Mexiko | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 13:15:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Mexiko | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Mexiko, Reiseziel im Winter https://inthenature.de/mexiko-reiseziel-im-winter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mexiko-reiseziel-im-winter https://inthenature.de/mexiko-reiseziel-im-winter/#comments Wed, 06 Dec 2017 07:51:14 +0000 http://taundma.de/?p=5500 Besucht Mexiko! Es schenkt Reisenden die größten Schätze, die ein Land zu bieten hat. Neben einzigartigen Naturwundern, einer sicheren und…

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Besucht Mexiko! Es schenkt Reisenden die größten Schätze, die ein Land zu bieten hat.
Neben einzigartigen Naturwundern, einer sicheren und komfortablen Art durch das Land zu reisen, niedrigen Preisen und vielfältigen Speisen, zeichnet das Land besonders die neugierige, offene und gutherzige Kultur der Mexikaner aus. Nach unserer Reise quer durch Kanada haben wir nirgendwo so herzensgute Menschen getroffen wie hier.
Wie in Mexiko das Weihnachtsfest gefeiert wird, verraten wir euch im Laufe des Monats – seit also gespannt! Als Vorgeschmack gibt es vorab eine bunten Einblick in die Kultur, die vielfältigen Landschaften und wieso es sich sonst noch lohnt Mexiko zu besuchen, besonders für all diejenigen, die der winterlichen Kälte entfliehen wollen.

Die Reise durch das Land ist extrem entspannt. Entweder mit einem der zahlreichen und teilweise luxuriösen Reisebusunternehmen oder den lokalen Minibussen. Keiner versucht dich als Tourist übers Ohr zu hauen, wie wir es leider in Kuba erleben mussten. Überall bekamen wir Hilfe und Tipps. Selbst Taxifahrer und Hotelangestellte haben uns auf Anfrage alternative Transport- oder Übernachtungsmöglichkeiten genannt, die in unser Budget passten. Unglaublich, wo erfährt man sowas noch heutzutage?

Geschätzt haben wir speziell die Kontaktfreudigkeit der Menschen. Im Bus, beim Imbiss oder auf der Straße begegnen uns die Menschen sehr herzlich und neugierig, fragen, woher wir kommen, wie es uns hier gefällt und ob uns das Essen schmeckt. Oh ja und wie es uns schmeckt! Die Auswahl ist riesig und wechselt von Region zu Region. Nicht nur die Taco-Variationen, mal mit knusprigen oder traditionellen Tortilla, sondern besonders die mit Käse oder Mole gefüllten Polente-Taschen (Tamales) haben es uns angetan – JAMI!

 

Jeder Tag ist wie ein Besuch der Sprachschule. Täglich werden die Grundlagen abgefragt: Cómo estás? De dónde eres? Te gusta la comida en mexico?
Da kaum Englisch gesprochen wird, empfiehlt es sich vorher oder vor Ort einen Spanischkurs zu besuchen, beziehungsweise mindestens einige typische Sätze zu üben. Nach einem 10-tägigen Auffrischungskurs zum Schulspanisch verbessert sich der Wortschatz sowie der Schwierigkeitsgrad von Tag zu Tag. Die Sprache macht einfach mega Spaß und vieles kann vom englischen Abgeleitet werden! Vor allem kann man viel üben, da die Mexikaner sich so gerne unterhalten.
Zurückhaltende Mexikaner gibt es auch, aber das Eis ist schnell gebrochen, sobald sie merken, dass der erwartete „Gringo“ ein spanisch sprechender Europäer ist. Erwähnt ihr zudem aus Deutschland zu sein, gehen die nächsten Freudentänze los. Fußball lieben die Mexikaner, wie ziemlich alle in Mittelamerika. Bayern München ist demnach sehr bekannt und wird oft als Lieblingsmannschaft genannt.
Schnell entwickelt sich eine lebhafte Unterhaltung mit sichtlich begeisterten Mexikaner. Die gute Laune, dass man die Sprache spricht, sich für das Land interessiert und das Essen liebt, wird dann oft dadurch zum Ausdruck gebracht, das sie uns sogar das Essen oder die Busfahrt spendieren. Selbst haben die Mexikaner selten das Geld zum Reisen, kümmern sich dann aber umso herzlicher um begeisterte Reisende.

Die Nachrichten vom starken Erdbeben vor einigen Wochen verbreitet traurige Stimmung. Doch das, was Mexiko so einzigartig macht, ist der Zusammenhalt der Menschen. Sofort waren die Leute auf der Straße, räumten Trümmer weg, organisierten Lebensmittel und kümmerten sich um Verletzte. Genau wegen dieser positiven und offenen Kultur sowie der Schönheit des Landes haben wir Mexiko, neben Kanada, zu unseren Traumländern erkoren. Die Empfehlung deswegen – besucht das Land und erlebt diese einzigartige Kultur.

Ein Besuch ist nicht nur die Unterstützung, die das Land benötigt, sondern lohnt sich sowohl als Strandurlaub an der sonnigen Karibikküste, für Kultur Reisen der Azteken und Maya Gescichte sowie Abenteuerreisen durch die Natur des Landes.
Außerdem ist der Besuch so sicher wie jede Reise auf der Welt oder in Europa. Nach vier Monaten im Land ist die Erfahrung, dass man überall seine Sachen liegen lassen kann, selbst bei Dunkelheit in den finstersten Gassen herumlaufen oder in jeglichen Unterkünften sicher schlafen kann. Geklaut wurde einzig eine kurze Hose, die ich am Strand liegen gelassen habe. Keine Spur von Taschendieben bewaffneten Gangs oder zwielichtigen Personen. Klar läuft auf dem Land jeder mit einer Machete rum, die gilt hier jedoch als allzweck Werkzeug. Ob zum Knacken der Kokosnüsse, zum Stutzen des Rasens im Vorgarten oder der Arbeit auf dem Feld. Obwohl Drogen als Problem in den Medien beschrieben werden und es sich in den Köpfen der Menschen scheinbar festgebrannt hat, haben wir davon nichts Zwielichtiges mitbekommen! Dabei waren wir in einer Region (Michoacán), die als Umschlagplatz für Drogen bekannt ist, wie uns einheimische erzählten. Sonst hätten wir das wohl nie mitbekommen, denn auf dem Land ist das leben viel zu idyllisch.
Macht euch also selbst ein Bild, die Flüge nach Cancun (Yucatán) sind preiswert und der perfekte Start für eure Tour!

 

Als Teil des Outdoorblogger Adventskalenders 2017 öffnet sich an jedem Tag im Dezember ein neues Türchen und eine neue Geschichte auf einem anderen Blog.

Am 05. Dezember stellte schöne-aussicht.de eine 24 Stunden Wanderung vor und am 07.12 zeigt bigvantheory.com die positiven Effekte des Reisens.

Schaut rein und entdeckt neues!

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Guatemala ganz Nah – Dein Touren-Rucksack https://inthenature.de/guatemala-ganz-nah-dein-touren-rucksack/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=guatemala-ganz-nah-dein-touren-rucksack https://inthenature.de/guatemala-ganz-nah-dein-touren-rucksack/#comments Sun, 12 Nov 2017 11:23:29 +0000 http://taundma.de/?p=5448 Nach 1,5 Jahren durch Kanada, ging es die letzten 7 Monate unserer Tour nach Mittelamerika. Von der Pazifikküste Mexikos, quer…

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Nach 1,5 Jahren durch Kanada, ging es die letzten 7 Monate unserer Tour nach Mittelamerika. Von der Pazifikküste Mexikos, quer rüber bis nach Kuba, und wieder zurück auf das Festland um weiter in den Süden durch Guatemala, Belize, El Salvador, Nicaragua, Honduras und auf die Karibik Inseln zu reisen.
In den 40 Liter Rucksäcken hatten wir das Nötigste. Souvenirs einkaufen geht einfach nicht. Nur wenige Schätze haben wir uns erlaubt nach Hause mitzunehmen. Die meisten haben wir uns am Schluss der Reise gekauft. Deswegen sammelten wir am liebsten Erinnerungen und Erfahrungen.

