Wandern | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 13:20:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.18 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Wandern | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Weinlagenwanderung an der Bergstraße https://inthenature.de/weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse https://inthenature.de/weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse/#respond Sun, 20 May 2018 00:09:41 +0000 http://taundma.de/?p=5979 Die Bergstraße bietet von Frühjahr bis Herbst wunderschöne Aussichten entlang der Weinberge. Mehr sogar, die Wanderrouten wie der bekannte Burgensteig,…

The post Weinlagenwanderung an der Bergstraße first appeared on in the nature.

]]>
Die Bergstraße bietet von Frühjahr bis Herbst wunderschöne Aussichten entlang der Weinberge. Mehr sogar, die Wanderrouten wie der bekannte Burgensteig, welchen wir teilweise auf dieser Route folgen, führen zwischen Darmstadt und Heidelberg vorbei an 30 Burgen und Ruinen die zu einem Besuch einladen.
Unsere Route verläuft entlang des klassischen Weinlagenwanderwegs, welche besonders am 01. Mai zum jährlichen Weinfest entlang der Bergstraße zahlreiche Wanderer lockt.
Die beste Wanderzeit ist sicherlich ab Ende April, wenn die Weinreben sowie die Wälder mit saftigem Grün die Landschaft erhellen.

Gesamtstrecke: 10.29 km
Maximale Höhe: 231 m
Download file: WeinlagenwanderungZwingenberg-Bensheim1Mai.gpx

Die gemütliche Strecke ist für einen entspanten Wandernachmittag gedacht und bietet bei 10 km einige Aussichtspunkte zum Verweilen.
Die erste Option ist bereits am Aufstieg zum Kirchberg, beim Kirchberghäuschen. Mit toller Aussicht auf Bensheim, die Bergstraße und Richtung Rhein, ist es die perfekte Möglichkeit den lokalen Wein zu testen. Hier gibt es eine große Palette der verschieden Weiß-, Rot- und Roséweine der Region bis hin zu Perlweinen und Sekt.
Besonders gut schmeckt’s aus unseren neuen Wein-Wanderbechern aus Edelstahl von Mizu. Eine perfekte Größe die gut in der Hand liegt und Ideal zum Weingenuss ist, denn der Edelstahl gibt keinen Geschmack ab! Ein Wanderbecher, um endgültig auf Plastik oder zerbrechliches Glas zu verzichten 🙂

 

Der nächste interessante Aussichtspunkt ist das Fürstenlager bei Auerbach. Zur einen Seite gibt es die Aussicht auf das Weinanbaugebiet und zur anderen führt der Weg zu den Herrenhäusern des Fürstenlagers.
Um einen Mineralbrunnen im Zentrum des Auerbacher Fürstenlagers, setzte schon im 18. Jahrhundert ein reger Kurbetrieb ein. Dies führte dazu, das 1790 Landgraf Ludwig X entschied hier seine Sommerresidenz zu errichten.
Heute können sich Besucher im Landgasthof von der regionalen Gastronomie bis zum 7 Gänge Menü verwöhnen lassen oder im umliegenden Park mit einem der ältesten Riesenmammutbäume Deutschlands, die Seele baumeln lassen.

Der weitere Verlauf der Wanderung führt knapp oberhalb von Auerbauch & Zwingenberg im Weinanbaugebiet und endet in der Altstadt von Zwingenberg.
Bei gutem Wetter sollte man hier die Eiscafe Dolomiti nicht missen und den Tag entspannt ausklingen lassen.

The post Weinlagenwanderung an der Bergstraße first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse/feed/ 0 5979
Westlich der Rocky Mountains https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=westlich-der-rocky-mountains https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/#respond Wed, 18 Oct 2017 22:22:18 +0000 http://taundma.de/?p=4576 Nach den Wochen voller Wanderungen, unzähligen Eindrücken gigantischer Bergkulissen und azurblauen Seen, konnten wir uns nur schwer von den Rocky…

The post Westlich der Rocky Mountains first appeared on in the nature.

]]>
Nach den Wochen voller Wanderungen, unzähligen Eindrücken gigantischer Bergkulissen und azurblauen Seen, konnten wir uns nur schwer von den Rocky Mountains trennen, um weiter Richtung Vancouver zu fahren. Doch gibt es vor unserem Abflug nach Mexiko sowie auf dem Weg nach Vancouver noch viel zu entdecken!
Ein Jahr ist diese Reise nun her, jetzt vervollständigen wir den Reisebericht zu unserer Route quer durch ganz Kanada.

Von Jasper nehmen wir den Yellowhead-Highway Nr. 16 (benannt nach dem Trapper Tête Jaune, welcher der Nation der Irokesen angehörte) und fahren über die kürzere nord- westliche Route Richtung Kamloops.
Entlang des Fraser River und vorbei am Yallowhead See sowie Moose See gibt es genügend Gelegenheiten eine entspannte Pause inmitten der Natur zu machen. Während am Yallowhead See ein Camping Platz eine gute Möglichkeit bietet Wasser aufzutanken oder sich frisch zu machen (Betonung auf frisch! Denn das Wasser ist eiskalt), bietet der Moose See eine herrliche Aussicht auf den See sowie das Tal, perfekt für eine Mittagspause!

Entlang der Strecke sind zudem einige kleinere Wasserfälle und Stromschnellen ausgeschildert, die dazu einladen sich die Beine zu vertreten. Wir nutzen diesen alle paar Stunden.
Ein Highlight entlang des Highways ist definitiv der Mount Robson Provincial Park. Mit 3954 Metern ist es der höchste Berg in den kanadischen Rocky Mountains. Es gibt mehrere Wanderwege am Berghang, jedoch gilt der Aufstieg zum Gipfel durch das unbeständige Wetter und anspruchsvolle Gelände als äußerst schwierig. Nur 10% der Bergsteiger schaffen es nach oben.
Der Anblick des Berges allein versetzt uns ins Staunen. Die Wanderungen in den Rocky Mountains sitzen uns jedoch noch in den Knochen, weswegen wir auf die Besteigung verzichten.

Abseits des Icefield Parkway Highway geht es von hier stetig ins Tal, was unserem Van mehr als gut tut. Begleitet von der grandiosen Gebirgskulisse der Rocky Mountains nehmen wir noch jede Möglichkeit wahr schwimmen zu gehen, denn nach dem Mount Robson sind erstaunlicherweise viele Seen warm! Anders als in den Rockys, wo das Wasser aus den eiskalten Gletschern abfließt, kommt auf der westlichen Seite das Wasser oft aus unterirdischen Quellen, ist Glasklar und angenehm temperiert.

Direkt am Highway 5 Richtung Süden sind die Seen in Blue River (Eleanor Lake) und Clearwater (Dutch Lake) zum Schwimmen sehr zu empfehlen! Die kleinen Seen bieten mit ihrer Idylle viel Charme und ein Plätzchen zum Übernachten findet sich hier ebenso 🙂
Wer vom Wandern nicht genug hat, sollte den Wells Gray Provincial Park bei Clearwater einen Besuch abstattet. Nur wenige Kilometer vom Highway entfernt, lockt der Park mit seinem gigantischen Wasserfall!
Wer eine andere Art der Abkühlung sucht, kann weiter südlich im Thomas River in Kamloops eine Pause einlegen. Die Strömung macht den Fluss zum tubing flussabwärts attraktiv. Das probieren wir natürlich aus!

Dank unserer Freunde aus Nova Scotia besuchen wir ihre Bekannten, die uns herzlich aufnehmen – Freunde finden auf Kanadisch. Danke Jyelle, es war so cool mit dir und deiner Familie am Fluss abzuhängen, Tennis zu spielen und wandern zu gehen! Das sind die Momente einer Reise, die einem zeigen, wie toll Menschen sind und man genauso positiv zu neuem sein möchte.
Für einen kurzen Besuch in der Stadt können wir den Peterson Creek Park mit verschiedenen Wanderwegen empfehlen. Folgt ihr dem Weg Nr. 8 entlang des Flusses, gelangt ihr bald zu einem kleinen Wasserfall. Von dort können geübte rechts (ostwärts) über die Felsen zum Wanderweg Nr. 13 hinaufklettern und wieder zurückwandern, oder auf der anderen Seite dem Flussverlauf weiter folgen. Die Aussicht auf die Stadt und die dahinterliegenden Berge ist sehenswert.
Von hier geht es über das Okanagen Valley mit großen Schritten Richtung Vancouver!

The post Westlich der Rocky Mountains first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/feed/ 0 4576
Okanagan Valley https://inthenature.de/okanagan-valley/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=okanagan-valley https://inthenature.de/okanagan-valley/#comments Fri, 22 Sep 2017 19:54:18 +0000 http://taundma.de/?p=5345 Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte-…

The post Okanagan Valley first appeared on in the nature.

]]>
Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte- und Gemüse-Paradies Kanadas. Inmitten dieses Tals ist die Temperatur um einige Grad höher und ermöglicht den extrem guten Wachstum von Obst und Gemüse, ähnlich wie in Spanien. Hier könnt ihr euch eindecken mit Unmengen leckerer, preiswerter und organischer Früchte oder anderer Leckereien wie eingelegten Knoblauch …
Zudem sind die Seen in diesem Tal super warm, so lohnt sich jeder Ausflug an die anliegenden Gewässer.

Die Highlights der Strecke in Stichpunkte:
Schwimmen in Nicola Lake, Douglas Lake sowie Okanagan Lake.
Wandern im Cathedral Provincial Park und Manning Park.
Radtour entlang des Kettle Valley Railway Trail.

Für unsere Strecke ins Okanagan Valley wählen wir (von Kamloops kommend) den alten sowie ruhigeren Highway Nr 5a Richtung Meritt und weiter zum Douglas See. Abseits der viel befahrenen Straßen hält dieser Ort eine gemütliche Recreation Area bereit, umringt von bewaldeten Hügeln und einen wunderschönen See zum schwimmen! Die kostenlosen Campingplätze laden zum verweilen ein. Mitte August haben wir hier nur noch ein anderes pärchen gesehen.
Wer das gute Wetter ausnutzen möchte, kann außerdem unterwegs am Nicola See halt machen und direkt von der Straße aus ins Wasser hüpfen – gedacht getan 🙂
Ein Camping Platz in der Nähe bietet zudem eine alternative Schlafmöglichkeit, wir fahren aber weiter.

Die Route ins Okanagan Valley führt uns noch einmal durch die umliegenden Berge. Eine auf und ab Fahrt durch recht trockenes Gelände. Im Tal angekommen ist der erste Halt in Peachland, einem kleinen Örtchen am Okanagan See. Gefühlt das wärmste Wasser im Westen Kanadas. Bei leichtem Wellengang planschen wir eine Weile bevor wir begleitet von Sonnenstrahlen weiter Richtung Penticton fahren. Unterwegs sehen wir zahlreiche Obststände bis wir ebenso an einem halt machen und uns mit frischen Leckereien eindecken. Mmhh Pfirsich!
Nach einer Nacht in Penticton ziehen wir weiter, die Stadt ist uns zu touristisch. Wer hier länger bleiben möchte, kann sich an den schönen Strand legen oder mit einem Gummireifen vom Okanagan See Kanal abwärts zum Skaha See treiben lassen (Preis $20, Rücktransport inklusive).

