Schwimmen | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 13:18:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Schwimmen | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Mexiko, Reiseziel im Winter https://inthenature.de/mexiko-reiseziel-im-winter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mexiko-reiseziel-im-winter https://inthenature.de/mexiko-reiseziel-im-winter/#comments Wed, 06 Dec 2017 07:51:14 +0000 http://taundma.de/?p=5500 Besucht Mexiko! Es schenkt Reisenden die größten Schätze, die ein Land zu bieten hat. Neben einzigartigen Naturwundern, einer sicheren und…

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Besucht Mexiko! Es schenkt Reisenden die größten Schätze, die ein Land zu bieten hat.
Neben einzigartigen Naturwundern, einer sicheren und komfortablen Art durch das Land zu reisen, niedrigen Preisen und vielfältigen Speisen, zeichnet das Land besonders die neugierige, offene und gutherzige Kultur der Mexikaner aus. Nach unserer Reise quer durch Kanada haben wir nirgendwo so herzensgute Menschen getroffen wie hier.
Wie in Mexiko das Weihnachtsfest gefeiert wird, verraten wir euch im Laufe des Monats – seit also gespannt! Als Vorgeschmack gibt es vorab eine bunten Einblick in die Kultur, die vielfältigen Landschaften und wieso es sich sonst noch lohnt Mexiko zu besuchen, besonders für all diejenigen, die der winterlichen Kälte entfliehen wollen.

Die Reise durch das Land ist extrem entspannt. Entweder mit einem der zahlreichen und teilweise luxuriösen Reisebusunternehmen oder den lokalen Minibussen. Keiner versucht dich als Tourist übers Ohr zu hauen, wie wir es leider in Kuba erleben mussten. Überall bekamen wir Hilfe und Tipps. Selbst Taxifahrer und Hotelangestellte haben uns auf Anfrage alternative Transport- oder Übernachtungsmöglichkeiten genannt, die in unser Budget passten. Unglaublich, wo erfährt man sowas noch heutzutage?

Geschätzt haben wir speziell die Kontaktfreudigkeit der Menschen. Im Bus, beim Imbiss oder auf der Straße begegnen uns die Menschen sehr herzlich und neugierig, fragen, woher wir kommen, wie es uns hier gefällt und ob uns das Essen schmeckt. Oh ja und wie es uns schmeckt! Die Auswahl ist riesig und wechselt von Region zu Region. Nicht nur die Taco-Variationen, mal mit knusprigen oder traditionellen Tortilla, sondern besonders die mit Käse oder Mole gefüllten Polente-Taschen (Tamales) haben es uns angetan – JAMI!

 

Jeder Tag ist wie ein Besuch der Sprachschule. Täglich werden die Grundlagen abgefragt: Cómo estás? De dónde eres? Te gusta la comida en mexico?
Da kaum Englisch gesprochen wird, empfiehlt es sich vorher oder vor Ort einen Spanischkurs zu besuchen, beziehungsweise mindestens einige typische Sätze zu üben. Nach einem 10-tägigen Auffrischungskurs zum Schulspanisch verbessert sich der Wortschatz sowie der Schwierigkeitsgrad von Tag zu Tag. Die Sprache macht einfach mega Spaß und vieles kann vom englischen Abgeleitet werden! Vor allem kann man viel üben, da die Mexikaner sich so gerne unterhalten.
Zurückhaltende Mexikaner gibt es auch, aber das Eis ist schnell gebrochen, sobald sie merken, dass der erwartete „Gringo“ ein spanisch sprechender Europäer ist. Erwähnt ihr zudem aus Deutschland zu sein, gehen die nächsten Freudentänze los. Fußball lieben die Mexikaner, wie ziemlich alle in Mittelamerika. Bayern München ist demnach sehr bekannt und wird oft als Lieblingsmannschaft genannt.
Schnell entwickelt sich eine lebhafte Unterhaltung mit sichtlich begeisterten Mexikaner. Die gute Laune, dass man die Sprache spricht, sich für das Land interessiert und das Essen liebt, wird dann oft dadurch zum Ausdruck gebracht, das sie uns sogar das Essen oder die Busfahrt spendieren. Selbst haben die Mexikaner selten das Geld zum Reisen, kümmern sich dann aber umso herzlicher um begeisterte Reisende.

Die Nachrichten vom starken Erdbeben vor einigen Wochen verbreitet traurige Stimmung. Doch das, was Mexiko so einzigartig macht, ist der Zusammenhalt der Menschen. Sofort waren die Leute auf der Straße, räumten Trümmer weg, organisierten Lebensmittel und kümmerten sich um Verletzte. Genau wegen dieser positiven und offenen Kultur sowie der Schönheit des Landes haben wir Mexiko, neben Kanada, zu unseren Traumländern erkoren. Die Empfehlung deswegen – besucht das Land und erlebt diese einzigartige Kultur.

Ein Besuch ist nicht nur die Unterstützung, die das Land benötigt, sondern lohnt sich sowohl als Strandurlaub an der sonnigen Karibikküste, für Kultur Reisen der Azteken und Maya Gescichte sowie Abenteuerreisen durch die Natur des Landes.
Außerdem ist der Besuch so sicher wie jede Reise auf der Welt oder in Europa. Nach vier Monaten im Land ist die Erfahrung, dass man überall seine Sachen liegen lassen kann, selbst bei Dunkelheit in den finstersten Gassen herumlaufen oder in jeglichen Unterkünften sicher schlafen kann. Geklaut wurde einzig eine kurze Hose, die ich am Strand liegen gelassen habe. Keine Spur von Taschendieben bewaffneten Gangs oder zwielichtigen Personen. Klar läuft auf dem Land jeder mit einer Machete rum, die gilt hier jedoch als allzweck Werkzeug. Ob zum Knacken der Kokosnüsse, zum Stutzen des Rasens im Vorgarten oder der Arbeit auf dem Feld. Obwohl Drogen als Problem in den Medien beschrieben werden und es sich in den Köpfen der Menschen scheinbar festgebrannt hat, haben wir davon nichts Zwielichtiges mitbekommen! Dabei waren wir in einer Region (Michoacán), die als Umschlagplatz für Drogen bekannt ist, wie uns einheimische erzählten. Sonst hätten wir das wohl nie mitbekommen, denn auf dem Land ist das leben viel zu idyllisch.
Macht euch also selbst ein Bild, die Flüge nach Cancun (Yucatán) sind preiswert und der perfekte Start für eure Tour!

 

Als Teil des Outdoorblogger Adventskalenders 2017 öffnet sich an jedem Tag im Dezember ein neues Türchen und eine neue Geschichte auf einem anderen Blog.

Am 05. Dezember stellte schöne-aussicht.de eine 24 Stunden Wanderung vor und am 07.12 zeigt bigvantheory.com die positiven Effekte des Reisens.

Schaut rein und entdeckt neues!

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Westlich der Rocky Mountains https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=westlich-der-rocky-mountains https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/#respond Wed, 18 Oct 2017 22:22:18 +0000 http://taundma.de/?p=4576 Nach den Wochen voller Wanderungen, unzähligen Eindrücken gigantischer Bergkulissen und azurblauen Seen, konnten wir uns nur schwer von den Rocky…

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Nach den Wochen voller Wanderungen, unzähligen Eindrücken gigantischer Bergkulissen und azurblauen Seen, konnten wir uns nur schwer von den Rocky Mountains trennen, um weiter Richtung Vancouver zu fahren. Doch gibt es vor unserem Abflug nach Mexiko sowie auf dem Weg nach Vancouver noch viel zu entdecken!
Ein Jahr ist diese Reise nun her, jetzt vervollständigen wir den Reisebericht zu unserer Route quer durch ganz Kanada.

Von Jasper nehmen wir den Yellowhead-Highway Nr. 16 (benannt nach dem Trapper Tête Jaune, welcher der Nation der Irokesen angehörte) und fahren über die kürzere nord- westliche Route Richtung Kamloops.
Entlang des Fraser River und vorbei am Yallowhead See sowie Moose See gibt es genügend Gelegenheiten eine entspannte Pause inmitten der Natur zu machen. Während am Yallowhead See ein Camping Platz eine gute Möglichkeit bietet Wasser aufzutanken oder sich frisch zu machen (Betonung auf frisch! Denn das Wasser ist eiskalt), bietet der Moose See eine herrliche Aussicht auf den See sowie das Tal, perfekt für eine Mittagspause!

Entlang der Strecke sind zudem einige kleinere Wasserfälle und Stromschnellen ausgeschildert, die dazu einladen sich die Beine zu vertreten. Wir nutzen diesen alle paar Stunden.
Ein Highlight entlang des Highways ist definitiv der Mount Robson Provincial Park. Mit 3954 Metern ist es der höchste Berg in den kanadischen Rocky Mountains. Es gibt mehrere Wanderwege am Berghang, jedoch gilt der Aufstieg zum Gipfel durch das unbeständige Wetter und anspruchsvolle Gelände als äußerst schwierig. Nur 10% der Bergsteiger schaffen es nach oben.
Der Anblick des Berges allein versetzt uns ins Staunen. Die Wanderungen in den Rocky Mountains sitzen uns jedoch noch in den Knochen, weswegen wir auf die Besteigung verzichten.

Abseits des Icefield Parkway Highway geht es von hier stetig ins Tal, was unserem Van mehr als gut tut. Begleitet von der grandiosen Gebirgskulisse der Rocky Mountains nehmen wir noch jede Möglichkeit wahr schwimmen zu gehen, denn nach dem Mount Robson sind erstaunlicherweise viele Seen warm! Anders als in den Rockys, wo das Wasser aus den eiskalten Gletschern abfließt, kommt auf der westlichen Seite das Wasser oft aus unterirdischen Quellen, ist Glasklar und angenehm temperiert.

Direkt am Highway 5 Richtung Süden sind die Seen in Blue River (Eleanor Lake) und Clearwater (Dutch Lake) zum Schwimmen sehr zu empfehlen! Die kleinen Seen bieten mit ihrer Idylle viel Charme und ein Plätzchen zum Übernachten findet sich hier ebenso 🙂
Wer vom Wandern nicht genug hat, sollte den Wells Gray Provincial Park bei Clearwater einen Besuch abstattet. Nur wenige Kilometer vom Highway entfernt, lockt der Park mit seinem gigantischen Wasserfall!
Wer eine andere Art der Abkühlung sucht, kann weiter südlich im Thomas River in Kamloops eine Pause einlegen. Die Strömung macht den Fluss zum tubing flussabwärts attraktiv. Das probieren wir natürlich aus!

Dank unserer Freunde aus Nova Scotia besuchen wir ihre Bekannten, die uns herzlich aufnehmen – Freunde finden auf Kanadisch. Danke Jyelle, es war so cool mit dir und deiner Familie am Fluss abzuhängen, Tennis zu spielen und wandern zu gehen! Das sind die Momente einer Reise, die einem zeigen, wie toll Menschen sind und man genauso positiv zu neuem sein möchte.
Für einen kurzen Besuch in der Stadt können wir den Peterson Creek Park mit verschiedenen Wanderwegen empfehlen. Folgt ihr dem Weg Nr. 8 entlang des Flusses, gelangt ihr bald zu einem kleinen Wasserfall. Von dort können geübte rechts (ostwärts) über die Felsen zum Wanderweg Nr. 13 hinaufklettern und wieder zurückwandern, oder auf der anderen Seite dem Flussverlauf weiter folgen. Die Aussicht auf die Stadt und die dahinterliegenden Berge ist sehenswert.
Von hier geht es über das Okanagen Valley mit großen Schritten Richtung Vancouver!

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Okanagan Valley https://inthenature.de/okanagan-valley/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=okanagan-valley https://inthenature.de/okanagan-valley/#comments Fri, 22 Sep 2017 19:54:18 +0000 http://taundma.de/?p=5345 Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte-…

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Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte- und Gemüse-Paradies Kanadas. Inmitten dieses Tals ist die Temperatur um einige Grad höher und ermöglicht den extrem guten Wachstum von Obst und Gemüse, ähnlich wie in Spanien. Hier könnt ihr euch eindecken mit Unmengen leckerer, preiswerter und organischer Früchte oder anderer Leckereien wie eingelegten Knoblauch …
Zudem sind die Seen in diesem Tal super warm, so lohnt sich jeder Ausflug an die anliegenden Gewässer.

Die Highlights der Strecke in Stichpunkte:
Schwimmen in Nicola Lake, Douglas Lake sowie Okanagan Lake.
Wandern im Cathedral Provincial Park und Manning Park.
Radtour entlang des Kettle Valley Railway Trail.

Für unsere Strecke ins Okanagan Valley wählen wir (von Kamloops kommend) den alten sowie ruhigeren Highway Nr 5a Richtung Meritt und weiter zum Douglas See. Abseits der viel befahrenen Straßen hält dieser Ort eine gemütliche Recreation Area bereit, umringt von bewaldeten Hügeln und einen wunderschönen See zum schwimmen! Die kostenlosen Campingplätze laden zum verweilen ein. Mitte August haben wir hier nur noch ein anderes pärchen gesehen.
Wer das gute Wetter ausnutzen möchte, kann außerdem unterwegs am Nicola See halt machen und direkt von der Straße aus ins Wasser hüpfen – gedacht getan 🙂
Ein Camping Platz in der Nähe bietet zudem eine alternative Schlafmöglichkeit, wir fahren aber weiter.

Die Route ins Okanagan Valley führt uns noch einmal durch die umliegenden Berge. Eine auf und ab Fahrt durch recht trockenes Gelände. Im Tal angekommen ist der erste Halt in Peachland, einem kleinen Örtchen am Okanagan See. Gefühlt das wärmste Wasser im Westen Kanadas. Bei leichtem Wellengang planschen wir eine Weile bevor wir begleitet von Sonnenstrahlen weiter Richtung Penticton fahren. Unterwegs sehen wir zahlreiche Obststände bis wir ebenso an einem halt machen und uns mit frischen Leckereien eindecken. Mmhh Pfirsich!
Nach einer Nacht in Penticton ziehen wir weiter, die Stadt ist uns zu touristisch. Wer hier länger bleiben möchte, kann sich an den schönen Strand legen oder mit einem Gummireifen vom Okanagan See Kanal abwärts zum Skaha See treiben lassen (Preis $20, Rücktransport inklusive).

Unser Tagesziel ist Keremeos, ein winziges Örtchen mit über 20 Obst und Gemüse Ständen!
Durch Zufall lernen wir beim Baden im eiskalten Fluss am Ortsanfang die Teilhaberin eines Obst-Standes kennen und bekommen das Angebot für den Mindestlohn Teil der Produktion von eingelegten Knoblauch zu werden. Diese Erfahrung lassen wir uns nicht entgehen 😉
In Keremeos, beim Gemüsestand Patson, haben wir 2 Tage lang super leckeren Knoblauch in Gläser gestopft. Wir können jedem nur empfehlen hier halt zu machen und etwas davon zu probieren. Falls ihr sogar selbst Arbeit sucht und Mitarbeiten wollt, schreibt uns eine Email und wir stellen den Kontakt her. Allgemein werden immer helfende Hände in dieser Region gesucht.