Wir haben die unglaublichsten Naturspektakel gesehen, sind auf Vulkane geklettert, haben uns Wasserfälle hinuntergestürzt, über Flüsse, durch Dschungel sowie Steppen gewandert und unzählige Kilometer zurückgelegt. Den alten Rucksack mussten wir dabei mehrmals nähen. Zuerst platzten die Nähte links, dann rechts, dann wieder links …

 

Die Reise und besonders die Lebensweise der Menschen in den Ländern hat uns in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Es war beispielsweise die Gastfreundlichkeit, mit uns zu Teilen oder uns das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Wir haben unsere Rucksäcke den unterschiedlichsten Leuten anvertraut, wenn wir nicht alles mitschleppen wollten. Sei es am Kassenhäuschen im Bahnhof oder einer Verkäuferin auf dem Markt.
Beeindruckt haben uns genauso die farbenfrohen Röcke der Einheimischen sowie die Handwerksarbeiten auf den Märkten. Denn in keinem der bereisten Länder war die Vielfalt der Trachten größer als in der Maya-Region. Angefangen im südlichen Teil von Mexiko über Guatemala und bis an die Grenze zu Honduras und El Salvador.
Gerne hätten wir diesen tollen Arbeit eingepackt, der Platz im Rucksack reichte jedoch einfach nicht aus.

 

Zu Hause angekommen begann die Suche nach einem neuen Rucksack. Glücklicherweise sind wir beim Schlendern auf der Outdoormesse in Friedrichshafen auf Ethnotek gestoßen. Die farbenfrohen Rucksäcke sind uns direkt ins Auge gesprungen. Die ersten Gedanken waren: Die Muster kennen wir doch! Tatsächlich, unter den Handgestickten Materialien aus Indien, Vietnam, Indonesien, Ghana sind auch die gleichen Farbmuster aus Guatemala dabei!
Während wir die tollen Muster der unterschiedlichen Rucksackfronten durchforsten, laufen vor dem inneren Auge die Bilder der Reise durch den Kopf.
Schnell ist unser Lieblingsmuster ausgemacht: Guatemala 1
Das Geniale an den Rucksackfronten ist, sie sind austauschbar!

Ethnotek deckt mit ihrer Auswahl an Rucksäcken die meistgefragten Größen ab: Raja 46 Liter Langzeit Reisevariante (mehr würde ich auch ungern mit mir herumschleppen wollen), 30 Liter für eine Mehrtagestour und Premji 20 Liter Tagesrucksack.
Daneben hat Ethnotek noch verschiedene Umhängetaschen sowie Aufbewahrungstaschen und Geldbörsen im Sortiment, aber dazu in einem späteren Beitrag mehr, seid gespannt!

Wir haben uns für den Raja Reiserucksack 46 Liter entschieden, genau das, was wir auf unseren Touren immer benötigen. Die Rucksäcke sind jedoch für mehr als nur das Reisen ausgelegt.
Mit einem praktischen Fach für einen 15 Zoll Laptop, separatem Seitenfach für Kleinigkeiten und einem seitlichen Schnellzugriff auf das Hauptfach ist der Rucksack genauso für den täglichen Gebrauch konzipiert.

 

Neben der angenehme Rückenpolsterung ist uns genauso die robuste Verarbeitung positiv aufgefallen. Einzigartig macht den Rucksack die handgearbeitete Rucksackfront, das jeden Rucksack zu einem Unikat macht!
Seitdem ich den Rucksack zur Arbeit trage, steigt jedes Mal das Reisefieber und weckt die Erinnerungen an die farbenfrohen Kleider der Menschen in Guatemala.

Einfach schön ein Stück davon jetzt immer dabei zu haben und zusätzlich das Kunsthandwerk vor Ort zu unterstützen – genial wie wir finden. Wie Ethnotek das Kunsthandwerk fördert, könnt ihr hier nachlesen!

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Tage der Toten https://inthenature.de/tage-der-toten/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tage-der-toten https://inthenature.de/tage-der-toten/#respond Mon, 24 Jul 2017 12:02:40 +0000 http://taundma.de/?p=4985 Was ein Wahnsinns-Erlebnis: Die Tage der Toten in Mexiko feiern, ist ein gelebtes Phänomen. Die Geschichte beginnt wie folgt. Wir…

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Was ein Wahnsinns-Erlebnis: Die Tage der Toten in Mexiko feiern, ist ein gelebtes Phänomen.

Die Geschichte beginnt wie folgt. Wir sitzen an einem schwülen Regensaisonabend mit unseren neu gewonnen Freunden in Nayarit zusammen. Da die zwei schon seit Jahren in Mexiko leben, beschließe ich in den Raum zu werfen, wo Sie Días de los Muertos zelebrieren würden. Memo hat sofort die Region um den See Pátzcuaro im Sinn.
Außerdem kennen die zwei jemanden, der dort wohnt und uns aufnehmen könnte.

Zwei Wochen später machen wir uns auf den Weg in Richtung Pátzcuaro. Wir haben keine Adresse nur einen Namen und einen Ort, Esteban und Huecorio.

Es sind die Días de los Muertos die uns her locken, aber die Meschen, die uns veranlassen zu bleiben. Hier, in der Region Michoacán wird das Fest traditionell gefeiert. Dazu gehören nicht die Kostüme, Paraden und Skelett-Gesichtsbemalungen, welche wir heutzutage aus dem Fernsehen kennen. Diese sind erst Tradition seit dem James Bond Film Spectre 2015 und dadurch so populär geworden. Nach zahlreichen Anfragen sieht sich Mexiko-Stadt und viele andere große Städte nun verpflichten solche Paraden zu organisieren und veranstalten diese mit Erfolg. Auf dem Land wird nach alter Tradition auf den Friedhöfen gefeiert – mindestens 3 Tage lang.

Der Glaube besagt, die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits kommen und gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen feiern. Das wollen wir miterleben.

 

Mit dem Bus aus Guadalajara kommend müssen wir in Pátzcuaro umsteigen. Von hier gehts mit dem Minibus nach Huecorio. Als wir im Dorf ankommen, schüttet es. Wir fragen uns durch bis wir vor der Haustür unseres Freunds Esteban stehen.
Esteban und seine Frau Tanja sowie die drei Kids nehmen uns auf. Esteban ist Künstler und arbeitet an einem wunderschönen Projekt zum Thema „Rettet den Pátzcuaro See“. Durch die Verschmutzung des Sees sprießen überall Lilien im See, die er für seine Papierproduktion verwendet. Auf diesem wunderschönen handgeschöpften Papier entstehen Linoleumplatten. Diese werden in seinem Atelier bedruckt, um die Menschen in der Umgebung auf diese Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen. Die verschiedenen Motive hat er bei den Künstlern der Region in Auftrag gegeben. Wir dürfen in seinem Atelier schlafen.