Unser Tagesziel ist Keremeos, ein winziges Örtchen mit über 20 Obst und Gemüse Ständen!
Durch Zufall lernen wir beim Baden im eiskalten Fluss am Ortsanfang die Teilhaberin eines Obst-Standes kennen und bekommen das Angebot für den Mindestlohn Teil der Produktion von eingelegten Knoblauch zu werden. Diese Erfahrung lassen wir uns nicht entgehen 😉
In Keremeos, beim Gemüsestand Patson, haben wir 2 Tage lang super leckeren Knoblauch in Gläser gestopft. Wir können jedem nur empfehlen hier halt zu machen und etwas davon zu probieren. Falls ihr sogar selbst Arbeit sucht und Mitarbeiten wollt, schreibt uns eine Email und wir stellen den Kontakt her. Allgemein werden immer helfende Hände in dieser Region gesucht.

Wer die Natur liebt und die Zeit hat, sollte von Keremeos unbedingt zu den Cathedral Seen raus fahren. Dazu nehmt ihr kurz hinter Keremeos (links über die rote Brücke) die Schotterpiste (Ashnola Road – Richtung Südwesten. Auf der etwas längeren, abgelegenen Strecke zum Park gibt es einige recreation areas direkt am Fluss, auf denen das Übernachten kostenlos ist. Da lässt sich die Ruhe der Natur genießen. Zum Park ist es dann nicht mehr weit, welcher mit seinen Wanderwegen tolle Aussichten verspricht.

Als alternative zum durchrauschen auf dem Highway bietet der Weg Richtung Vancouver eine interessante Fahrrad Route. Denn wer den Spuren der Goldgräber entlang der alten Eisenbahntrasse folgen möchte, der sollte auf den Kettle Valley Railway trail. Die rund 750 Kilometer lange Radtour von Nelson, in den Rocky Mountains, führt durch das Okanagan Valley bis nach Hope, das etwa eine Stunde östlich von Vancouver liegt und zusätzliche Schätze birgt, dazu jedoch später mehr.
Die Strecke ist gespickt mit zahllosen Tunnel- und Brückendurchfahrten und bietet durch die vielen kleineren Ortschaften einen reizvollen Einblick in vergangene Tage. Entlang der Flüsse Simikameen, Tulameen, Colwater und Coquilhalla gibt es zudem jede Menge Gelegenheiten für eine Rast am Wasser. Spektakulär sind außerdem die Aussichten vom Myra-Canyon sowie entlang der Coquihalla-Schlucht, die durch die vier Othello-Tunnel führt.
Die meisten Tunnel sind beleuchtet, es empfiehlt sich trotzdem Licht mit dabei zu haben, z.b. für den längste Tunnel auf der Strecke, welcher 1km lang ist.
Bei gutem Wetter ist der Weg leicht befahrbar, jedoch können Regen oder Überschwemmung aus dem überwiegenden Schotterweg die fahrt erschweren, da zudem einige Passagen sanding oder verwurzelt sind. Wir empfehlen mindestens ein Cross oder Mountainbike für die Tour.

Die nächste empfehlenswert Option ein paar Tage in der Natur zu verbringen ist der Manning Park.
Zwei Wanderungen sind besonders populär, der Lightning lake trail um den See herum sowie der Heather tail auf dem Rücken der 2000 Meter Berge mit alpinen Aussichten, sowie Blumen. Wir entscheiden uns für das letztere und erfreuen uns an der Landschaft sowie der herrlichen Panoramaaussicht. Besonders im Sommer blühen hier schöne Alpenblumen auf den vielen Berghängen.

Wer eine Nacht bleiben möchte, kann hier zelten oder sich ein Zimmer im Hotel nehmen. Dieses bietet einen kleinen Pool mit Whirlpool und zwei Saunas an. Wir haben das mal für euch vor getestet und können sagen, ja, den Whirlpool kann man mitnehmen. Übernachtet haben wir jedoch auf der schönen Copper Creek Recreation Site, nur ein paar Kilomter außerhalb vom Park, das war kostengünstiger und ruher 🙂

Für alle Rambo Kenner ist ein Stopp in der kleinen Stadt Hope obligatorisch. Genau hier wurden die Szenen für den ersten Rambo Film gedreht. Fans erkennen sicherlich einige Gebäude wieder und können am Stadtrand ein Foto mit ihrem Helden knipsen.
Von hier ist es dann noch 1 Stunde nach Vancouver …

Over and out.

The post Okanagan Valley first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/okanagan-valley/feed/ 1 5345
Tropen in Kanada? Juan de Fuca Weg! https://inthenature.de/tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg https://inthenature.de/tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg/#respond Tue, 25 Jul 2017 15:40:46 +0000 http://taundma.de/?p=5170 Auf dem Juan de Fuca Wanderweg auf Vancouver Island – definitiv ein Wanderpfad, den ich nochmal bewandern würde. Zum Glück…

The post Tropen in Kanada? Juan de Fuca Weg! first appeared on in the nature.

]]>
Auf dem Juan de Fuca Wanderweg auf Vancouver Island – definitiv ein Wanderpfad, den ich nochmal bewandern würde. Zum Glück hat man uns den Empfohlen. Wir haben mit dem West Coast Trail geliebäugelt, bis uns Mike Blake (ein Wanderführer aus Vancouver Island, welchen wir in den Rocky Mountains getroffen haben) daran erinnerte, das der Juan de Fuca genauso schön ist, nicht so überlaufen und man keine Voranmeldung benötigt, um wie bei dem West Coast Trail die teure Wanderlizenz erwerben muss. Das hört sich plausibel genug an, um uns dafür zu entscheiden.

Wandern auf dem Juan de Fuca Weg
Das Nr. 1 To Do auf unserer Liste war der Besuch des Juan de Fuca Provincial Park und Sombrio Beach, um hier zu wandern. Der befindet sich auf der Westküste von Vancouver Island, ungefähr eine Stunde vom Örtchen Sooke entfernt. 47 km lang ist der Juan de Fuca Marine Wanderweg. Er ist die südliche Verlängerung des weltbekannten West Coast Trails.

British Columbia ist bekannt für die einzigartige Natur, aber diese spektakuläre Landschaft, aus Regenwald und felsiger Pazifikküste habe ich nicht erwartet. Außerdem hat der Wanderweg einige herausfordernde Teile, steile Sektionen und hat uns eingenommen.

Wir waren drei Tage unterwegs. Es lässt sich von beiden Seiten, der China Beach wie auch von Botanical Garden starten. Unser Auto haben wir bei China Beach geparkt und sind über Hügel zur Botanical Beach mit dem Fahrrad gefahren, damit wir zurück zum Auto wandern konnten. Es gibt hier auch organisierte Pick-up Services, welche euch am Ende wieder zum Auto fahren, aber wir haben unsere Bikes und sammeln die später mit dem Auto wieder ein. In den letzten Jahren gab es immer wieder Zwischenfälle, bei denen parkende Autos aufgebrochen wurden. Deswegen gibt es jetzt auf dem Parkplatz der beiden Startpunkte einen Sicherheitsdienst. Zum Parken der Fahrräder empfiehlt uns der Sicherheitsbeamte, diese auf dem Weg im Gebüsch zu verstecken.

Der Wanderweg durchquert unglaublich vielseitige Landschaften und ist das Zuhause von Schwarzbären, Walen, Seehunden, Adlern und Cougars – also alles was man sich erhofft zu sehen, wenn man durch Kanada’s Wildnis wandert.
Durch die nähe zum Meer und des Klimas kann der Wanderweg sehr feucht sein. Hier lohnen sich wasserdichte Überschuhe. Obwohl bei uns seit Tagen die Sonne scheint, sind die Wanderwege stellenweise feucht. Andere berichten davon, dass sie durchgängig knöcheltief im Matsch wanderten. Ich empfehle sich im Touristenbüro in Sooke darüber zu informieren wie das Wetter vorher war, damit besser abzuschätzen ist, in welchem Zustand sich der Wanderweg befindet. Die Touristeninformation liegt direkt auf dem Weg. Wir machen einen kurzen Zwischenhalt und informieren uns über die Bedingungen.

Auf dem Weg zum Payzant Creek
Als wir an der Botanical Beach, dem Ausgangspunkt, mit unseren Bikes ankamen, war es bereits 15 Uhr und zum ersten Campground in Payzant Creek noch 7 Kilometer.

 

Botanical Beach ist als Ort selbst total sehenswert: hunderte von kleinen Pools im Gestein gilt es zu Erforschen. Wir laufen umher, entdecken Seesterne, bunte Anemonen und Korallen. Wir sind erstmal zwei Stunden dort geblieben.

 

An mächtigen Bäume und sattem Grün auf einem mit Baumstämmen gestalteten Wanderweg fühle ich mich wohl. Ich bin durchweg am Staunen über den Regenwald um mich herum, in Kanada?!

 

Als wir nach circa zwei Stunden am Campingplatz ankommen, steht da ein Schwarzbär. „Lass uns lieber auf der anderen Seite übernachten“ lautet das Fazit dieser Begegnung. Der Bär ist gleich weggelaufen. Nur einen pinkfarbenen Haufen hat er hinterlassen – die Bären lieben es Beeren zu naschen. Die Nacht habe ich unruhig geschlafen.

 

Über Hängebrücken zur Chin Beach
Am Morgen ist die Luft feucht. Nach einem Müsli, Müsli, Jam, Jam, Jam-Frühstück geht es weiter in Richtung Sombrio Beach. Nach 11 km machen wir die Füße lang, bräunen uns am Strand. Irgendwo da draußen schwimmen Wale – ich bin mir sicher.

 

Der Weg führte uns heute über drei Hängebrücken. Heute werden wir noch weitere 9 km machen und nächtigen an der Chin Beach. Hier eine Karte zur Übersicht.

 

Es zieht sich zusammen. Die Temperatur fällt auf gefühlte 10° C. Der Wind vom Meer lässt die Zähne schlottern. „Lass uns ein Lagerfeuer machen!“ Überall fliegt am Strand Treibholz umher, das lässt sich wunderbar anzünden – packt euch was zum Grillen ein. Chin Beach ist ein beliebter Campingort. So haben wir heute Abend Gesellschaft am Lagerfeuer. Es wird zunehmend kühler. Die kalte Luft vom Atlantik kann schnell die Temperaturen umschlagen lassen. Ab in den Schlafsack lautet die Devise.

 

Von der Chin Beach nachhause
Am nächsten Morgen stehen 20 km auf dem Tagesplan. Die morgendliche Herausforderung sind Wespennester. Überall auf dem Trail von der Chin Beach bis zur China Beach sind Nester. Wir treffen immer wieder entgegenkommende, die gestochen wurden. Ein paar sind regelrecht in die Nester hineingetreten. Unangenehm. Wir sind gewarnt und halten Ausschau. Außerdem hat sich jemand, der wohl vor uns läuft die Mühe gemacht, diese zu markieren. Somit bleiben uns Stiche erspart.

