Quebec | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 12:35:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Quebec | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 So lebt es sich in Montreal https://inthenature.de/montreal-ein-erfahrungsbericht/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=montreal-ein-erfahrungsbericht Sun, 05 Jun 2016 01:21:33 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2546 Ein halbes Jahr ist verflogen – unglaublich, seitdem ich in Montreal bin. Das sind nun meine Erfahrungen … Das erste was…

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Ein halbes Jahr ist verflogen – unglaublich, seitdem ich in Montreal bin.
Das sind nun meine Erfahrungen …
Das erste was man über Montreal erzählt, ist die unglaubliche Vielfalt dieser Stadt. Was diese ausmacht? Einerseits die offene Kultur der Kanadier, dass Interesse an Kunst & Essen, der bunt gemischte Mix aus Immigranten und alle paar Wochen finden kostenlose Konzerte sowie Attraktionen in der Stadt statt. Diesen erlebt man dann am Besten, wenn man essen geht. Meine Lieblingsbeschäftigung wird zum Sport in Montreal.
Die Auswahl ist immens. Es gibt das typische China Town (mit all den leckeren Dumplings und Dim Sum), Little Italy, aber auch ein portugiesisches, ein jüdisch-orthodoxes und ein indisches Viertel – jetzt nur einige der Großen ausgeschrieben. Natürlich findet sich hier auch eine polnische Ecke 😉 mit einem sehr gut ausgestatteten Sortiment von allem, was das polnische Herz missen könnte: Krakowska Wurst, Kabanosy, Pierogi, Ptachie mletczko, Ćwikla (Rote-Beete-Merrettich-Aufstrich) …

Meine Restaurant Empfehlungen sind:
Indisch/Pakistanisch: Chef Guru G, 762 Rue Jean-Talon
Asiatisch [Dim Sum]: Kim Fung, 1111 Rue Saint-Urbain M05
Vegan: Aux Vivres, 4631 Boul St-Laurent
Jüdisch-Orthodoxe Bäckerei: Cheskie Bakery, 359 Rue Bernard
Polnisches Restaurant & Supermarkt: Euro-Ddli Batory, 115 Rue Saint Viateur

Montreal, seit 1968 [Poutine in allen Variationen]: La Banquise, 994 Rue Rachel – 24 Stunden/7 Tage
Montreal, seit 1949: Fairmount Bagel, 74 Avenue Fairmount – 24 Stunden/7 Tage
Montreal, seit 1928 [geräucherte Rindfleisch-Sandwiches]: Schwartz’s Deli, 3895 Boul St-Laurent

 

Die Vielfalt ist unbegrenzt. In den studentischen Stadtteilen gibt es viele Imbissbuden, die Aufzählung würde den Rahmen sprengen. Und ich koche gerne selber (Spartipp) 🙂

Einkaufen
Möglichkeit sein Geld in Lebensmittel zu investieren gibt es hier viele. Dazu zählt der gut sortierte Fischmarkt Poissonnerie La Mer (1840 Boulevard René-Lévesque) oder die Märkte Jean Talon und Atwater.

Wer es preiswert mag, aufgepasst, der Spartipp für Lebensmittel: Segal’s market, 4001 Boul St-Laurent.
Hier gibt es alles günstigster! 8 kg Reis 8$, verschiedene Sorten getrocknete Bohnen, Kichererbsen 1$/100g. Umweltfreundlich und praktisch ist es, dass man sich die getrockneten Bohnen sowie Oliven aus großen Bottichen rausschöpft. Dazu bekommt man hier eine Auswahl an vegetarisch/veganen Lebensmitteln: Käse, Joghurt, Eis … selbst Spezialitäten wie Açaí oder Halva finden sich in den vollen Regalen. Das Gemüse ist frisch, (es ist nicht mit dem Markt vergleichbar – da von lokalen Händlern) aber ich war zufrieden.

Jean-Talon Markt, 7075 Casgrain Ave: Hier findet man eine riesige Auswahl an frischem Gemüse und Obst, Weine aus allen Anbaugebieten und vom Händler importierte Gewürze aus aller Herren Länder. Es gibt Pilze, die man kaum kennt und besondere Kräuter aus der Umgebung. Die Händler nehmen sich die Zeit, ihre Waren zu erklären und geben auch Anwendungsbeispiele. Außerdem gibt es Snacks und alles zum Probieren – ein Muss für Esser.

Sport
Für sportliche aktive bietet Montreal sowohl im Sommer als auch im Winter Möglichkeiten fit zu bleiben. Neben dem üppigen Sportangebot in den Gemeinschafts-Zentren, laden die größeren Parks wie Lafontaine, Mont Royal, Botanischer Garten, zum Laufen ein – ich bin da nicht der einzige verrückte bei -12 Grad. Im Winter sind auf dem Mont Royal Skilanglauf-, Schneeschuhwanderwege oder Schlitten-Abfahrtshügel zu finden. Darüber hinaus sind die Schwimmbäder kostenlos! So lassen sich zu festgelegten Zeiten in der Woche auf abgetrennten Bahnen, eingeteilt in 3 Geschwindigkeitsklassen: lent, moyen und rapide, die Kilometer abreißen. Für Kinder & Familien gibt es gesonderte Zeiten sich auszutoben. Auch wenn es nur 25 m Becken gibt, sind die Bäder überall in der Stadt verteilt, das man es nie weit hat. Dieses Angebot habe ich großzügig mehrmals die Woche wahrgenommen und meinen pace auf unter 1:44 min/100 m bei einer Strecke von 1.5 km gehalten.

Frühling/Sommer
Wenn Mitte Mai die Bäume Blätter bekommen, das Gras saftig grün wird, blüht die ganze Stadt auf! Wo waren all die Menschen? Mit Temperaturen um die 25 Grad und Sonnenschein zieht es die Montrealer scharenweise in die Parks. Hier wurden die Eishockey-Bahnen durch Beachvolleyball Plätze ersetzt, und diese sind immer gefüllt (im Winter seltener). Die Stadt macht Lust sich draußen zu bewegen und bei den zahlreichen Terrassen der Bars und Cafés ein kaltes Getränk zu bestellen.
Unglaublich wie viel Energie sie Stadt entwickelt, sobald es warm wird. Das Stadtbild wandelt sich durch die grünen Bäume (vergleiche Montreal im Winter), welche nahezu alle Straßen säumen.

 

Sprachschule
Es gibt einige Sprachschulen die bis zu 5 h täglich Unterricht anbieten. Zwei davon sind Centre Lartigue, 2217 Avenue Papineau, welches ich für einige Monate besucht habe, sowie Centre Saint-Louis, 4285 Rue Drolet. Die Stadt gibt sich Mühe die Immigranten zu integrieren. Die Lehrer sind motiviert. Die Klasse besteht aus einem bunten Mix aus Immigranten aller Nationen. Es wurden sogar verschiedene Aktivitäten mit allen Klassen organisiert, wie ein gemeinsames Kochen oder ein Ausflug zu einer Ahorn-Sirup-Farm. Und das ganze für 90$ pro Halbjahr.

Durch den Vergleich mit den anderen Schüler kann ich sagen, dass mir einige Aspekte der französischen Sprache sogar einfacher fallen, als Anderen (durch meine deutsch und spanisch Kenntnisse). Einerseits von der Aussprache z. B. „une“ (eine) wird wie „ün“ und „en“ (in/auf) wie „ön“ ausgesprochen. Zur Grammatik: Es ist hilfreich, wenn man ein Verständnis für männliche, weibliche Artikel hat. Geübt werden, muss trotzdem. Die Grammatik mit den verschiedenen Konjugationen nimmt einem leider keiner ab. Das macht die Sprache am Ende knifflig. Ich habe mein bestes gegeben und ein Grundwissen mitgenommen.

Arbeit
Es gab noch andere Arbeit zu erledigen: 2 Monate und 70 Bewerbungen später konnte ich keine Anstellung als Informatiker in Montreal finden. Ich habe es aufgegeben. Angeblich ist der Arbeitsmarkt in Montreal sehr schlecht, da es nicht gut um die Wirtschaft steht. Als ich später einige Immigranten aus Deutschland kennenlernte, wurde meine Befürchtungen bestätigt. Wenn man kein kanadischer Bürger ist, findet sich höchstens Arbeit in der Gastronomie. Doch diese Erfahrung habe ich erstmal auf später vertagt, denn mein Fokus hat sich auf die Doktorarbeit gerichtet.

Dank eines neuen Professors an der Darmstädter Uni, habe ich Unterstützung erhalten, die mich motiviert und das Ziel sehen lässt!
Kurz gesagt, ich verbringe tagelang am Rechner um an meiner Arbeit sowie den letzten Publikationen zu arbeiten. Die andere Hälfte vom Tag lerne ich französisch, koche, gehe laufen, schwimmen, esse oder schaue Comedy Shows.

Das war ein Überblick von Montreal. Definitiv eine Stadt, in der was los ist und in der man eine Zeit verweilen kann!

Ach ja, Dienstag und Freitagabend wurde der Rest Müll abgeholt. Morgens werden die schwarzen Säcke auf die Straße gestellt (nicht früher!). Die Müllabfuhr kommt tagsüber, aber auch Abends.
Plastik, Papier und Glas wird zusammen in einem durchsichtigen Recycling Sack gepackt, welcher montags abgeholt wurde. Getrennt wird das dann von Hand, in der Müll Verarbeitungsanlage.