Am Abend ist das Dorf erfüllt von Klängen der Trompeten. Tanja fragt uns, ob wir Lust haben zu den Nachbarn rüber zu gehen, die hatten vor einiger Zeit einen Todesfall in der Familie und feiern ein Fest zur Andacht.
„Kommt das nicht komisch, wenn wir dazukommen?“
„Ach, die freuen sich über jeden der kommt.“

Am ersten Abend der Feiertage, dem 31. Oktober, zelebrieren die Familien die Todesfälle aus dem aktuellen sowie vergangenen Jahr hatten. Eine Art von Gedenkfeier, die zu Hause stattfindet. Dazu wird der Hauseingang sowie Hinterhof schmuckvoll dekoriert. orangefarbene Ringblumen und Chrysantheme, Obst, Skelettschädel aus Zucker und Gebäck dienen dabei als typische Verzierung. Zu der Gedenkveranstaltung ist das ganze Dorf eingeladen! Jeder bringt als Gabe mehr Obst oder Chrysanthemen mit. Die Gaben werden dann an dem dekorierten Altar platziert. Die Familie bereitet zudem verschiedene Speisen und Getränke vor, zu denen das typische Pan de los muertos – süßes Weißbrot mit Zuckerguss, Mezcal, Tequila sowie warmer Atole – süßes Maismehl-Getränk, nicht fehlen darf. Unser erstes Atole-Fazit: Tatjana ist begeistert, ich bin eher zurückhaltend. Genauso dürfen die lautstarken Klänge im Hinterhof nicht fehlen. Eine Band spielt stundenlang klassisch mexikanische Lieder – Gitarre, Trompete und Akkordeon. Und Böller unterstreichen diese Feierlichkeit. Noch ein Mezcal?!

 

Wir haben mal wieder Mordsglück in dieser Woche. Esteban ist einfach eine coole Sau. Rock ’n’ Roll lebt hier. Er ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Memo, unser Nachbar aus Aticama mit der Mangoplantage. Jetzt arbeitet Esteban zusammen mit seiner Frau sowie weiteren Künstlern an einem Projekt zur Rettung des Pátzcuaro Sees, welches er ins Leben gerufen hat.
Mit einer eigenen kleinen Papierproduktion verarbeitet er die Lilien aus dem See, welche durch die Verschmutzung wie Unkraut wuchern. Es soll auch ein kleines Künstlercafé entstehen. Wenn jemand in der Gegend ist, schaut vorbei in Huecorio und fragt nach Esteban und Tanja.

Zur Begrüßung gibt es erst einmal einen Mezcal, sein Lieblingsschnaps. Nicht jeder in Mexiko mag anscheinend diese hochprozentige, meist in Kleinproduktion hergestellte Alternative zum Tequila. Doch wie wir feststellen wird Mezcal überall serviert und schmeckt, wenn auch stark! Anders als Tequila, welcher rein aus der blauen Agave hergestellt wird, verwendet man bei der Produktion von Mezcal eine breite Mischung aus unterschiedlichen, in der Regel wild wachsenden Agaven – Magueyes genannt. Diese Vielfalt und die dreitägige Gehrung in aufgeheizten Erdgruben, heben den Mezcal vom industriell hergestellten Tequila ab.

 

Am zweiten Tag der Feierlichkeiten versammeln sich die Familien auf den Friedhöfen. Es werden die Gräber geschmückt und mit einem gemeinsamen Abendessen an die verstorben gedacht. Für uns geht es auf eine unvergessliche Tour zu den unterschiedlichsten Orten.
Wir beginnen den Tag mit deinem Streifzug durch die Marktstände des Städtchens Pátzcuaro. Alles erdenkliche essbare lässt sich in diesen Gassen erwerben. Neben zahlreichen Tacobuden in all ihren Variationen, werden unter anderem Chipulin – Grashüpfer frittiert/eingelegt, angeboten. Wir probieren den regionalen Nopal (Kaktus) sowie die Chayote – was ähnlichkeiten mit einer Kartoffel hat. Frisch oder gekocht schmecken beide vortrefflich zu frischen Tortillas und dem lokalen Weißkäse!
In diesem Wirrwarr aus einzigartigen Dingen kommen wir um eine kleine Shoppingtour nicht herum. Auf dem Handwerksmarkt entdeckt Tatjana bunte Sandalen sowie perlen verzierte Kürbisschalen. Da es unmöglich ist Sandalen in ihrer Größe – Frauengrößen nur bis 39, zu finden, bleibt es bei der Schale. Die Schale ist von den Huichol gefertigt. Das sind unsere First-Nation-Nachbarn aus Nayarit. Nach einem entspannten Vormittag, gehen wir am Abend unerwartet steil mit Esteban.

Ab auf die Insel. Mit zwei Kindern, zwei Mexikanern, zwei taundma-Blogschreibern und zwei Pullen Meczal setzen wir uns ins Boot. Die Insel Janitzio, welche sich zu einer Pilgerstätte für Feiernde entwickelt hat und von Esteban nur als „Show“ bezeichnet wird. Hunderte Boote bringen die Menschen auf die Insel, welche mit dem Monument von José María Morelos – ein Held der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung, einen beeindruckenden Blick auf das darunterliegende Land bietet.

Die Straßen sind gefüllt mit Verkaufsständen, die reichlich Essen oder Handwerksartikel anbieten. Zur Unterhaltung tanzen auf den Plätzen Jugendliche verkleidet als alte und gebrechliche den traditionellen „Alter Mann“ Tanz. Zur Überraschung der Schaulustigen bewegen sich die „Alten“ dabei schneller als das Auge folgen kann und ihre Holzschuhe steppen rhythmisch auf dem Pflasterstein zum 3er-Takt der Gitarren und Trompeten.

Jetzt geht es auf den ersten Friedhof des Abends: Ein szenisch beeindruckender Insel-Friedhof am Berghang. Die Sonnenaufgänge nach einer langen Nacht sind in jedem Reisemagazin schon abgebildet worden. Von dem Berghang sieht man nicht nur in der Ferne die bunten Lichter der Dörfer am gegenüberliegenden Ufer, die vielen, wie Perlen aufgereihten ankommenden Boote, sondern besonders die unzähligen Kerzen auf den Gräbern.
Esteban ruft uns rüber. Er hat die Show satt. Er will uns ein wahres Fest zeigen.

 

Jetzt geht’s los. Rock ’n’ Roll Esteban drängt uns ins Boot. Am anderen Ufer steht seine Karre bereit. Wir sind nicht mehr so sicher wie gut Esteban noch fahren kann. Scheiß drauf, man lebt nur einmal.
Was wir auf unserer Tour noch sehen, können wir lange Zeit nicht begreifen. Wir besuchen eine Kirche in Santa Ana – ein nettes Drogenhändler-Städtchen. Das besondere an der Kirche, sie ist von und für Drogenhändler gebaut. Aus dem Auto gestiegen, begrüßen wir den Don, der uns passieren lässt. Geschmückt ist die Kirche extremer als jedes Haus zu Halloween! Scheinwerfer, Kerzen, Blumen und jede Menge Skelette. So 60 Altare sind hier aufgebaut. Vor ihnen steht immer ein Aschenbecher. Unser Freund erklärt uns, dass man hier als Gabe an die verstorbenen Drogenhändler eine Zigarette anzündet. An den Wänden hängen unzählige Bilder mit weiteren Skelett-Zeichnungen. Jede steht für einen verstorbenen. Eine weitere Gruppe zieht ein, die zwei Männer mit Knarren ausgestattet haben ihre Chicas im Schlepptau. Wahrscheinlich gibt es keinen sichereren Ort in Mexico. So zündeln wir ein paar Kippchen in Ehren an und sind überrascht, heute Abend hier gelandet zu sein.