 

Es klart wieder auf. Die Zwischenstopps an den verschiedenen Stränden kosten Zeit. So kommen wir erst gegen 18 Uhr nach Hause/am Auto an. Eine klasse Wanderung mit vielseitigem Sichten von Tieren und Beeren zum Mampfen gab es auch überall.

The post Tropen in Kanada? Juan de Fuca Weg! first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg/feed/ 0 5170
Klaren Kopf in den Tropen bewahren https://inthenature.de/klaren-kopf-in-den-tropen-bewahren/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=klaren-kopf-in-den-tropen-bewahren https://inthenature.de/klaren-kopf-in-den-tropen-bewahren/#respond Wed, 12 Apr 2017 04:01:55 +0000 http://taundma.de/?p=4763 Lange Zeit bin ich im Sommer ohne Mützen gereist, zu unhandlich beim Verstauen oder zu schnell haben sich Schweißränder gebildet.…

The post Klaren Kopf in den Tropen bewahren first appeared on in the nature.

]]>
Lange Zeit bin ich im Sommer ohne Mützen gereist, zu unhandlich beim Verstauen oder zu schnell haben sich Schweißränder gebildet. Doch nach dem letzten Trip durch die wechselnden Klimazonen Kanadas, wo entweder der Wind um die Ohren bläst oder die Mittagssonne in den Rocky Mountains auf den Kopf knallt, musste ich etwas ändern. Zu oft hatte ich kalte Ohren, Hals oder auch mal einen Sonnenstich.
Mit Buff Hals/Kopfschläuchen hatte ich schon Erfahrung von Mountainbiken, der perfekte Schutz an kalten Tagen vor dem Fahrtwind. Genauso wie jetzt um die Ohren warm zu halten wenn es auf unserer Reise in die Sierra Madre oder auf die Vulkane in Guatemala geht, eingepackt!

Jetzt fehlte nur etwas für die heißen Tage in Mittelamerika. Am liebsten wollte ich etwas Kompaktes, das sogar in die Hosentasche passt und ähnlich wie eine Baseball-Kappe ein Sonnenschirm Besitz.
Auf Anfrage bei Buff bekam ich den Tipp die Schirmmütze PACK RUN CAP (erhältlich im Sommer 2017) zu testen – gesagt, getan. Seit dem möchte ich sie nicht mehr missen. Alle meine Anforderungen wurden erfüllt: extrem leicht, flexibel, passt in jede Hosentasche, hat einen Sonnenschirm, der Stoff ist Mega angenehm und luftig sowie UV beständig, geil! Als Bonus sieht sie verdammt gut aus 🙂

Seit über 4 Monaten sind wir nun sowohl mit den HIGH UV BUFF®, COOLMAX 1 LAYER HAT BUFF®, der CAP PRO BUFF® sowie PACK RUN CAP unterwegs. Sie bewahrten uns vor Halsschmerzen, kalten Ohren sowie heißen Köpfen, den dauertest haben sie alle bestanden.

Das tolle an den Kappen ist, sie lassen sich schnell anziehen und an die Kopfgröße mittels Zip Verschluss anpassen. Selbst mit Dutt kein Problem. Zudem lässt sich der Schirm auch mal schnell hochklappen, falls man mehr sehen möchte – das geht bei einer normalen Baseball-Kappe nicht 🙂
Der Stoff sehr atmungsaktiv, sodass man keinen schwitzigen Kopf bekommt, was bei anderen Mützen oder Kappen schon öfter bei mir der Fall ist. Manchmal lockert sich der Verschluss, jedoch ist er schnell wieder fest gezogen.
Wir sind auf jeden Fall begeistert und packen die PACK RUN CAP überall mit ein!

Da uns die Produkte so gut gefallen, wollen wir zwei HEADBAND BUFF® LOGO WHITE verlosen. Like, share und kommentiert diesen Beitrag und sagt uns, woher ihr kommt sowie wohin ihr gerne damit als Nächstes verreisen wollt.

The post Klaren Kopf in den Tropen bewahren first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/klaren-kopf-in-den-tropen-bewahren/feed/ 0 4763
Wir sind wieder unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wir-sind-wieder-unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/#respond Mon, 31 Oct 2016 20:38:22 +0000 http://taundma.de/?p=4885 Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede…

The post Wir sind wieder unterwegs first appeared on in the nature.

]]>
Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede Menge Wanderpfade, da ist ein Muss für uns zwei.

Guadalajara
Im 16 Jhd. war die Stadt ein Handelsaußenposten. Dieser Kolonialcharm ist die Grundlage der Stadt die leider nur noch einen kleinen Teil der Stadt ausmacht. Wir schlendern über Blattlaub auf den Boulevards, die gespickt sind mit französischen Barocke-Bauten. Die Stadt wurde in den letzten Jahren von der Kunstszene erobert. Seitdem neu entdeckten Potenzial schießen die Galerien mit dem kontemporären Inhalten in Lafayette aus den Kolonialmensionen.
Lafayette bildet einen Kontrast zum Rest der eher geschäftigen Stadt. Hier lässt sich eine Pause einlegen in einem der angesagten Cafes oder Restaurants. Außerdem können wir in den engen Straßen umherschlendern ohne überfahren zu werden. Entspannt die Atmosphäre aufsaugen des künstlerischen Treibens lautet die Devise in Lafayette. Hier ist es ruhig, die Häuser farbig und ab und an schmückt ein zum Stehenbleiben verleitendes Wandgemälde oder Graffiti die Fassade.

In der zweitgrößten Stadt Mexikos geht es turbulent zu. Die Straßen sind gut gefüllt, an vielen Ecken gibt es kleine flohmarktähnliche Verkäufer, die allerlei gebrauchtes Haushalts-Zeug, Handyhüllen oder Krimskrams anbieten. Ebenso locken erstaunlich viele chinesische Restaurants mit einem All-you-can-eat für 3 Euro, verrückt!

Der historische Stadtkern imponiert mit den Hospicio Cabañas. Der neoklassische Hospice-Komplex ist bekannt für seine Domkapelle mit den 57 Fresken von abgemzelten Indigenas – ein gelungenes Stück mexikanischer Geschichte. Heute ist das Gebäude eine Kunstgallerie.

Der weite Platz vom Institutio cultural de cabañas bis zur Kathedrale, entlang der Fußgängerzone bei Mariachi Musik hat sein ganz Eigenes. Diese endet an den riesigen Markthallen, gefüllt mit Essensständen, Obst sowie Gemüsehändlern und diversen Warenverkäufern.

Der Spaziergang bis zum Kunstmuseum entlang der Statuen von Alejandro Colunga und Springbrunnen ist ein absolut sehenswerter Spaß. Die Weite des großzügig angelegten Plazas in der zweit größten Stadt Mexikos ist ein Genuss.

Übrigens lässt sich in der Nähe des alten Busbahnhofs gut und günstig übernachten.

Chapala See
Das bunte Treiben hält uns jedoch nur einen Tag in der Stadt. Von hier starten wir zum Wanderausflug an den Chapala See.
Für 50 Pesos pro Person ist es mit dem Bus von der alten Busstation im Zentrum etwa 1 Stunde entfernt. Wir steigen in Ajijic aus, einem süßen Dörfchen am Fuß der Berge welche den See umzingeln. In der Ortsmitte führen verschiedene Wanderrouten in die schöne Berglandschaft.
Wir wählen den östlichen Pfad, welcher sich entlang der Wasserfälle hochschlängelt. Von hier genießen wir eine tolle Aussicht auf den See und das weite Bergpanorama. Bis Ende Oktober fließt hier noch reichlich Wasser, danach versickert der Wasserfall zunehmend. Über den Wasserfällen teilt sich der Weg und wir wählen den linken Pfad entlang des Berghangs und durch den Wald, anstatt in der Hitze weiter hinauf zu gehen. An der nächsten Gabelung (1 Stunde später) halten wir uns jedoch rechts, es geht steil Bergauf – wir wollen zum Gipfel. Nach 2 Stunden erreichen dann endlich das Gipfelkreuz. Pause! Aussicht genießen!

Durch die unzureichende Beschilderung des Wanderwegs geht unser Rückweg von hier oben nicht wie geplant über einen weiteren Pfad zurück nach Ajijic, sondern auf die andere Seite der Bergkette, nach Las Trojes. Einem witzigen Örtchen am Ende einer Straße die hier in die Berge führt. Dieser Pfad, auch wenn nicht in unserer geplanten Richtung, ist gut markiert und abgestrampelt – wie alle Pfade soweit in der Region.
Glücklicherweise gibt es von hier einen lokalen Bus der uns zurück zum See, nach Jocostepec bringt.
Die Busfahrt geht durch die Früchte- und Beeren-Landwirtschaftsproduktion der Region. Am der Bushaltestelle bekommen wir sogar von den allerliebsten Menschen einen ganzen Beutel Himbeeren geschenkt, soooo lecker und frisch haben wir Himbeeren noch nie gegessen. Und das dank Tatjanas freundlicher Art die Leute auf Spanisch anzusprechen – der Sprachkurs mit Gabriele hat sich schon gelohnt!

Bevor es dunkel wird wandern wir noch zum See, wo mexikanische Wochentouristen die Grillplätze am See besetzt und lauter Musik die Umgebung beschallen.
Mit der Busfahrt über das Land, der langen Wanderung über die Berge und dem Spaziergang zu See, bekommen wir einen kleinen Eindruck der Umgebung. Der See ist groß, jedoch durch die Verschmutzung nicht zum Schwimmen geeignet. Viele Wasserlilien haben sich hier gebildet. Eine Bootstour macht es möglich den See weiter zu erkunden.
Die Wanderung macht definitiv Lust auf mehr, die Landschaft ist schön grün und dicht bewaldet.
Weitere Wanderwege gibt es auf der andere Seite des Sees, die heben wir uns aber für ein anderes mal auf…

Hasta pronto

The post Wir sind wieder unterwegs first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/feed/ 0 4885
Verschwende Zeit in den Rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verschwende-zeit-in-den-rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/#respond Wed, 10 Aug 2016 03:05:21 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4018 Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind…

The post Verschwende Zeit in den Rockies first appeared on in the nature.

]]>
Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind sie, die Rockies und eigentlich nehmen sie nur einen kleinen Teil Kanadas ein. Doch ihre Berühmtheit lockt Jahr um Jahr über vier Millionen Besucher in die Nationalparks. Wir sind zwei davon. Unsere Reise beginnt im Süd-Osten, im Kananaskis Country. Wir entdecken Banff, fahren auf die 93 Richtung Kootney, machen den Rundweg komplett durch die Entdeckungstour in Yoho, bis wir wieder in Banff am Lake Louise landen, um von hier aus in den Norden nach Jasper mit dem Athabasca Gletscher zu fahren. Die Jagd nach der wilden Landschaft der Rockies ist dabei zu Passion geworden. Wir wollen weg von dem Massentourismus im Reisebus. Entdecker zu sein in der Wildnis. Um dann wieder zu schätzen, gemeinsam mit anderen die immensen türkisfarbenen Seen, die gletschergespeisten Flüsse zu entdecken, um bereit zu sein Erlebnisse zu teilen, Sachen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich von der Freude anderer anstecken zu lassen.