Wer die Natur liebt und die Zeit hat, sollte von Keremeos unbedingt zu den Cathedral Seen raus fahren. Dazu nehmt ihr kurz hinter Keremeos (links über die rote Brücke) die Schotterpiste (Ashnola Road – Richtung Südwesten. Auf der etwas längeren, abgelegenen Strecke zum Park gibt es einige recreation areas direkt am Fluss, auf denen das Übernachten kostenlos ist. Da lässt sich die Ruhe der Natur genießen. Zum Park ist es dann nicht mehr weit, welcher mit seinen Wanderwegen tolle Aussichten verspricht.

Als alternative zum durchrauschen auf dem Highway bietet der Weg Richtung Vancouver eine interessante Fahrrad Route. Denn wer den Spuren der Goldgräber entlang der alten Eisenbahntrasse folgen möchte, der sollte auf den Kettle Valley Railway trail. Die rund 750 Kilometer lange Radtour von Nelson, in den Rocky Mountains, führt durch das Okanagan Valley bis nach Hope, das etwa eine Stunde östlich von Vancouver liegt und zusätzliche Schätze birgt, dazu jedoch später mehr.
Die Strecke ist gespickt mit zahllosen Tunnel- und Brückendurchfahrten und bietet durch die vielen kleineren Ortschaften einen reizvollen Einblick in vergangene Tage. Entlang der Flüsse Simikameen, Tulameen, Colwater und Coquilhalla gibt es zudem jede Menge Gelegenheiten für eine Rast am Wasser. Spektakulär sind außerdem die Aussichten vom Myra-Canyon sowie entlang der Coquihalla-Schlucht, die durch die vier Othello-Tunnel führt.
Die meisten Tunnel sind beleuchtet, es empfiehlt sich trotzdem Licht mit dabei zu haben, z.b. für den längste Tunnel auf der Strecke, welcher 1km lang ist.
Bei gutem Wetter ist der Weg leicht befahrbar, jedoch können Regen oder Überschwemmung aus dem überwiegenden Schotterweg die fahrt erschweren, da zudem einige Passagen sanding oder verwurzelt sind. Wir empfehlen mindestens ein Cross oder Mountainbike für die Tour.

Die nächste empfehlenswert Option ein paar Tage in der Natur zu verbringen ist der Manning Park.
Zwei Wanderungen sind besonders populär, der Lightning lake trail um den See herum sowie der Heather tail auf dem Rücken der 2000 Meter Berge mit alpinen Aussichten, sowie Blumen. Wir entscheiden uns für das letztere und erfreuen uns an der Landschaft sowie der herrlichen Panoramaaussicht. Besonders im Sommer blühen hier schöne Alpenblumen auf den vielen Berghängen.

Wer eine Nacht bleiben möchte, kann hier zelten oder sich ein Zimmer im Hotel nehmen. Dieses bietet einen kleinen Pool mit Whirlpool und zwei Saunas an. Wir haben das mal für euch vor getestet und können sagen, ja, den Whirlpool kann man mitnehmen. Übernachtet haben wir jedoch auf der schönen Copper Creek Recreation Site, nur ein paar Kilomter außerhalb vom Park, das war kostengünstiger und ruher 🙂

Für alle Rambo Kenner ist ein Stopp in der kleinen Stadt Hope obligatorisch. Genau hier wurden die Szenen für den ersten Rambo Film gedreht. Fans erkennen sicherlich einige Gebäude wieder und können am Stadtrand ein Foto mit ihrem Helden knipsen.
Von hier ist es dann noch 1 Stunde nach Vancouver …

Over and out.

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Aticama an der Riviera Nayarit https://inthenature.de/aticama-an-der-riviera-nayarit/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aticama-an-der-riviera-nayarit https://inthenature.de/aticama-an-der-riviera-nayarit/#respond Sat, 22 Oct 2016 07:55:38 +0000 http://taundma.de/?p=4432 Zwei Monate im ruhigen Fischerdorf Aticama an der Pazifikküste Mexikos: Hier betretten wir das Land und lernen Leute kennen. Wir…

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Zwei Monate im ruhigen Fischerdorf Aticama an der Pazifikküste Mexikos: Hier betretten wir das Land und lernen Leute kennen. Wir passen auf ein Haus, zwei tolle Hunde sowie eine Katze auf. House-sitting nennt sich das ganze und ist super. Die perfekte Gelegenheit um auf einem neuen Kontinent anzukommen, die Region gemütlich zu erkunden, die besten Wellen zu bekommen und bei den Nachbarn zum Essen eingeladen zu werden.

Housesitting (mehr dazu in unserem Housesitting Blogpost)
Viele, die ein Haus in Mexico besitzen, nutzen die heiße oder regnerische Zeit zwischen Juni-November um die Familie anderorts zu besuchen oder vor dem Unwetter in die Ferne zu flüchten. Gerne übernehmen wir die Rolle der Haus-Sitter, damit die Tiere und das Haus nicht alleine zurückbleiben. Die zwei verschmusten Hunde und die Katze schließen wir direkt ins Herz. Mit ihren lächelnden Augen sichern sie sich ständige Kuscheleinheiten.

Eine win-win Situation: Die Hausbesitzer können ruhigen Gewissens abziehen und im Gegenzug kriegen wir eine Villa mit Garten, Pool und Strand. Wir fühlen uns wie im Luxusurlaub. Unsere dreistöckige Villa liegt direkt an einer 40 Meter hohen Klippe mit Ausblick auf den 10 km langen Strand. Umringt vom Dschungel sichten wir Echsen sowie Schlangen im Garten. Große Frigattenvögel kreisen um unsere Klippe. Wir sehen früh morgens einzigartige Sonnenaufgänge über den Hügeln und am Abend die farbenprächtigsten Sonnenuntergänge, wenn die Sonne im Pazifik versinkt!
Wir nutzen die Zeit um im Haus an unserem Blog und der Doktorarbeit zu schreiben, so entkommen wir der krassen Mittagshitze von 35 Grad. Internet Flatrate, Ventilatoren, Terrasse mit Meerblick sowie ein Pool sorgen für Abwechslung.

Zu unserer Routine – oh ja wir haben schnell einen Tagesrhythmus gefunden, gehören die täglichen Spaziergänge am Strand. Früh morgens und abends wenn die Sonne tief steht, das ist sowohl für die Hunde, wie auch für uns der Auslauf des Tages. Unglaublich sind zudem die Temperaturen des Wassers – noch nie hatten wir eine so große Badewanne. Gemütlich lässt sich stundenlang im Wasser ausharren. Wir schwimmen den Wellen entgegen oder surfen zurück zum Strand. Die Pazifikküste ist bekannt für seine Surfspots – San Blas und Sayulita, nicht weit weg von uns oder der berühmten Baja California gehören zu diesen.
Einst war der 10 km lange Strand von Aticama, die Matanchen Bay, im Guinness Book of World Records mit der längsten Surf-baren Welle (1,700 Meter). Die Arbeiten am neuen Pier und die Hurrikans haben diese jedoch drastisch verkleinert.

Essen
Das ruhige Fischerdörfchen bietet eine gute Auswahl an mexikanischen Obst und Gemüse. So decken wir uns mit einheimischen Produkten ein: Tomatillos (gehört zur Gattung der Physalis, ähnelt einer grünen Tomate und wird für Guacamole sowie Salsas verwendet), Chillis, Avocados, Koriander und Maismehl. Tatjana geht in der Küche auf! Mangos aus dem eigenen Garten, Gurken vom Markt und fertig ist ein leckerer Mango-Salat sowie die ersten selbstgemachten Tortillas. In den darauf folgenden Wochen erweitern wir unsere Zutatenliste um Karotten, Weißkohl und Fisch, Kaktus (hier Nopal genannt) mit Soja-Geschnetzeltem, Bohnen sowie Kochbananen. So entstehen zahlreiche weitere Tortilla-Variationen.

Das Highlight sind jedoch Jackfrucht-Burger, die mit ihrer Textur an gezupftes Schweine-/Hähnchenfleisch erinnern. Durch den neutralen Geschmack der Fasern lässt sich aus dem Inneren der unreifen Jackfrucht jede beliebige Kreation herstellen. Gewürzt mit Paprika oder Kurkuma ergibt sich schon eine fleischähnliche Farbe. Dazu haben wir auch Bohnen, Karotten oder auch mal Kochbananen gemischt. Wir sind fasziniert und verwöhnen mit unseren Gerichten die umliegenden Nachbarn. Das Kochen mit der unreifen Frucht ist hier nicht verbreitet. Mit der Vielzahl an Nährstoffen sowie Proteinen ist die Jackfrucht ein perfekter Ersatz für Soja sowie Fleisch und schon jetzt nicht nur in Asien, sondern in der gesamten vegan/vegetarischen Szene beliebt. Das können wir nachvollziehen, bei uns landet die Jackfrucht für eine Weile fast täglich auf dem Teller.
Genauso ist die reife Jackfrucht eine Köstlichkeit! Wer den Geschmack von HubbaBubba-Kaugummi noch ins Gedächtnis rufen kann, kann sich vorstellen, welche süße Explosion die gelbe Frucht im Mund auslöst. Die gelbe Frucht muss aus der riesigen Jackfrucht herausgepult werden und mit pulen meinen wir wirklich herausgearbeitet werden. Die klebrige Flüssigkeit aus der harten Schale und das faserig Fleisch, welches das Innere der Früchte umgibt, macht das Herausnehmen aufwendig. Aber die Arbeit von ca. einer Stunde ergibt zwei volle Schüsseln an Früchten für mindestens 2–3 Tage. Wir verarbeiten gut 8 davon während unseres Aufenthalts. mhhhh … wie gerne hätte ich jetzt eine hier. Leider ist die Jackfrucht nur in der Nayarit-Region erhältlich.

Typisch Mexiko ist ganz klar die unendlichen Tortilla-Variationen mit Fleisch, Fisch, Bohnen, Gemüse, gebacken oder frittiert, und dazu viel scharfe Salsa. Avocados sind so günstig, dass sie auf dem täglichen Speiseplan stehen, zusammen mit Tomatillos und Tomaten. Ebenso sind Karotten und Weißkohl weit verbreitet und eignen sich für leckere Tortilla-Gerichte. Eine weiter mexikanische Spezialität ist gegrillter (verkohlter) Mais, den man an jeder Straßenkreuzung mit Käse und Mayonaise bekommt. Häufig haben die Straßenverkäufer auch Limone und Chilipulver da, zum Einreiben des Kolbens – den Käse und die Mayo kriege ich gar nicht runter. Die meisten Mexikaner lieben es und fragen häufig nach einer Extraportion Käse/Mayo.
Ganz zu schweigen von dem Chipotle-Mango-Eis, dass ist auch eine Klasse für sich. Wir haben es ein paar mal probiert. Das saure und scharfe der Chipotle-Chili ist ganz lecker auf der Mango, aber für meinen Geschmack ist das Mengenverhältnis von Chipotle und Mango entscheidend – Hälfte, hälfte ist zu intensiv. Zum Glück gibt es jede Menge Eis aus saftigen Früchten! Mangos, Orangen, Drachenfrucht, Papayas, Erdbeeren, Kokosnuss, Ananas und Jackfrucht.
Gemüse-Neuentdeckungen für uns waren: Jícama (Yambohne) – ähnelt einer süßen Kohlrabi, Nopal – ein Kaktusblatt von dem die Stacheln entfernt wurden; Ich kann sie nicht mit einer anderen Blatt vergleichen, aber es ist eine grandiose geschmackliche Entdeckung und Chayote – die „grüne Kartoffel“, die auch häufig von Straßenverkäufern angeboten wird, sind super.

Bewohner
Unsere neuen Nachbarn sind freundlich, hilfsbereit und vor allem neugierig. Perfekt wenn man etwas spanisch spricht, dann kann aus dem Smalltalk eine richtige Unterhaltung werden. Mit der Zeit passen wir uns gut ans Dorfleben an. Wir kaufen in den kleinen Geschäften unser Gemüse, lernen Lupita kennen, welche frische Milch verkauft und lecker selbstgemachten Käse produziert, und entdecken bei unseren Streifzügen mit den Hunden am Ortsausgang den Obsthändler mit seinem Stand kennen. Unser immer besser werdendes Spanisch, der gute Appetit und die Vorratseinkäufe bescheren uns schon bald extra Portionen Bananen die wir kostenlos mit dazu bekommen. Wir besorgen hier unsere erste eigene Bananenstaude, eine eigene Staude zuhause hängen haben, check und überdimensionale Jackfrucht, aber auch Kokos sowie Limas, die wie Zitronen aussehen und gelbe Orangen schmecken.

Spanisch
Für unsere Spanischstunden bekommen wir den Tipp Gabriele aus Deutschland zu kontaktieren, die beste spanisch Lehrerin aus Santa Cruz (10 km östlich von Aticama). Mit ihrer verständnisvollen, sympathischen und motivierenden Art schafft sie eine lockere Lernatmosphäre, bei der selbst Fehler machen kein Unbehagen auslösen. Vor einigen Jahren ist sie hier her gezogen. Sie sorgt mit ihrer stetig guten Laune genauso wie dem Lächeln auf den Lippen für eine herrliche Lernatmosphäre. Danke für die tolle Zeit. Was ein Glück wir haben, ausgerechnet eine so herausragende Lehrerin, die mittlerweile eine Freundin ist, zu treffen.

Hitchhiking

Ebenso bleibt genug Zeit, um die Umgebung zu entdecken – wie? Typisch Mexikanisch, per Anhalter! Keine fünf Minuten vergehen und einer der vielen Pickup-Trucks hält an, um uns zum nächsten Ort mitzunehmen.
Tipp: Sucht einen schattigen Platz bei einer Bremsschwelle (auf spanisch: Tope), ruft den entgegenkommenden Autos die Richtung zu, in die ihr fahren wollt. Oh ja in Mexico ist es wichtig aktiv auf sich aufmerksam zu machen und die Richtung laut zuzurufen und gleichzeitig in die Direktion zu zeigen in die es gehen soll.

Öffentliche Verkehrsmittel
Trotz Abgelegenheit fahren in Mexiko überall kleine Sammelbusse da wo Menschen leben. Umgebaute Mini-Vans werden hier Kombi genannt (in anderen Regionen gerne auch Collectivo). Durch Aticama fahren in beide Richtung fast jede Stunde eins der Kombis in die Umliegenden Ortschaften. Pro 30 Minuten Fahrt fallen Kosten von etwa 50 Pesos an.
Zudem fahren Busse in die großen Städte wie Tepic oder Puerto Vallarta. Am Tag gibt es 4 Verbindungen von Aticama nach Puerto Vallarta: Um 7:45 Uhr, 10:15 Uhr, 13:45 Uhr und 16:45 Uhr. Von Puerto Vallarta geht der Bus vom Busbanhof am Flughafen um 7 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr und 15 Uhr und kostet 215 Pesos. Beachtet das zwischen Puerto Vallarta und Aticama die Zeitzone wechselt, Puerto Vallarta ist +1 Stunde voraus! Pro Richtung kann man mit gut 2.5 Stunden rechnen.
Falls man die Verbindung verpasst, gibt es noch Busse über Tepic und San Blas, die Verbindung mit Umsteigen dauert jedoch gut 5 Stunden.