Auch hier gilt das Prinzip Exit-through-the-Giftshop. Im Geschäftchen nebenan lässt sich Langnese-Eiskrem, Statuen, Kerzen, süße Brause, und, und, und … kaufen. Diese Kerzen tragen jedoch Aufschriften wie „der letzte Cocktail“ oder „zum Tod deiner Feinde“. Die Suche nach einer Figur der Heiligen Maria ist vergeblich, dafür gibt es übergroße Figuren der aktuellen Drogenbosse. Was ein nettes Mitbringsel für alle Mafia-Angehörigen, die zu Hause bleiben mussten.

 

Wir lassen den Abend nicht so ausklingen. Wir fahren nach Jarácuaro zu einem Friedhof mit einer alten Kapelle im Zentrum. Mit staunenden Augen und ehrfürchtigen Blick streifen wir zwischen den Gräbern. Gäste sind willkommen und wir werden freundlich von den Familienmitgliedern begrüßt, welche hier die Nacht über mit ihren verstorbenen verbringen werden. Es ist ein ungewöhnlicher Anblick für uns, denn das gewohnte Trauerbild auf Friedhöfen ist hier überhaupt nicht zu sehen. Die Menschen haben einen zufriedenen, neugierigen Blick. Es wird gemampft. Wir mampfen mit. Man scheut das Gespräch nicht. So unterhalten wir uns hier und da mit den Familien, man erzählt uns, wer verstorben ist und wer zur Familie gehört. Auf der anderen Seite fragt man uns woher wir kommen und ob es uns hier gefällt. Es kann so eine lockere Stimmung auf einem Friedhof aufkommen.

 

 

Der dritte Tag wird mit Freunden und Familie wieder am Grab gefeiert. Diesmal gehts Mittags los. Wir fahren mit Esteban zu seiner Familie in die Nachbarstadt Uruapan. Musiker, die über den Friedhof wandern, lassen sich anheuern, um Klassiker auf der Gitarre und dem Akkordeon zu spielen. Gerne wird bei dieser Gelegenheit zur Schnapsflasche gegriffen und freudig ausgeschenkt – Einladungen, die man nur ungern ausschlägt.
Wir stehen am Grab eines guten Freundes von Esteban. Der Sohn des Verstorbenen kommt. Wir heuern verschiedene Musiker an und die Kids springen umher.

 

Spontan wird entschieden ein Fest zum Gedenken an den verstorbenen Vater zu schmeißen. Wir heuern drei alteingesessene Musiker für den Abend an. Die Location steht fest, nachdem ein leerstehendes Haus vorgeschlagen wird. Es ist perfekt für ein gemütliches Beisammensein. Es hat kein Dach mehr. Wir stellen Kerzen auf, besorgen Blumen, tragen einen der Musiker über die ranzige Treppe nach oben – er sitzt im Rollstuhl und versenden SMS Einladungen. Es ist die Zeit bei der sich Freunde und Familie treffen, zusammen singen sowie über alte Zeiten sprechen. Bis in die tiefen Abendstunden verbringen wir unter dem Vollmond der Sternenklaren Nacht die Zeit mit Familie, Gitarrenklängen, Gesang, Tacos, Bier und Tequila.

Viele liebe Grüße nach Michoacán
Du bist in unseren Herzen.

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Wir sind wieder unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wir-sind-wieder-unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/#respond Mon, 31 Oct 2016 20:38:22 +0000 http://taundma.de/?p=4885 Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede…

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Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede Menge Wanderpfade, da ist ein Muss für uns zwei.

Guadalajara
Im 16 Jhd. war die Stadt ein Handelsaußenposten. Dieser Kolonialcharm ist die Grundlage der Stadt die leider nur noch einen kleinen Teil der Stadt ausmacht. Wir schlendern über Blattlaub auf den Boulevards, die gespickt sind mit französischen Barocke-Bauten. Die Stadt wurde in den letzten Jahren von der Kunstszene erobert. Seitdem neu entdeckten Potenzial schießen die Galerien mit dem kontemporären Inhalten in Lafayette aus den Kolonialmensionen.
Lafayette bildet einen Kontrast zum Rest der eher geschäftigen Stadt. Hier lässt sich eine Pause einlegen in einem der angesagten Cafes oder Restaurants. Außerdem können wir in den engen Straßen umherschlendern ohne überfahren zu werden. Entspannt die Atmosphäre aufsaugen des künstlerischen Treibens lautet die Devise in Lafayette. Hier ist es ruhig, die Häuser farbig und ab und an schmückt ein zum Stehenbleiben verleitendes Wandgemälde oder Graffiti die Fassade.

In der zweitgrößten Stadt Mexikos geht es turbulent zu. Die Straßen sind gut gefüllt, an vielen Ecken gibt es kleine flohmarktähnliche Verkäufer, die allerlei gebrauchtes Haushalts-Zeug, Handyhüllen oder Krimskrams anbieten. Ebenso locken erstaunlich viele chinesische Restaurants mit einem All-you-can-eat für 3 Euro, verrückt!

Der historische Stadtkern imponiert mit den Hospicio Cabañas. Der neoklassische Hospice-Komplex ist bekannt für seine Domkapelle mit den 57 Fresken von abgemzelten Indigenas – ein gelungenes Stück mexikanischer Geschichte. Heute ist das Gebäude eine Kunstgallerie.

Der weite Platz vom Institutio cultural de cabañas bis zur Kathedrale, entlang der Fußgängerzone bei Mariachi Musik hat sein ganz Eigenes. Diese endet an den riesigen Markthallen, gefüllt mit Essensständen, Obst sowie Gemüsehändlern und diversen Warenverkäufern.

Der Spaziergang bis zum Kunstmuseum entlang der Statuen von Alejandro Colunga und Springbrunnen ist ein absolut sehenswerter Spaß. Die Weite des großzügig angelegten Plazas in der zweit größten Stadt Mexikos ist ein Genuss.

Übrigens lässt sich in der Nähe des alten Busbahnhofs gut und günstig übernachten.

Chapala See
Das bunte Treiben hält uns jedoch nur einen Tag in der Stadt. Von hier starten wir zum Wanderausflug an den Chapala See.
Für 50 Pesos pro Person ist es mit dem Bus von der alten Busstation im Zentrum etwa 1 Stunde entfernt. Wir steigen in Ajijic aus, einem süßen Dörfchen am Fuß der Berge welche den See umzingeln. In der Ortsmitte führen verschiedene Wanderrouten in die schöne Berglandschaft.
Wir wählen den östlichen Pfad, welcher sich entlang der Wasserfälle hochschlängelt. Von hier genießen wir eine tolle Aussicht auf den See und das weite Bergpanorama. Bis Ende Oktober fließt hier noch reichlich Wasser, danach versickert der Wasserfall zunehmend. Über den Wasserfällen teilt sich der Weg und wir wählen den linken Pfad entlang des Berghangs und durch den Wald, anstatt in der Hitze weiter hinauf zu gehen. An der nächsten Gabelung (1 Stunde später) halten wir uns jedoch rechts, es geht steil Bergauf – wir wollen zum Gipfel. Nach 2 Stunden erreichen dann endlich das Gipfelkreuz. Pause! Aussicht genießen!