PS: An den langen Winterabenden habe ich einen neuen Zeitvertreib entdeckt: die breite Palette der öffentlich rechtlichen Comedy Sendungen. Sei es die Bekannte heute Show, extra 3, aber auch Die Anstalt, Die unglaublichen Ereignisse im Leben von, und noch viele mehr. Ich kann es jedem nur empfehlen, schaut mal rein!

Au revoir, Martin

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Umrundung von Gaspésie https://inthenature.de/umrundung-von-gaspesie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=umrundung-von-gaspesie https://inthenature.de/umrundung-von-gaspesie/#respond Sun, 29 May 2016 03:07:52 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2825 Wir werden wach und blicken unserem Ziel entgegen: Gaspésie. Von der Umrundung der Halbinsel, die als nördlichster Ausläufer der Appalachen in den Sankt-Lorenz-Golf ragt,…

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Wir werden wach und blicken unserem Ziel entgegen: Gaspésie. Von der Umrundung der Halbinsel, die als nördlichster Ausläufer der Appalachen in den Sankt-Lorenz-Golf ragt, schwärmt jeder Quebecois.

Über die Südost-Seite kommend erblicken wir die Appalachen. Sie sind ein bewaldetes Gebirge im Osten Nordamerikas, das sich über eine Länge von 2400 Kilometer von der kanadischen Provinz Québec bis in den Norden des US-Bundesstaates Alabama erstreckt. Benannt sind sie nach den Apalachee Ureinwohner.

Während Gaspésie ihren Namen von den hier lebende Mi’kmaq-Stammesgruppe hat. Es bedeutet ‘Ende der Welt’.

Parc national de Miguasha
Am Morgen unternehmen wir einen lehrreichen Spaziergang im Parc national de Miguasha. Hier erzählen Flora und Fauna ihre Geschichte. Mit Fokus auf die Periode vor 380 Millionen Jahren als Tiere den neuen Lebensraum Land entdeckten. An den Sandsteinklippen wurden zahlreiche Fossilien aus dem „Zeitalter der Fische“ gefunden und somit steht es seit 1999 auf UNESCO’s Liste. Schautafeln entlang der Klippen erzählen den Besuchern die Geschichte von der Entstehung des Lebens.

 


Carleton-sur-Mer
Unserer nächster Stopp ist Carlton. Wir genießen die Sonne bei einem Spaziergang am Meer und erklimmen am Nachmittag den lokalen Berg, Saint-Joseph. Aus 555 m Höhe entfaltet sich die Pracht der Region: die Berge der Halbinsel Gaspésie, die Küstenlandschaft und die Dreiecks Lagune von Carleton.

 


Percé

Bis zum Felsen von Percé sind es etwa 160 km. Ein Gigant aus rotem Kalkstein, der nur bei Ebbe zu Fuß erreichbare 88 m hohe und 438 m lange Rocher Percé ist das Wahrzeichen der gleichnamigen Stadt. Aus der Nähe betrachtet zieren obskure Quarz Formationen den Brocken.

Hier ist ebenfalls der Ausgangspunkt für Exkursionen zur gegenüberliegenden Vogelinsel Bonaventure. Auf dieser bilden 50.000 Basstölpel die größte Basstölpelkolonie Amerikas. Der Parc national de l’Île-Bonaventure-et-du-Rocher-Percé ist mit über 280.000 Vogelarten von Mai bis Oktober mit angebotenen Bootstouren erreichbar.

Die kleine Stadt hat aber noch mehr zu bieten: So lässt sich Mont Ste-Anne und Mont-Blanc erklimmen. Mehrere Wanderwege führen in die umliegenden Berge, so lässt sich La Grande Crevasse und der Wasserfall, der La Grotte genannt, empfehlen. An diesem Pilgerort mit Maria am Platz, lag bei 25 °C noch Schnee.

 

 

Gaspé
Unsere Reise führt uns weiter nach Gaspe, in welcher die Geschichte von Jacques Cartier erzählt wird, der hier vor 500 gelandet ist. Schautafeln und eine historisch nachempfundene Mini-Siedlung wurde am Flussufer für Touristen errichtet. Außer einem Museum, einen Strand und einem kleinen Stadtkern, können wir der Ortschaft bei unserem kurzen Aufenthalt nicht entlocken.

Die Stadt wurde 1534 von dem französischen Entdecker Jacques Cartier gegründet. Lange Zeit war Gaspé nur ein Fischerort, doch hat es sich im Lauf der Jahre immer mehr zu einem Touristengebiet entwickelt. In der Stadt wird die französische Sprache zu fast 100 % gesprochen, dennoch verfügen die meisten Einwohner über sehr gute Englischkenntnisse.

 

National-Park Forillion
Der National-Park Forillion, der älteste Nationalpark der kanadischen Provinz Québec, liegt im Gemeindegebiet von Gaspé. Wir wollen in die Natur! Nur 30 km weiter beginnt der National-Park Forillion. Diesen kann man jedem wärmstens ans Herz legen, der Wildtiere mag und gerne Küsten Landschaften bewandert.
Auf unserer Wanderung haben wir 3 Elche, 2 Baumstachler und 1 Bären gesehen. Da bis Ende Mai der Park nicht offiziell geöffnet (somit unbesetzt) und deswegen kaum besucht ist, waren alle Tiere genauso überrascht wie wir sie zu erblicken. Der Bär, kaum umgedreht und zurück gewichen, war er schon weg. Die Elche ließen sich jedoch nicht beim Essen stören und wichen uns auf dem Pfad entgegenkommend nicht direkt aus, dass sorgte für Gelegenheiten zur Beobachtung.
In Bäumen sichten wir kletternde Porcupines, die wie wir dachten Stachelschweine sind, aber es sind Baumstachler, deren Körperbau sich unterscheidet.

 

1994 fanden sich im Park Spuren von Menschen, die bis 7000 v. Chr. zurückreichen. Zu dieser Zeit war die Landschaft eher tundrenartig. Erst in den 2000 Jahre später kam es zu einer Erwärmung, die eine Landschaft ähnlich der heutigen entstehen ließ. So entstanden im Parkgebiet zehn Ökosysteme, nämlich Wald, Klippen, alpine Wiesen, Sanddünen, Seen, Flusssysteme, Süß- und Salzwasserwiesen, Küsten und agrarische Brachflächen.

Es war leider ein kurzer Besuch, denn wir wollen nach Montreal um uns von Wayne & Denis zu verabschieden, welche zu ihrer Sommerresidenz auf Change Islands aufbrechen. So packen wir noch schnell ein paar saftige Fidelheads ein und machen uns auf die 11 stündige Fahrt.

Die Eindrücke sind geprägt von kleinen Gemeinden, grünen bewachsenen Hügeln der Appalachen, Kieselstränden und schroffen Klippen.

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Rückkehr in die Laurentians https://inthenature.de/die-rueckkehr-in-die-laurentians/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-rueckkehr-in-die-laurentians https://inthenature.de/die-rueckkehr-in-die-laurentians/#respond Sun, 24 Apr 2016 01:14:11 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2544 Eine Woche in den Laurentians: Ein Côte de Salzbourg, Morin Heights Ausflug wird uns ermöglicht durch Wayne und Denis. Wenige Anrufe später hängen wir in dem Chalet einer…

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Eine Woche in den Laurentians: Ein Côte de Salzbourg, Morin Heights Ausflug wird uns ermöglicht durch Wayne und Denis. Wenige Anrufe später hängen wir in dem Chalet einer Freundin Diana – eine weiß, rosa, gelbe, verschnörkelte 3-Zimmer Häuschen. Mutti ist hier. Sie besucht uns.

Während in Montreal der Frühling einsetzt: Das Grass saftig grün wird und die ersten Knospen sprießen, liegt der Schnee noch schwerfällig. Trotz frühlingshafter Temperaturen bei über 12 °C, hat der Wind gefühlte -10 °C und der Wald ist bedeckt von Schneeinseln. Die Wanderwege sind passierbar: Eine Schlitterpartie-Schneeschicht, die volle Aufmerksamkeit fordert beim Wandern, hat sich festgetreten. Die Südseiten der Hügelchen sind schneefrei. Das Schmelzwasser fließt in die reißenden Bäche, überschwemmt Seen und Wanderwege – eine Moore Landschaft entsteht.

Avy ist mit am Start. Sie kennt die Wanderwege! Immer Vorne voraus wählt sie die Route. Doch stets liebevoll sorgend, zurückschauend, ob alle folgen. Sie hüpft, hetzt die Berge hoch und späht die Löcher aus. Wir schlendern entlang der Parc national Route 4 – hin und her. Am Folgetag biegen wir von der 4 auf die 30 mit einem Stück über die 2 lässt sich daraus eine Runde machen. Ab der Hütte von Denis & Wayne kann den pinken Schlaufen um die Bäume zum Fluss gefolgt werden – den weg hat Denis Bruder vor mehreren Jahren frei geräumt. Patricia, die Nachbarin und neue Freundin, zeigt uns weitere Wanderrouten im Nahe gelegenen St. Sauveur. Mit dabei sind ihre 4 Hunde. So verbringen wir täglich 2–3 Stunden in den Wäldern.

 

 

 

 

Ansonsten steht Abhängen auf dem Urlaubsprogramm: Wir kochen, lesen oder schreiben an der Doktor-Arbeit 😉 Mitte der Woche stößt Wayne zu uns. Er bringt Gebackenes.

Martän, Tatjana und Anna

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Eine Holzhütte im Wald https://inthenature.de/eine-holzhuette-im-wald/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=eine-holzhuette-im-wald https://inthenature.de/eine-holzhuette-im-wald/#respond Tue, 16 Feb 2016 19:05:08 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2326 In der Berglandschaft der Laurentians steht eine Holzhütte, ein Chalet. Fern ab der Stadt sind die Laurentians, der Rückzugsort, der Städter. Jedes Wochenende…

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In der Berglandschaft der Laurentians steht eine Holzhütte, ein Chalet.