 

Ausflüge in die Umgebung
El Cora Wasserfall
Zwischen den sattgrünen Hügelhängen kommt ein Strom herausgeschossen. Schon zu Beginn des Wanderpfads haben wir eine super Aussicht auf die Fälle. Beim Hinabsteigen zum Basin wird die Temperatur zunehmend kühler. Das Wasser ist im Vergleich zum Meer erfrischend und wir krakseln direkt auf die Felsen um aus 5 Metern ins kühle Nass zu springen.
Wer in der Region eine Zeit verweilt sollte eine Wanderung zu dem Wasserfall El Cora unternehmen. Mit dem Auto sind es 25 Minuten östlich von Aticama in die Berge heraus, und ein Geländewagen ist für die letzten 10 Minuten Fahrt essenziell. Ansonsten werden aus der 15 min Wanderung zum Wasserfall 30 Minuten. Treppenstufen erleichtern den Abstieg zum Fuß des 20 Meter hohen Wasserfalls, der sich in einen Pool ergießt. Am besten fährt man rüber wenn es ein paar Tage nihct geregnet hat, da die Wasserfarbe zusätzlich beeindruckt.

La Tovara
Wunderschöner Tagesausflug ist die Bootstour in die Mangroven. Zu sechst steigen wir ins Boot und machen uns auf den Weg durch das Geäst der Mangroven. Erster Stopp ist ein Baum voller Kahnschnabel Vögel. Keine zehn Minuten später sichten wir ein Krokodil, dass uns mit weitgeöffnetem Maul begrüßt. Die Landschaft wechselt. Wir befinden uns zwischen hohen Gräsern. Ein Kranichen ragt heraus. Weiter geht es den Fluss abwärts entlang der Mangrovenlandschaft zu einem Schwimmbecken am Fluss mit Gitterabgrenzung vor Krokodilen. Wir bleiben hier für eine Stunde hängen, denn es gibt ein Schwingseil am Wasser. Wir schwingen uns so häufig ins Wasser bis ich Blasen an den Händen bekomme. Das ist der Ausflug nach La Tovara. Von hier aus lässt sich jederzeit ein Boot zurücknehmen zum Eingang. Dieser befindet sich am westlichen Ende des Strandes Matachen, bei San Blas. Die Fahrt kostet 200 Pesos pro Person.

San Blas
In der größeren Stadt San Blas (20 km westlich von Aticama) gibt es neben den Überresten des kleinen Verteidigungsposten, welches eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet, weitere Attraktionen. Einmal den Markt im Stadtzentrum, an dem man sich mit frischen Obst und Gemüse eindecken kann.
Genauso ist der einsame Strand des Naturschutzgebiets Playa del Rey absolut sehenswert. Ein Fluss trennt die Halbinsel von der Stadt und wenn man nicht rüberschwimmen will, bringt ein Boot die Passagiere für 150 Pesos auf die andere Seite, etwas überteuert für die 30 Meter überfahrt. Vielleicht lässt er sich auch runterhandeln.

Secret Beach
Kostenlos ist der Besuch der Secret Beach, wie die Locals den einsamen Strand mit versteckter Anfahrt von der Straße Richtung Platanitos nennen. Schon die Fahrt im Pick-up ist ein Erlebnis. Nach dem wir von der Hauptstraße San Blas Richtung Puerto Vallarta abbiegen, geht es eine hügelige Buckelpiste für ca. 20 min runter. Feiner weißer Sand erwartet uns am Ende der Straße. Den langen Sandstrand haben wir nur für uns!

Puerto Vallarta
Wer in der größeren Stadt Puerto Vallarta mit dem Flugzeug landet und hier ein paar Tage verbringt, kann ebenso zu einem versteckten Strand, Hidden Beach oder El Morro wie die Einheimischen diesen Felsen mit Strandkrater nennen. Ein Boot bringt einen auf eine Insel raus, wo man schnorcheln kann. Ein Traum ist der Anblick. Allerdings wird keine Robinson-Kruso-feeling aufkommen, denn dies ist eine der größeren Touristenattraktionen von Puerto Vallarta.

Alternativ ist das Schnorcheln bei den Felsbögen am südlichen Rand der Küste toll. Diese sind noch in Schwimmdistanz und somit leicht zu erreichen.

Die Stadt selbst ist sehr touristisch. Viele Hotels reihen sich an einem Strandabschnitt zusammen. Dafür ist es sehr sauber und eine Promenade verbindet die Altstadt mit der Neustadt, die voller Bars und Clubs ist. Die Fahrt innerhalb der Stadt, vom oder zum Flughafen ist am einfachsten mit den lokalen Bussen: 7.50 Pesos ist der Pauschalbetrag für jegliche Distanzen innerhalb der Stadtgrenze.

Flughafen Puerto Vallarta
Der Bussteig befindet sich links vom Flughafengebäude. Habt das Geld passend. Ihr könnt einfach im Flughafengebäude ein wenig Geld wechseln.
Es gibt verschiedene Bankautomaten am Flughafen. Die Automaten sind alle nebeneinander. Die Gebühren für das Abheben variieren stark von 30 – 90 Pesos. Für uns hat die Banamex Bank die Besten Quoten in ganz Mexiko ausgespuckt.

Kanadisch-Amerikanische Nachbarn
Im Verlauf von zwei Monate lernen wir unsere Nachbarn kennen. Barbara und Lauren wohnen direkt neben uns, kommen aus Saskatchewan und erweitern gerade wieder ihr Anwesen. Bei unseren täglichen Spaziergängen kommen wir an ihrem Haus vorbei und schnell ins Gespräch. Schön sieht ihr Häusle aus!
Die zwei sind Reisende im Ruhestand, radelten quer durch Kanada und Neuseeland, segelten eine längere Zeit über die Weltmeere und sind immer noch voller Energie.

Die nächsten Nachbarn sind Victoria und William, ursprünglich aus Seattle, betreiben eine organische Produktion getrockneter Mangos und verkaufen diese im Winter auf Bio-Märkten in der Umgebung, zusammen mit selbst gemachter Seife, Mücken Schutz und Kerzen. Beide sind gerne in der Natur, aktiv und super lieb. An den Mangos sind wir sehr interessiert und nach einer Kostprobe wollen wir hinter die Kulissen schauen. Prompt nimmt William mit auf die Mango Plantage, von hier hat man eine tolle Aussicht auf das Meer und die umliegenden Berge.

Anne und Gilles, belgisch/kanadischer Herkunft, wohnen etwas außerhalb von Aticama, betreiben am Wochenende ein Café und arbeiten in der Zwischenzeit als Künstler sowie Designer. Außerdem ist Anne der inoffizielle Laptop Reparatur Service. Mit magischen Fingern ist selbst ein Macbook im Handumdrehen repariert. Bis auf Display oder Mainboard Fehler bekommt sie dank ifixit.com alles hin. Es ist eine Freude sich mit den zwei über Kultur und Geschichte zu unterhalten, sodass wir die beiden einige male Besuchen.

 

Es ist schwer sich von diesem tollen Fleckchen Erde zu trennen, doch Mexiko ruft! Wir müssen wohl irgendwann wieder kommen.
Vielen lieben Dank Trilby für die unglaubliche Zeit in deinem Haus. Es war toll dich kennen zu lernen. Bleib so wie du bist, voller Lebensfreude und Gutherzigkeit!

Hasta luego

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Tomamos una siesta en México https://inthenature.de/tomamos-una-siesta-en-mexico/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tomamos-una-siesta-en-mexico https://inthenature.de/tomamos-una-siesta-en-mexico/#comments Tue, 11 Oct 2016 06:05:09 +0000 http://taundma.de/?p=4411 Endlich angekommen in Nayarit, im Warmen. Endlich mal einfach abhängen in der Sonnen, am Strand. Ein eigenes Häuschen haben wir…

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Endlich angekommen in Nayarit, im Warmen. Endlich mal einfach abhängen in der Sonnen, am Strand. Ein eigenes Häuschen haben wir durch Housesitting ergattert. Von hieraus können wir uns einleben im gelassenen Nayarit: Wale beobachten in versteckten Buchten, surfen bei kilometerlangen Stränden, oder sich durch den Dschungel zu Wasserfällen schlagen.
Die Riviera Nayarit, nos gusta. Bei nächtlichen Spaziergängen können wir bei sternenklarem Himmel, entlang der mit Glühwürmchen übersäten Hügeln, durch die Landschaft streifen.
Tagsüber besticht die Pazifikküste durch sattgrünem Dschungel voller Mangobäume, Bananenplantagen, Papayas, Sternfrüchte, Unmengen von Kokosnüssen und einer Vielzahl unterschiedlicher Palmen, farbenfrohen Blumen, gemütlichen Krokodilen, riesigen Fregattvögeln und bunten Schmetterlingen.

Im Spätsommer erleben wir zudem eine spezielle Seite dieser Region. Denn während der Regenzeit zwischen August und Oktober ist die Nacht erfüllt von einem Leuchtfeuer an Blitzen und tosendem Donner – beängstigend und beeindruckend. Tagsüber sorgen heiße Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit für den Wunsch nach einem Aufenthalt in Wassernähe.
Das Meer hat zu dieser Zeit stolze 30° C Wassertemperatur und erinnert an eine Badewanne. Die Mexikaner empfinden es als kühl. Es sorgt für ein wenig Abkühlung zu den gefühlten 40° C Außentemperatur. Als Alternative kühlen sich die Einheimischen in den seichten Bergflüssen ab, welche die Dörfer umringen und ins Meer abfließen. Zum abendlichen Plausch hängen wir hier ab. Das Wasser ist klar und kühlt auch unsere Waden. In tieferen Flüssen ist das Schwimmen jedoch nicht zu empfehlen, da einerseits Krokodile in diesen heimisch sind und andererseits die mexikanische Landwirtschaft es leider zu gut mit dem Sprühen von Pestiziden sowie Dünger meint.

Die Konstant warmen Temperaturen von 30-35° C machen Mexikos Küsten zu einem traumhaften Reiseziel. Zu empfehlen ist aber November oder Mai, also direkt nach der Hitze des Sommers und vor dem Ansturm der Touristen im Dezember sowie April. Will man den Landesinneren, die Sierra Madre, bereisen, empfiehlt sich die Zeit von März bis Oktober, da im Winter die Temperaturen auf herbstliche 5-17° C sinken.
Bei den heißen Küstentemperaturen sitzen wir am liebsten in der Brise am Strand, aber bitte im Schatten, um die Ruhe der einsamen Strände genießen können. Super auch, das bis Ende Oktober die Nächte noch warm genug sind um draußen zu schlafen. Das ist auch unsere Idee für die Reise durch Mittelamerika.

Um die mexikanische Siesta so richtig genießen zu können, haben wir zwei farbenfrohe Reisehängematten im Gepäck. Extrem klein vom Packmaß, nicht viel größer als eine 1 Liter Milchpackung und mit 750g inklusive Aufhängevorrichtung passen sie in jeden kleineren Reiserucksack. Wir reisen mit minimalem Gepäck, da sind die Hängematten von LA SIESTA genau richtig für unsere 45 Liter Rucksäcke.

Das erste Mal als wir die LA SIESTA Hängematten aufbauen, brauchen wir keine 4 Minuten – obwohl wir in voller Vorfreude nicht einmal auf die nützliche Anleitung geschaut haben, bis sie hängt. Selbst in kleinen Räumen lässt sich die Hängematte gut aufbauen. Beispielsweise zwischen zwei glatten Pfosten, nicht weiter als 2 Meter voneinander entfernt, ist die Hängematte mit etwas Improvisationstalent schnell und sicher befestigt!
Die Maße von 250×150 cm der Solo-Hängematte sind auch für große Leute wie mich (1.92 Meter) optimal zum Entspannen und schlafen. So lässt es sich leben 😉 Danke LA SIESTA! Mit den Hängematten genießen wir wunderschöne Sonnenuntergänge und kuscheln uns bei sternenklarem Himmeln in unsere Schlaf-Hängematten.

Das tolle an LA SIESTA ist zudem, sie unterstützen unser Leitmotiv des langsamen reisens, den nachhaltigen Anbau von Baumwolle sowie soziale Projekte wie das Jugendzentrum in Brasilien.
Finde auch deine Ruhe und genieße den Moment zum Nachdenken, denn das ist was zählt.

Wo würdest du am liebsten in (d)einer Hängematte abhängen?

Gewinnspiel: Wir finden die Hängematten so toll, das wir zusammen mit LA SIESTA eine Reisehängematte verlosen – neu, unbenutzt und nach eurer Farbwahl! Beantwortet dazu die obige Frage im Kommentarfeld bis zum 20. November, share diesen Beitrag auf Facebook und like LA SIESTA.

Viel Glück

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Verschwende Zeit in den Rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verschwende-zeit-in-den-rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/#respond Wed, 10 Aug 2016 03:05:21 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4018 Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind…

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Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind sie, die Rockies und eigentlich nehmen sie nur einen kleinen Teil Kanadas ein. Doch ihre Berühmtheit lockt Jahr um Jahr über vier Millionen Besucher in die Nationalparks. Wir sind zwei davon. Unsere Reise beginnt im Süd-Osten, im Kananaskis Country. Wir entdecken Banff, fahren auf die 93 Richtung Kootney, machen den Rundweg komplett durch die Entdeckungstour in Yoho, bis wir wieder in Banff am Lake Louise landen, um von hier aus in den Norden nach Jasper mit dem Athabasca Gletscher zu fahren. Die Jagd nach der wilden Landschaft der Rockies ist dabei zu Passion geworden. Wir wollen weg von dem Massentourismus im Reisebus. Entdecker zu sein in der Wildnis. Um dann wieder zu schätzen, gemeinsam mit anderen die immensen türkisfarbenen Seen, die gletschergespeisten Flüsse zu entdecken, um bereit zu sein Erlebnisse zu teilen, Sachen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich von der Freude anderer anstecken zu lassen.

Kananaskis Country Provincial Park
Noch am Abend fahren wir von Calgary (Alberta) in die Kananaskis Country Region. Nach wochenlanger Aussicht auf flache Felder, versetzen die empor ragenden Berge uns in Sprachlosigkeit. Die Vorfreude auf Morgen und die ersten Wandererlebnisse wächst. Erstmal müssen wir unser Nachtlager aufschlagen. Wir finden am Seebe Dam ein gutes Plätzchen zum Verweilen. Unsere erste Nacht inmitten der Rockies und neben dem Gletscherwasser gespeisten Bow River.

