route und zum nächsten Reiseziel einfach. Wir wollen Eisberge sehen! Die Zeit ist günstig, denn bis Ende Juni reisen diese Giganten des Wassers noch an der Küste Neufundlands entlang.

Unser nächstes Ziel heißt Twillingate!

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