Fern ab der Stadt sind die Laurentians, der Rückzugsort, der Städter. Jedes Wochenende zieht es die Stadtbewohner in die Wildnis – die Natur der Kanadier! Umringt von den Weiten der Natur findet sich Stille.

Es zieht uns her. Die Hütte gehört Denis Familie. Sie steht während der Woche leer. Auf Anfrage können wir einziehen. Haufenweise Schneeregen auf frisch gefallenen Schnee: Ein Schneesturm und Glatteis erschweren die Anfahrt, doch Dank vorbereiteter Kanadier in Sachen Straßenräumung, etwas Mut und 3 Stunden Wartezeit im Ashram, schaffen wir es Abends anzukommen.

Jetzt gilt es erst einmal das Haus zu finden im Dunkeln :0 Check! Endlich angekommen: Erstmal die Wohnung aufheizen. Ein Kaminfeuer muss her. Wir machen es uns auf den Sesseln gemütlich. Mal die Füße hochlegen. Nichts tun!

 

Für den nächsten Morgen steht die Erkundung der Umgebung an. Wir schnallen uns Schneeschuhe an und es geht ab in den Wald. Wir folgen einem leicht markierten Pfad. Meine GPS-Karte verrät mir, dass wir auf einen See zulaufen, das stimmt.

Es ist still, keine Menschenseele zu sehen. Die Natur ist in ein schimmerndes weißes Kleid gehüllt. Alles schläft: Vor uns ein mit Schnee bedeckter See, trockene Sträucher, und in Puderzucker gehüllte Tannenbäume. Und niemand.

Zurück in der Hütte genießen wir die Ruhe bei einer Tasse Tee. Um dann beim Film schauen eine Portion Eis zu verputzen. So lässt es sich Leben. Die Holzhütte hat eine warme Atmosphäre: Viele Bilder zieren die bunt bemalten Wände. Die Holzdielen knautschen unter den Füßen und ein langer Holztisch lädt zu langen Spielabenden mit Freunden ein – das muss aber noch warten. Die breite Fensterfront erlaubt einen herrlichen Ausblick auf die Terrasse und die vor uns liegende Berg-Schnee-Waldlandschaft. So stellt man sich die Zeit in Kanada vor!

 

Ein weiterer Tag zieht vorbei. Was gehört zu einem perfekten „Wochenende“ in einer kanadischen Holzhütte, ja, Tatjanas leckere Apfel-Pfannkuchen mit Ahorn-Sirup zum Frühstück!

Nur ungern trennen wir uns von der Hütte und einander. Aber wir vereinbaren wieder zu kommen!

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Toll in Montreal https://inthenature.de/toll-in-montreal/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=toll-in-montreal https://inthenature.de/toll-in-montreal/#comments Wed, 10 Feb 2016 01:27:36 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2310 Die Großstadt Montreal hat viel zu bieten. Unter anderem kalte Tage mit Temperaturen unter -20 Grad. Der Winter ist trotzdem…

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Die Großstadt Montreal hat viel zu bieten. Unter anderem kalte Tage mit Temperaturen unter -20 Grad. Der Winter ist trotzdem toll hier: Denn wenn es in Montreal nicht schneit, scheint die Sonne! Aber was ist noch so toll in Montreal? Einige Reiseführer nennen die unzähligen Kilometer unterirdischer Einkaufspassagen. Oder die alte Hafenstadt. Aber ich muss sagen, beides hat mich nicht überzeugt.

Toll in Montreal sind vielmehr die hartgesottenen Fahrradfahrer, die im Winter mit mir durch Straßen düsen. Es gibt zahlreichen Fahrradwege, die fleißig geräumt und gestreut werden. Das Montrealer-Winterfahrradfahrer Kennzeichnen: Sie tragen alle Ski Brillen! Der kalte Wind der zwischen den Hochhäusern vom St. Lawrencestrom kommend weht, trennt die Spreu vom Weizen. Ich wusste ich habe etwas zu Hause vergessen … Immerhin habe ich die Skihose und lange Unterwäsche eingepackt, und die kommen zum Einsatz. Sei es zum Radeln, Laufen, Schneeschuh wandern oder Ski fahren!

Durch die zahlreichen Sonnentage erlebt man in diesem Winter einen schnellen Wechsel zwischen Schnee, Eis und etwas Matsch. Entsprechend ist das Räumen des Schnees von den Straßen eine gigantische Aktion. Hierfür wird am Vorabend ein Parkverbotsschild an den Masten für ganze Straßenzüge angebracht. Von morgens bis in den späten Nachmittag sind Räumfahrzeuge unterwegs, um den Schnee zu bewegen, bis dann in mehrfachen Lkw-Ladungen der Schnee abtransportiert wird. Wie bei einer Weizenernte, katapultiert ein Räumfahrzeug, der Mähdrescher, den Schnee von der Straße in den Lkw. Morgens um 6 Uhr „Reise nach Jerusalem“ spielen, oder wie die Montrealer sagt „Umparken wegen Schneeräumung“ – Ein neues Hobby. Die Parkplatzsituation in Montreal ist bescheiden, wie zu erwarten ist bei einer 1.7 Millionen Metropole. Ein Wirrwarr an Parkverbot-, Anwohner- und 30 min-Parkplatz-Schildern. Wer da nicht aufpasst, ist schnell $53 los. Bezahlen kann man den Strafzettel bequem vom Computer aus …

Toll in Montreal, QC sind die Wohnungen mit Außentreppe. Meistens 2-stockwerke hoch und durch eine geschwungene Metall- oder Holztreppe verbunden. Dies mag im Winter unpraktisch sein, hat sich aber etabliert, da es Platz im Haus für Flure spart und draußen toll aussieht.
Ebenso die Graffitis in den Straßen sind so beeindruckend!

 

 

Toll in Montreal ist die Zweisprachigkeit. Obwohl die Amtssprache Französisch ist, hört man durch die Zuwanderer: Englisch, ca. 35 %. Während in Quebec Stadt, und in den meisten anderen kleiner Städten sowie Dörfern, die wenigsten Englisch sprechen. So ist es in Montreal typisch, das sobald jemand merkt, das der Gegenüber kein Französisch spricht, direkt zu Englisch gewechselt wird, ohne entsetzte Blicke auszutauschen.

Ach ja, und bestimmt 50 % der Leute tragen im Winter dunkelblaue Canada-Goose Jacken mit Fellkapuze. Klingt komisch, ist aber so.

Toll in Montreal sind die Winteraktivitäten. In den zahlreichen Parks sind Eisbahnen zum Hockey spielen aufgebaut. Hinzu kommen einige größere Teiche, welche ständig vom Schnee geräumt werden, und bis in die späten Abendstunden beleuchtet sind und von Schlittschuhläufern besucht werden. Die Nutzung ist kostenlos und häufig lassen sich Schlittschuhe vor Ort ausleihen. Ich habe Glück, Denis hat mir seine geliehen. Nur zwei Nummern zu klein: passen trotzdem gut und sorgen für etwas Abwechslung.
Selbst bei frischen Minusgraden sieht man im Park de la Fontane und am Mont Royal (beide nur 5 Minuten von meiner Wohnung entfernt), immer sportlich aktive. Ich bin also nicht der Einzige verrückte. Am Mont Royal gibt es zudem Langlaufstrecken. Bisher bin ich hier aber nur zum Laufen gekommen. Von oben ist die Aussicht grandios! Und ein super Training wenn man die 227 Meter nach oben zum Gipfelkreuz läuft 😉

 

 

Toll in Montreal sind ebenfalls das bunte Veranstaltungsangebot. Angefangen mit dem Weihnachtsmarkt, dem Schneefest für Kinder und Erwachsene mit Hundeschlitten oder Rutsch-Hügeln, dem Iglufest zum Abfeiern im Freien, sowie der Luminale! Letzteres, bietet neben Fressständen, Lichter Kunst, einige außergewöhnliche Aktivitäten wie: Zipplining, beleuchtete Mini Bob-Bahn und Open-Air-Konzerte. Jedes der Festivals geht über 2–3 Wochen und bietet Abwechslung und Spaß.

À bientôt! Bis bald!
Martin (im Französichen wird das Ende eines Wortes nasal gesprochen: Martöhn)

PS: Angestiftet von einen Youtube-Beitrag habe ich mir das Buch eines der bekanntesten kanadischen Astronauten Chris Hadfield gekauft: An Astronaut’s Guide to Life on Earth
Ihr kennt ihn vielleicht von seinem Youtube-Hit: David Bowie’s Space Oddity

Das Buch erzählt die Geschichte und die persönlichen Erlebnisse eines Mannes, der stets seinen Kindheitstraum Astronaut zu werden nachgeht. Sehr detailreich berichtet er über die Ereignisse während seiner Ausbildung und der Arbeit als Astronaut. Sein Fokus ist, das der Leser von seinen Erfahrungen lernt. Ein wichtiger Punkt in der Ausbildung und dem Beruf des Astronauten: Aneignen von Wissen und Können durch Training, sammeln von Erfahrungen, um im All und genauso im alltäglichen Leben vertrauen zu haben in die eigenen Taten.
Für mich ist dies ein Aspekt kanadischer Geschichte. Außerdem hat er einen Song mit seinem Bruder aufgenommen, der perfekt zum Artikel passt, das Leben in Kanada thematisiert und sich gut anhört. Schaut unbedingt rein: In Canada

PPS: Nur nebenbei für alle ESA Fans da draußen, Chris Hadfields Sohn, Evans hatte eine Zeit lang in Darmstadt bei der ESA gearbeitet, Multimedia und so Zeug.