Auf zum Wandern. Am Barrier Lake angekommen, strahlen wir vor Begeisterung über die Aussicht auf den See und machen uns auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Prairie View Serpentinen-Wanderweg führt über mehrere Aussichtspunkte zum Plateau mit einer wow-Aussicht über Kananaskis Country bevor es nach unten geht zum Jewell Pass. Von hier können wir durch den Wald, später am Strand zurückschlendern, um ein wenig zu plantschen im erfrischenden See.

Startpunkt: Barrier Dam Day Use Area 
Länge: 6,6 km + 8 km für Rundweg
Höhenmeter: 421 m
Entdeckerfaktor: 4 von 10

 

Ein kleiner Zwischenstopp am Grassi Lakes Upper Trail ist drin. Dieser Wanderweg bietet zwei Möglichkeiten hoch zu kommen. Die einfache ist auf der rechten Seite und beginnt hinter dem Interpretationsschild mit obligatorischer Bärenverhaltens-Warnung. Wir folgen den Schildern des Interpretationtrails nach oben mit Blick auf die umliegenden Berge. Anschließend nehmen wir den schwierigen, steilen Weg mit Aussicht auf den Wasserfall und Canmore runter.

Startpunkt: Grassi Lakes Day Use Area 
Länge: 3,5 km Rundweg
Höhenmeter: 125 m

Nach einer weiteren Nacht am Seebe Dam fahren wir abseits der Hauptstraße entlang des Bow Valley Parkway in Richtung Canmore. Ein kurzer Wanderweg im Canyon sorgt für einen Zwischenstopp. Durch die enge Schlucht des Grotto Canyon winden wir uns durch bis zu einer Gabelung. Rechts geht es zu einem Wasserfall, links zu Hoodoos und einer Höhle. Unterwegs immer die Augen aufhalten, denn es lassen sich Malereien der Ureinwohner an den Wänden entdecken.

Startpunkt: Grotto Lake Parkplatz
Länge: 4,2 km Rundweg
Höhenmeter: 50 m

Es ist gut was los als wir am See in Canmore ankommen – also die ruhige Alternative zu Banff, wie im 8 Jahre alten Reiseführer beschrieben, ist das nicht mehr. Vom Grassi Lakes Parkplatz beginnen wir unseren Rundweg. Die Wanderung geht am Wasserfall vorbei, hin zu zwei türkisfarbenen Seen und bietet spektakuläre Aussichten auf Ha Ling Peak. Bei jedem Schritt kannst du das Panorama über Canmore genießen, da du nahe der Klippe bleibst. Oben angekommen entscheiden wir uns einen Rundweg daraus zu machen, so wandern wir 200 m entlang des Damms bis zum Riders of Rohan (Bike) Trail (empfehlenswert für Biker) um den steilen Waldweg hinunterzulaufen. Vorsicht, der Einstieg ist etwas versteckt und beginnt erst ab der Gabelung zum ausgeschilderten Ha Ling Peak Trail.

Unten angekommen spazieren wir entlang des Kanals zum Parkplatz und mampfen ein paar Himbeeren.

Startpunkt: Grassi Lakes Parkplatz
Länge: 5 km Rundweg
Höhenmeter: 250 m

Und wenn du schon in Canmore bist. Hier gibt es den letzten großen Supermarkt, also kaufen wir noch schnell ein bevor es in den Nationalpark geht.


Banff Nationalpark
Wir erreichen den ältesten Nationalpark Kanadas, Banff. Im Herbst 1883 während der Bauarbeiten der Pacific Railway fanden drei Arbeiter heiße Quellen. Dies war die Geburtsstunde des Parks. Mit 6.641 m² voller Berge, Gletscher, Wald, Wiesen und Flüssen ist der Park, eines der Nr. 1 Reiseziel weltweit. Sei bereit seine Schönheiten zu teilen.

In Richtung des Minnewanka Sees ist der Wanderweg C-Level Cirque und führt entlang verlassener Minenarbeiterstätten zu massiven von Gletschern geformten Landschaften mit Aussicht über die Cascade Berge bis zum Aussichtspunkt über den Dingen.

Startpunkt: Upper Bankhead day-use area
Länge: 8,4 km Rundweg
Höhenmeter: 455 m

 

Am Minnewanka See schlendern wir entlang der Küste zum Stewart Canyon. Wir machen halt an einem der vielen Strände um unsere Füße bei einem Picknick an dem azurblauen Wasser zu entspannen. Weiter geht es entlang der glatt gewaschenen Felswände bis eine Brücke in Sicht ist. Sie ist gespannt über dem Cascada Fluss der in den Minnewanka See fließt. Von hier haben wir eine spitzen Aussicht auf den Canyon.

Startpunkt: Lake Minnewanka day-use area
Länge: 3 km Hin- und Rückweg
Höhenmeter: 5 m

 

Der Minnewanka See ist 21 km lang und 142 m tief. Es ist ein wunderschöner Ort zum Abhängen. Schon seit Hunderten von Jahren zelten und jagen Menschen an den Ufern des Sees. Die einheimischen des Stoney-Nakoda Stammes nennen den See Minn-waki, was so viel wie See der Geister bedeutet. Wir genießen den Geist des tief blauen Sees bei einem Sonnenuntergang mit Blick auf den Berg Inglismaldie sowie Elche und Bergschafe! Zur Dämmerungszeit in den Parks unterwegs zu sein, ist immer eine gute Idee, wenn du Wildtiere sichten möchtest. Wer um 4 Uhr aufsteht oder nach 21 Uhr noch unterwegs ist, wird Bären, Moose, Ziegen, Schafen begegnen.

 

Banff, die Stadt ist ein Resort mit Bummelmöglichkeiten auf überfüllten Bürgersteigen. Wir parken unser Auto in einer der Seitenstraßen und nehmen die Bikes ab. Die Fahrradtour führt uns raus zur Cave and Basin National Historic Site, welche die Geschichte des Nationalparks erzählt. Wir besuchen die ersten kommerziell genutzten heißen Quellen, die den Tourismus ankurbelten sowie das einstige Schwimmbad, dass von deutschen Enemy Aliens erbaut wurde.

 

An der Cave and Basin National Historic Site vorbei und in wenigen Fahrrad-Minuten, eröffnet sich das Bergpanorama entlang des Bow Rivers. Weg vom Fluss endet die asphaltierte Strecke. Hier parken wir unsere Räder und machen uns auf den Weg zum Sundance Canyon. Von oben staunen wir über die Aussichten auf die Schlucht.

Startpunkt: Cave and Basin NHS
Länge: 3,9 km asphaltierter Weg + 1,6 km Rundweg
Höhenmeter: 145 m

 

Auf dem Rückweg statten wir dem Banff Park Museum einen Besuch ab. Es dokumentiert das Dokumentieren der Wildnis Kanadas Anfang des 19. Jhd. Es gibt jede Menge ausgestopfter Tiere zu sehen – skurriler Ort.

Ein stetig ansteigender Serpentinen-Weg führt zum Gipfel des Sulphur Mountain. Nach 5,5 km sind wir oben und es zieht zu. Es fängt an zu regnen. Tolle Wurst! Eine Stunde ausgeharrt und es klart wieder auf. Wir kriegen eine spitzen Aussicht auf dem 500 m langen Weg zum Sanson Gipfel. Nach 5 Uhr können wir umsonst mit der Gondel runterfahren. Na das lassen wir uns nicht entgehen.

Startpunkt: Upper Hot Springs
Länge: 5.5 km hoch + 0.5 km
Höhenmeter: 655 m

 

Jetzt, wo wir in der Nähe der Upper Hot Springs sind und dringend eine Dusche nach dem Anstieg brauchen, setzen wir uns in den heißen Pool und lassen die Sonne untergehen über Banff.

Johnston Canyon gehört zu den einfachen und dennoch spektakulären Wanderwegen im Park. So laufen wir auf einem Gerüst durch die Schlucht des Canyons bis zu den Lower Falls, eingehüllt vom erfrischenden Nebel des Johnston Creek. Nach einem weiteren Kilometer erblicken wir die 30 m hohen Upper Falls. Angenehmer wird der zweite Teil der Strecke, da nicht so viele Menschen weiterziehen zu den Ink Pots. Zu sehen gibt es sechs Tümpel, die schwerfällig vor sich hin blubbern in verschiedenen türkis Farbspektren. Die Szenerie ist imposant zwischen den Bergen und am Fluss machen wir die Füße lang und saugen die Umgebung auf.

Startpunkt: Bow Valley Parkway
Länge: 2,4 km Upper Falls + 5,4 km Ink Pots
Höhenmeter: 330 m

 

Kootenay Nationalpark
Vorerst verlassen wir den Banff Nationalpark über den Highway 93 für einen Abstecher zum Kootenay Nationalpark, den Fairmont Springs und Yoho. Der Kootenay Nationalpark liegt in British Columbia. Der Park wurde 1920 gegründet und verfügt über ca. 200 km Wanderwege. Er ist weniger besucht, gilt aber als wildtierreich. Definitiv einen Besuch Wert!


Der orangefarbene Matsch des Paint Pots Trails lädt ein zu einer Schlacht – Wir empfehlen Badesachen anzuziehen. Diese ungewöhnliche Farbe kommt vom hohen Eisenanteil im Fluss. Ureinwohner haben damit gemalt und im 19 Jhd. wurde es abgebaut, nach Calgary geschippert und als Pigment in Farben verwendet. Die Spuren des Abbaus sind sichtbar entlang des Wegs.

Startpunkt: Paint Pots Parkway
Länge: 1,3 km
Höhenmeter: 10 m

 

Türkisfarbenes Gletscherwasser windet sich entlang der weißen Canyonwände beim Marble Canyon Trail. Das sorgt für beeindruckende Aussichten von den unzähligen Brücken über den engen Schluchten. Wir schließen den kurzen Wanderweg in unser Herz.

Startpunkt: Marble Canyon Parkway
Länge: 1,4 km
Höhenmeter: 10 m

 

Bei der Ausfahrt aus dem Park bietet sich der Ausblick in die Tiefen des Sinclair Canyon mit der Redwall Fault Klippe. Anhalten ist ein Muss.

Ein Parks Canada Mitarbeiter gibt uns einen Tipp. Es gibt in der Umgebung noch natürliche heiße Quellen. Die wollen besucht werden. Wir lassen unser Auto auf dem Parkplatz des Fairmont Hot Springs Resort, wandern an den Schwimmbad vorbei, denn wir wollen zur Quelle. Über die Brücke, dann nach rechts (südlich), sagt man uns. Dort sehen wir einen Wasserfall, zwei gefüllte Becken. Das muss es sein. Hier wollen wir hin. Über einen Baumstamm-Pfad steigen wir auf die andere Seite der Schlucht, die uns von unseren Hot Spring Pools trennt. Die Temperatur des Wassers überrascht uns. Die Pools sind lauwarm, aber warm ist eine nette Abwechslung zu dem eiskalten Gletscherwasser. So genießen wir den Sonnenuntergang in unserem Pool mit Blick auf die Rockies.

Abends kehren wir zum Parkplatz zurück. Von hieraus starten wir eine nächtliche Besichtigung der Quelle der Hot Springs. Oben steht eine Bank, über dem nach Sulphit riechenden, heißen Fußbad. Der Himmel ist klar, der Blick nach oben gerichtet und die Füße im Bad umzingelt von ein paar Rehen.

 

Whiteswan Lake Provincial Park
Hier ist die Warnung, die wir nie erhalten haben, die Straße zu den Lussier Hotspings ist an Stellen fürchterlich. Eine Straße, die in die Seite eines Bergs reingesetzt wurde und voll ist mit Hubeln, gilt es zu überwinden. Nach einem kurzen Wanderpfad, der hinunter führt, sind wir schon da. Natürliche Steinpools am Fluss und zwischen den Bergen erwarten uns als Belohnung. Die Pools sind unter Kanadiern kein Geheimtipp mehr, aber die Massen von Banff sind hier noch nicht eingetroffen.

 

Yoho Nationalpark
Ein einfacher 2,3 km langer Weg führt zu den Wapta Falls. Wir joggen ihn. Bei dem Wasserfall angekommen, geht es 60 m in die Tiefe. Von hier aus steigen wir auf einen Hügel, der direkt vor dem Wasserfall ist. Es prescht uns so viel eiskaltes Wasser entgegen – eine super Abkühlung nach dem Lauf, wir sind klitschnass.

Startpunkt: Wapta Falls Parkway
Länge: 2,3 km
Höhenmeter: 60 m

 

Dieser Emerald Lake hat es uns angetan. Wir bleiben gleich mehrere Tage über Nacht auf dem Parkplatz des Sees. Aber erstmal noch einen Halt an der Natural Bridge einlegen und ein bisschen den Kicking Horse River bewundern wie er hier seinen Weg durch das Gestein formt. Jetzt aber ab zum See, das unglaubliche Grün des Sees packt uns, sowie das Klubhaus der Lodge mit Whirlpool – wer dreist genug ist, kann sich einnisten. So nutzten wir den Pool am Abend, wenn wir dann so richtig aufgeheizt sind vom Whirlwasser, springen wir zur Abkühlung in den See.

 

Tagsüber wandern wir uns weiter die Füße wund. Los geht es hinter dem Emerald Lake über den Yoho Pass. Definitiv einer der schönsten Wanderwege in den kanadischen Rockies – es hat alles wofür du in die Rockies kommst. Nach einem steilen Anstieg werden wir belohnt mit Aussichten auf Alpine Blumenlandschaften. Von hier aus ziehen wir weiter Richtung Iceline Trail und wandern über subalpines Gestein. Ein Blick auf die rechte Seite zeigt den Gletscher mit den Takakkaw Falls, die von ihm gespeist werden. Links sind wir dem Gletscher so nah, wir können ihn sogar anfassen. Dazwischen liegt das Little Yoho Tal in einer Schlucht. Jetzt steigen wir hinab ins Tal umgeben von Bächen und blühenden Indian Paintbrushes. Durch den Wald, über eine heruntergekommen Felswand und eine Brücke erreichen wir die Twin Falls. Jetzt geht es Richtung Takakkaw Falls Parkplatz entlang des Yoho River mit einem kleinen Abstecher zu den Laughing Falls, die plötzlich in einer Schlucht auftauchen. Bei den Takakkaw Falls Parkplatz angekommen, vollkommen erschöpft nach einem 30 km Wandertag suchen wir uns eine Mitfahrgelegenheit zu unserem Emerald Lake – Mitgenommen werden, läuft. Um es uns am Abend wieder gemütlich zu machen im Klubhaus des Emerald Lakes.

Iceline via Yoho Pass
Startpunkt: Emerald Lake Parkplatz
Länge: 30,8 km
Höhenmeter: 810 m

Alternativ:
Iceline via Little Yoho
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 20,8 km
Höhenmeter: 710 m

Wasserfall Tour
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 16,4 km
Höhenmeter: 300 m

 

Banff Nationalpark
Am frühen Morgen fahren wir wieder in den Banff Nationalpark. Das morgendliche Licht bringt Lake Louise sanft zum Leuchten auf dem dunkeln Wasser. Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir die Berge herausragen in den Himmel und gleichzeitig spiegeln auf dem Wasser. Wir sind glücklich früh aufgestanden zu sein. Dies sind die Moment wieso du in die Rockies willst. Tipp: Wer nach 7 Uhr kommt, kann sich schon fast anstellen. Der Foto Spot ist nämlich schon ab Sonnenaufgang gut gefüllt. Mittags gibt es auf der Straße Stau!