Kananaskis Country Provincial Park
Noch am Abend fahren wir von Calgary (Alberta) in die Kananaskis Country Region. Nach wochenlanger Aussicht auf flache Felder, versetzen die empor ragenden Berge uns in Sprachlosigkeit. Die Vorfreude auf Morgen und die ersten Wandererlebnisse wächst. Erstmal müssen wir unser Nachtlager aufschlagen. Wir finden am Seebe Dam ein gutes Plätzchen zum Verweilen. Unsere erste Nacht inmitten der Rockies und neben dem Gletscherwasser gespeisten Bow River.

Auf zum Wandern. Am Barrier Lake angekommen, strahlen wir vor Begeisterung über die Aussicht auf den See und machen uns auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Prairie View Serpentinen-Wanderweg führt über mehrere Aussichtspunkte zum Plateau mit einer wow-Aussicht über Kananaskis Country bevor es nach unten geht zum Jewell Pass. Von hier können wir durch den Wald, später am Strand zurückschlendern, um ein wenig zu plantschen im erfrischenden See.

Startpunkt: Barrier Dam Day Use Area 
Länge: 6,6 km + 8 km für Rundweg
Höhenmeter: 421 m
Entdeckerfaktor: 4 von 10

 

Ein kleiner Zwischenstopp am Grassi Lakes Upper Trail ist drin. Dieser Wanderweg bietet zwei Möglichkeiten hoch zu kommen. Die einfache ist auf der rechten Seite und beginnt hinter dem Interpretationsschild mit obligatorischer Bärenverhaltens-Warnung. Wir folgen den Schildern des Interpretationtrails nach oben mit Blick auf die umliegenden Berge. Anschließend nehmen wir den schwierigen, steilen Weg mit Aussicht auf den Wasserfall und Canmore runter.

Startpunkt: Grassi Lakes Day Use Area 
Länge: 3,5 km Rundweg
Höhenmeter: 125 m

Nach einer weiteren Nacht am Seebe Dam fahren wir abseits der Hauptstraße entlang des Bow Valley Parkway in Richtung Canmore. Ein kurzer Wanderweg im Canyon sorgt für einen Zwischenstopp. Durch die enge Schlucht des Grotto Canyon winden wir uns durch bis zu einer Gabelung. Rechts geht es zu einem Wasserfall, links zu Hoodoos und einer Höhle. Unterwegs immer die Augen aufhalten, denn es lassen sich Malereien der Ureinwohner an den Wänden entdecken.

Startpunkt: Grotto Lake Parkplatz
Länge: 4,2 km Rundweg
Höhenmeter: 50 m

Es ist gut was los als wir am See in Canmore ankommen – also die ruhige Alternative zu Banff, wie im 8 Jahre alten Reiseführer beschrieben, ist das nicht mehr. Vom Grassi Lakes Parkplatz beginnen wir unseren Rundweg. Die Wanderung geht am Wasserfall vorbei, hin zu zwei türkisfarbenen Seen und bietet spektakuläre Aussichten auf Ha Ling Peak. Bei jedem Schritt kannst du das Panorama über Canmore genießen, da du nahe der Klippe bleibst. Oben angekommen entscheiden wir uns einen Rundweg daraus zu machen, so wandern wir 200 m entlang des Damms bis zum Riders of Rohan (Bike) Trail (empfehlenswert für Biker) um den steilen Waldweg hinunterzulaufen. Vorsicht, der Einstieg ist etwas versteckt und beginnt erst ab der Gabelung zum ausgeschilderten Ha Ling Peak Trail.

Unten angekommen spazieren wir entlang des Kanals zum Parkplatz und mampfen ein paar Himbeeren.

Startpunkt: Grassi Lakes Parkplatz
Länge: 5 km Rundweg
Höhenmeter: 250 m

Und wenn du schon in Canmore bist. Hier gibt es den letzten großen Supermarkt, also kaufen wir noch schnell ein bevor es in den Nationalpark geht.


Banff Nationalpark
Wir erreichen den ältesten Nationalpark Kanadas, Banff. Im Herbst 1883 während der Bauarbeiten der Pacific Railway fanden drei Arbeiter heiße Quellen. Dies war die Geburtsstunde des Parks. Mit 6.641 m² voller Berge, Gletscher, Wald, Wiesen und Flüssen ist der Park, eines der Nr. 1 Reiseziel weltweit. Sei bereit seine Schönheiten zu teilen.

In Richtung des Minnewanka Sees ist der Wanderweg C-Level Cirque und führt entlang verlassener Minenarbeiterstätten zu massiven von Gletschern geformten Landschaften mit Aussicht über die Cascade Berge bis zum Aussichtspunkt über den Dingen.

Startpunkt: Upper Bankhead day-use area
Länge: 8,4 km Rundweg
Höhenmeter: 455 m

 

Am Minnewanka See schlendern wir entlang der Küste zum Stewart Canyon. Wir machen halt an einem der vielen Strände um unsere Füße bei einem Picknick an dem azurblauen Wasser zu entspannen. Weiter geht es entlang der glatt gewaschenen Felswände bis eine Brücke in Sicht ist. Sie ist gespannt über dem Cascada Fluss der in den Minnewanka See fließt. Von hier haben wir eine spitzen Aussicht auf den Canyon.

Startpunkt: Lake Minnewanka day-use area
Länge: 3 km Hin- und Rückweg
Höhenmeter: 5 m

 

Der Minnewanka See ist 21 km lang und 142 m tief. Es ist ein wunderschöner Ort zum Abhängen. Schon seit Hunderten von Jahren zelten und jagen Menschen an den Ufern des Sees. Die einheimischen des Stoney-Nakoda Stammes nennen den See Minn-waki, was so viel wie See der Geister bedeutet. Wir genießen den Geist des tief blauen Sees bei einem Sonnenuntergang mit Blick auf den Berg Inglismaldie sowie Elche und Bergschafe! Zur Dämmerungszeit in den Parks unterwegs zu sein, ist immer eine gute Idee, wenn du Wildtiere sichten möchtest. Wer um 4 Uhr aufsteht oder nach 21 Uhr noch unterwegs ist, wird Bären, Moose, Ziegen, Schafen begegnen.

 

Banff, die Stadt ist ein Resort mit Bummelmöglichkeiten auf überfüllten Bürgersteigen. Wir parken unser Auto in einer der Seitenstraßen und nehmen die Bikes ab. Die Fahrradtour führt uns raus zur Cave and Basin National Historic Site, welche die Geschichte des Nationalparks erzählt. Wir besuchen die ersten kommerziell genutzten heißen Quellen, die den Tourismus ankurbelten sowie das einstige Schwimmbad, dass von deutschen Enemy Aliens erbaut wurde.

 

An der Cave and Basin National Historic Site vorbei und in wenigen Fahrrad-Minuten, eröffnet sich das Bergpanorama entlang des Bow Rivers. Weg vom Fluss endet die asphaltierte Strecke. Hier parken wir unsere Räder und machen uns auf den Weg zum Sundance Canyon. Von oben staunen wir über die Aussichten auf die Schlucht.

Startpunkt: Cave and Basin NHS
Länge: 3,9 km asphaltierter Weg + 1,6 km Rundweg
Höhenmeter: 145 m

 

Auf dem Rückweg statten wir dem Banff Park Museum einen Besuch ab. Es dokumentiert das Dokumentieren der Wildnis Kanadas Anfang des 19. Jhd. Es gibt jede Menge ausgestopfter Tiere zu sehen – skurriler Ort.

Ein stetig ansteigender Serpentinen-Weg führt zum Gipfel des Sulphur Mountain. Nach 5,5 km sind wir oben und es zieht zu. Es fängt an zu regnen. Tolle Wurst! Eine Stunde ausgeharrt und es klart wieder auf. Wir kriegen eine spitzen Aussicht auf dem 500 m langen Weg zum Sanson Gipfel. Nach 5 Uhr können wir umsonst mit der Gondel runterfahren. Na das lassen wir uns nicht entgehen.

Startpunkt: Upper Hot Springs
Länge: 5.5 km hoch + 0.5 km
Höhenmeter: 655 m

 

Jetzt, wo wir in der Nähe der Upper Hot Springs sind und dringend eine Dusche nach dem Anstieg brauchen, setzen wir uns in den heißen Pool und lassen die Sonne untergehen über Banff.

Johnston Canyon gehört zu den einfachen und dennoch spektakulären Wanderwegen im Park. So laufen wir auf einem Gerüst durch die Schlucht des Canyons bis zu den Lower Falls, eingehüllt vom erfrischenden Nebel des Johnston Creek. Nach einem weiteren Kilometer erblicken wir die 30 m hohen Upper Falls. Angenehmer wird der zweite Teil der Strecke, da nicht so viele Menschen weiterziehen zu den Ink Pots. Zu sehen gibt es sechs Tümpel, die schwerfällig vor sich hin blubbern in verschiedenen türkis Farbspektren. Die Szenerie ist imposant zwischen den Bergen und am Fluss machen wir die Füße lang und saugen die Umgebung auf.

Startpunkt: Bow Valley Parkway
Länge: 2,4 km Upper Falls + 5,4 km Ink Pots
Höhenmeter: 330 m

 

Kootenay Nationalpark
Vorerst verlassen wir den Banff Nationalpark über den Highway 93 für einen Abstecher zum Kootenay Nationalpark, den Fairmont Springs und Yoho. Der Kootenay Nationalpark liegt in British Columbia. Der Park wurde 1920 gegründet und verfügt über ca. 200 km Wanderwege. Er ist weniger besucht, gilt aber als wildtierreich. Definitiv einen Besuch Wert!


Der orangefarbene Matsch des Paint Pots Trails lädt ein zu einer Schlacht – Wir empfehlen Badesachen anzuziehen. Diese ungewöhnliche Farbe kommt vom hohen Eisenanteil im Fluss. Ureinwohner haben damit gemalt und im 19 Jhd. wurde es abgebaut, nach Calgary geschippert und als Pigment in Farben verwendet. Die Spuren des Abbaus sind sichtbar entlang des Wegs.

Startpunkt: Paint Pots Parkway
Länge: 1,3 km
Höhenmeter: 10 m

 

Türkisfarbenes Gletscherwasser windet sich entlang der weißen Canyonwände beim Marble Canyon Trail. Das sorgt für beeindruckende Aussichten von den unzähligen Brücken über den engen Schluchten. Wir schließen den kurzen Wanderweg in unser Herz.