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Bei Martins https://inthenature.de/bei-martins/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=bei-martins https://inthenature.de/bei-martins/#respond Sat, 30 Jan 2016 20:40:19 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2022 Es wird warm, der Frühling kommt (für ein Wochenende auf jeden Fall). Ich fahre nach Montreal. Martin erwartet mich im…

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Es wird warm, der Frühling kommt (für ein Wochenende auf jeden Fall). Ich fahre nach Montreal. Martin erwartet mich im Sivananda Center in Montreal, da werde ich vom Shuttle abgesetzt. Frisch gebackene Sesambagels von Fairmount Bagel werden angebissen. Sie sind noch warm. Die besten der Stadt, sagt man. Der Laden produziert 24/7.

Am Morgen steht eine Fahrradtour zur Biosphère in den Park Jean-Drapeau auf der Saint Helens Insel an. Wir werden von einem Schneefest überrascht. Eltern, die ihre Kinder an- und ausziehen, ziehen, füttern. Wir ziehen galant an dem Geschehen vorbei.
Eine Fotoausstellung zum Thema Arktis: Draußen im Schnee, da wo eine Ausstellung zum Thema Arktis hingehört. Die Ausstellung feiert die Biodiversität in Landschaften und kulturellen Gepflogenheiten. Ausgestellt werden die Gewinner des Foto-Wettbewerbs Through the Lens organisiert von Conservation of Arctic Flora and Fauna Secretariat. So schreiten wir entlang der Fotoleinwände mit Karibu zerfleischenden Polarbären, Wal fangenden Inuit, Gletscherhängen, Polarlichtern bis in die Kuppel der Biosphère.
Der Architekt der geodätischen Kuppel, eine Konstruktion aus Dreiecken, ist Buckminster Fuller. Geodätische Kuppeln zeichnen sich durch Stabilität und ihr Verhältnis von Material zu Volumen aus. Die Form bietet die Möglichkeit der konstanten Sonnenbestrahlung des ganzen Tages.
Zur Expo 67 in Montreal errichtet. Für den symbolischen Wert von $1 wurde der amerikanische Pavillon von den US-Amerikanern abgekauft.

 

Auf dem Rückweg schlendern wir durch Chinatown und verköstigen zahlreiche Leckereien.
Am letzten Sonntag des Monats ist der Besuch im Musée des Beaux-Arts kostenlos. Nach zwei Stunden sind unsere Augen überreizt, es geht zu einer Yoga-Stunde ins Sivananda Yoga Centrum Montreal mit Satsang und gesponsertem Abendessen. Das Shuttle fährt ab nach Val Morin.

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Neues Zuhause in Montreal https://inthenature.de/neues-zuhause/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=neues-zuhause https://inthenature.de/neues-zuhause/#comments Wed, 25 Nov 2015 22:18:36 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1850 Ich habe mich entschieden. Es wird das kleine Zimmer mit Dachfenster und Stuck! Am Wochenende kann ich einziehen. Zuvor steht aber…

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Ich habe mich entschieden. Es wird das kleine Zimmer mit Dachfenster und Stuck! Am Wochenende kann ich einziehen.
Zuvor steht aber noch ein Job Interview an! Oh ja, überraschend hatte sich die Concordia Universität auf mein System Admin-Bewerbung gemeldet, 2 Wochen später … ich freue mich. Am Abend vorher bereite ich mich vor und schaue mir das Anforderungsprofil an. Das war eine gute Idee. Im Gespräch wurde ich nach den Anwendungen gefragt, die an der Uni eingesetzt werden. Das Interview verläuft gut. Eine Antwort soll aber weitere 2 Monate auf sich warten lassen – es ist Januar, ich habe den Job nicht bekommen. Aber gut, so kann ich weiter an meiner nächsten Publikation arbeiten.
Am Samstag geht’s aber erstmal nach Val Morin, Tatjana besuchen. Zusammen mit Wayne schauen wir uns die Umgebung im Norden an. Es ist ein ruhiges Fleckchen. Schön zu sehen das es Tatjana gut geht!
Am Sonntag ist dann der große Umzug. Das Bett ist etwas klein, aber ich fühle mich hier wohl. Mit einigen Pappkartons konnte ich es etwas aufbocken, damit das Fuß- und Kopfteil nicht stören.

Meine neue Hutt – le Plateau! Es ist toll hier. Lebendig und bunt. Abends erkunde ich aber eher die Nachbarschaft als die lokale Kneipenszene. Es ist nicht weit zu den nächsten Bibliotheken, Schwimmbädern, Bäckern und Einkaufsmöglichkeiten. Klar, Unmengen von Cafés, Bars, oder anderen Geschäften gibt es hier ebenso im Umkreis von 15min. Ich besorge mir erstmal eine Schwimmbadkarte und eine Bibliothekskarte – die dritte bisher. Dieses Spiel mit dem Adress-Nachweis ist amüsant Im Schwimmbad sind sie kulant. In der Bibliothek nicht so. Die Rechnung vom Schwimmbad mit der Adresse wollen sie nicht, auch nicht beim 2. Versuch 😉 Zum Glück habe ich die Rechnung der Rikscha-Lizenz mitbekommen. Da ist zwar die Adresse aus Quebec drauf,  aber sie glauben mir das ich nur 2 Wochen in Montreal zum „lernen“ bleibe.

In den nächsten Tagen arbeite ich in der Bib, gehe morgens mit Wayne schwimmen, erkunden meine Nachbarschaft und hänge vor dem Computer ab. Es schleicht sich Routine ein. Das ist gut, oder? Gegen Ende der Woche, nachdem ich einen Handschuh verloren habe, ein Ohr-Stück meiner Kopfhörer beim Laufen abgefallen ist, ein Teil vom Fahrrad Helm abgesplittert ist, bin ich genervt. Wie gerufen kommt da die Einladung von Wayne zum Abendessen 😉 es gibt Sauerkraut und Chicorée im Schinken-Mantel. Am Wochenende geht’s wieder nach Val Morin. Ein entspannter Samstag mit, Sauna, lesen und spazieren gehen.

Die nächsten spannenden Highlights neben meiner Arbeit sind: Besuch im Theater, das BJM (Ballett Jazz Montreal, siehe Poster in meinem Zimmer) führt Modernes auf. In einem Dreiteiler bekommt man gut choreographiertes und getanztes zu sehen. Zusammen mit Wayne und Denis genießen wir den Abend. Die Performance ist wirklich gut, vergleichbar mit der Kompanie aus Wiesbaden. Das andere mal gehts ins Kino, da war ich schon lange nicht mehr! Es läuft James Bond. Schön wieder vor einer großen Leinwand zu sitzen, die Sessel sind gemütlich und wippen sogar etwas nach hinten. Der Film hat gute Aktion-Szenen. Dialoge und Handlung lassen etwas zu wünschen übrig. Besser war der Besuch in der Jazz Bar Upstairs (die eigentlich Downstairs ist, was mit dem auf dem Kopf gestelltem Namen der Bar gut inszeniert wurde). Gespielt wird Jazz, live von jungen Studenten der McGill und Concordia Universität. Es ist kostenlos, so genießen wir zusammen mit Wayne 2 Krüge (Pitcher) IPA Bier :)

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Ville de Québec -> Montréal https://inthenature.de/montreal/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=montreal https://inthenature.de/montreal/#respond Wed, 18 Nov 2015 22:12:31 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1672 Holterdiepolter: Jetzt geht alles schnell. In den letzten Tagen unseres Quebec City Aufenthalts sind wir eingespannt. Wir kommen erst am…

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Holterdiepolter: Jetzt geht alles schnell. In den letzten Tagen unseres Quebec City Aufenthalts sind wir eingespannt. Wir kommen erst am letzten Tag zum Packen. Am Freitagabend wollen wir in Montreal sein. Es wird spät und fast wären wir noch zum Wochenende aus der Stadt abgehauen. Wir entscheiden uns jedoch noch einen gemütlichen Abend in Québec zu verbringen und uns von der Stadt zu verabschieden: Ein langer Spaziergang durch unser Viertel. Schön ist es hier. Zum Abschluss gibt es ein paar Kartoffelspalten aus dem Ofen.
Der nächste Stopp ist Montreal. Morgens, halb 10 in Quebec. Wir starten Richtung Montreal. Drei Stunden später kommen wir bei unsern Freunden, Wayne und Denis an. Zusammen gehen wir zu einer öffentlichen Versammlung zum Gedenken an die Opfer in Paris. Denis ist aus Frankreich. Tauschende von Menschen gedenken vor der Botschaft. Anschließend bringe ich Tatjana in das 80 km entfernte Val Morin, zum Yoga Zentrum. Am Abend geht es für mich zurück. Für die nächsten Tage steht Wohnungsuche auf dem Plan. Es gibt viele Angebote online. Was ist überhaupt noch frei? In weiches Viertel will ich ziehen und wie viel will ich ausgeben?

Dieser Fragen werden sich in den nächsten Tagen klären. Bis dahin kann ich bei Wayne und Denis auf der gemütlichen Couch übernachten. Hier wieder ausziehen wird sicher nicht leicht, in den nächsten Tagen kochen wir unglaublich Schmackhaftes! Einmal gibt es Lamm, dann Leber, am nächsten Tag Keule, danach Rind und auch mal Pasta.