 

Nach der morgendlichen Romantik steigen wir aufs Bike, denn wir wollen zum Moraine Lake pedalieren. Es heißt der Parkplatz ist klein und der Stress bei der Anfahrt nimmt den Besuchern die spektakuläre Erfahrung. Auf dem Rad bleiben wir sorgenfrei. Die 14 km mit Anstieg sind herausfordernd und wecken Vorfreude auf den Rückweg. Angekommen haben wir die Strapazen vergessen, denn es ist einfach wunderschön, anders als die bisherigen Gewässer ist der See dunkler und die ihn umschließenden Berge hoch.

 

Das wollen wir von oben auschecken, so beschließen wir zum Eiffel Lake zu wandern. Der Wanderweg bringt uns hoch zu Panorama-Aussichten über den Eiffel Lake und das Tal von den Ten Peaks. Jetzt legen wir die Füße hoch und genießen in der Einsamkeit die Aussicht bei einem Picknick.

Startpunkt: Beginnt nach der Moraine Lake Lodge
Länge: 5,6 km
Höhenmeter: 370 m

 

Nach der steilen Abfahrt mit Kurven ist Martin heiß. Am wunderschönen Bow Lake findet er Abkühlung. Ich will zu den Bow Lake Glacier Falls also raus aus dem Wasser bevor die Sonne untergeht – lange hält man es im Gletscherwasser eh nicht aus! Wir schlendern entlang des Ufers, durch den Canyon, über natürliche Brücken. Der Wanderweg ist einfach bis zu dem Punkt als wir versuchen den Wasserfall hochzuklettern – kann man machen. Zurück bei der Num-Ti-Jah Lodge, wo der Wanderweg anfing, beschließen wir zu nächtigen. Den Campingkocher ausgepackt wird mit Blick auf den See Abendessen zubereitet, bevor wir in den Van klettern zum Schlafen.

Startpunkt: Num-Ti-Jah Lodge
Länge: 4,5 km
Höhenmeter: 155 m

 

Eine der schönsten Tageswanderungen, die wir in Banff gemacht haben, ist der Wanderweg zu Helen Lake über den Dolomite Pass bis hoch zum 2993 m hohen Cirque Peak. Der Weg bietet Aussichten über Alpine Wiesen mit Wildblumen, den Bow Lake Gletscher, aber das Highlight ist die 360° Vista vom Cirque Peak Gipfel. Die letzen 30 m krakeseln wir hoch, da loses Gestein uns entgegen kommt. Kein idealer Untergrund, aber für die Aussicht lohnt sich die Anstrengung. Von hier können wir runtergucken auf die Wapta Icefields, Bow Glacier, Bow Lake und Peyto Lake. Wir befinden uns in Augenhöhe mit Mount Hector und Dolomite Peak. Auf dem Rückweg können wir über die südliche Seite hinuntersliden im Schotter. Das macht Laune! Kurz darauf zieht es zu, es fängt an zu hageln. Uh, hier muss man auf alles vorbereitet sein. Wir treffen Leute mit einem Tarp, die uns einladen mit hineinzuklettern. So ein cooles Teil. Ich will jetzt auch so eins. Nach kurzem Abwarten in sicherer Umgebung, geht es im Regen runter zum Parkplatz. Klitschnass sind wir. Nach solch einem Unwetter müssen wir uns erstmal aufwärmen. In der Num-Ti-Jah Lodge gibt es zwei Nachfüllspender mit Heißgetränken und Internet, da zieht es uns hin.

Startpunkt: Helen Lake Parkplatz
Länge: 17 km
Höhenmeter: 1043 m

 

Am Abend können wir uns von den Warmgetränken sowie Internet losreißen und fahren zum Peyto Lake. Es hatte gerade heftig geregnet und der Wald hing voller Tropfen. Ein wenig kam die Sonne heraus und überall funkelte es. So schlendern wir von einer Plattform zur Anderen, denn das Blau dieses Sees ist einfach surreal. Während des Sommers sammelt sich im See reichlich Steinsediment an, so kriegt er dieses fluoreszierende Blau. Der See liegt im Tal Waputik Range, umgeben von Bergen. Dort lässt sich ebenfalls hinwandern, von wo aus du in Richtung des Peyto Gletschers weiterkannst – Hier sind einige Infos dazu. Außerdem fließt er in den Mistaya River, zu dem wir als nächstes wollen.

Startpunkt: Peyto Lake Parkplatz
Länge: 500 m
Höhenmeter: 5 m

 

Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen. Die sind alle wunderschön! Bei diesem kurzen Spaziergang laufen wir über eine Brücke von der wir hinunterschauen können auf den Mistaya Canyon mit seinen kurvigen Auswaschungen der glatten Kalkstein-Wände und dem kraftvoll durchrauschenden türkisfarbenen Wasser. Canyons sind cool!

Startpunkt: Mistaya Canyon Parkplatz
Länge: 0,5 km
Höhenmeter: 35 m

 

Jasper Nationalpark
Am nächsten Morgen sieht die Welt ganz anders aus, denn uns ist nicht nur warm, sondern wir fahren nach Jasper und sehen Gletscher. 11.000 m² geschützte Wildnis zu entdecken mit dem weltberühmten Athabasca Gletscher sowie dem Skyline Wanderweg.

Ein Wanderweg beginnt in der Alpinenzone, also sind wir umgeben von Alpinenblumenlandschaften, Big Horn Schafen mit Blick auf das Columbia Eisfeld. Wilcox Pass ist wahrscheinlich der zugänglichste Wanderweg mit solchen Aussichten. Mit Blick auf die Berge Athabasca, Andromeda, Snow Dome und Kitchener und dem darauf thronenden Eisfeld.

Startpunkt: Wilcox Creek Campground oder Tangle Falls Parkplatz
Länge: 14 km
Höhenmeter: 335 m

Das Columbia Eisfeld ist der Rest des dicken Eismantels, der einst die gesamten Berge Kanadas bedeckte. Es liegt auf einem erhöhten Plateaus, ist das größte Eisfeld in den kanadischen Rockies. 7 m Schnee jährlich – der Schnee transformiert sich zu Eis und fließt in den Sommermonaten durch Ritze in den Bergen und formt die große Zunge der Gletscher.
Der Athabasca ist der am meisten besuchte Gletscher. Der Gletscher ist immer in Bewegung, das wollen wir nicht glauben bei einem Blick auf den Giganten, der so robust wirkt. Er ist massiv. Schon vom Parkplatz hören wir das rauschen eines Flusses, denn wir nicht sehen. Dem Columbia Eisfeld entsprungen, fließt das langsame, eisige Gletscherwasser ins Tal. Das Klima erwärmt sich, somit schmilzt der Gletscher täglich ein paar Zentimeter. In den letzten 125 Jahren waren es 1,5 km, die wegtauten.

Startpunkt: Road to Glacier Schild folgen
Länge: 2 km
Höhenmeter: 50 m

 

Gegenüber liegt das Icefield Centre, wo wir mehr erfahren zum Gletscher, Grizzlies, Schwarzbären, Moose, Karibu sowie Infos bekommen zu den Wanderwegen. Die haben Abrücke einer Grizzly-Pfote da und Parks Canada Angestellte, die all unsere aufgetauchten Fragen beim Wandern mit Freude beantworten.

Entlang der Straße in Richtung Jasper liegen die Tangle Falls. Du erkennst sie an den 20 Autos und 3 Bussen, die in der Seitentasche des Highways parken. Wir steigen aus und klettern die drei Stockwerke des Wasserfalls hoch. Ein paar Fotos und weiter geht es zu den Sunwapta Falls.

Sunwapta ist eine Bezeichnung der indigenen Urbevölkerung und steht für turbulentes Wasser. Der Sunwapta Fluss beeindruckt mit seiner Kraft und Wenigkeit, die er nutzt um durch die enge Schlucht zu rauschen. Entlang des Flusses wandern wir staunend zu den Lower Sunwapta Falls, die einer Serie aus drei Wasserfällen sind. Hier verliert der Fluss seine Turbulenz und fließt ins weite Tal.

Startpunkt: Sunwapta Falls Parkplatz
Länge: 1,2 km
Höhenmeter: 87 m

Um die Wasserfall-Tour komplett zu machen, fahren wir jetzt noch zu den Athabasca Falls. Wir besichtigen die Aussichtsplattformen auf dem asphaltierten Weg. Wir fühlen den feinen Sprühregen der in der Luft liegt und hören das Donnern des Flusses als er in den Canyon prescht.

Startpunkt: Athabasca Falls Parkplatz
Länge: 600 m
Höhenmeter: 10 m

 

Mit über 25 km Wanderweg über der Baumgrenze von 44,1 km insgesamt, ist der Skyline Trail Jaspers höchster und spektakulärster Weg. Die Aussicht breitet sich aus über all das was der Park zu bieten hat. Wir steigen über drei Bergpässe und sehen verschiedenste Blumen, Tiere und die einmalige Szenerie über Jasper. Wir starten am Maligne Lake und wandern 20 km zum Curator campground. Der Anstieg ist graduell und in einer halben Stunde erreichen wir die Lorraine und Mona Seeen. Der gesamte Wanderweg ist stellenweise überseht mit Matsch. Außerdem kann das Wetter hier sehr wechselhaft sein. Ein Schneesturm oder Hagel im Sommer sind keine Seltenheit – sei vorbereitet. Nach dem passieren des Little Shovel Campground sind wir umgeben von Alpiner Tundra und Flüssen. Wir wandern über Alpenwiesen bevor es zum Anstieg auf den Big Shovel Pass geht. Schon sind wir bei der Kreuzung des Curator Campground.

Am nächsten Morgen beginnt der Tag mit einem steilen Anstieg zur Spitze von The Notch – bis August kann hier noch Schnee liegen. Es wird immer besser. Für die nächsten fünf Kilometer folgen wir Gipfelkette des Amber Mountain. Von hier erblicken wir den Icefield Parkway, Jasper und den Mt. Robson. Am Tekarra Campground vorbei beginnt das Springen auf Steinen zum Überqueren der Flüsse. Eine Stunde brauchen wir um Hoch zu kommen auf den Tekarra Mountain. Weiter geht es auf den Signal Mountain mit prachtvoller Aussicht auf das Maligne Fluss Tal. Nach 24 km sind wir am Ziel, dem Signal Hill Parkplatz. Jetzt lassen wir uns mitnehmen zum Maligne Lake. Wer übrigens den Wanderweg von Signal Hill aus startet addiert 530 Höhenmeter zu seinem Wanderweg.

Startpunkt: Maligne Lake – Skyline Parkplatz
Länge: 44,1 km
Höhenmeter: 1410 m

 

Am See nächtigen wir. Am frühen morgen steht das Begrüßungskomitee am Fahrzeug, zwei Moose. Meine Lieblinge, ich habe immer wieder Freude ihnen zu begegnen. Der Maligne Lake ist der größte See der kanadischen Rockies umringt mit Schnee und Eis bedeckten Bergen, entsprungen dem Coronet Glacier fließt er ans Ufer des Aussichtspunktes 22 km. Bekannt wurde der See 1907, dank Mary Schaefer, die einer Karte des Stoney Stammesangehörigen, Samson Beaver, folgte. Diese kannten den See unter dem Namen Chaba Inne oder Biber See. So schrieb die gute über ihr Abenteuer und machte den See zu einer Berühmtheit.

Beim See starten mehrere Wanderwege unter anderem auch der Opal Hills. Dieser ist ein Rundweg, hat einen steilen Anstieg und führt uns direkt zur Aussicht über den See durch den Wildblumengarten. Wir gehen bei der Wanderweggabelung zuerst nach links, so haben wir die Möglichkeit auszuspannen in dem Blumental bevor wir zu einer weiteren Gabelung kommen. An dieser Stelle können wir nach rechts zum Abstieg um den Rundweg komplett zu machen oder nach links um über einen Bergkamm höher hinaus zu kommen. Die Aussicht vom Bergkamm ist den weiteren Kilometer wert. Du siehst den See und die Bald Hills auf der anderen Seite. Halte die Augen offen, denn Grizzlies, Schwarzbären, Ziegen und Schafe sind hier unterwegs.

Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links
Länge: 8,2 km Rundweg
Höhenmeter: 460 m

 

Unten angekommen machen wir einen Doppelloop daraus. Wir wandern den Mary Schaefer Rundweg entlang des glasklaren Wassers des Maligne Sees, schnuppern an den Kiefern und Fichten und staunen über die Aussicht auf die 3000 m hohen Gipfel der Endless Chain Ridge.
Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links

Länge: 3,2 km
Höhenmeter: 5 m

 

Auf dem Rückweg Richtung Jasper, der Stadt, liegt der Medicine Lake. Sommerbesucher halten ihn für einen normalen Bergsee. Im Sommer wird der See gefüllt mit Gletscherwasser, doch im Herbst/Winter verschwindet er. Er trocknet aus, aber es gibt keinen sichtbaren Kanal. Wohin verschwindet das Wasser? Durch Löcher im Grund fließt der See durch ein unterirdisches Höhlensystem in den 16 km entfernten Maligne Canyon. So glaubten Ureinwohner, dass der See magische Fähigkeiten besitzt wie ein Medizinmann, daher der Name. Also machen wir es uns am Seeufer gemütlich und verdrücken unser Mittagessen.
Gestärkt fahren wir zur 6sten Brücke des Maligne Canyons. Wir passieren die Brücke, wandern östlich entlang des gutmarkierten Wanderwegs das Flussbett hoch. Wir folgen dem Fluss aufwärts, so wird die Aussicht zunehmend dramatischer. Bei der vierten Brücke ist die Schlucht ein Canyon. Ab der dritten Brücke sind deutlich mehr Besucher da, die Aussichten spektakulärer. Einer der schönsten Canyons in den Rockies. Zurück nehmen wir die Route durch den Wald.

Startpunkt: 6th Bridge Parkplatz
Länge: 3,7 km
Höhenmeter: 100 m

In Jasper angekommen, gönnen wir uns ein paar Teilchen. Bald darauf verabschieden wir uns zwar aus den großen Parks, aber noch nicht von den Rockies.

Viel Spaß beim Wandern,
Martin und Tatjana

Nochmal unsere Tipps:
Die meisten Wanderwege sind für den Massentourismus uninteressant.
In der Dämmerung lassen sich fast immer Wildtiere entdecken.
Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen.