Startpunkt: Marble Canyon Parkway
Länge: 1,4 km
Höhenmeter: 10 m

 

Bei der Ausfahrt aus dem Park bietet sich der Ausblick in die Tiefen des Sinclair Canyon mit der Redwall Fault Klippe. Anhalten ist ein Muss.

Ein Parks Canada Mitarbeiter gibt uns einen Tipp. Es gibt in der Umgebung noch natürliche heiße Quellen. Die wollen besucht werden. Wir lassen unser Auto auf dem Parkplatz des Fairmont Hot Springs Resort, wandern an den Schwimmbad vorbei, denn wir wollen zur Quelle. Über die Brücke, dann nach rechts (südlich), sagt man uns. Dort sehen wir einen Wasserfall, zwei gefüllte Becken. Das muss es sein. Hier wollen wir hin. Über einen Baumstamm-Pfad steigen wir auf die andere Seite der Schlucht, die uns von unseren Hot Spring Pools trennt. Die Temperatur des Wassers überrascht uns. Die Pools sind lauwarm, aber warm ist eine nette Abwechslung zu dem eiskalten Gletscherwasser. So genießen wir den Sonnenuntergang in unserem Pool mit Blick auf die Rockies.

Abends kehren wir zum Parkplatz zurück. Von hieraus starten wir eine nächtliche Besichtigung der Quelle der Hot Springs. Oben steht eine Bank, über dem nach Sulphit riechenden, heißen Fußbad. Der Himmel ist klar, der Blick nach oben gerichtet und die Füße im Bad umzingelt von ein paar Rehen.

 

Whiteswan Lake Provincial Park
Hier ist die Warnung, die wir nie erhalten haben, die Straße zu den Lussier Hotspings ist an Stellen fürchterlich. Eine Straße, die in die Seite eines Bergs reingesetzt wurde und voll ist mit Hubeln, gilt es zu überwinden. Nach einem kurzen Wanderpfad, der hinunter führt, sind wir schon da. Natürliche Steinpools am Fluss und zwischen den Bergen erwarten uns als Belohnung. Die Pools sind unter Kanadiern kein Geheimtipp mehr, aber die Massen von Banff sind hier noch nicht eingetroffen.

 

Yoho Nationalpark
Ein einfacher 2,3 km langer Weg führt zu den Wapta Falls. Wir joggen ihn. Bei dem Wasserfall angekommen, geht es 60 m in die Tiefe. Von hier aus steigen wir auf einen Hügel, der direkt vor dem Wasserfall ist. Es prescht uns so viel eiskaltes Wasser entgegen – eine super Abkühlung nach dem Lauf, wir sind klitschnass.

Startpunkt: Wapta Falls Parkway
Länge: 2,3 km
Höhenmeter: 60 m

 

Dieser Emerald Lake hat es uns angetan. Wir bleiben gleich mehrere Tage über Nacht auf dem Parkplatz des Sees. Aber erstmal noch einen Halt an der Natural Bridge einlegen und ein bisschen den Kicking Horse River bewundern wie er hier seinen Weg durch das Gestein formt. Jetzt aber ab zum See, das unglaubliche Grün des Sees packt uns, sowie das Klubhaus der Lodge mit Whirlpool – wer dreist genug ist, kann sich einnisten. So nutzten wir den Pool am Abend, wenn wir dann so richtig aufgeheizt sind vom Whirlwasser, springen wir zur Abkühlung in den See.

 

Tagsüber wandern wir uns weiter die Füße wund. Los geht es hinter dem Emerald Lake über den Yoho Pass. Definitiv einer der schönsten Wanderwege in den kanadischen Rockies – es hat alles wofür du in die Rockies kommst. Nach einem steilen Anstieg werden wir belohnt mit Aussichten auf Alpine Blumenlandschaften. Von hier aus ziehen wir weiter Richtung Iceline Trail und wandern über subalpines Gestein. Ein Blick auf die rechte Seite zeigt den Gletscher mit den Takakkaw Falls, die von ihm gespeist werden. Links sind wir dem Gletscher so nah, wir können ihn sogar anfassen. Dazwischen liegt das Little Yoho Tal in einer Schlucht. Jetzt steigen wir hinab ins Tal umgeben von Bächen und blühenden Indian Paintbrushes. Durch den Wald, über eine heruntergekommen Felswand und eine Brücke erreichen wir die Twin Falls. Jetzt geht es Richtung Takakkaw Falls Parkplatz entlang des Yoho River mit einem kleinen Abstecher zu den Laughing Falls, die plötzlich in einer Schlucht auftauchen. Bei den Takakkaw Falls Parkplatz angekommen, vollkommen erschöpft nach einem 30 km Wandertag suchen wir uns eine Mitfahrgelegenheit zu unserem Emerald Lake – Mitgenommen werden, läuft. Um es uns am Abend wieder gemütlich zu machen im Klubhaus des Emerald Lakes.

Iceline via Yoho Pass
Startpunkt: Emerald Lake Parkplatz
Länge: 30,8 km
Höhenmeter: 810 m

Alternativ:
Iceline via Little Yoho
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 20,8 km
Höhenmeter: 710 m

Wasserfall Tour
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 16,4 km
Höhenmeter: 300 m

 

Banff Nationalpark
Am frühen Morgen fahren wir wieder in den Banff Nationalpark. Das morgendliche Licht bringt Lake Louise sanft zum Leuchten auf dem dunkeln Wasser. Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir die Berge herausragen in den Himmel und gleichzeitig spiegeln auf dem Wasser. Wir sind glücklich früh aufgestanden zu sein. Dies sind die Moment wieso du in die Rockies willst. Tipp: Wer nach 7 Uhr kommt, kann sich schon fast anstellen. Der Foto Spot ist nämlich schon ab Sonnenaufgang gut gefüllt. Mittags gibt es auf der Straße Stau!

 

Nach der morgendlichen Romantik steigen wir aufs Bike, denn wir wollen zum Moraine Lake pedalieren. Es heißt der Parkplatz ist klein und der Stress bei der Anfahrt nimmt den Besuchern die spektakuläre Erfahrung. Auf dem Rad bleiben wir sorgenfrei. Die 14 km mit Anstieg sind herausfordernd und wecken Vorfreude auf den Rückweg. Angekommen haben wir die Strapazen vergessen, denn es ist einfach wunderschön, anders als die bisherigen Gewässer ist der See dunkler und die ihn umschließenden Berge hoch.

 

Das wollen wir von oben auschecken, so beschließen wir zum Eiffel Lake zu wandern. Der Wanderweg bringt uns hoch zu Panorama-Aussichten über den Eiffel Lake und das Tal von den Ten Peaks. Jetzt legen wir die Füße hoch und genießen in der Einsamkeit die Aussicht bei einem Picknick.

Startpunkt: Beginnt nach der Moraine Lake Lodge
Länge: 5,6 km
Höhenmeter: 370 m

 

Nach der steilen Abfahrt mit Kurven ist Martin heiß. Am wunderschönen Bow Lake findet er Abkühlung. Ich will zu den Bow Lake Glacier Falls also raus aus dem Wasser bevor die Sonne untergeht – lange hält man es im Gletscherwasser eh nicht aus! Wir schlendern entlang des Ufers, durch den Canyon, über natürliche Brücken. Der Wanderweg ist einfach bis zu dem Punkt als wir versuchen den Wasserfall hochzuklettern – kann man machen. Zurück bei der Num-Ti-Jah Lodge, wo der Wanderweg anfing, beschließen wir zu nächtigen. Den Campingkocher ausgepackt wird mit Blick auf den See Abendessen zubereitet, bevor wir in den Van klettern zum Schlafen.

Startpunkt: Num-Ti-Jah Lodge
Länge: 4,5 km
Höhenmeter: 155 m

 

Eine der schönsten Tageswanderungen, die wir in Banff gemacht haben, ist der Wanderweg zu Helen Lake über den Dolomite Pass bis hoch zum 2993 m hohen Cirque Peak. Der Weg bietet Aussichten über Alpine Wiesen mit Wildblumen, den Bow Lake Gletscher, aber das Highlight ist die 360° Vista vom Cirque Peak Gipfel. Die letzen 30 m krakeseln wir hoch, da loses Gestein uns entgegen kommt. Kein idealer Untergrund, aber für die Aussicht lohnt sich die Anstrengung. Von hier können wir runtergucken auf die Wapta Icefields, Bow Glacier, Bow Lake und Peyto Lake. Wir befinden uns in Augenhöhe mit Mount Hector und Dolomite Peak. Auf dem Rückweg können wir über die südliche Seite hinuntersliden im Schotter. Das macht Laune! Kurz darauf zieht es zu, es fängt an zu hageln. Uh, hier muss man auf alles vorbereitet sein. Wir treffen Leute mit einem Tarp, die uns einladen mit hineinzuklettern. So ein cooles Teil. Ich will jetzt auch so eins. Nach kurzem Abwarten in sicherer Umgebung, geht es im Regen runter zum Parkplatz. Klitschnass sind wir. Nach solch einem Unwetter müssen wir uns erstmal aufwärmen. In der Num-Ti-Jah Lodge gibt es zwei Nachfüllspender mit Heißgetränken und Internet, da zieht es uns hin.

Startpunkt: Helen Lake Parkplatz
Länge: 17 km
Höhenmeter: 1043 m

 

Am Abend können wir uns von den Warmgetränken sowie Internet losreißen und fahren zum Peyto Lake. Es hatte gerade heftig geregnet und der Wald hing voller Tropfen. Ein wenig kam die Sonne heraus und überall funkelte es. So schlendern wir von einer Plattform zur Anderen, denn das Blau dieses Sees ist einfach surreal. Während des Sommers sammelt sich im See reichlich Steinsediment an, so kriegt er dieses fluoreszierende Blau. Der See liegt im Tal Waputik Range, umgeben von Bergen. Dort lässt sich ebenfalls hinwandern, von wo aus du in Richtung des Peyto Gletschers weiterkannst – Hier sind einige Infos dazu. Außerdem fließt er in den Mistaya River, zu dem wir als nächstes wollen.

Startpunkt: Peyto Lake Parkplatz
Länge: 500 m
Höhenmeter: 5 m

 

Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen. Die sind alle wunderschön! Bei diesem kurzen Spaziergang laufen wir über eine Brücke von der wir hinunterschauen können auf den Mistaya Canyon mit seinen kurvigen Auswaschungen der glatten Kalkstein-Wände und dem kraftvoll durchrauschenden türkisfarbenen Wasser. Canyons sind cool!

Startpunkt: Mistaya Canyon Parkplatz
Länge: 0,5 km
Höhenmeter: 35 m

 

Jasper Nationalpark
Am nächsten Morgen sieht die Welt ganz anders aus, denn uns ist nicht nur warm, sondern wir fahren nach Jasper und sehen Gletscher. 11.000 m² geschützte Wildnis zu entdecken mit dem weltberühmten Athabasca Gletscher sowie dem Skyline Wanderweg.