Für die Wohnungssuche setze ich mein Preislimit für ein Zimmer mit Strom, Heizung, Wasser und Internet auf 400$, was etwa 260 Euro entspricht. Nicht gerade wenig, wenn man bedenkt das Montreal nach Quebec City zu den günstigsten Großstädten Kanadas gehört. Wenn man jedoch mitten im Geschehen sein möchte, ist das noch sehr preiswert. Die beste Lage ist „Le Plateau/Mile end“, lasse ich mir erklären. Hier am Fuß des Mont Royal reihen sich Bäckereien, Cafés, Bars, Restaurants sowie kleine Obst-/Gemüsehändler aneinander umringt von Wohnhäusern mit Graffiti-Kunst. Es ist eine sehenswerte Atmosphäre.

 

Die ersten Tage verlief die Suche jedoch erfolglos. Nur 4 von 15 Leuten schreiben zurück. Wayne zeigt mir die umliegenden Blocks. Die Sonne scheint. Es ist warm. Ich erkunde die Stadt auf dem Bike. Nach ein paar Stunden bekomme ich ein Gefühl für jedes der Viertel. Die meisten Bezirke sind leider weiter vom Stadtkern entfernt. Entweder sehr ruhige oder etwas runtergekommene Wohnsiedlungen. Es bleibt also bei „Le Plateau“. Hier fühle ich mich wohl.

Endlich finde ich ein interessantes Zimmer. Es ist etwas klein und hat nur ein Dachfenster. Jedoch hat die Wohnung Charakter. Knarzige Holzdielen, weißer Stuck und schöne Türrahmen aus Holz. Zudem ist es sauber, die Mitbewohner ruhig und die Lage perfekt. Ich mache einen Termin mit den Vermieter aus …

 

Bei Wayne und Denis steht eine Generalüberholung des MacBook an. Bedeutet Datensicherung, entstauben, RAM aufstocken und die Festplatte gegen ein Flash basierte austauschen, neues Betriebssystem installierten … Ein weiteres Ereignis ein Besuch der Buchmesse, Denis hat uns Karten besorgt. Wir schlemmen Dim Sum! Zusammen mit Wayne, Denis sowie deren Nachbarn geht’s in eines der vielen asiatischen Restaurants in China Town. Kim Fung, was ein Erlebnis. Die verschiedenen kleinen Häppchen werden frisch an den Tischen vorbeigefahren. Man greift zu so haufig wie gewollt, dann wird die Menge auf der Rechnung notiert. Für mich gibt es Neues zu entdecken.

Ein Highlight der Woche war auch der Besuch von Neal und Peggy. Beide sind aus Nova Scotia her geflogen, um Neals Sohn bei einem Gig spielen zu sehen. Sowie auf dem laufenden Film Festival vorbeizuschauen. Es bleibt Zeit um zweimal zum Mont Royal zu wandern, essen zu gehen und zu quatschen. Neal hat uns sogar Ahorn-Sirup aus seiner Produktion mitgebracht!

Den Rest der Zeit nutze ich um die Gegend zu erkunden. Schaue mir die Concordia und McGill Universitäten an, den lokalen Markt, die Einkaufszeile und die Bücherei, wie soll es anders sein. Es wird mein zweites Zuhause. Schön an der neuen großen Bib. Ruhig, im Lesesaal gibt es stylische Bänkerlampen und viele Bücher!

Ah, und das Beste: Abends gibt es  Essen bei Wayne!

 

Martin

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November https://inthenature.de/november/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=november https://inthenature.de/november/#respond Tue, 03 Nov 2015 13:02:48 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1722 Nach unserem USA Ausflug bleibt es lebendig bei uns. Mit der Clique von Sprachschülerinnen aus dem französisch Kurs füllt sich…

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Nach unserem USA Ausflug bleibt es lebendig bei uns. Mit der Clique von Sprachschülerinnen aus dem französisch Kurs füllt sich unser Termin Kalender.

Dienstag: Abschiedsfeier unserer Fahrrad-Rikscha Crew. Nach dem Motto „Jeder bringt was mit“, gibt es ein buntes Potpourri aus verschiedenen – BIEREN 🙂
Auf Platz eins der günstigen, aber auch leckeren Biere, steht bei uns im Kühlschrank das lokale Boréale. Seit 1987 stellt die Brauerei mittlerweile ein Dozent Biersorten her, vom Lager, über ein Helles bis zum Dunkeln ist einiges vertreten. Mein Favorit ist das Dorée (golden), mit leichtem Honig Geschmack – alles aus der Region.
Da das Bier so gut ist, bringt Phil sein Lieblingsbier mit: Boréale IPA (India Pale Ale), mit ein paar mehr Umdrehungen in der Flasche schmeckt das Bier nach Hopfen und Malz. Sehr lecker.
Als alternative dazu bringt Océane ein Konkurrenzbier aus den USA mit: Pabst Blue Ribbon. Wer es kennt, schmunzelt jetzt bestimmt, für alle anderen, hier entlang. Kurz gesagt, es ist Vergleichbar mit dem heimischen Öttinger, wobei der Geschmack doch wässriger ist.
Überwältigt werden wir jedoch von der Auswahl die unser Chef ähm Manager mitbringt. Neben einem Mix lokaler Wurst sowie Käsesorten, gibt es für unsere Bierprobe ein paar Besonderheiten aus einigen der 300 Mikrobrauereien Québecs.
Besonders fallen die Biere in Sektflaschen auf – sowas findet man bei uns nicht. Nachdem wir uns mit dem 12er Karton Boréale und den 6er PBR warm getrunken haben, dazu die Unmengen Käse, Wurst und Tatjanas Börek verpeist haben, kommen wir zum genüsslichen Teil der Bierprobe. Darunter sind Biere wie Diablo (mit 10% Alkohol), Tracteur und andere, deren Namen ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr behalten konnte. Es wird ein witziger Abend, ihr könnt es euch vorstellen 🙂

Freitags: all you can eat Sushi! Su Hyun reserviert für uns und Mavie einen Tisch in dem Sushi lokal Samurai in dem sie arbeitet. Mittags Buffet für $20, ein guter Preis. Das finden nicht nur wir, der Laden ist mittags poppe voll. Man bestellt wie in unserem lokal in Darmstadt nach Nummer auf einem Zettel der in die Küche geht. Die Rollen sind lecker zubereitet, und richtig voll werden wir ebenso. Trotzdem vermissen wir ein wenig Wu’s kitchen, besonders die bebilderte Menü-Karte 😉
samstags geht’s zusammen zum Yoga. Nach Empfehlung von David fahren wir zu einem Kurs der neuartige Yoga-Positionen nach Vorbild von Tieren anbietet. Eine teilweise fordernde Art den Tag zu starten. Danach gehen wir unserem Lieblings Lebensmitteleinkauf nach – dumpstern, aus der Tonne. David, ein Freund den wir in der Kooperativen Heimwerker-Werkstatt kennengelernt haben, zeigt uns seine Supermarkt-Hinterhöfe. Wir fühlen uns wie zu Hause 😉

Gut, dass es draußen schon so kühl ist, so halten sich die belegten Baguettes, Kuchen, Donuts und Obstboxen sehr gut.
Danach gehen wir unserer Lieblings Freizeitbeschäftigung nach, Museen besuchen. Wenn man keinen Fernseher hat, bildet man sich direkt vor Ort weiter.
Da wir letztes mal nicht alles im Detail gesehen haben, statten wir dem Frankophonie Museum einen Besuch ab. Wir haben Glück, gerade wird eine englische Führung angeboten, wir sind direkt dabei! Unsere Führerin ist wirklich gut und kennt eine Menge Details und Hintergründe. Nicht nur zur Geschichte Québecs und der Priester Schule die wir gerade besichtigen. Sondern besonders zu den Ureinwohnern Kanadas. Wir löchern sie mit unzähligen fragen.
Am Ende der Tour, 20min über der Zeit, erfahren wir den Grund ihres breiten Wissens über die Ureinwohner. Sie gibt im Museum de la civilisation touren zur aktuellen Inuit Ausstattung. Die nächste Führung gibt sie am Sonntagmorgen. Wir sind begeistert, dass wollen wir uns nochmal anschauen. Mit einem so gut verständlichen Touristenführer macht es doppelt so viel Spaß. Und man nimmt viel mehr von der Tour mit! Wir haben uns vorgenommen jetzt an allen Orten solche geführten Touren zu nutzen die historisch interessant sind.
Sonntag, 10:30 Uhr, wir sind mit die ersten im Museum. Lag vielleicht an der Zeitumstellung (wegen Halloween passiert das hier später, man hatte Angst das es sonst zu spät und zu dunkel für die Kinder abends wird).
Wie gedacht war die Tour super informativ! Jetzt wissen wir etwas mehr zur Lebensweise der Ureinwohner von früher und heute.
18:30 Uhr, wir sind zum Essen und Filmabend bei Su Hyun eingeladen. Neben unserem Baguette + Aufstrich gibt es grünen Salat mit Rosinen und Apfel, Gemüse Stangen mit Jogurt sowie Popcorn und Donuts. Nach etwas Französisch small talk schauen wir einen Québécoi Film ‚I killed my mother‘. Eine echt gute Abwechslung zu den üblichen Hollywood Filmen. Jedoch ohne englischen Untertitel keine Chance, wie alle Québécois wird zu schnell und umgangssprachlich gebabbelt!
Der Rest der Woche geschaltet sich recht routiniert.
Montagmorgens in der Bibliothek am Rechner arbeiten. Mittagessen, Wohnung aufräumen, weiter Computern, Yoga.
Dienstagmorgen Internet und das Auto durchchecken am la patente, Mario ein netter Mitarbeiter in der Werkstatt kennt sich bestens mit Autos aus. Wir diagnostizieren ein Leck in der Bremsleitung und heruntergefahrenes Getriebeöl, das Auto ist reif für den Mechaniker. Danach geht’s dumpstern, schwimmen, Sprachkurs und zum Abschluss des Abends bouldern mit Marie-eve.
Mittwochmorgen Bibliothek zum Interneten und Bewertungen rausschicken, daheim Mittagessen, Computern, Yoga, schlafen.