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Wilde Prärie https://inthenature.de/wilde-praerie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wilde-praerie https://inthenature.de/wilde-praerie/#respond Fri, 15 Jul 2016 03:08:57 +0000 http://taundma.de/?p=4363 Bison, Bären, Moose, Living Skies sowie die unendlichen Weiten satter Felder beschreiben dieses Land. Wir haben uns auf einer Farm niedergelassen…

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Bison, Bären, Moose, Living Skies sowie die unendlichen Weiten satter Felder beschreiben dieses Land. Wir haben uns auf einer Farm niedergelassen um Land und Leute kennenzulernen.

Zwischen den Großen Seen und den Rocky Mountains liegen noch 2000 km Prärie-Landschaft. Die wenigsten verweilen auf ihrer Reise durch Kanada lange in der Prärie. Für uns zwei Städter wird das Landleben zu einer spannenden Erfahrung. Wir verweilen und lernen die Bauern, das Land und die 5-Häuser Gemeinden lieben. Nur wer den Highway verlässt, wird das Erfahren können, was die Prärie zu bieten hat.
Bisonherden, Moose, Elche oder Bären, die sich versuchen hinter den Hecken in den weiten Feldern zu verstecken. Wir stehen in verlassenen Geisterstädten, besuchen die Hutterites – eine autonome Kolonie im Wandel und laufen auf der unberührten Graslandschaften wie zur Zeiten der ersten Siedler.
Und wer hochguckt wird den Himmel entdecken mit den Weiten über den Feldern. Weit lässt sich blicken. Jeden Abend können wir uns nicht an dem Farbspektakel der untergehenden Sonne satt sehen. Vor allem im Frühjahr ist es unbeschreiblich, wenn die Nordlichter in der Nacht vorbeiziehen. Nicht umsonst lautet der Slogan die Prärie Living Skies.

 

Es ist beinahe so, wie ihr es euch vorstellt: Langgestreckte Landflächen geteilt durch wechselnde Farben, die Reisende für eine ganze Weile begleiten. Ein feines Farbspektrum wechselt nur langsam vom satten Grün der Wiesen und jungen Weizenkeimen, zu grellen Gelb der Senf- und Rapsfelder hin zum Violett der Leinsamenfelder. Im Spätsommer erstrahlt dieses Land golden, wenn die Weizenfelder kurz vor der Ernte stehen. Nur das der Himmel einen so packt, damit habe ich nicht gerechnet. Es ist eine weite Kulisse, die Platz bietet. Und es ist das Herz der Lebensmittelversorgung Kanadas! Wusstet ihr das 30 % des weltweit exportierten Senfs aus der Prärie Kanadas kommt? Oder das der französische Dijon-Senf aus Saskatchewan kommt?

 

Aber eins nach dem anderen. Unser erstes Ziel in Saskatchewan ist Saskatoon, eine der größeren Städte mitten in der Prärie. Sie ist bunt, Downtown ist immer etwas los und die alte Holzbrücke ist ein Erlebnis – Mir Schlottern die Beine beim Passieren.
Wir durchstreifen die Stadt, die am südlichen Saskatchewan Fluss liegt. Es ist ein ruhiger Tag, Familien spazieren am Fluss, ein paar Studenten streunen auf dem Unigelände. Wir erreichen die Stadt. Wir schlendern durch den Stadtkern, entdecken ein paar interessante Fleckchen, spazieren mit schlotternden Knien über die alte Bahnbrücke aus Holz, halten unsere Füße in den Fluss und spazieren entlang des Ufers Richtung Essensfestival, wo wir Senfkörner geschenkt bekommen. Check! Danke Tara für die Möglichkeit die Stadt so zu erleben.

 

Für den nächsten Tag steht eine Fahrradtour zum Nahe gelegenen Wanuskewin Heritage Park an. Hier ist der Schauplatz, ein altes Indianerlager und die umliegenden Klippen, über welche die Bison getrieben wurden. Ein nettes Museum mit coolem Giftshop sowie Spazierwegen durch die Geschichte der Jäger.

 

Dann geht es 80 km südlich auf eine Farm mitten in den Raps- und Senffeldern der Prärie! Die Weiten des Landes reichen bis zum Horizont – alles flach, super flach. Unterteilt wird das Land nur durch ein rechteckiges Muster aus Straßen – 90 % Schotter. Jede Meile verläuft eine Straße von Nord nach Süd sowie alle zwei Meilen von Ost nach West. Diese Einteilung hat ihren Ursprung im späten 19. Jahrhundert, als das Land für die landwirtschaftliche Nutzung kartografiert und in 2,67 km² Stücke aufgeteilt sowie besiedelt wurde. Dabei wurde beschlossen, dass jede Meile eine Straße abgehen muss.
Wir besuchen hier neu gewonnene Freunde, hauptsächlich Ian, den wir in Newfoundland kennengelernt haben. Auf der Farm der Familie McPhadden wollen wir das Landleben kennenlernen. Dazu gehört Arbeit auf dem Dach, Rasen mähen mit dem Zero-Turn – geiles Teil. Das kann sich um seine eigene Achse drehen. Das Rasen mähen, übernehme ich gerne. Wenn jemand auf der Suche ist, ich komm vorbei.

 

Ian nimmt uns mit auf einen Ausflug in die Umgebung und gibt uns einen Einblick in das Leben von damals und heute. Wir sehen unberührte Landstriche, die heute meist zum Grasen von Vieh verwendet werden, da sich heutzutage selten jemand die Mühe machen will die unzähligen Steine und Felsen von den Feldern zu entfernen, um das Land mechanisch für die Landwirtschaft zu bearbeiten. Uns freut’s!
Wir sehen Geisterstädte der Siedlung, die nach den damaligen Vorgaben alle 6 Meilen voneinander entfernt, errichtet wurden mit einem Kornspeicher an den Bahnschienen. Um den Liefer weg für den Bauern mit Pferd zu den Sammelstellen und zur Bahnlinie gering zu halten. Denn die sechs Meilen sind eine Distanz, die mit dem Pferd an einem Tag in beide Richtungen bewältigt werden konnte. Jetzt existiert der Schienenverkehr nicht mehr. Der Transport erfolgt mit LKWs. Somit sind die kleinen Gemeinden an den Schienen meist nur noch leerstehende Häuserfassaden. Selbst die, die einst bleiben wollten, wurden zum Umziehen gezwungen, oder einziehen wollen, können es nicht. Die Wasserversorgung ist zu aufwendig für den Staat – Kanadas Herausforderung, das Überbrücken von Distanzen für die Versorgung mit Wasser und Elektrizität. So laufen wir durch das ehemalige Bounty und unser Gastgeber kann uns die Namen, der Familien nennen, die vor nicht allzu langer Zeit diese Häuser bewohnten. Schöne Kulissen!

Unvorstellbar, wir sehen hier sogar mehr Wildtiere, als im letzten Nationalpark. Drei Elche springen durch die Felder. Sie sehen aus wie hoppelnde Hasen. Ein Moose watschelt von einem Waldfleckchen zum Nächsten und auf einem anderen Feld grasen Bison.

 

Absolut cool ist, wir treffen die Hutterites. Die Hutterites leben in Gemeinschaften, den Bruderhöfen bzw. Kolonien in der Prärie Kanadas. In einer Kolonie leben und arbeiten 15 Familien, wo sie Felder bewirtschaften, Kühe melken und Hühnern die Köpfe abschlagen.

Wir kriegen eine Einladung zum Besuch einer der Gemeinschaften. Unser Freund, Ian hat Freunde in der Kolonie und schaut öfters vorbei um Lebensmittel aufzustocken. Auf zur Kolonie. Ich bin erstaunt wie unser Freund sich hier orientiert bei welchem Feld er links oder rechts abbiegen muss, um ans Ziel zu kommen – dazu muss man hier aufwachsen. Beim Feld von Mister Lenny links und 18 Felder weiter rechts … Am Horizont wird ein Zeichen von Zivilisation sichtbar, dass muss es sein. Wir biegen in die Siedlung ein. Rechts sind drei Hallen und unzählige Silos, links ist ein Häuserblock mit 15 Eingängen. Hinter einer der Türen warten Mary und Josef mit ihren drei Kindern auf uns.
Da geht eine der Türen auf, dort stehen sie am Treppenabsatz in ihren Trachten. Josef mit langer dunkler Hose, weißem Hemd, Bart, Hosenträgern streckt uns die Hand entgegen zur Begrüßung. Mary in ihrer Tracht mit weißer Rüschenbluse, langem Rock, Haube und ihren zwei Töchtern, die ihre Köpfe an ihr vorbeiquetschen um einen Blick zu erhaschen auf den Besuch, begrüßt uns. Wir brennen vor Neugierde, das Gelände zu erkunden und mehr über den isolierten Lebensstil der Hutterites zu erfahren. Josef führt uns zu der Erbsenverarbeitung, die in einer der Produktionshallen auf der linken Seite vonstattengeht. Das halbe Dorf ist anwesend und packt an beim Sortieren. Der Rest, die Älteren der Gemeinschaft machen es sich vor dem Haus neben dem Blumenbeet, das seit kurzem toleriert wird, gemütlich. Wir ziehen weiter zu den Kühen, Kälbern und der Melkanlage mit automatischer Erkennung der Zitzen – Ian kommentiert, es ist der neuste Standard. Künstliche Befruchtung ist hier nicht erlaubt, das ist zu unnatürlich. Die Kostprobe der Sahne wird zu einer Geschmacksexplosion. Ich habe noch nie so leckere Sahne gegessen. Als Nächstes geht es zu einer weiteren Verköstigung. Mary ist der Chefkoch der Kolonie. Niemand muss hier kochen außer Mary. Das bedeutet täglich drei Mahlzeiten für rund 80 Personen zaubern. Ein interessanter Fakt, die Hutterites sitzen beim Essen nach Alter sortiert an den Tischen. Als Gäste müssten wir uns einordnen. Zurück in der Küche entdecken wir die neusten highend Öfen, in die Mary ihre Zubereitungsweise einprogrammiert hat. Damit lässt sich einkochen oder dampfgaren und am Ende reinigt sich der Ofen selbst. Ich hoffe, dass diese Modelle bald für alle zugänglich sind. Mary hat selbstgemachtes Schokoeis und Kekse zur Verköstigung für uns – jetzt hat sie uns.

Josef lädt ein ins Haus zu gehen. Bei einem Gläschen selbstgebrautem Rhabarberwein können wir sie zu ihrem Lebensstil Ausfragen. Es ist ein gemeinschaftlicher Lebensstil, der den biblischen Lehren von Jesus folgt. Im mittelalterlichen Europa wurden sie verfolgt, so packten sie ihre Bibeln ins Boot und flohen nach Kanada. Seit einigen Jahren beginnen die Gemeinschaften sich zu öffnen für Veränderungen. Es gibt Telefone, Internetanschluss, die Teens haben Handys, die Wohnungen Kühlschränke und persönliche Gegenstände. Ein großer Wandel für die Kommunen mit einheitlichem Aufbau von Wohnräumen und Verwaltung von den Ältesten, Männern. So bekommt jeder Bewohner einmal im Jahr ein paar Schuhe, eine Stoffbahn zum Nähen der Kleidung bewilligt sowie oft auch etwas Schnickschnack für die Ausstattung der Wohnräume. Eigentlich hat hier niemand Eigentum oder Geld, da alles von den Ältesten verwaltet wird. Aber die Kids dürfen Geld beim verkauf Keksen, angebautem Gemüse oder anderen Dienstleistungen entgegennehmen und als ihr eigenes Betrachten, sofern sie noch nicht babtisiert wurden (verheiratet). So arbeitet, der Sohnemann bei den Nachbarn als Rasenmähboy und gönnt sich das iPhone. Die Töchter verkaufen Plätzchen und kaufen sich Parfüms. Außerdem kriegt die Familie hin und wieder Geschenke von Freunden außerhalb der Kolonie.

Zu unserem Erstaunen lebt der älteste Sohn der Familie in Saskatoon und macht Kohle auf den Ölfeldern in Alberta. Ein Trend unter jungen Hutterites ist es die Kolonie für einen Zeitraum zu verlassen, was gegen die Tradition sowie den Glauben/Gesetzte ist und nicht gern gesehen wird. Die meisten sind schnell abgeschreckt von der Außenwelt. Diese ist eine riesige Herausforderung, wenn du 3-mal täglich das Essen auf den Tisch gestellt bekommen hast, immer ein Dach über dem Kopf hattest, wofür du keine Miete zahlst, geschweige den je Geld in der Hand hattest und deine Tagesaufgabe stets definiert war von der Gemeinschaft. Aber ihr Sohn lebt schon seit 3 Jahren außerhalb der Kolonie. Er plant bald zurückzukommen. Mary kann es kaum erwarten. Denn sollte er außerhalb der Kolonie heiraten, darf er nie wieder zurückkommen. Sie erzählt, dass sie täglich mit ihm spricht. Es wird Abend und die Familie muss morgens um 5 Uhr aufstehen. Wir ziehen mit Kekstüten ab.

Und weil wir so gut gefüttert wurden, kommen wir zwei Tage später wieder. Die Gastfreundlichkeit und unsere Neugierde drängen uns zum Freunde werden. Beim nächsten Besuch erkunden die Werkstätten und schlemmen Zwergkartoffeln mit Böhnchen und Doublejockers sowie Rhababarkuchen.
Für die Farmarbeit verfügen sie über die neusten Traktoren. Wer besorgt und informiert sich über die aktuellsten Geräte der Branche? Jeder der Bewohner in der Kolonie hat eine bestimmte Aufgabe, bestimmt von den Ältesten. So wurde Mary zur Küchenchefin bestimmt und Josef zum Arbeiter in der Metallwerkstatt. Als Zuständiger für die Metallwerkstatt, ist er der Beauftragte, der prüft, ob es sich lohnt Schrauben extern einzukaufen oder herzustellen. Außerdem muss er sich mit den Metallgeräten der Kolonie auseinandersetzen sowie den Geräten für die Arbeit mit dem Metall. Dafür wird er freigesprochen von allen anderen Verpflichtungen wie dem Haushalt, Kochen, Farmarbeit.

Für die schulpflichtigen Kinder kommt ein Lehrer von außerhalb und unterrichtet in der Gemeinschaft, die Jahrgänge 1–4 und 5–8. Ab der achten Klasse sind die Jugendlichen nicht mehr schulpflichtig. Sie geben ihre schulische Laufbahn auf und beginnen ihre Karriere in der Kolonie. Einzigartig macht unseren Besuch hier auch der Einblick in eine Hutterites Kolonie.

 

Abgerundet wird unser Aufenthalt auf der Farm durch den Ausflug zum Diefenbaker See. Ian hat ein Motorboot, Wasserski und ein Donut. Was für ein Ritt auf dem Wasser und ein unglaublicher Tag. Vielen Dank Ian, die Zeit mit dir auf der Farm war großartig.
Es muss ein Traum sein hier Ende August durchzufahren, wenn die grünen Weizenfelder sich zum Gold der Prärie färben. Etwas, das wir gerne einmal sehen würden.