Ein Wanderweg beginnt in der Alpinenzone, also sind wir umgeben von Alpinenblumenlandschaften, Big Horn Schafen mit Blick auf das Columbia Eisfeld. Wilcox Pass ist wahrscheinlich der zugänglichste Wanderweg mit solchen Aussichten. Mit Blick auf die Berge Athabasca, Andromeda, Snow Dome und Kitchener und dem darauf thronenden Eisfeld.

Startpunkt: Wilcox Creek Campground oder Tangle Falls Parkplatz
Länge: 14 km
Höhenmeter: 335 m

Das Columbia Eisfeld ist der Rest des dicken Eismantels, der einst die gesamten Berge Kanadas bedeckte. Es liegt auf einem erhöhten Plateaus, ist das größte Eisfeld in den kanadischen Rockies. 7 m Schnee jährlich – der Schnee transformiert sich zu Eis und fließt in den Sommermonaten durch Ritze in den Bergen und formt die große Zunge der Gletscher.
Der Athabasca ist der am meisten besuchte Gletscher. Der Gletscher ist immer in Bewegung, das wollen wir nicht glauben bei einem Blick auf den Giganten, der so robust wirkt. Er ist massiv. Schon vom Parkplatz hören wir das rauschen eines Flusses, denn wir nicht sehen. Dem Columbia Eisfeld entsprungen, fließt das langsame, eisige Gletscherwasser ins Tal. Das Klima erwärmt sich, somit schmilzt der Gletscher täglich ein paar Zentimeter. In den letzten 125 Jahren waren es 1,5 km, die wegtauten.

Startpunkt: Road to Glacier Schild folgen
Länge: 2 km
Höhenmeter: 50 m

 

Gegenüber liegt das Icefield Centre, wo wir mehr erfahren zum Gletscher, Grizzlies, Schwarzbären, Moose, Karibu sowie Infos bekommen zu den Wanderwegen. Die haben Abrücke einer Grizzly-Pfote da und Parks Canada Angestellte, die all unsere aufgetauchten Fragen beim Wandern mit Freude beantworten.

Entlang der Straße in Richtung Jasper liegen die Tangle Falls. Du erkennst sie an den 20 Autos und 3 Bussen, die in der Seitentasche des Highways parken. Wir steigen aus und klettern die drei Stockwerke des Wasserfalls hoch. Ein paar Fotos und weiter geht es zu den Sunwapta Falls.

Sunwapta ist eine Bezeichnung der indigenen Urbevölkerung und steht für turbulentes Wasser. Der Sunwapta Fluss beeindruckt mit seiner Kraft und Wenigkeit, die er nutzt um durch die enge Schlucht zu rauschen. Entlang des Flusses wandern wir staunend zu den Lower Sunwapta Falls, die einer Serie aus drei Wasserfällen sind. Hier verliert der Fluss seine Turbulenz und fließt ins weite Tal.

Startpunkt: Sunwapta Falls Parkplatz
Länge: 1,2 km
Höhenmeter: 87 m

Um die Wasserfall-Tour komplett zu machen, fahren wir jetzt noch zu den Athabasca Falls. Wir besichtigen die Aussichtsplattformen auf dem asphaltierten Weg. Wir fühlen den feinen Sprühregen der in der Luft liegt und hören das Donnern des Flusses als er in den Canyon prescht.

Startpunkt: Athabasca Falls Parkplatz
Länge: 600 m
Höhenmeter: 10 m

 

Mit über 25 km Wanderweg über der Baumgrenze von 44,1 km insgesamt, ist der Skyline Trail Jaspers höchster und spektakulärster Weg. Die Aussicht breitet sich aus über all das was der Park zu bieten hat. Wir steigen über drei Bergpässe und sehen verschiedenste Blumen, Tiere und die einmalige Szenerie über Jasper. Wir starten am Maligne Lake und wandern 20 km zum Curator campground. Der Anstieg ist graduell und in einer halben Stunde erreichen wir die Lorraine und Mona Seeen. Der gesamte Wanderweg ist stellenweise überseht mit Matsch. Außerdem kann das Wetter hier sehr wechselhaft sein. Ein Schneesturm oder Hagel im Sommer sind keine Seltenheit – sei vorbereitet. Nach dem passieren des Little Shovel Campground sind wir umgeben von Alpiner Tundra und Flüssen. Wir wandern über Alpenwiesen bevor es zum Anstieg auf den Big Shovel Pass geht. Schon sind wir bei der Kreuzung des Curator Campground.

Am nächsten Morgen beginnt der Tag mit einem steilen Anstieg zur Spitze von The Notch – bis August kann hier noch Schnee liegen. Es wird immer besser. Für die nächsten fünf Kilometer folgen wir Gipfelkette des Amber Mountain. Von hier erblicken wir den Icefield Parkway, Jasper und den Mt. Robson. Am Tekarra Campground vorbei beginnt das Springen auf Steinen zum Überqueren der Flüsse. Eine Stunde brauchen wir um Hoch zu kommen auf den Tekarra Mountain. Weiter geht es auf den Signal Mountain mit prachtvoller Aussicht auf das Maligne Fluss Tal. Nach 24 km sind wir am Ziel, dem Signal Hill Parkplatz. Jetzt lassen wir uns mitnehmen zum Maligne Lake. Wer übrigens den Wanderweg von Signal Hill aus startet addiert 530 Höhenmeter zu seinem Wanderweg.

Startpunkt: Maligne Lake – Skyline Parkplatz
Länge: 44,1 km
Höhenmeter: 1410 m

 

Am See nächtigen wir. Am frühen morgen steht das Begrüßungskomitee am Fahrzeug, zwei Moose. Meine Lieblinge, ich habe immer wieder Freude ihnen zu begegnen. Der Maligne Lake ist der größte See der kanadischen Rockies umringt mit Schnee und Eis bedeckten Bergen, entsprungen dem Coronet Glacier fließt er ans Ufer des Aussichtspunktes 22 km. Bekannt wurde der See 1907, dank Mary Schaefer, die einer Karte des Stoney Stammesangehörigen, Samson Beaver, folgte. Diese kannten den See unter dem Namen Chaba Inne oder Biber See. So schrieb die gute über ihr Abenteuer und machte den See zu einer Berühmtheit.

Beim See starten mehrere Wanderwege unter anderem auch der Opal Hills. Dieser ist ein Rundweg, hat einen steilen Anstieg und führt uns direkt zur Aussicht über den See durch den Wildblumengarten. Wir gehen bei der Wanderweggabelung zuerst nach links, so haben wir die Möglichkeit auszuspannen in dem Blumental bevor wir zu einer weiteren Gabelung kommen. An dieser Stelle können wir nach rechts zum Abstieg um den Rundweg komplett zu machen oder nach links um über einen Bergkamm höher hinaus zu kommen. Die Aussicht vom Bergkamm ist den weiteren Kilometer wert. Du siehst den See und die Bald Hills auf der anderen Seite. Halte die Augen offen, denn Grizzlies, Schwarzbären, Ziegen und Schafe sind hier unterwegs.

Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links
Länge: 8,2 km Rundweg
Höhenmeter: 460 m

 

Unten angekommen machen wir einen Doppelloop daraus. Wir wandern den Mary Schaefer Rundweg entlang des glasklaren Wassers des Maligne Sees, schnuppern an den Kiefern und Fichten und staunen über die Aussicht auf die 3000 m hohen Gipfel der Endless Chain Ridge.
Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links

Länge: 3,2 km
Höhenmeter: 5 m

 

Auf dem Rückweg Richtung Jasper, der Stadt, liegt der Medicine Lake. Sommerbesucher halten ihn für einen normalen Bergsee. Im Sommer wird der See gefüllt mit Gletscherwasser, doch im Herbst/Winter verschwindet er. Er trocknet aus, aber es gibt keinen sichtbaren Kanal. Wohin verschwindet das Wasser? Durch Löcher im Grund fließt der See durch ein unterirdisches Höhlensystem in den 16 km entfernten Maligne Canyon. So glaubten Ureinwohner, dass der See magische Fähigkeiten besitzt wie ein Medizinmann, daher der Name. Also machen wir es uns am Seeufer gemütlich und verdrücken unser Mittagessen.
Gestärkt fahren wir zur 6sten Brücke des Maligne Canyons. Wir passieren die Brücke, wandern östlich entlang des gutmarkierten Wanderwegs das Flussbett hoch. Wir folgen dem Fluss aufwärts, so wird die Aussicht zunehmend dramatischer. Bei der vierten Brücke ist die Schlucht ein Canyon. Ab der dritten Brücke sind deutlich mehr Besucher da, die Aussichten spektakulärer. Einer der schönsten Canyons in den Rockies. Zurück nehmen wir die Route durch den Wald.

Startpunkt: 6th Bridge Parkplatz
Länge: 3,7 km
Höhenmeter: 100 m

In Jasper angekommen, gönnen wir uns ein paar Teilchen. Bald darauf verabschieden wir uns zwar aus den großen Parks, aber noch nicht von den Rockies.

Viel Spaß beim Wandern,
Martin und Tatjana

Nochmal unsere Tipps:
Die meisten Wanderwege sind für den Massentourismus uninteressant.
In der Dämmerung lassen sich fast immer Wildtiere entdecken.
Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen.

The post Verschwende Zeit in den Rockies first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/feed/ 0 4018
Die schönsten Strände in Manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-schoensten-straende-in-manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/#comments Sun, 10 Jul 2016 05:51:46 +0000 http://taundma.de/?p=4333 Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der…

The post Die schönsten Strände in Manitoba first appeared on in the nature.

]]>
Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der anhaltende Sommer diktiert weiterhin unsere Stopps, sodass es täglich einen Halt am See gibt. Auf unserer Strecke nach Saskatchewan können wir ein paar davon empfehlen.

In Manitoba angekommen müssen wir uns entscheiden welche Route wir wählen. Die Wahl lag zwischen der direkten, südlichen Route, die vorbeizieht an Parks wie dem Spruce Woods Provincial Park mit seinen Sanddünen und Wüstenlandschaften, oder der nördlichen Route mit den großen Seen und den beliebten Sandstränden des Winnipeg und Manitoba Sees, sowie des Grindstone Provincial Park mit isländischen Wurzeln.
Wir entscheiden uns für die Nord-Route, da diese vielversprechender und spannender klingt, sie abseits der großen Highways liegt, uns in den wenig erschlossenen Norden und zu unserem nächsten Ziel, Saskatoon in Saskatchewan führt.

Obligatorisch war es für uns in der Hauptstadt der Provinz Manitoba, in Winnipeg anzuhalten. Daraus ist Liebe geworden. Ein Tag lang sind wir durch die Stadt gewandert um das Flair sowie die Geschichte aufzusaugen. Was gibt es darbüber zu sagen: Es ist eine eindrucksvolle Stadt mit spannenden architektonischen Bauten. Wir vergucken uns in die fußgängerfreundliche Innenstadt mit ihrem Flair. Im Blog von Snoopsmouse ist ein toller Beitrag zum Sehenswerten in der Stadt. Absolut sehenswert ist das Museum für Menschenrechte, das Modernen Kunst Museum, Riels Grabstätte sowie der Golden Boy!