Durch die unzureichende Beschilderung des Wanderwegs geht unser Rückweg von hier oben nicht wie geplant über einen weiteren Pfad zurück nach Ajijic, sondern auf die andere Seite der Bergkette, nach Las Trojes. Einem witzigen Örtchen am Ende einer Straße die hier in die Berge führt. Dieser Pfad, auch wenn nicht in unserer geplanten Richtung, ist gut markiert und abgestrampelt – wie alle Pfade soweit in der Region.
Glücklicherweise gibt es von hier einen lokalen Bus der uns zurück zum See, nach Jocostepec bringt.
Die Busfahrt geht durch die Früchte- und Beeren-Landwirtschaftsproduktion der Region. Am der Bushaltestelle bekommen wir sogar von den allerliebsten Menschen einen ganzen Beutel Himbeeren geschenkt, soooo lecker und frisch haben wir Himbeeren noch nie gegessen. Und das dank Tatjanas freundlicher Art die Leute auf Spanisch anzusprechen – der Sprachkurs mit Gabriele hat sich schon gelohnt!

Bevor es dunkel wird wandern wir noch zum See, wo mexikanische Wochentouristen die Grillplätze am See besetzt und lauter Musik die Umgebung beschallen.
Mit der Busfahrt über das Land, der langen Wanderung über die Berge und dem Spaziergang zu See, bekommen wir einen kleinen Eindruck der Umgebung. Der See ist groß, jedoch durch die Verschmutzung nicht zum Schwimmen geeignet. Viele Wasserlilien haben sich hier gebildet. Eine Bootstour macht es möglich den See weiter zu erkunden.
Die Wanderung macht definitiv Lust auf mehr, die Landschaft ist schön grün und dicht bewaldet.
Weitere Wanderwege gibt es auf der andere Seite des Sees, die heben wir uns aber für ein anderes mal auf…

Hasta pronto

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Aticama an der Riviera Nayarit https://inthenature.de/aticama-an-der-riviera-nayarit/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aticama-an-der-riviera-nayarit https://inthenature.de/aticama-an-der-riviera-nayarit/#respond Sat, 22 Oct 2016 07:55:38 +0000 http://taundma.de/?p=4432 Zwei Monate im ruhigen Fischerdorf Aticama an der Pazifikküste Mexikos: Hier betretten wir das Land und lernen Leute kennen. Wir…

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Zwei Monate im ruhigen Fischerdorf Aticama an der Pazifikküste Mexikos: Hier betretten wir das Land und lernen Leute kennen. Wir passen auf ein Haus, zwei tolle Hunde sowie eine Katze auf. House-sitting nennt sich das ganze und ist super. Die perfekte Gelegenheit um auf einem neuen Kontinent anzukommen, die Region gemütlich zu erkunden, die besten Wellen zu bekommen und bei den Nachbarn zum Essen eingeladen zu werden.

Housesitting (mehr dazu in unserem Housesitting Blogpost)
Viele, die ein Haus in Mexico besitzen, nutzen die heiße oder regnerische Zeit zwischen Juni-November um die Familie anderorts zu besuchen oder vor dem Unwetter in die Ferne zu flüchten. Gerne übernehmen wir die Rolle der Haus-Sitter, damit die Tiere und das Haus nicht alleine zurückbleiben. Die zwei verschmusten Hunde und die Katze schließen wir direkt ins Herz. Mit ihren lächelnden Augen sichern sie sich ständige Kuscheleinheiten.

Eine win-win Situation: Die Hausbesitzer können ruhigen Gewissens abziehen und im Gegenzug kriegen wir eine Villa mit Garten, Pool und Strand. Wir fühlen uns wie im Luxusurlaub. Unsere dreistöckige Villa liegt direkt an einer 40 Meter hohen Klippe mit Ausblick auf den 10 km langen Strand. Umringt vom Dschungel sichten wir Echsen sowie Schlangen im Garten. Große Frigattenvögel kreisen um unsere Klippe. Wir sehen früh morgens einzigartige Sonnenaufgänge über den Hügeln und am Abend die farbenprächtigsten Sonnenuntergänge, wenn die Sonne im Pazifik versinkt!
Wir nutzen die Zeit um im Haus an unserem Blog und der Doktorarbeit zu schreiben, so entkommen wir der krassen Mittagshitze von 35 Grad. Internet Flatrate, Ventilatoren, Terrasse mit Meerblick sowie ein Pool sorgen für Abwechslung.

Zu unserer Routine – oh ja wir haben schnell einen Tagesrhythmus gefunden, gehören die täglichen Spaziergänge am Strand. Früh morgens und abends wenn die Sonne tief steht, das ist sowohl für die Hunde, wie auch für uns der Auslauf des Tages. Unglaublich sind zudem die Temperaturen des Wassers – noch nie hatten wir eine so große Badewanne. Gemütlich lässt sich stundenlang im Wasser ausharren. Wir schwimmen den Wellen entgegen oder surfen zurück zum Strand. Die Pazifikküste ist bekannt für seine Surfspots – San Blas und Sayulita, nicht weit weg von uns oder der berühmten Baja California gehören zu diesen.
Einst war der 10 km lange Strand von Aticama, die Matanchen Bay, im Guinness Book of World Records mit der längsten Surf-baren Welle (1,700 Meter). Die Arbeiten am neuen Pier und die Hurrikans haben diese jedoch drastisch verkleinert.

Essen
Das ruhige Fischerdörfchen bietet eine gute Auswahl an mexikanischen Obst und Gemüse. So decken wir uns mit einheimischen Produkten ein: Tomatillos (gehört zur Gattung der Physalis, ähnelt einer grünen Tomate und wird für Guacamole sowie Salsas verwendet), Chillis, Avocados, Koriander und Maismehl. Tatjana geht in der Küche auf! Mangos aus dem eigenen Garten, Gurken vom Markt und fertig ist ein leckerer Mango-Salat sowie die ersten selbstgemachten Tortillas. In den darauf folgenden Wochen erweitern wir unsere Zutatenliste um Karotten, Weißkohl und Fisch, Kaktus (hier Nopal genannt) mit Soja-Geschnetzeltem, Bohnen sowie Kochbananen. So entstehen zahlreiche weitere Tortilla-Variationen.

Das Highlight sind jedoch Jackfrucht-Burger, die mit ihrer Textur an gezupftes Schweine-/Hähnchenfleisch erinnern. Durch den neutralen Geschmack der Fasern lässt sich aus dem Inneren der unreifen Jackfrucht jede beliebige Kreation herstellen. Gewürzt mit Paprika oder Kurkuma ergibt sich schon eine fleischähnliche Farbe. Dazu haben wir auch Bohnen, Karotten oder auch mal Kochbananen gemischt. Wir sind fasziniert und verwöhnen mit unseren Gerichten die umliegenden Nachbarn. Das Kochen mit der unreifen Frucht ist hier nicht verbreitet. Mit der Vielzahl an Nährstoffen sowie Proteinen ist die Jackfrucht ein perfekter Ersatz für Soja sowie Fleisch und schon jetzt nicht nur in Asien, sondern in der gesamten vegan/vegetarischen Szene beliebt. Das können wir nachvollziehen, bei uns landet die Jackfrucht für eine Weile fast täglich auf dem Teller.
Genauso ist die reife Jackfrucht eine Köstlichkeit! Wer den Geschmack von HubbaBubba-Kaugummi noch ins Gedächtnis rufen kann, kann sich vorstellen, welche süße Explosion die gelbe Frucht im Mund auslöst. Die gelbe Frucht muss aus der riesigen Jackfrucht herausgepult werden und mit pulen meinen wir wirklich herausgearbeitet werden. Die klebrige Flüssigkeit aus der harten Schale und das faserig Fleisch, welches das Innere der Früchte umgibt, macht das Herausnehmen aufwendig. Aber die Arbeit von ca. einer Stunde ergibt zwei volle Schüsseln an Früchten für mindestens 2–3 Tage. Wir verarbeiten gut 8 davon während unseres Aufenthalts. mhhhh … wie gerne hätte ich jetzt eine hier. Leider ist die Jackfrucht nur in der Nayarit-Region erhältlich.