 

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Die schönsten Strände in Manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-schoensten-straende-in-manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/#comments Sun, 10 Jul 2016 05:51:46 +0000 http://taundma.de/?p=4333 Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der…

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Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der anhaltende Sommer diktiert weiterhin unsere Stopps, sodass es täglich einen Halt am See gibt. Auf unserer Strecke nach Saskatchewan können wir ein paar davon empfehlen.

In Manitoba angekommen müssen wir uns entscheiden welche Route wir wählen. Die Wahl lag zwischen der direkten, südlichen Route, die vorbeizieht an Parks wie dem Spruce Woods Provincial Park mit seinen Sanddünen und Wüstenlandschaften, oder der nördlichen Route mit den großen Seen und den beliebten Sandstränden des Winnipeg und Manitoba Sees, sowie des Grindstone Provincial Park mit isländischen Wurzeln.
Wir entscheiden uns für die Nord-Route, da diese vielversprechender und spannender klingt, sie abseits der großen Highways liegt, uns in den wenig erschlossenen Norden und zu unserem nächsten Ziel, Saskatoon in Saskatchewan führt.

Obligatorisch war es für uns in der Hauptstadt der Provinz Manitoba, in Winnipeg anzuhalten. Daraus ist Liebe geworden. Ein Tag lang sind wir durch die Stadt gewandert um das Flair sowie die Geschichte aufzusaugen. Was gibt es darbüber zu sagen: Es ist eine eindrucksvolle Stadt mit spannenden architektonischen Bauten. Wir vergucken uns in die fußgängerfreundliche Innenstadt mit ihrem Flair. Im Blog von Snoopsmouse ist ein toller Beitrag zum Sehenswerten in der Stadt. Absolut sehenswert ist das Museum für Menschenrechte, das Modernen Kunst Museum, Riels Grabstätte sowie der Golden Boy!

Anschließend ging es weiter zu den Stränden des Winnipeg Sees, Sonne tanken. Zu den beliebtesten Ausflugsorten am See gehören Grand Beach Provincial Park und Victoria Beach im Norden-Osten sowie Winnipig Beach auf der Westseite des Sees.
Der Besuch bei Grand Beach überrascht uns. Der Strand ist mit seinem hellen, feinen Sandstrand traumhaft und es ist immer was los. Rettungsschwimmern halten Patroulie. Große Komplexe stehen entlang der Sandbank mit Zugang zu Toiletten, Duschen und Einkaufsmöglichkeiten. Das Wasser war zwar etwas algig und kühl, aber die Winnepiger hat es auch nicht gestört. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen ein paar Runden zu schwimmen. Immerhin wird das Wasser hier ständig kontrolliert wie uns ein Bademeister verrät.
Weiter nördlich ist der privatisierte Strand Victoria Beach, kostenpflichtige Parkplätze inklusive – nichts für uns. Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter nördlich und gelangen zu einem abgelegenen Strand. Wer die Badehose oder ein Kanu eingepackt hat, sollte es sich nicht nehmen lassen die wenigen hundert Meter zum Elk Island Provincial Park rüber zu schwimmen/paddeln – eine herrliche Aussicht!

Das Nachtlager schlagen wir an diesem Tag auf der anderen Seite des Sees auf, in der isländischen Siedlung Gimli. Ein kleiner Ort mit ruhigem Strand und einer, wie soll es anders sein, Wikinger Statue. Ein riesiges Ding, enthüllt von Dr. Asgeir Asgeierson! Die Cafés hier verkaufen isländische Vinatarta: ein 14-schichtiger Traum.
Früh am Morgen geht’s dann zum Hecla / Grindstone Provincial Park, welcher als Halbinsel in den See Winnipeg hineinreicht. Eine historische isländische Siedlung, gemütliche Wanderwege, Strand, Pelikane und tolle Schilfflandschaften machen dieses Fleckchen aus. Bei einem Spaziergang in der Schilflandschft zwischen den hohen Gräsern entdecken wir ein paar Tierchen. Es wird ein ausgiebiger Tagesbesuch, bevor wir unsere Reise zum zweitgrößten See der Provinz fortsetzen.

Der Manitoba See ist erstaunlich warm. Es lässt sich schwimmen an der schmalsten Stelle des Sees, kurz The Nerrows genannt. Wir übernachten direkt am Seeufer. Auf der weiteren Fahrt durchs Land ziehen wir vorbei an kleinen Siedlungen und großen Feldern.

Unser Ziel für den nächsten Tag ist der Riding Mountain National Park. Eine Bisonherde, die nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, verspricht einen spannenden Aufenthalt. Leider hat sich diese irgendwo im Gehege, welches wir mit dem eigenen Auto durchfahren können, :O versteckt. Dafür streift ein großer Braunbär durchs Unterholz und läuft uns vor die Kamera – Knips! Aus dem Gehege raus, unternehmen wir einen Spaziergang im Park und gehen ins Wasser, am Clear Lake sowie am See Audy – ein Herr den wir treffen, weißt uns daraufhin, dass ab Alberta die Seen mit Gletscherwasser gespeist werden und somit viel zu kalt sind zum Schwimmen, deswegen nutzen wir jede Möglichkeit für ein paar Streifzüge.
Doch die Prärie ruft uns und wir schwingen unsere Hufen auf der Schotterpiste Richtung Highway. Von hier wirkt das Land wie ein Langgezogenes, nicht endenwollendes Bauernfeld.

Unterwegs halten wir im Prairie Mountain Regional Museum und nutzen die Möglichkeit etwas über die lokalen Transportmittel von früher zu lernen, besuchen eine alte Oneroom-Schule mit Farbtopftupperdosen sowie ein Familienhaus mit viel Lektüre zum Verhalten der Präriedamen. Danke Alison für die Geschichtsstunde sowie den Hinweis, dass die Saskatoon-Beeren gerade reif sind zum Verzehr. JAMI, damit haben wir uns die nächsten Wochen, so oft es ging, die Bäuche vollgeschlagen.

Auf dem Weg Richtung Saskatchewan verschwinden selbst die kleinen Hügel Manitobas und wir sehen das Bild der Prärie Kanadas immer deutlicher – Felder und überdimensionale Speicher!
Einen der größten noch erhaltenen Kornspeicher aus Holz entdecken wir in Inglis, das an der Grenze zu Saskatchewan liegt. Wir sind beeindruckt von den Schönheiten aus Holz mit ihren Dimensionen. Der Regen setzt ein. Kurz vor Saskatoon schlagen wir unser Nachtlager, mitten in der Pampa auf.

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Schlafende Giganten in den Stromschnellen https://inthenature.de/schlafender-riese-in-den-stromschnellen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schlafender-riese-in-den-stromschnellen https://inthenature.de/schlafender-riese-in-den-stromschnellen/#respond Sun, 03 Jul 2016 18:05:58 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4068 Unsere Reise Richtung Westen bewegt sich in kanadischen Verhältnissen immer noch recht langsam, für uns sind jedoch die täglichen Stecken…

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Unsere Reise Richtung Westen bewegt sich in kanadischen Verhältnissen immer noch recht langsam, für uns sind jedoch die täglichen Stecken von ca. 300 km einiges. Das ist diesmal die Distanz zum nächsten Ontariopark, Sleeping Giant.

Wie es sich für uns gehört, nehmen wir unterwegs alles Interessante mit, was die Reiseprospekte vorschlagen. Auf der Strecke über den Trans Canada Highway Nr. 17, die direkte Route von Ost nach West (nördlich der Großen Seen), gibt es mehr zu Entdecken als man vermutet. Gespickt mit National- & Ontarioparks und zahlreichen Ortschaften, haben wir diesen gefunden: der Indian Head (Indianer Kopf) inmitten einer gigantischen Schlucht. Ausgeschildert als Ouimet Canyon, folgen wir den Schildern ein paar Kilometer abseits der Schnellstraße einen Berg hinauf. Die Kanadier nennen diese Schlucht gerne ihren Grand Canyon, mit der imposanten Größe der amerikanischen Version kann diese jedoch nicht mithalten. Die Geschichte zum Indian Head und der Ouimet Schlucht mit deren Aussicht, ist trotzdem mehr als spannend.

Die Fakten – Quimet Schlucht: 100 Meter tief, 150 Meter breit und 2 Kilometer lang. (US Grand Canyon: 1,8 km tief, bis zu 29 km breit und 446 km lang)

Die Geschichte: Die Ojibway glauben, dass vor vielen Jahren noch Giganten das Land geformt haben, die Berge errichteten und Seen erschufen. Darunter waren Omett und Nanna Bijou, Heilige der Ojibway. Eines Tages verliebte sich Omett in die Tochter von Nanna Bijou. Als Omett jedoch einen weiteren Berg erschuf, brach ein Stück ab und tötete Naiome, die Tochter von Nanna Bijou. Aus Angst vor den Konsequenzen, legte er Naiome in einen See und bedeckte sie mit Felsgestein.
Auf der Suche nach seiner Tochter erfühlte Nanna Bijou ihre Präsens unter dem Gestein. In diesem Augenblick ergriff er aus dem Himmel einen Blitz und schleuderte diesen gegen das Felsgestein, welches darunter zerbrach und eine weite Schlucht erschuf. Den freigelegten Körper legte Nanna Bijou in diese Schlucht. Zugleich bestrafte er Omett indem er ihn in Stein verwandelte und an der Seitenwand der Schlucht platzierte, um für immer seine Tochter Naiomi zu bewachen.

Wir setzen unsere Reise fort. Begleitet von Sonne sehnen wir uns verzweifelt nach einer Abkühlung. Glücklicherweise sehen wir einige Kilometer weiter ein paar Frauen mit nassen Haaren und Handtüchern entlang der Schnellstraße spazieren. Das riecht nach Wasser!
Kurz ran gefahren und die Infos zur nächsten Schwimmmöglichkeit eingeholt, geht es in eine Seitenstraße zu einem keinen Bachlauf und einem natürlichen Endlos-Pool (Adresse: 17 5 Road North, Shuniah ON P0T). Bestückt mit Steg und Sprungbrett ist es die perfekte Möglichkeit sich abzukühlen. Die Strömung sorgt für den Endlos-Pool 😉

Bevor wir die Nacht auf dem Campingplatz des Sleeping Giant Parks verbringen, suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen auf der Seitenstraße kurz vor dem Park. Über die Schotterpiste geht es Kilometerweit durchs Niemandsland, von Parkmöglichkeiten keine Spur. Wir entdecken einzelne Wohnhäusern, aber im Vorgarten wollen wir diesmal lieber nicht übernachten. Wir sind schon dabei aufzugeben, als wir eine einsame Wiese am Wasser sehen – perfekt!

Am frühen Morgen geht es in den Sleeping Giant Provincial Park und auf den längsten sowie steilsten Wanderweg den der Park zu bieten hat – klar, wir brauchen immer eine Herausforderung.
Wir parken das Auto am Campingplatz, denn nach Aussagen ist der erste Teil der Strecke mit dem Fahrrad befahrbar.

Die Eckdaten zur Tour:
+ 5 km Asphalt vom Campingplatz zum Wanderweg
+ 8 km unbefestigter Wander-/Fahrradweg zum Beginn des Sleeping Giant Wanderwegs
+ 3.5 km zum Gipfel des Sleeping Giant (300 Höhenmeter)
+ 5 km entlang des Talus Lake Trails zur zweiten Aussicht
Und dann wieder zurück …

Eins vorneweg, die Aussicht vom Sleeping Giant Head ist sensationell!
Aber eins nach dem anderen. Die 8 km Fahrradtour entlang des Wanderwegs genießt man erst mit einem Cross-Bike oder Mountainbike. Da es aber relativ eben ist, machen uns die Steine auf dem Weg nicht so viel aus. Immerhin spart man sich die 8 km langatmige Waldpassage. Dann geht’s ins Dickicht und nach 1 km steil Bergauf, für 2.5 km – phu! Mit frischen Beinen, gestärkt durch unser typisches Kanada-Camper-Frühstück (Haferflocken mit Banane, Erdnussbutter, Leinsamen und Cranberries), spurten wir relativ schnell hoch. Entlang des Weges kommt man an 2–3 schönen Aussichtspunkten vorbei, doch wer nicht bis zum Ende geht, wird es bereuen! Einmal oben angekommen sind die restlichen 20 Minuten um den Berg schnell abgelaufen. Dann wird man von einer gigantischen Schlucht und einer unglaublichen Aussicht überwältigt! Höhenangst sollte man hier nicht haben …
Wir posieren für ein paar Schnappschüsse bevor wir unser mitgebrachtes Mittagessen am Abhang verspeisen (es gibt belegte Brötchen).

Es geht wieder runter, und nach nur knapp 8 gelaufenen Kilometern (die 13 Fahrrad Kilometer nicht mitgerechnet), haben wir noch nicht genug und beschließen den Weg zur zweiten Aussichtsplattform zu wandern. Es sind ja nur 5 km … Das unwegsame Gelände, ein paar Hügel, die Hitze und der Rucksack machen die Strecke jedoch nicht leichter. Am Nanabosho Lookout angekommen, sind wir geschafft und brauchen erst mal einen Notfall-Power-Riegel. Die Aussicht ist schön, jedoch nicht vergleichbar mit der vom Sleeping Giant Head.

Für uns geht’s jetzt zurück zum Zeltplatz. Wir freuen uns auf ein Bad im nahe gelegenen See. Nicht im Superior See welcher uns umgibt, dieser ist immer noch vieeel zu kalt, sondern im Innland-See Marie Louise. Wir müssen feststellen, dass sich dieser See auch noch nicht erwärmt hat. So wird’s dann eine Dusche am Zeltplatz.
Mit zahlreichen Wanderkilometern, dabei einigen Rundwegen, bietet der Sleeping Giant Provincial Park viel für das Wanderherz.

Die Suche nach einem Nachtlager erweist sich als schwierig, deswegen nächtigen wir ausnahmsweise mal wieder an unserem beliebten Walmart Parkplatz. Belohnt werden wir nicht nur mit WLAN, sondern mit einem der schönsten Sonnenuntergänge!

Am nächsten morgen schmerzen noch die Beine, wir brauchen eine Pause und wollen ans Wasser in Thunderbay. Dank Corey, welchen wir im Pukaskwa National Park kennengelernt haben, bekommen wir den Tipp zu den nahe gelegenen Stromschnellen zu fahren (15 km nördlich vom Stadtzentrum). Das klingt nach Abenteuer und wir lassen es uns nicht zweimal sagen.

Was wir hier erleben, müsst ihr euch am besten selbst mit unserem Video anschauen – Kamera bereit, Action!

Am Abend besteigen wir außerdem noch den Berg McKay. Im Indianer Reservat Fort Williams gelegen, bietet der Berg mit 330 Meter über der Stadt die Aussicht auf die Weiten des Superior Sees und den schlafenden Riesen, den wir einen Tag zuvor erklommen haben.
Tipp: Auftanken im Reservat an der dritten Tankstelle, die im Ortszentrum ist! Die vorherigen sind teurer.