Anschließend ging es weiter zu den Stränden des Winnipeg Sees, Sonne tanken. Zu den beliebtesten Ausflugsorten am See gehören Grand Beach Provincial Park und Victoria Beach im Norden-Osten sowie Winnipig Beach auf der Westseite des Sees.
Der Besuch bei Grand Beach überrascht uns. Der Strand ist mit seinem hellen, feinen Sandstrand traumhaft und es ist immer was los. Rettungsschwimmern halten Patroulie. Große Komplexe stehen entlang der Sandbank mit Zugang zu Toiletten, Duschen und Einkaufsmöglichkeiten. Das Wasser war zwar etwas algig und kühl, aber die Winnepiger hat es auch nicht gestört. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen ein paar Runden zu schwimmen. Immerhin wird das Wasser hier ständig kontrolliert wie uns ein Bademeister verrät.
Weiter nördlich ist der privatisierte Strand Victoria Beach, kostenpflichtige Parkplätze inklusive – nichts für uns. Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter nördlich und gelangen zu einem abgelegenen Strand. Wer die Badehose oder ein Kanu eingepackt hat, sollte es sich nicht nehmen lassen die wenigen hundert Meter zum Elk Island Provincial Park rüber zu schwimmen/paddeln – eine herrliche Aussicht!

Das Nachtlager schlagen wir an diesem Tag auf der anderen Seite des Sees auf, in der isländischen Siedlung Gimli. Ein kleiner Ort mit ruhigem Strand und einer, wie soll es anders sein, Wikinger Statue. Ein riesiges Ding, enthüllt von Dr. Asgeir Asgeierson! Die Cafés hier verkaufen isländische Vinatarta: ein 14-schichtiger Traum.
Früh am Morgen geht’s dann zum Hecla / Grindstone Provincial Park, welcher als Halbinsel in den See Winnipeg hineinreicht. Eine historische isländische Siedlung, gemütliche Wanderwege, Strand, Pelikane und tolle Schilfflandschaften machen dieses Fleckchen aus. Bei einem Spaziergang in der Schilflandschft zwischen den hohen Gräsern entdecken wir ein paar Tierchen. Es wird ein ausgiebiger Tagesbesuch, bevor wir unsere Reise zum zweitgrößten See der Provinz fortsetzen.

Der Manitoba See ist erstaunlich warm. Es lässt sich schwimmen an der schmalsten Stelle des Sees, kurz The Nerrows genannt. Wir übernachten direkt am Seeufer. Auf der weiteren Fahrt durchs Land ziehen wir vorbei an kleinen Siedlungen und großen Feldern.

Unser Ziel für den nächsten Tag ist der Riding Mountain National Park. Eine Bisonherde, die nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, verspricht einen spannenden Aufenthalt. Leider hat sich diese irgendwo im Gehege, welches wir mit dem eigenen Auto durchfahren können, :O versteckt. Dafür streift ein großer Braunbär durchs Unterholz und läuft uns vor die Kamera – Knips! Aus dem Gehege raus, unternehmen wir einen Spaziergang im Park und gehen ins Wasser, am Clear Lake sowie am See Audy – ein Herr den wir treffen, weißt uns daraufhin, dass ab Alberta die Seen mit Gletscherwasser gespeist werden und somit viel zu kalt sind zum Schwimmen, deswegen nutzen wir jede Möglichkeit für ein paar Streifzüge.
Doch die Prärie ruft uns und wir schwingen unsere Hufen auf der Schotterpiste Richtung Highway. Von hier wirkt das Land wie ein Langgezogenes, nicht endenwollendes Bauernfeld.

Unterwegs halten wir im Prairie Mountain Regional Museum und nutzen die Möglichkeit etwas über die lokalen Transportmittel von früher zu lernen, besuchen eine alte Oneroom-Schule mit Farbtopftupperdosen sowie ein Familienhaus mit viel Lektüre zum Verhalten der Präriedamen. Danke Alison für die Geschichtsstunde sowie den Hinweis, dass die Saskatoon-Beeren gerade reif sind zum Verzehr. JAMI, damit haben wir uns die nächsten Wochen, so oft es ging, die Bäuche vollgeschlagen.

Auf dem Weg Richtung Saskatchewan verschwinden selbst die kleinen Hügel Manitobas und wir sehen das Bild der Prärie Kanadas immer deutlicher – Felder und überdimensionale Speicher!
Einen der größten noch erhaltenen Kornspeicher aus Holz entdecken wir in Inglis, das an der Grenze zu Saskatchewan liegt. Wir sind beeindruckt von den Schönheiten aus Holz mit ihren Dimensionen. Der Regen setzt ein. Kurz vor Saskatoon schlagen wir unser Nachtlager, mitten in der Pampa auf.

The post Die schönsten Strände in Manitoba first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/feed/ 2 4333
Mittanzen auf Manitoulin https://inthenature.de/indianer-auf-manitoulin/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=indianer-auf-manitoulin https://inthenature.de/indianer-auf-manitoulin/#comments Fri, 17 Jun 2016 05:00:55 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=3033 Manitoulin Island ist die größte Süßwasserinsel der Welt. Mit einer Fläche von 2.766 km² könnte es Wochen dauern, bis wirklich all die dort…

The post Mittanzen auf Manitoulin first appeared on in the nature.

]]>
Manitoulin Island ist die größte Süßwasserinsel der Welt. Mit einer Fläche von 2.766 km² könnte es Wochen dauern, bis wirklich all die dort befindlichen Süßwasserseen und Flüsse erkundet und die unzähligen Pfade abgewandert sind.
Wir nehmen uns 4 Tage Zeit. Der Zeitraum von Mitte Juni bis Anfang August ist perfekt, sagt man, da nicht nur das Wetter zum Wandern stimmt, sondern da zu der Zeit die Powwows der indigenen Gemeinden, die auf der Insel leben, stattfinden.

An- und Abreise
Es gibt zwei Möglichkeiten, um auf die Insel zu kommen: mit dem Auto oder mit dem Boot. Die Drehbrücke in Little Current, an der nordöstlichen Spitze der Insel, verbindet Manitoulin zu Ontarios Autobahnnetz. Von Mitte Mai bis Mitte Oktober fährt eine Fähre die MS Chi-Cheemaun von Tobermory zur südöstlichen Spitze der Insel zum Dorf South Baymouth. Die Überfahrt durch den Fathom Five Marine Park dauert ca. 1 ¾ Stunden und bereitet uns Freude – tolle Aussichten.

 

Providence Bay
Wir verlassen South Barmouth direkt und fahren zur Providence Bay Beach: Es ist einer dieser Orte, an denen man sich hinsetzen kann und den Tag vorbeiziehen lassen. Auf dem Boardwalk über den Sanddünen faulenzen wir und genießen einfach die Schönheit der weiten Landschaft. Es ist eine wunderschöne Gegend!
Anschließend statten wir Mutchmor – es liegt auf der gleichnamigen Straße in der Stadt, einen Besuch ab. Schon von außen schreit es, komm rein! Ich bin zu interessant um an mir vorbeizulaufen. Herr Garniss erklärt, dass der Name des neuen Raumes, der Mutchmor, vom Namen einer der ursprünglichen Familiennamen im Dorf abgeleitet wird. Herr Garniss Freundin Bridgette Sarong hat ein Peace Café im vorderen Bereich des Gebäudes eröffnet. Frau Sarpong serviert ausgezeichneten Espresso und Karamell gefüllte Schokokekse mit Meersalzsträusel-Haube. Aber eigentlich ist das ganze eine Galerie mit verschiedensten Arbeiten von Künstlern der Insel. Gleichzeitig ist es ein Bioladen mit handgefertigten Produkten wie Seife, ein Fortbildungsraum und im oberen Teil ist es ein Studio für Yoga-/Tanzlehrer – ein sehenswertes Gemeinschaftsprojekt.

 

Gore Bay
Nach einem Großeinkauf bummeln wir hier durch die Alleen. Wir ziehen an eleganten historischen Villen, keine gleicht der anderen, vorbei und entlang der Promenade, die sich am südlichen Ende der Bucht schlängelt. Dort steht eine Marina auf dem Nordkanal. Hier gönnen wir uns eine längst überfällige Dusche. Das Passwort kriegen wir von den Angestellten – ziemlich cool!

 

Kagawong
Wer liebt es nicht Wasserfälle zu besuchen? In der Nähe von Kakawong gelangen wir leicht zu Fuß über einen Pfad entlang des Flusses zu den Bridal Veil Falls. Das Geilste ist es, dass wir hinter das Ding klettern können. Die Felsen kann man als Rutsche nutzen um im Basin des Wasserfalls zu plantschen. Yeah!

Über die Stahltreppe neben den schönen Wasserfällen gelangen wir zur Draufsicht –*Knips und anschließend zur Straße mit Parkplatz. So schlendern wir gemütlich entlang der Straße zurück zum Auto. Die Nacht verbringen wir am Pier und wachen mit dem schönsten Sonnenaufgang der Insel auf!

 

M’Chigeeng
Wir gehen wandern und reinigen uns spirituell. Der M’Chigeeng Aboriginal Trail liegt im Reservat. Der Weg beginnt hinter dem Gelände des Powwows am Highway 551, südlich des Highway 540. Für die Ureinwohner ist die Wanderung eine spirituelle Reinigung. Der Wanderweg besteht aus zwei Pfaden: einer entlang der Unterseite der Klippe, und der andere klettert an die Spitze dieser. Die Spitze der Klippe bietet eine hervorragende Aussicht auf die Bucht. Hier zwischen den Hollywood-Buchstaben M’Chigeengs und mit Blick auf die Stadt können wir die Beine lang machen.

Jetzt geht es in das Ojibwe Cultural Foundation Zentrum. Diese Stiftung verfügt über eine aussagekräftige Sammlung indigener Kunst, informierende Schautafeln und Platz für alles was in der Gemeinschaft benötigt wird.
In der Ausstellung werden Zusammenhänge von Gemeinschaften erklärt: Jeder Mensch wurde als Angehöriger eines Klans geboren. Diese unterscheiden sich voneinander durch Tiernamen, die Totem. Es ist ein abgeleiteter Begriff aus der Ojibwe-Sprache für blutsverwandte Geschwister. Die Gemeinschaft ist hervorgegangen aus sechs Gründerklans, die ihren Ursprung in der Morphologie von sechs unterschiedlichen Tieren sehen. So entstand einerseits die Gemeinschaft und andererseits war es ein Schutz vor Inzest, denn das Totem wird patriarchal weitergegeben. Geschickt!