Typisch Mexiko ist ganz klar die unendlichen Tortilla-Variationen mit Fleisch, Fisch, Bohnen, Gemüse, gebacken oder frittiert, und dazu viel scharfe Salsa. Avocados sind so günstig, dass sie auf dem täglichen Speiseplan stehen, zusammen mit Tomatillos und Tomaten. Ebenso sind Karotten und Weißkohl weit verbreitet und eignen sich für leckere Tortilla-Gerichte. Eine weiter mexikanische Spezialität ist gegrillter (verkohlter) Mais, den man an jeder Straßenkreuzung mit Käse und Mayonaise bekommt. Häufig haben die Straßenverkäufer auch Limone und Chilipulver da, zum Einreiben des Kolbens – den Käse und die Mayo kriege ich gar nicht runter. Die meisten Mexikaner lieben es und fragen häufig nach einer Extraportion Käse/Mayo.
Ganz zu schweigen von dem Chipotle-Mango-Eis, dass ist auch eine Klasse für sich. Wir haben es ein paar mal probiert. Das saure und scharfe der Chipotle-Chili ist ganz lecker auf der Mango, aber für meinen Geschmack ist das Mengenverhältnis von Chipotle und Mango entscheidend – Hälfte, hälfte ist zu intensiv. Zum Glück gibt es jede Menge Eis aus saftigen Früchten! Mangos, Orangen, Drachenfrucht, Papayas, Erdbeeren, Kokosnuss, Ananas und Jackfrucht.
Gemüse-Neuentdeckungen für uns waren: Jícama (Yambohne) – ähnelt einer süßen Kohlrabi, Nopal – ein Kaktusblatt von dem die Stacheln entfernt wurden; Ich kann sie nicht mit einer anderen Blatt vergleichen, aber es ist eine grandiose geschmackliche Entdeckung und Chayote – die „grüne Kartoffel“, die auch häufig von Straßenverkäufern angeboten wird, sind super.

Bewohner
Unsere neuen Nachbarn sind freundlich, hilfsbereit und vor allem neugierig. Perfekt wenn man etwas spanisch spricht, dann kann aus dem Smalltalk eine richtige Unterhaltung werden. Mit der Zeit passen wir uns gut ans Dorfleben an. Wir kaufen in den kleinen Geschäften unser Gemüse, lernen Lupita kennen, welche frische Milch verkauft und lecker selbstgemachten Käse produziert, und entdecken bei unseren Streifzügen mit den Hunden am Ortsausgang den Obsthändler mit seinem Stand kennen. Unser immer besser werdendes Spanisch, der gute Appetit und die Vorratseinkäufe bescheren uns schon bald extra Portionen Bananen die wir kostenlos mit dazu bekommen. Wir besorgen hier unsere erste eigene Bananenstaude, eine eigene Staude zuhause hängen haben, check und überdimensionale Jackfrucht, aber auch Kokos sowie Limas, die wie Zitronen aussehen und gelbe Orangen schmecken.

Spanisch
Für unsere Spanischstunden bekommen wir den Tipp Gabriele aus Deutschland zu kontaktieren, die beste spanisch Lehrerin aus Santa Cruz (10 km östlich von Aticama). Mit ihrer verständnisvollen, sympathischen und motivierenden Art schafft sie eine lockere Lernatmosphäre, bei der selbst Fehler machen kein Unbehagen auslösen. Vor einigen Jahren ist sie hier her gezogen. Sie sorgt mit ihrer stetig guten Laune genauso wie dem Lächeln auf den Lippen für eine herrliche Lernatmosphäre. Danke für die tolle Zeit. Was ein Glück wir haben, ausgerechnet eine so herausragende Lehrerin, die mittlerweile eine Freundin ist, zu treffen.

Hitchhiking

Ebenso bleibt genug Zeit, um die Umgebung zu entdecken – wie? Typisch Mexikanisch, per Anhalter! Keine fünf Minuten vergehen und einer der vielen Pickup-Trucks hält an, um uns zum nächsten Ort mitzunehmen.
Tipp: Sucht einen schattigen Platz bei einer Bremsschwelle (auf spanisch: Tope), ruft den entgegenkommenden Autos die Richtung zu, in die ihr fahren wollt. Oh ja in Mexico ist es wichtig aktiv auf sich aufmerksam zu machen und die Richtung laut zuzurufen und gleichzeitig in die Direktion zu zeigen in die es gehen soll.

Öffentliche Verkehrsmittel
Trotz Abgelegenheit fahren in Mexiko überall kleine Sammelbusse da wo Menschen leben. Umgebaute Mini-Vans werden hier Kombi genannt (in anderen Regionen gerne auch Collectivo). Durch Aticama fahren in beide Richtung fast jede Stunde eins der Kombis in die Umliegenden Ortschaften. Pro 30 Minuten Fahrt fallen Kosten von etwa 50 Pesos an.
Zudem fahren Busse in die großen Städte wie Tepic oder Puerto Vallarta. Am Tag gibt es 4 Verbindungen von Aticama nach Puerto Vallarta: Um 7:45 Uhr, 10:15 Uhr, 13:45 Uhr und 16:45 Uhr. Von Puerto Vallarta geht der Bus vom Busbanhof am Flughafen um 7 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr und 15 Uhr und kostet 215 Pesos. Beachtet das zwischen Puerto Vallarta und Aticama die Zeitzone wechselt, Puerto Vallarta ist +1 Stunde voraus! Pro Richtung kann man mit gut 2.5 Stunden rechnen.
Falls man die Verbindung verpasst, gibt es noch Busse über Tepic und San Blas, die Verbindung mit Umsteigen dauert jedoch gut 5 Stunden.

 

Ausflüge in die Umgebung
El Cora Wasserfall
Zwischen den sattgrünen Hügelhängen kommt ein Strom herausgeschossen. Schon zu Beginn des Wanderpfads haben wir eine super Aussicht auf die Fälle. Beim Hinabsteigen zum Basin wird die Temperatur zunehmend kühler. Das Wasser ist im Vergleich zum Meer erfrischend und wir krakseln direkt auf die Felsen um aus 5 Metern ins kühle Nass zu springen.
Wer in der Region eine Zeit verweilt sollte eine Wanderung zu dem Wasserfall El Cora unternehmen. Mit dem Auto sind es 25 Minuten östlich von Aticama in die Berge heraus, und ein Geländewagen ist für die letzten 10 Minuten Fahrt essenziell. Ansonsten werden aus der 15 min Wanderung zum Wasserfall 30 Minuten. Treppenstufen erleichtern den Abstieg zum Fuß des 20 Meter hohen Wasserfalls, der sich in einen Pool ergießt. Am besten fährt man rüber wenn es ein paar Tage nihct geregnet hat, da die Wasserfarbe zusätzlich beeindruckt.