Donnerstag Arzt Besuch, Computern, Sprachkurs, secondhand laden, Computern, essen …
Freitag, Autowerkstatt, zeichnen sowie Erledigungen und schon ist wieder Wochenende! 😉
Abends gehen wir zu einem brasilianischen Konzert die Hüften schwingen. Yeah
Samstag Yoga, laufen, Wohnung in Montreal suchen, Computern. Die wissenschaftliche Arbeite schreibt sich nicht von allein.

Wie war das, mit der Routine? Ja, unser Auto muss für den Winter fit gemacht werden. Nach 10.000 km muss das Getriebeöl gewechselt werden, die Bremsleistung geprüft und Bremsflüssigkeit nachgefüllt werden, Winterreifen draufgezogen werden und sowas halt.
Ah, euch interessiert die Geschichte mit dem Arzt? Tatjana war ihre Hand durchleuchten. Denn die kleine Zyste muss weg. 150$ kostet hier so ein Arzt Visite. Ultraschall beim Spezialisten nochmal 190.
Auto Reparatur 400$, und die traurige Erkenntnis das nicht alle Auto-Probleme beseitigt sind. Bremsen müssen gewechselt werden und das Kugellager des Vorderrads ersetzt werden. Die Fahrt durch Labrador hat das Auto wohl doch etwas mitgenommen.
Oh ja, da war noch was, Montreal? Jop, mach zwei Monaten ist die Zeit reif weiter zu ziehen. In die 3 Millionen Metropole. Mit der Hoffnung auf einen Job und noch mehr Erfahrungen…

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Es fröstelt https://inthenature.de/es-froestelt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=es-froestelt https://inthenature.de/es-froestelt/#respond Thu, 22 Oct 2015 23:03:17 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1676 Die Temperaturen sinken auf tagsüber 5 Grad. Vor einigen Tagen kann sogar schon der erste Schnee runter. Jaa hier geht…

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Die Temperaturen sinken auf tagsüber 5 Grad. Vor einigen Tagen kann sogar schon der erste Schnee runter. Jaa hier geht es schnell dem Winter entgegen! Wir haben jetzt zum ersten Mal die Heizung angemacht …
Am Montag gab’s ein kleines Porsche-Praktikanten Wiedersehen – damals, 2007/8! Mein Kollege Jochen, zu seiner Zeit Praktikant in Kalifornien bei Porsche Motorsport, kam mit seiner Freundin auf einen kurzen Besuch in Québec vorbei. Beide sind mit dem Kreuzfahrtschiff Aida von New York nach Montreal unterwegs und ich habe Angeboten ihnen die Stadt zu zeigen. Ist doch klar, als Tourist Führer kennt man sich aus, und für Freunde macht man sowas gerne!
Da Jochen unbedingt auch die Wasserfälle von Montmorency sehen wollte, sind wir vier erst mal morgens um 8 Uhr mit dem Auto rüber gefahren. Bei tollsten Sonnenschein und frostigen Temperaturen haben wir eine herrliche Aussicht gehabt! Man beachte, die Wasserfälle sind mit 83 Meter um ganze 30 Meter höher als die Niagara Fälle!
Nach einem kleinen Abstecher auf die Insel d’Orleon ging es danach mit unseren Dreirad-Rikscha’s auf einer Privat-Tour in die Stadt.
Ein gutes Gefühl alte Bekannte zu treffen. Wir haben den Tag richtig genossen.

Am Montag war auch Wahltag! Viel bekommt man davon auf den Straßen aber nicht mit. Außer den Wahlplakaten die überall hängen, wird wenig darüber gesprochen oder mit sonstigen Wahlaktionen darauf aufmerksam gemacht. Ok, vielleicht im Fernsehen, das haben wir nicht. Wir waren mehr als gespannt wie es ausgeht. Immerhin haben wir schon viel Schlechtes über die vorherige Regierung um Harper gehört. Dieser setzte sich seit längerem für die Ölgeschäfte in Ontario ein, kümmert sich aber nicht um Umweltschutz oder die Ureinwohner. Kanada wählt eine neue Regierung. Diesmal sind die liberalen um Justin Trudeau an der Reihe. Interessantes Detail: er ist nicht nur mit 43 Jahren der jüngste Premierminister, sondern der erste dessen Vater zuvor schon Premierminister war. Wir sind neugierig welche Politik er vertreten wird.
So langsam haben wir auch alle Museen durch. Die Pilz-Saison geht zusenden, aber zum Glück haben wir noch direkt bei uns am Flussufer einige essbare Pilze entdeckt und schon zwei Mal abgepflückt. Mit beiden Aktivitäten haben wir bisher eine schöne Zeit verbracht. Natürlich neben den zahlreichen französischen-Lerneinheiten. Für uns heißt es also das nächste Abenteuer zu sichern. Es gibt noch so viel zu sehen und erleben!
Wir packen also unseren Koffer und nehmen mit …

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Musée à Quèbec https://inthenature.de/musee-a-quebec/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=musee-a-quebec https://inthenature.de/musee-a-quebec/#respond Mon, 19 Oct 2015 13:49:34 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1637 Sonntag steht noch ein Arbeitstag an. Die Queen Mary 2 ist in der Stadt. Sie bietet in 1.310 Kabinen bis…

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Sonntag steht noch ein Arbeitstag an. Die Queen Mary 2 ist in der Stadt. Sie bietet in 1.310 Kabinen bis zu 3.090 Passagieren Platz. Die Besatzung umfasst 1.253 Personen. Die Queen Mary 2 eines der berühmtesten Schiffen der Gegenwart. Sie ist als Transatlantiker in der Tradition der großen Dampfer dieser Art konzipiert und zu verstehen. Die Auto-unfreundliche Innenstadt ist überflutet von Sportwägen, SUVs. Wir stehen neben unseren Fahrrädern. Wir hoffen auf lernwillige Touristen, die sind heute in schwarz und ziehen an uns vorbei. In der Trauerstimmung gibt es keine Motivation in unsere Rikschas zu steigen. Es wird ein kurzer Arbeitstag. Unser Chef schickt uns nach 3, 5 Stunden heim.

 

Ein Riesen Plus, das der Job mitbringt sind offizielle Touristenführerpässe mit denen sich jedes Museum kostenlos in Québec besuchen lässt. Nach der Arbeit bleiben wir häufig im Stadtkern um diese unsicher zu machen. Für unseren Job musste in kürzester Zeit viel Wissen in unsere Köpfe. Zahlreiche Besuche im Museum, nächtliche Lektüre mit unseren Büchern zu Québec (Reiseführer Ostkanada, Kanadas Gesichte für Dummies – ein 500 Seiten Wälzer zur kompletten Geschichte Kanadas, Québec City Touristen-Broschüren), das Lauschen der Geschichten anderer Touristenführer sowie unserer Kollegen. Heute nutzen wir den Tag und besichtigen das Musée de Beaux-Arts.

So ein Überblick zu den Museen der Stadt: Die folgenden vier Museen gehören zur Stiftung Musées de la civilisation. In allen Dreien wird die Geschichte sowie der Ursprung der frankophonen Gesellschaft in Kanada zum Thema.

Musée de Place-Royal
Am Place-Royal gelegen ist dieses Museum, dass sich ausschließlich der Geschichte Neu Frankreichs, dem Ausbau der Stadt um den damaligen Marktplatz sowie deren Bewohnern, von Samuel de Champlain bis jetzt widmet. Für alle historisch Interessierten ist dies die beste Anlaufstelle. Hier gibt es Projektionen auf Modelle, die veranschaulichen wie die Hafenfront, die Stadt und die Verteidigungsmauern in der Handelshochburg erweiterten. Im 3D-Kino treffe ich Samuel de Champlain, den Vater Neufrankreichs. 1608 siedelte er die ersten Franzosen in diesem Gebiet an – somit ist er der Gründervater Québec’s.

Musée de la Civilasation
Dieses Museum hat sich als Ziel gesetzt die verschiedenen Aspekte der Realitäten von Menschen zusammenzubringen. So gibt es zur Zeit eine Medial wundervolle ausgearbeitete Ausstellung zum Thema moderner Tanz. Dieses mächtige Gebäude besteht aus 5 Ausstellungsräumen. Gleichzeitig stehen ebenfalls zur Auswahl: Kutschendesign aus der Zeit 17-20 Jahrhundert, die Geschichte der verschiedene Volksgruppen der Ureinwohner Kanadas, Ägyptens Schätze aus der Zeit der Pharaonen und Québecois-Geschichte als Zeitreise durch die verschiedenen Epochen – seit der Entdeckung bis heute.

Musée national des beaux-arts du Québec
Das klassische Kunstmuseum der Stadt. Der künstlerische Werdegang von vier Québecois wird im Altbau des Museums vorgestellt. Im Neubau findet eine Wechsel-Ausstellung statt.

The Plains of Abraham Museum
Zeigt die Ereignisse der Schlacht um Québec im Jahr 1759 als General Wolf mit 200 Schiffen aus England an die Ufer Québec’s segelte. Zu sehen gibt es nicht nur einen aufwendig animierten Breitbild Film über den Verlauf der Eroberung, es werden ebenso die Uniformen sowie Details zu der Stärke, Zusammensetzung und Waffen beider Seiten dargestellt.