Ein großer Teil der Ausstellung setzt sich mit Residential Schools auseinander. Residential Schools nannte man Schulen, die von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1996 betrieben wurden. Es handelte sich um Internate, zu denen ausschließlich die Kindern der kanadischen Ureinwohner zwangsgeschickt wurden. In Kanada herrscht Schulpflicht, diese machte vor den Ureinwohnern nicht halt, und sammelte teilweise mit Gewalt die Kinder aus den Gemeinden ein, um sie zum Internat zu bringen. Diese Schulen sollten die Kinder von den Eltern fernhalten und zugleich von ihrem kulturellen Einfluss. Der Gebrauch ihrer jeweiligen Muttersprache wurde ihnen strikt verboten, stattdessen sollten sie Englisch bzw. Französisch lernen. Sie vergaßen ihre Muttersprache somit waren sie nicht in der Lage sich mit den eigenen Müttern, Vätern, Großeltern auszutauschen. Damit verbunden war ein allgemeiner Zivilisierungsauftrag. Unglaublich ist die Vielfalt an Wahrnehmungen: So werden dankbare Künstler vorgestellt, die ihr Potenzial innerhalb diesen Schulen voll ausgeschöpft sahen. Bei anderen steht der kulturelle Völkermord im Vordergrund – wie ein solches Entwurzelungsprogramm zu einem weitgehenden Verblassen kultureller Erinnerung führte.

 

Cold Springs
Der Cup and Saucer Trail ist eine Wanderung, die du nicht verpassen möchtest. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Er bietet legendäre Blick auf die Insel und der optionale Adventure Trail ist bombe. Ich würde jedem den abenteuerlichen Teil ans Herz legen, der bereit ist am Boden zu robben und sein Körpergewicht auf und über Felsen stemmen sowie sich zwischen Felsspalten zu zwängen kann. Zwei Aufstiegsetappen müssen wir erklimmen um zu den versprochenen Aussichten zu gelangen. Am Abhang der 70 Meter hohen Klippen stehen wir mit Ehrfurcht, deswegen legen wir uns besser hin und genießen den Panoramablick über der Insel. Die Aussicht ist toll. Die 12 km plus Adventure Trail haben wir in 4 Stunden geschafft und es war jeden Schweißtropfen wert. Unser Top Ding to do auf Manitoulin Island!

 

POWWOW
Ein Powwow ist ein Zusammentreffen verschiedener Indianerklans um gemeinsam in Trachten zu tanzen, zu singen, zu trommeln, Kontakte zu knüpfen und die indianischen Kulturen zu ehren. Das wollen wir erleben. Mal Teil eines Powwows sein oder zu mindestens zu schauen. Ein kurzer Blick auf den Veranstaltungskalender genügt, nächstes Wochenende steigt die Party in Wikwemikong. Die sieben Indianergemeinden feiern von Juni bis September an einem ausgewählten Wochenende für zwei Tage, wobei Wikwemikong – Wiki genannt, heraussticht an Größe und Popularität. Mit vollbepackten Reisebussen kommen die Klans aus ganz Kanada und sogar Amerika.
Zur Geschichte lässt sich Folgendes festhalten: Um 1850 entstanden die Vorläufer der Powwows als Veranstaltungen von Kriegerstämmen. Zur Stärkung der Gemeinschaft eingeführt, entwickelte es sich zur Darstellung der eigenen Identität im Bereich des traditionellen Lebens. Identität ist bis dato ein neuer Gedanke für die Ureinwohner. Deshalb weisen diese Veranstaltungen kriegerische, tierische, soziale, unterhaltende und andere Aspekte auf. Also ein indianisches Volksfest mit allem was die Teilnehmer eingepackt haben für den Tag.

Angekommen, schauen wir uns erstmal um. Im Eingangsbereich sind Essensstände. Es ist ein kreisförmiges Gelände mit einem Pavillon im Zentrum in dem getrommelt wird, am äußeren Rand sind überdachte Tribünensitzbänken, dazwischen ist Platz für jede Menge Menschen in knallbunten federverzierten Kostümen. Wir finden ein gemütliches Sitzplätzchen auf der Holztribüne im Schatten. Es sind heute nämlich gefühlte 40 °C. Ach übrigens … Janina und Sebastian, die super cool sind, gerade Kanada erkunden und die wir auf dem Festland kennengelernt haben, mehr dazu im Folgeeintrag, sind auch am Start. Die Veranstaltung wird eröffnet mit einer Einzugszeremonie, gilt als heilig, somit darf währenddessen nicht gefilmt oder fotografiert werden. Bei diesem Einzug laufen Geistliche, Flaggenträger und Tänzer zum Rhythmus der Trommel in die Arena ein. Flinke Füße haben die Tänzer. Elegant und leicht hüpfen die Damen von einem Fuß auf den Anderen. Jetzt folgt die Ehrung der Veteranen. Die Party beginnt: Es wird wieder gehüpft, die Metallglöckchen an den Kleidern rascheln, farbige Tücher werden geschwungen und manche Tänze mit Geld belohnt. Als es um Geld geht, fangen Martins Hüften an zum rhythmischen Trommeln zu pulsieren. Ehe wir uns versehen, schwingt er das Tanzbein im Zirkel und darf im Anschluss dem Häuptling der Kaboni Gemeinde die Hand schütteln, der ihn hier willkommen heißt. Mittanzende sind willkommen!

 

Wikwemikong
Bei dem ganzen Getanze wird uns heiß. Wir sind auf der Suche nach Abkühlung. Wir kriegen einen Tipp: Ins Wasser springen vom Pier hört sich bei den Temperaturen wahnsinnig toll an. Wir fahren die Indian Dock Road hoch und hüpfen ins kalte Wasser.

 

Little Current
Auf dem Weg nach Little Current ist ein super Halt für die Aussicht auf die Lacloche Berge, den Nordkanal und eigentlich über die ganze Umgebung: McLean’s Mountain Lookout! Ich habe mir sagen lassen, dass sich hier der schönste Sonnenaufgang ganz Ontarios genießen lassen. Aber jemand war zu faul so früh aufzustehen. Ich sag nicht wer!! Naja, wäre bestimmt bewölkt gewesen.

An einem so heißen Tag, ist Eis ein Muss. Die lokale Eisdiele 3 cows and a cone hat ein überwältigende Auswahl. Wir schlecken gemeinsam und bestaunen die Drehbrücke, die ein Segelboot passieren lässt.

Danke für die Tannenbäume zum Einpflanzen,
die wir als Geschenk beim Verlassen des Powwows bekommen haben.

Einkaufen: Lebensmittel lassen sich nur aufstocken in Gore Bay oder Little Current.
Duschen: Gibt es in Little Current am Hafen.

The post Mittanzen auf Manitoulin first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/indianer-auf-manitoulin/feed/ 1 3033
Algonquin Provincial Park https://inthenature.de/algonquin-provincial-park/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=algonquin-provincial-park https://inthenature.de/algonquin-provincial-park/#respond Tue, 07 Jun 2016 01:40:50 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2905 Ab Mitte/Ende Mai wird es warm in den südlichen Provinzen wie Ontario. Es markiert ebenso den Startpunkt der Schwarzfliegen und Stechmücken Saison…

The post Algonquin Provincial Park first appeared on in the nature.

]]>
Ab Mitte/Ende Mai wird es warm in den südlichen Provinzen wie Ontario. Es markiert ebenso den Startpunkt der Schwarzfliegen und Stechmücken Saison – diese BIESTER. Nach dem Winter ruft uns der Sommer in die Natur und treibt unsere Reise Anfang Juni westwärts, in die Provinz Ontario!

Wir durchfahren und durchwandern wir den ältesten Nationalpark Kanadas, den Algonquin Provincial Park. Im Jahre 1893 gegründet, mit der Größe 1/4 Belgiens, ist es ein idealer Park zum Wandern und besonders zum Kanu fahren. Kein Wunder bei 2,400 Seen und 1,200 Fluss-Kilometern, die während der Gletscherschmelze entstanden sind, ist viel Platz zum Paddeln.

Über den Highway 60, der mitten durch den Park führt, erreicht man fast alle Wanderwege oder Kanu-Einstiege. Nur einige wenige mehr Tages Wander-Routen sind nur über die Randgebiete des Parks zu erreichen.
Die meisten Wanderwege im Park sind mit 2–5 km kurz und mehr oder weniger abwechslungsreich. Die Szenerie besteht aus einem Mischwald mit einer Überzahl an Ahornbäumen, Seen oder Felsvorhängen. Zu empfehlen sind definitiv die Aussichtspunkte Lookout Trail (1,9 km) und Hardwood Lookout Trail (0,8 km) mit Erklärungen zur Vegetation. Als halbtags Wanderung empfehlen wir den Centennial Ridges Trail (10 km) Wanderweg, der ein halbes Dutzend herrlicher Aussichtspunkte von Felsklippen auf die grünen Weiten des Parks bietet.
Für eine kurze Wanderung ist der Beaver Pont Trail (2 km) eine gute Möglichkeit Biberdämme und auch ein paar fleißige Biber bei der Arbeit zu sichten.
Ein Muss ist der Kurze, aber überaus informative Wanderweg Logging Museum (1,3 km), welcher in einer Zeitreise die Geschichte der Holzfäller in dieser Region interaktiv darbietet. Zu bestaunen sind Holzhütten-Unterkünfte, eingesetzte Sägen, Transportschlitten und weitere Fahrzeuge, sowie eine Darstellung wie das Holz über die Flüsse und Seen zu den großen Verarbeitungsfabriken transportiert wurde.
Interessant ist genauso der Track and Tower Trail (7.7 km) mit Aussicht auf den Cache Lake sowie der Mizzy Lake Trail (11 km), der um neun Seen führt.

 

 

 

 

 

 


Kanus ausleihen und 1–5 Tage paddeln. Die Wasserwege sind gut vernetzt und bieten die Möglichkeit sich leise an die Tierwelt heranzupirschen. Algonquin Bound Outfitters und Algonquin Outfitters stattet mit Equipment und Erfahrung aus.
Wer als Reisezeit den Juni wählt, sollte definitiv Anti-Mückenspray einpacken. Am Besten eignet sich jedoch ein Netzoberteil, das spart ständiges einnebeln mit Giftstoffen. Im Juni sind nachts Moskitos und tagsüber Schwarzfliegen aktiv somit ist man unter Dauerbelagerung.

Bei der Größe des Parks sollte der Aufenthalt gut vorbereitet werden. Die Übernachtungen in dem Provincial Park kosten 40$ pro Stellplatz. Für einen längeren Aufenthalt in Ontario lohnt sich der Saison-Pass. Dieser kostet zwar 125$, gilt aber pro Auto für die Tagesnutzung in allen 330 Parks und lohnt sich ab dem 8 Park Besuch. Damit kommen wir nicht nur zu vielen Stränden, Seen oder Wanderwegen, sondern zu warmen Duschen und Waschmaschinen :)
Spartipp: Der Zugang mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist in die Parks übrigens kostenlos! Alternativ kann für ca. 10$ ein Zeltplatz auf einem der mehrtägigen Wanderwege gebucht werden.

 

The post Algonquin Provincial Park first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/algonquin-provincial-park/feed/ 0 2905