La Tovara
Wunderschöner Tagesausflug ist die Bootstour in die Mangroven. Zu sechst steigen wir ins Boot und machen uns auf den Weg durch das Geäst der Mangroven. Erster Stopp ist ein Baum voller Kahnschnabel Vögel. Keine zehn Minuten später sichten wir ein Krokodil, dass uns mit weitgeöffnetem Maul begrüßt. Die Landschaft wechselt. Wir befinden uns zwischen hohen Gräsern. Ein Kranichen ragt heraus. Weiter geht es den Fluss abwärts entlang der Mangrovenlandschaft zu einem Schwimmbecken am Fluss mit Gitterabgrenzung vor Krokodilen. Wir bleiben hier für eine Stunde hängen, denn es gibt ein Schwingseil am Wasser. Wir schwingen uns so häufig ins Wasser bis ich Blasen an den Händen bekomme. Das ist der Ausflug nach La Tovara. Von hier aus lässt sich jederzeit ein Boot zurücknehmen zum Eingang. Dieser befindet sich am westlichen Ende des Strandes Matachen, bei San Blas. Die Fahrt kostet 200 Pesos pro Person.

San Blas
In der größeren Stadt San Blas (20 km westlich von Aticama) gibt es neben den Überresten des kleinen Verteidigungsposten, welches eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet, weitere Attraktionen. Einmal den Markt im Stadtzentrum, an dem man sich mit frischen Obst und Gemüse eindecken kann.
Genauso ist der einsame Strand des Naturschutzgebiets Playa del Rey absolut sehenswert. Ein Fluss trennt die Halbinsel von der Stadt und wenn man nicht rüberschwimmen will, bringt ein Boot die Passagiere für 150 Pesos auf die andere Seite, etwas überteuert für die 30 Meter überfahrt. Vielleicht lässt er sich auch runterhandeln.

Secret Beach
Kostenlos ist der Besuch der Secret Beach, wie die Locals den einsamen Strand mit versteckter Anfahrt von der Straße Richtung Platanitos nennen. Schon die Fahrt im Pick-up ist ein Erlebnis. Nach dem wir von der Hauptstraße San Blas Richtung Puerto Vallarta abbiegen, geht es eine hügelige Buckelpiste für ca. 20 min runter. Feiner weißer Sand erwartet uns am Ende der Straße. Den langen Sandstrand haben wir nur für uns!

Puerto Vallarta
Wer in der größeren Stadt Puerto Vallarta mit dem Flugzeug landet und hier ein paar Tage verbringt, kann ebenso zu einem versteckten Strand, Hidden Beach oder El Morro wie die Einheimischen diesen Felsen mit Strandkrater nennen. Ein Boot bringt einen auf eine Insel raus, wo man schnorcheln kann. Ein Traum ist der Anblick. Allerdings wird keine Robinson-Kruso-feeling aufkommen, denn dies ist eine der größeren Touristenattraktionen von Puerto Vallarta.

Alternativ ist das Schnorcheln bei den Felsbögen am südlichen Rand der Küste toll. Diese sind noch in Schwimmdistanz und somit leicht zu erreichen.

Die Stadt selbst ist sehr touristisch. Viele Hotels reihen sich an einem Strandabschnitt zusammen. Dafür ist es sehr sauber und eine Promenade verbindet die Altstadt mit der Neustadt, die voller Bars und Clubs ist. Die Fahrt innerhalb der Stadt, vom oder zum Flughafen ist am einfachsten mit den lokalen Bussen: 7.50 Pesos ist der Pauschalbetrag für jegliche Distanzen innerhalb der Stadtgrenze.

Flughafen Puerto Vallarta
Der Bussteig befindet sich links vom Flughafengebäude. Habt das Geld passend. Ihr könnt einfach im Flughafengebäude ein wenig Geld wechseln.
Es gibt verschiedene Bankautomaten am Flughafen. Die Automaten sind alle nebeneinander. Die Gebühren für das Abheben variieren stark von 30 – 90 Pesos. Für uns hat die Banamex Bank die Besten Quoten in ganz Mexiko ausgespuckt.

Kanadisch-Amerikanische Nachbarn
Im Verlauf von zwei Monate lernen wir unsere Nachbarn kennen. Barbara und Lauren wohnen direkt neben uns, kommen aus Saskatchewan und erweitern gerade wieder ihr Anwesen. Bei unseren täglichen Spaziergängen kommen wir an ihrem Haus vorbei und schnell ins Gespräch. Schön sieht ihr Häusle aus!
Die zwei sind Reisende im Ruhestand, radelten quer durch Kanada und Neuseeland, segelten eine längere Zeit über die Weltmeere und sind immer noch voller Energie.

Die nächsten Nachbarn sind Victoria und William, ursprünglich aus Seattle, betreiben eine organische Produktion getrockneter Mangos und verkaufen diese im Winter auf Bio-Märkten in der Umgebung, zusammen mit selbst gemachter Seife, Mücken Schutz und Kerzen. Beide sind gerne in der Natur, aktiv und super lieb. An den Mangos sind wir sehr interessiert und nach einer Kostprobe wollen wir hinter die Kulissen schauen. Prompt nimmt William mit auf die Mango Plantage, von hier hat man eine tolle Aussicht auf das Meer und die umliegenden Berge.

Anne und Gilles, belgisch/kanadischer Herkunft, wohnen etwas außerhalb von Aticama, betreiben am Wochenende ein Café und arbeiten in der Zwischenzeit als Künstler sowie Designer. Außerdem ist Anne der inoffizielle Laptop Reparatur Service. Mit magischen Fingern ist selbst ein Macbook im Handumdrehen repariert. Bis auf Display oder Mainboard Fehler bekommt sie dank ifixit.com alles hin. Es ist eine Freude sich mit den zwei über Kultur und Geschichte zu unterhalten, sodass wir die beiden einige male Besuchen.

 

Es ist schwer sich von diesem tollen Fleckchen Erde zu trennen, doch Mexiko ruft! Wir müssen wohl irgendwann wieder kommen.
Vielen lieben Dank Trilby für die unglaubliche Zeit in deinem Haus. Es war toll dich kennen zu lernen. Bleib so wie du bist, voller Lebensfreude und Gutherzigkeit!

Hasta luego

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Endlich angekommen in Nayarit, im Warmen. Endlich mal einfach abhängen in der Sonnen, am Strand. Ein eigenes Häuschen haben wir durch Housesitting ergattert. Von hieraus können wir uns einleben im gelassenen Nayarit: Wale beobachten in versteckten Buchten, surfen bei kilometerlangen Stränden, oder sich durch den Dschungel zu Wasserfällen schlagen.
Die Riviera Nayarit, nos gusta. Bei nächtlichen Spaziergängen können wir bei sternenklarem Himmel, entlang der mit Glühwürmchen übersäten Hügeln, durch die Landschaft streifen.
Tagsüber besticht die Pazifikküste durch sattgrünem Dschungel voller Mangobäume, Bananenplantagen, Papayas, Sternfrüchte, Unmengen von Kokosnüssen und einer Vielzahl unterschiedlicher Palmen, farbenfrohen Blumen, gemütlichen Krokodilen, riesigen Fregattvögeln und bunten Schmetterlingen.