Musée du Fort
Das Museum ist bekannt für seine Film-, Audio-, Licht-Inszenierung der sechs Angriffe/Eroberungsversuche auf Québec. Über einem 5 Meter langem und ca. 1.5 Meter breitem Miniaturmodell der Stadt sowie Umgebung wird mittels Licht- und Audio-Effekten der Hergang der Eroberungsversuche Visuell  dargestellt. Zeittafeln und Artefakte aus der Zeit vervollständigen das Museum und die Wissbegierde der Besucher.

Musée de l’Amérique Francophone
Mittels modernen Präsentationstechniken, visuellen Effekten und Audio-Aufzeichnungen wird die französische Geschichte in Kanada, speziell die um Québec erzählt. Zudem ist im unteren Teil des Museums eine Kustaustellung zu betrachten.
Der Besuch lohnt sich.

Kommt fragt uns was!

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6 Monate Kanada https://inthenature.de/6-monate-kanada/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=6-monate-kanada https://inthenature.de/6-monate-kanada/#respond Sun, 18 Oct 2015 23:45:02 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1646 Wir haben etwas zu feiern: 6 Monate aus Deutschland. Was gibt es neues Zuhause? Also bei uns ist das so … Die Arbeitssuche…

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Wir haben etwas zu feiern: 6 Monate aus Deutschland. Was gibt es neues Zuhause?

Also bei uns ist das so … Die Arbeitssuche geht weiter. Nicht so einfach wie ich dachte. Selbst die Suche in Montréal ist ernüchternd. Die Firmen haben es nicht so mit antworten. Leider kommt keine Resonanz.
Die goldenen Zeiten der Touristen bleiben ebenso aus, immerhin hat Tatjana noch einen festen Job. Gut, das wir im September genug für zwei Monatsmieten verdient haben.

Ansonsten geht die Arbeit an der noch offenen wissenschaftlichen Arbeit weiter, endlich. Es macht sogar Spaß, ok, sagen wir mal so, es ist gerade nicht so ermüdend.
Mit unseren Bücherausweisen ausgestattet, haben wir Zugang zur ganzen Bibliotheksindustrie Québecs: Eins für mich, eins für Martin und noch eins für mich. Französischlern-Equipement, ein Buch zum Identifizieren von Pilze und für Takahashi-Yoga – Martins Interpretation von Sivananda Yoga.
Die Bibliothek ist sowieso genial: Hier lassen sich Video-Filme ausleihen oder noch interessanter auf 15 verschiedenen Fernsehern direkt anschauen. Das haben wir direkt mal ausprobiert 😉 „Der letzte Kaiser“ von Bernardo Bertolucci, verfilmte die Biografie des Kaisers Puyi von China, der bereits als Zweijähriger den Thron bestiegen, aber schon drei Jahre später wieder abdanken musste. 3 Stunden Zeit sollte man jedoch einplanen …
Sonstige Aktivitäten in man in der Bib machen könnte: Videospiele zocken, Piano spielen, Gemälde ausleihen, Computern, ah, und Bücher lesen.

Das Wetter ist kalt und verregnet, prompt sind wir krank – erst moi, dann Tatjana. Vielleicht war abends schwimmen gehen und mit halb nassem Kopf nach Hause radeln nicht die schlauste Idee.
Trotz des kalten Wetters kamen wir sogar noch raus, nicht zum Arbeiten aber zum Pilze sammeln! Diesmal haben wir unser Glück auf der benachbarten Insel d’Orléans versucht. Zwei gefüllte Beutel war unsere Ausbeute. Wie wir paar Tage später beim Treffen zum Identifizieren der Pilze erfahren, sind die saftigen großen Pilze essbar, jedoch schon zu alt und voller Maden. So ein Mist! Zum Glück blieben bei dieser Veranstaltung einige vereinzelte essbare Pilze übrig die keiner mitnehmen wollte. Wir tun das gern 🙂 Viererlei-Pilzpfanne

Eine Sause am Wochenende hat mir ebenfalls Freude bereitet. Ich habe die umliegenden Bars und Kneipen begutachtet. So habe ich mich am Freitag von unserer Nachbarin Steph in der Stadt herumführen lassen. Das war witzig und hat Lust auf mehr gemacht. So … am Samstagabend bin ich wieder auf Tour. Mavie, die Österreicherin aus unserem Französisch-Kurs, wollte ebenso raus. Sie ist schon ein paar Monate in der Stadt mit ihrem Québecois-Lover. Wir verabreden uns in einer urigen Kneipe in der Oberstadt, im „Le Sacrilège“. Hier gibt es nicht nur massig kostenloses Popcorn, sondern auch preiswertes Bier. Die Aufmachung ist hübsch, im Hof sieht man sogar die alte Mauerfassade.
Danach geht es runter in das Viertel Saint-Roch. Das Trend-Viertel der Stadt der letzten 10 Jahre. Mit vielen Bars, Restaurants und Boutiquen bis heute stetig gewachsen. Wir treffen hier Mavie’s Freund und seine Kumpels: Mavies Freund hat ein Segelboot – vielleicht ergibt sich da was, hmmm?

Montag ist Feiertag, kanadisches Thanksgiving (einen Monat früher als bei den Nachbarn in Amerika). Groß gefeiert wird hier scheinbar nicht. Oder wir bemerken es nicht. Wir sind tagsüber sowieso arbeiten, das Wetter ist super, endlich wieder 20 Grad.
Für Tatjana wird das sogar der letzte Arbeitstag auf dem Boot „Louis Joliet“. Nachdem ich meiner Chefin mitteile, dass ich mir einen besseren Umgang wünsche, werde ich kurzerhand gefeuert.
Eigentlich war das so …
Nach einem stressigen Vortag und 20 Dollar zu wenig an Bezahlung, komme ich am Morgen zur Arbeit. Ich habe mir fest vorgenommen Madam mitzuteilen, dass ich mit Geschubse und unfreundlichem Tonfall nicht mehr arbeiten möchte. Immer wieder überlege ich mir wie ich die Kritik formulieren kann. Ich beschließe so etwas wie … Gestern war viel los. Das war für uns alle anstrengend. Ich war nach dem Arbeiten aufgebracht. Viellicht können wir das nächste Mal darauf achten eine ruhiger  und konkreter zu kommunizieren. So das wird es …
T: Wie ist das mit den 20 Dollar?
P: Wir arbeiten erstmal. Danach können wir reden.
–
P: dein Ton gefällt mir nicht. Mir hat gestern gar nicht gefallen.
T: Mir auch nicht. Ich werde so nicht mehr arbeiten.
P: wir reden danach.
–
P: Tatjana, dein Ton gefällt mir nicht. Weißt du, Tatjana, es ist immer dasselbe mit euch Europäern, ihr kommt nach Kanada. Ihr wisst Sachen besser. Als ich nach Kanada gekommen bin, habe ich meinen Boss gefragt wieso habt ihr keine Verträge.
T: Ok. Ich versteh nicht was das mit mir zu tun hat.
P: das ist das letzte Mal das du arbeitest.
T: Vielleicht gehe ich jetzt?
P: Ja
So wurde ich zum ersten Mal gefeuert!
Umso besser, mehr Zeit um mit dem Fahrrad-Touristen rumzuführen. Hier macht das Arbeiten Spaß!

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Pacman – 3:2 https://inthenature.de/pacman-32/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pacman-32 https://inthenature.de/pacman-32/#respond Tue, 13 Oct 2015 23:51:47 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1648 Die Ahornblätter fallen von den Bäumen. Mitte Oktober, es regnet, wird kalt, um die 10 Grad tagsüber, die Knie schlottern, Zähne…

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Die Ahornblätter fallen von den Bäumen. Mitte Oktober, es regnet, wird kalt, um die 10 Grad tagsüber, die Knie schlottern, Zähne klappern.
Die letzten Kreuzfahrtschiff-Passagiere, die in den nächsten 9 Tagen ankommen, werden wir nicht mehr herumkutschieren. Immerhin hatten wir erfolgreiche Arbeitstage Anfang Oktober. Schön vor allem, wenn man Trinkgeld in US-Dollar bekommt. Bei dem Wechselkurs von 1.31 wird einem wärmer:-) Die Tage werden entspannter ohne die regelmäßige Arbeit.

 

Wir genießen die Stadt, treffen Freunde aus dem Sprachkurs zum Kaffee am Marktplatz. Wir schaffen auszugehen! Dafür eignet sich die nicht weit entfernte Restaurant-, Bar-Gegend in Saint-Roch. Wir entscheiden uns für das Macfly. Kenner können sich denken was hier geboten wird. Genau, Spielautomaten aus den 80er und 90er Jahren. Genial, bei einem Bier verbringen wir hier über 2 Stunden. Das Auftaktbattle: Pacman – 3:2 Sieg, Space Invaders, Tetris – Tatjana ist ein Ass, ab heute darf sie alles packen … Das Beste, alles kostenlos 🙂

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Parc-de-Jacques-Cartier https://inthenature.de/parc-de-jacques-cartier/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=parc-de-jacques-cartier https://inthenature.de/parc-de-jacques-cartier/#respond Sat, 03 Oct 2015 12:56:21 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1599 Wir waren schon lange nicht mehr wandern. Samstag ist traumhaftes Wetter, aber windig. Gilbert ruft durch um uns mitzuteilen, die…

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Wir waren schon lange nicht mehr wandern. Samstag ist traumhaftes Wetter, aber windig. Gilbert ruft durch um uns mitzuteilen, die Arbeit fällt aus. Wir setzen uns ins Auto und fahren rüber zum Jacques-Cartier-Park. Jetzt ist er da, der Herbst – der farbenfrohe Indian Summer hat begonnen.