Im Spätsommer erleben wir zudem eine spezielle Seite dieser Region. Denn während der Regenzeit zwischen August und Oktober ist die Nacht erfüllt von einem Leuchtfeuer an Blitzen und tosendem Donner – beängstigend und beeindruckend. Tagsüber sorgen heiße Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit für den Wunsch nach einem Aufenthalt in Wassernähe.
Das Meer hat zu dieser Zeit stolze 30° C Wassertemperatur und erinnert an eine Badewanne. Die Mexikaner empfinden es als kühl. Es sorgt für ein wenig Abkühlung zu den gefühlten 40° C Außentemperatur. Als Alternative kühlen sich die Einheimischen in den seichten Bergflüssen ab, welche die Dörfer umringen und ins Meer abfließen. Zum abendlichen Plausch hängen wir hier ab. Das Wasser ist klar und kühlt auch unsere Waden. In tieferen Flüssen ist das Schwimmen jedoch nicht zu empfehlen, da einerseits Krokodile in diesen heimisch sind und andererseits die mexikanische Landwirtschaft es leider zu gut mit dem Sprühen von Pestiziden sowie Dünger meint.

Die Konstant warmen Temperaturen von 30-35° C machen Mexikos Küsten zu einem traumhaften Reiseziel. Zu empfehlen ist aber November oder Mai, also direkt nach der Hitze des Sommers und vor dem Ansturm der Touristen im Dezember sowie April. Will man den Landesinneren, die Sierra Madre, bereisen, empfiehlt sich die Zeit von März bis Oktober, da im Winter die Temperaturen auf herbstliche 5-17° C sinken.
Bei den heißen Küstentemperaturen sitzen wir am liebsten in der Brise am Strand, aber bitte im Schatten, um die Ruhe der einsamen Strände genießen können. Super auch, das bis Ende Oktober die Nächte noch warm genug sind um draußen zu schlafen. Das ist auch unsere Idee für die Reise durch Mittelamerika.

Um die mexikanische Siesta so richtig genießen zu können, haben wir zwei farbenfrohe Reisehängematten im Gepäck. Extrem klein vom Packmaß, nicht viel größer als eine 1 Liter Milchpackung und mit 750g inklusive Aufhängevorrichtung passen sie in jeden kleineren Reiserucksack. Wir reisen mit minimalem Gepäck, da sind die Hängematten von LA SIESTA genau richtig für unsere 45 Liter Rucksäcke.

Das erste Mal als wir die LA SIESTA Hängematten aufbauen, brauchen wir keine 4 Minuten – obwohl wir in voller Vorfreude nicht einmal auf die nützliche Anleitung geschaut haben, bis sie hängt. Selbst in kleinen Räumen lässt sich die Hängematte gut aufbauen. Beispielsweise zwischen zwei glatten Pfosten, nicht weiter als 2 Meter voneinander entfernt, ist die Hängematte mit etwas Improvisationstalent schnell und sicher befestigt!
Die Maße von 250×150 cm der Solo-Hängematte sind auch für große Leute wie mich (1.92 Meter) optimal zum Entspannen und schlafen. So lässt es sich leben 😉 Danke LA SIESTA! Mit den Hängematten genießen wir wunderschöne Sonnenuntergänge und kuscheln uns bei sternenklarem Himmeln in unsere Schlaf-Hängematten.

Das tolle an LA SIESTA ist zudem, sie unterstützen unser Leitmotiv des langsamen reisens, den nachhaltigen Anbau von Baumwolle sowie soziale Projekte wie das Jugendzentrum in Brasilien.
Finde auch deine Ruhe und genieße den Moment zum Nachdenken, denn das ist was zählt.

Wo würdest du am liebsten in (d)einer Hängematte abhängen?

Gewinnspiel: Wir finden die Hängematten so toll, das wir zusammen mit LA SIESTA eine Reisehängematte verlosen – neu, unbenutzt und nach eurer Farbwahl! Beantwortet dazu die obige Frage im Kommentarfeld bis zum 20. November, share diesen Beitrag auf Facebook und like LA SIESTA.

Viel Glück

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Nach einer beeindruckenden Zeit am Strand von Aticama, einem kleinen Fischerdorf an der Riviera von Nayarit (Mexiko) – no puedes esperar und mit Tränen in den Augen, stehen unsere zwei gepackten Rucksäcke neben uns. Alles ist in Aufbruchsstimmung. Die nächsten Monate wollen wir Mittelamerika erkunden. Wir haben uns entschlossen unsere Mägen dem Brennen scharfer Chilis zu überlassen, unsere Körper der optimistisch verrückten Fahrweise der Einheimischen auszusetzen, unsere Füße den unbekannten Pfaden folgen zu lassen, und uns bei knall heißen Temperaturen den einzigartigen Kulturen zu öffnen!

Startpunkt ist Aticama an der Pazifikküste Mexikos. Hier haben wir die letzten zwei Monate gelebt, Spanisch gelernt, Jackfrucht gegessen, Hunde adoptiert, nachbarschaftliche Verhältnisse gepflegt, Freunde gefunden, Plantagen besucht und Macheten geschwungen – cooles Fleckchen. Wieder einmal bin ich von Trauer erfüllt, einen Ort zu verlassen von dem ich vor 3 Monaten nicht hätte genau sagen können, wo er auf der Karte liegt bzw. ich hätte nicht einmal gewusst das er existiert. Die Umgebung hat uns gepackt, einzigartig schön, einsame kilometerweite Strände, dichtes tropisches Grün auf den Hügeln, Krokodile in den Flüssen und Turmspringen an Wasserfallklippen. Wir kommen bestimmt wieder!

Nun denn, wir haben noch Großes vor, bevor dies passieren kann. Wir wollen Mittelamerika durchstreifen ohne vorgegebene Route, durch verschiedenste Vegetationen und Länder. Wir wollen unendlich viele Tortillas verspeisen, bis wir sie nicht mehr sehen können und phänomenale Bauten der indigenen Völker bis zum äußersten Süden Zentralamerikas entdecken. Und dann im April aufs Wasser steigen und den Atlantik überqueren. Nach 2 Jahren auf Reisen in Nord- und Mittelamerika erreichen wir dann Europa. Mal schauen was dann passiert. Soweit der Plan, DER PLAN!

Weil wir so viele Orte die wir besuchen so lieb gewinnen, sodass es wirklich schwer fällt sie zu verlassen, wollen wir dazu beitragen, dass auch andere noch die atemberaubenden Seiten unserer Erde erkunden können, indem wir unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren während wir reisen. Wir wollen noch mehr darauf achten zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein – be gentle, no rental. Wenn wir ins Fahrzeug steigen, fahren wir per Anhalter oder mit dem Bus. Wir essen lokale, vegan/vegetarische Küche, haben Jutebeutel, Tupperdosen und Besteck einstecken, benutzen Wasserfilter. Wenn wir am Strand, ganz auf traditionell lateinamerikanische Art und Weise in Hängematten abhängen, eingecremt mit biologisch abbaubaren Sonnen- & Mückenschutz, sammeln wir nebenbei Müll. Wir waschen mit der Hand im Waschbecken mit Stöpsel! und teilen unsere gemachten Erfahrungen über Land, Leute, das Leben sowie die Kultur in Berichten und auf Fotos. Wir glauben, dass niemand zu klein ist, um etwas zu bewirken.

Schließlich hat das kleine Aticama mit unseren Perros einen großen Platz in unseren Herzen bekommen. Nichts desto trotz, morgen früh stiegen wir in den Bus und fahren langsam Richtung Pátzcuaro zum größten Fest Mexikos – Día de Muertos.

Folge uns auf unserer Reise auf Instagram sowie dem Blog, es gibt viel zu Entdecken und auch etwas zu gewinnen! Einige unserer Sponsoren haben Equipment bereitgestellt. Die Updates zum Gewinnspiel gibt es auf unseren Social Media Kanälen, auf Facebook und Instagram.

Warst du schon in Mittelamerika? Verrate uns was wir uns nicht entgehen lassen sollten.

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