 

1. Le Scotora – 16 km
Der erste Teil dieses Wanderweges führt entlang eines Bachs geschaffen durch Biberkolonien durch den bunt gefärbten Wald. Nach einer Abbiegung nach rechts geht es mit Ausblick auf das Tal in Richtung Scotora Spitze entlang des ehemaligen Jesuiten-Weges. 405 Höhenmeter später können wir den Ausblick auf das Tal Gorges bestaunen. Die am Abhang gelegen Aussichtsplattform, die das Ziel jener Wanderung ist, bietet eine Bm-Aussicht. Wir blicken auf den Flusslauf unter uns, die Hügellandschaft in grün, gelb, rot, die sich vor uns ausbreitet plus die Kälte, die uns in dieser Höhe trotz Sonne eingeholt hat, sorgen für ein einmaliges Ambiente.

 

2. Les Loups – 11 km
Beeindruckt wollen wir mehr. Wir rennen den Abhang runter, steigen ins Auto. Bei Kilometer 16 startet der nächste Wunschpfad. Es wird ein Wettlauf gegen die Sonne. Da die Sonne sich gleich hinter den Hügeln verkrümelt. Die Ärmel hochgekrempelt steigen wir 447 m hoch um den Ausblick auf das Laurentides-Massiv, das Jacques-Cartier- und Sautauriski-Tal zu erhaschen. Da verschwindet die Sonne hinter den Hügeln.
Im Schatten wird es merklich kühler. Eine warme Gemüsesuppe ruft uns heimwärts.

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Indian Summer https://inthenature.de/indian-summer/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=indian-summer https://inthenature.de/indian-summer/#respond Wed, 30 Sep 2015 13:53:32 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1598 Durch den Kälteeinbruch erhalten wir einen weiteres Klätefrei. Was gibt es besseres als im Café zu sitzen, einen Kaffee zu schlürfen, an…

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Durch den Kälteeinbruch erhalten wir einen weiteres Klätefrei. Was gibt es besseres als im Café zu sitzen, einen Kaffee zu schlürfen, an leckeren Teilchen zu knabbern, am Blog zu schreiben in meinem Lieblingscafé La Boîte à Pain? Ächäm … Martin findet an anderem gefallen. Auf und davon ist er mit den US-Dollar-Trinkgeld, das wir bei der Arbeit bekommen, um sie in der Stadt umzutauschen, Miete zuzahlen und Hefe für den Cidre zu besorgen. Mit Geld in der Tasche leiste ich mir einen Barbier-Besuch, das wurde auch Zeit. Eine Woche länger und ich hätte wie ein Hippie mit den Rasterlocken ausgesehen. Viele Kämme habe ich schon im Haar verloren … Der Besuch hat sich gelohnt. Sorgfältiger Haarschnitt, heiße Tücher, Gesichtsmassage, Gesichtslotion, Rasiermesser-Feinschliff und meine Haare rochen trotz waschen 2 Tage nach Friseurbesuch. Nachmittags gesellt er sich zu mir um seinen Lebenslauf zu überarbeiten. Tschüss Martin, es ist Mittwochabend, da gehe ich zum Yoga.

 

Am nächsten Morgen vor unserem Sprachkurs kommen wir dazu Pilze zu sammeln. Im nächst gelegenen Wald machen wir uns auf die Suche. Welch eine Auswahl, ob man davon welche essen kann? Am Montagabend werden wir es wissen. Da treffen sich die Pilzsammelfreunde der Umgebung um Laien Auskunft zu geben, was diese so im Wald gefunden haben.

 

Auf der Rückfahrt in die Stadt sehen wir eine Frau am Wegesrand Pilze sammeln. Halt, schreie ich auf. Wir halten sofort an. „Comestibles“ sagt die Dame und pointiert auf die Pilze. Wir versorgen uns sogleich mit einer Ladung saftiger Portland-Pilze. Hervorragend, nun gibt es eine Ladung zum Sofortverzehr.
Unser Sprachkurs beim Zentrum Le Mieux-Être des Immigrants hat angefangen, très bien. Wir müssen zwar 30 Minuten mit dem Fahrrad hin radeln – für 75 Euro für 10 Wochen. Mit dem neuen, roten Fahrrad alles kein Problem 😉 Der Unterricht für Fortgeschrittene wird von Christiane geleitet. Eine hervorragende Lehrerin, die normalerweise Privatstunden gibt. Zusätzlich zu ihrem Hauptberuf nimmt sie sich die Zeit, die motivierte Klasse von Immigranten zu unterrichten.
In den kommenden Tagen wir das Wetter wieder besser. Wir sind fleißig am Arbeiten, besonders Tatjana. Mit ihrem zweiten Job als Photographin auf einem Ausflugsboot ist sie fast jeden Tag unterwegs. Leider ist meine Arbeitgeberin auf dem Boot anstrengend. Das sorgt für eine schlechte Stimmung beim Arbeiten, aber bald soll ich selbstständig arbeiten. Also halte ich durch in der Hoffnung auf einen Lichtblick. Der Rest des Teams auf dem Boot ist cool. Außerdem plauscht man hier mit mir auf Französisch.

Erkundungstouren durch unsere Stadt stets auf Französisch.

 

Mit den zwei Sesseln für 40 Euro vom 4-stöckigen Second-Hand-Laden Le Comptoir Emmaüs, den es schon 1959 in der Stadt gibt, mit einem Tisch bestehend aus unserer Auto-Bett-Konstruktion und einem kostenlosen Poster ist es heimisch geworden bei uns. Unser Bett haben wir noch aufgemotzt! Dank an die Mikro-Brauerei, „La Barberie“ für die Paletten. Vier Stück bilden ein solides Bettgestell.

 

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île d’Orléans https://inthenature.de/ile-dorleans/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ile-dorleans https://inthenature.de/ile-dorleans/#respond Tue, 29 Sep 2015 19:20:38 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1545 Es ist Oktober und merklich kühler. Morgens gibt es schon vereinzelt Frost. Die beste Zeit um Cranberries zu pflücken, wie man uns…

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Es ist Oktober und merklich kühler. Morgens gibt es schon vereinzelt Frost. Die beste Zeit um Cranberries zu pflücken, wie man uns in Neufundland sagte. Wir wollen etwas Ernten.
Wir kommen mitten in der Woche zu unserem ersehnten Ausflug: Trotz verregnetem Wetter, und der angedachten Pause vom Fahrrad fahren, beschließen wir einen Fahrrad-Ausflug zur benachbarten Insel d’Orléans zu unternehmen. Hier wollen wir unbehandelten und frischgepressten Apfelsaft vom Bauer abholen. Ich bin in die Cidre Produktion eingestiegen.

Montmorency
Entlang des Fahrradwegs düsen wir bis zum Wasserfall Montmorency, das Wasser stürzt über eine Felswand 83 Meter in den Sankt-Lorenz-Strom. Samuel de Champlain, der Gründervater Neufrankreichs, benannte den Wasserfall 1608 nach Charles de Montmorency. Im Juli 1759 landeten britische Truppen beim Wasserfall und errichteten auf dem östlich gelegenen Hügel ein befestigtes Lager, von dem Überreste erhalten geblieben sind. Nach einem Angriff der Franzosen unter General Montcalm, der die Briten mehr als 400 Opfer kostete, mussten die britischen Truppen unter James Wolfe ihre Stellungen aufgeben, konnten aber zweieinhalb Monate später in der Schlacht auf der nahe gelegenen Abraham-Ebene westlich von Québec die Franzosen schlagen. Ab 1763 in einem Vertrag in Paris festgehalten, wird Québec eine Kolonie Großbritanniens.

 

 

île d’Orléans
Hier überqueren wir die Brücke Pont de l’île d’Orléans zur Insel. Ein steiler Anstieg folgt und jetzt ab nach rechts zur Polyculture Plante – diese Adresse wurde uns empfohlen. Voller Vorfreude stürmen wir in den Laden. 7 verschiedene Sorten von Äpfeln, mindestens 10 verschiedene Sorten von Kürbissen, Blaubeere-Honig vom Imker, Brot aus der hauseigene Bäckerei, … 12 Liter Apfelsaft und ein überdimensionaler Kürbis, der uns beim Rausgehen anlacht, gehören uns. Das Ende der Apfel-Saison naht. Da sind die Äpfel am süßesten, deswegen packen wir noch ein Körbchen knackiger Äpfel ein. Diese machen sich auf unseren Schultern bemerkbar auf dem 17 km langen Rückweg.

 

Heute bekommen wir ersten Besuch in unserer neuen Wohnung. Wir freuen uns! Marie-Eve, die wir auf Change Islands kennengelernt haben, wohnt nur paar Blocks von uns entfernt. Tatjana kocht leckere eine Rote-Beete-Suppe, Auberginen-Streifen mit Koriander-Tofu, karamellisierten Karotten und selbstgemachte Kürbis-Gnocchi mit Kirschtomaten und frischem Salbei. Dazu gibt es 3 verschiedene Biersorten aus der Region: eines ist mit Ahornsirup angemacht – es gibt hier 300 Mikro-Brauereien. Bei informativen Gesprächen schlürfen wir frischgepressten Apfelsaft von der Insel.
Marie-Eve ist so cool. Sie nimmt sich die Zeit uns bei den Bewerbungen zu helfen. Sie korrigiert bereitwillig unsere grottigen französisch Texte.

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