Wir wären nicht wir, wenn wir uns nicht zudem noch geschichtlich intensiver weiterbilden würden. Und was gibt es prägenderes für Kanada als Kanus und Pelzhandel?! Wir besuchen am nächsten Morgen den Handelsposten Fort Williams, eines der größten Pelz-Umschlagplätze der North West Company in jener Zeit. Durch die zahlreichen Schauspieler erleben wir hier hautnah wie sich das Leben vor etwa 300 Jahren in so einem Handelsposten abgespielt hat – definitiv empfehlenswert!

Auf unserer Pelzroute machen wir auch einen Halt bei den nahegelegen Kakabeka Wasserfällen, die imponieren mit ihrer Größe. Außerdem lässt sich eine der dreizehn Portagestrecken auf diesem Fluss ablaufen. Diese alleine hat eine Wanderlänge von 1,3 km, damals zusätzlich mit schwerer Ausrüstung. Bei einer Handelsmission waren neun Männer in einem Montreal Kanu, hergestellt aus Birkenrinde, gemeinsam unterwegs. Im Handelsposten haben wir gelernt, dass jeder der Händler 90 Kilo Pelz plus das Kanu transportierte, sowie das Essen. Auch ein spannender Fakt: Was haben die gegessen? Ein Mix aus Büffelfett! Mhhhh …wochenlang Büffelfett.

Auf der Seite der Hudson Bay Company, der Konkurrenz und später Muttergesellschaft, findet ihr eine sehr gute Darstellung der Pelzhandel-Routen eine interaktive Zeitleiste mit Ereignissen und viele weitere Geschichtliche Informationen. Eine detaillierte Entwicklung der Pelzhandelsgesellschaften haben wir hier für euch zusammengestellt.

Geschichtliche Entwicklung der Pelzhandelsgesellschaften:
1600 Nachfrage nach Pelz in Europa steigt und rottet heimische Arten wie den Bieber fast aus.
1604 Grundsteine für Quebec City wird gelegt.
1610
Henry Hudson kundschaftet die große Bucht Nordamerikas aus, die zuvor bei der Suche nach der Nordwest-Passage Richtung Asien entdeckt wurde. Im Packeis gefangen gibt es nach dem harten Winter eine Meuterei und die Schiffsmannschaft setzt Hudson mit seinen Söhnen aus, der seitdem nie wieder gesehen werden. Trotzdem erkennt man das Potenzial der Region für  den Pelzhandel und nennt die Bucht „Hudson Bay“.
1650 Der französische König Henry IV bewilligt und fördert den Pelzhandel mit den neuen Kolonien am St. Lowrence River (Quebec).
1659 Die sogenannten Voyageurs (französische Kundschafter und Pelzhändler), wie Pierre Esprit Radisson and Médard Chouart, Sieur des Groseilliers, reisen von Montreal bis zum Superior See um Pelz mit den Cree und Ojibwa Indianern zu handeln.
1660 Ohne Besitz einer Handelsgenehmigung werden Radisson und Chouart kurzzeitig von der Regierung in Neu Frankreich festgenommen und ihre 100 Kanus voller Felle werden beschlagnahmt, sodass sie sich von Neu Frankreich abwenden.
1668 Nach länger Investorsuche in Neu England und England, finden Radisson und Chouart in England Investoren für ihre nächsten Pelz-Expedition über die Hudson Bay Route, die abseits der Französichen Kontrolle führt und mehr Profit verspricht. Zu den Investoren zählen Karl II (König von England), dessen Cousin Prinz Rubrecht und weitere Geschäftsleute.
1670 Nach der erfolgreichen Expedition erteilt König Karl II dem Prinzen Ruprecht, zusammen mit den Voyageurs Radisson und Chouart die alleinigen Handelsrechte über das Gebiet der Hudson Bay. Es umfasste eine Größe von 3,9 Millionen km², mehr 1/3 des heutigen Kanada, und erstreckte sich bis in den nördlichen mittleren Westen der USA. Es bestand aus allen Flüssen die in die Hudson Bay münden. Die Hudson Bay Company (HBC), erste eingetragene Pelz-Handelsgesellschaft ist geboren.

…
2015 HBC kauft die Deutsche Handelskette Galleria Kaufhof

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1000 km Küstenlandschaft https://inthenature.de/erkunde-1000-km-kuestenlandschaft-der-grossen-seeen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=erkunde-1000-km-kuestenlandschaft-der-grossen-seeen https://inthenature.de/erkunde-1000-km-kuestenlandschaft-der-grossen-seeen/#respond Fri, 01 Jul 2016 18:24:41 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4022 Nach 3 Wochen im Osten Ontarios, geht es mit großen Schritten westwärts und um die großen Seen Nord-Amerikas. Wir wollen…

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Nach 3 Wochen im Osten Ontarios, geht es mit großen Schritten westwärts und um die großen Seen Nord-Amerikas. Wir wollen die Küstenlandschaften des zweitgrößten Sees der Welt erkunden, mal eintauchen und ein paar Züge drin wagen. Außerdem steht Kanada Day vor der Tür, da wollen wir etwas Kanadisches erleben.

Also nehmen wir den Weg auf uns und erkunden. Entlang der Strecke verbringen wir noch zwei Tage auf der zweitgrößten Insel des Huron Sees, auf St. Joseph. Die kleinen Ortschaften der Insel bewegen uns zur Entschleunigung – absolut notwendig, nach 250 km volle Kraft voraus von unserem Startpunkt, der Widgawa Lodge Ferienwohnung. Der Blick von der Insel auf den Huron See ist entzückend und das Wasser einladend türkis. Interessante Sehenswürdigkeiten auf der Insel sind die Ruinen eines Verteidigungspostens der Briten aus dem 18. Jahrhundert, das Fort St. Joseph sowie Adcock’s wunderschönen englischen wilden Garten. Wir haben uns die Zeit genommen um Beides ausgiebig zu bewundern.

Die Ruinen sind Teil der Fort St. Joseph National Historic Site, bieten kleinere Wanderwege mit dem Rundweg um die Ruinen und im Informationszentrum mit Museum veranschaulicht ein Film das Leben zur Zeit der Anlage. Das Personal ist super drauf und verpasst uns Airbrush-Tattoos. Yeah, ich habe zwei Paddel auf dem Unterarm.
Das Fort war ein Verteidigungsposten der Briten (errichtet im Jahr 1797) um die Pelzhandel-Route vor den Amerikanern zu schützen, welche sich nur wenige Kilometer weiter südlich befanden. Nach Ausbruch des Krieges zwischen Amerika und Großbritannien 1812, eroberten die hier stationierten britischen Soldaten den nahelegenden Posten der Amerikaner und ließen St. Joseph schutzlos zurück. Zwei Jahre später nutzen die Amerikaner die Gelegenheit und brannten den Verteidigungsposten auf St. Joseph komplett nieder. Erst als Parks Kanada ein archäologisches Programm in Jahr 1964 startete, wurden die Ruinen nach zehnjähriger Arbeit komplett freigelegt und der Öffentlichkeit gezeigt.

Auf dem Weg zu, oder von den Ruinen sollte jeder Adcock’s wilden Garten bestaunen. Hier wandert man zwischen einem Mix aus natürlichen Wildblumen, verschieden duftenden Rosenbüschen, bezaubernden Gobelin und durch den „betrunkenen Wald“ bestehend aus Kiefern und Zedern, welche sich durch ihr Gewicht im weichen Untergrund krümmen, verbiegen, um sich wieder hoch zur Sonne aufzubäumen. Die Schönheit des Gartens wird zusätzlich in den Teichen reflektiert, welche geschmückt sind mit Wasserlilien und hungrige Schildkröten beherbergt.

 

50 km westwärts beginnt der Superior See, welcher in der Stadt Sault Ste. Marie über Stromschnellen und durch eine große Schleuse, die den Schiffsverkehr ermöglicht, in den Huron See fließt. Sowohl auf der kanadischen als auch auf der US-amerikanischen Seite gibt es große Schiffsschleusen, wobei die auf der US Seite größer sind und Tankern die Überfahrt erlauben.
Das Gelände auf der kanadischen Seite gehört zu der Sault Ste. Marie Canal National Historic Site und bietet neben einem winzigen Museum noch zwei Wanderwege um die Schleuse sowie über die natürlichen Stromschnellen. Ein Besuch lohnt sich für uns als Fahrpause.

Ab hier sind es noch 40 oder 80 Kilometer bis zu den strandreichen Provinzial Parks an der Küste des Superior Sees. Dazu zählt die Batchawana Bay und die Pancake Bay mit feinen Sandstränden und einigen Wanderwegen entlang der Küste. Allgemein gibt es entlang der Küste viele Strände an denen wir uns im Sand wälzen. Neben Batchawana Marine Park, eignet sich auch der Pancake Provincial Park für einen 3,5 km langen Strandspaziergang, eine 14 km lange Fahrradtour, Boots- und Kanu-Touren auf dem hellblauem Wasser. Ab August, wenn das Wasser wärmer ist, sogar für einen gemütlichen Badeausflug.

 

Jedoch wollen wir länger wandern, um die unterschiedlichen Felsformationen an der Küste zu bestaunen, deswegen fahren wir zum großen Lake Superior Provincial Park. Der Park bietet neben dem 65 km langem Küstenwanderweg ebenfalls einige kürzere Wanderwege in unterschiedlichen Vegetationen.
Wir wollen auf den 65 km langen Coastal Trail entlang der Küste des Lake Superior, der mit seiner Größe und dem Wellengang nichts von einem Tümpel zuhause hat. Wir wandern zu Aussichtspunkten, klettern Klippen hoch, krakseln über Stein-, Sandstrände und übernachten im Zelt bei Wellenrauschen. Wer den kompletten Küstenwanderweg gehen möchte, sollte mindestens 5 Tage einplanen.

Küstenwanderweg: Wer die Schönheit des Wegs erleben will, jedoch nur zwei Tage entlang der schroffen Küste eine Teilstrecke wandern möchte, hier unsere Empfehlung:
Das Auto am Parkplatz des Sinclair Cove Wanderwegs parken und mit dem Fahrrad bis zur Brücke Coldwater fahren. Dauer: 1, 5 Stunden. Hier ist einer der wenigen Einstiege zum Küstenwanderweg. Von dort geht es südlich-ödtlich bis zum Zeltplatz Kathrin Cove (12 km). Ein unvergesslicher Ort auf einer vorgelagerten Halbinsel, umringt vom blauen Wasser des Superior Sees.
Am nächsten Tag geht’s 15 km über unterschiedlichen Untergrund zurück zum Auto. Die Strecke sollte man nicht unterschätzen, da viele Abschnitte über Felsen oder Wackersteine verlaufen und das Vorankommen etwas langsamer vorangeht. Besonders wenn es regnet, wird der Weg rutschig. So bleibt viel Zeit, die Landschaft auf sich wirken zu lassen.
Belohnt werden wir auf der Strecke mit abwechslungsreichen Küstenlandschaften und einen unendlichen Blick auf den See. Dabei ändert sich Vegetation wie folgt: Feine Sandstrände, Kieselstein Strände, Strände mit abgeschliffen Rundsteinen, Klippen, Felsen und kleinere Waldabschnitte.

Ein Muss ist der Halt bei den Agawa Rock Pictographs! Die indianischen Zeichnungen sind am Ende eines 0,5 km kurzen Wanderwegs an Felswänden kurz oberhalb der Wasserline aufgetragen. Das Alter der Zeichnungen wird auf 150–400 Jahre geschätzt und wurde von den Ojibwe Ureinwohnern gezeichnet. Die dargestellten Figuren, die mit einer Mixtur aus Roteisenerz von dem Schamanen Myeengun aufgetragen wurden, zeigen Kanus, Bieber, Graureiher, Adler, Bären, Schildkröten sowie andere mystische Figuren wie den großen Wasserlux, der als Beschützer des Kupfers gilt. Denn genau diesen galt es in dieser Zeit vor den europäischen Minenarbeitern, welche sich am Superior See ausbreiteten, zu beschützen.

Ojibwe: Sind eine (regionale) Gruppierung der Anishinabe, die wiederum eines der größten Indianervölker Nordamerikas sind. Die Anishinabe teilen sich in verschiedene Gruppierungen (Algonkin, Nipissing, Mississauga, Potawatomi, Odawa, Oji-Cree, Saulteaux und die Ojibwa) und siedelten sich entlang der Großen Seen Nordamerikas an. Die Ojibwe selbst sind die zweitgrößte Gruppierung, hinter den Cree, und sind bekannt für ihre Birkenrind-Kanus, Wildreis Kultivierung, dem Handel mit Kupfer und einer sehr friedlichen Lebensweise. Mit dem Einzug der Europäer zogen die Ojibwe von Quebec, immer weiter Richtung Westen zu den Großen Seen und später bis nach Zentral-Kanada.

Zudem ist der 8 km lange Wanderweg um den Orphan Lake mit Aussichtspunkten über den See Superior, auf die Leech und Lazard Islands und auf der nördlichen Seite den Baldhead Mountain ein gelungener Pfad. An dem Steinstrand vorbei, kommen wir zu einem kleinen Wasserfall bevor es durch den Wald zum Parkplatz geht.

 

In Wawa sind die Menschen verrückt nach riesigen Canada Goose Abbildungen. Spontan beim Durchfahren sichten wir vier gigantische Statuen. Die Gemeinde brüstet sich damit die Größte zu haben. Hier lässt sich spenden zum Bau eines noch größeren Monuments.

Weitere eindrücken der rauen Küste und der Boreal Grenzlandschaft bietet der Pukaskwa National Park. Das unglaublich nette Personal, die abwechslungsreichen Wanderwege und der bezaubernd süße Duft der Rosen, welcher Ende Juni in der Luft liegt, sollten jeden überzeugen hier ein paar Tage Zeit zu verbringen.
Zwei Wanderungen, die wir ins Herz geschlossen haben:
1) Southern Headland Trail: Der 2 Stunden Rundweg zeigt all das, was die schroffe Küste zu bieten hat: Schwarze Lava Felsen, weite Aussichten auf den See, Sandstrand mit Treibholz und Schilf-Landschaften.

2) Coastal Trail: Der 60 km lange Küstenwanderweg, wovon es ausreicht nur die Hälfte abzuwandern um die verschiedenen Landschaften zu genießen, bietet die Möglichkeit 2–6 Tage lange Wanderung zu unternehmen. Weit abseits der Zivilisation verbringen wir die Zeit inmitten von ruhigen Wäldern, reißenden Flüssen, gigantischen Wasserfällen sowie der schroffen Küstenlinie des Superior Sees.
Eine mögliche Variante den Wanderweg abzulaufen ist folgende:
Erster Tag, 8 km zum White River Zeltplatz. Zweiter Tag, 14 km zum Morrison Harbour Zeltplatz – Lager aufbauen. Dritter Tag, Tagesausflug zur Oiseau Bay (16 km hin und zurück zum Lager). Vierter Tag, zurück zum Auto (22 km).
Alternativ: Erster Tag, 16 km Wanderung zu den Chigamiwinigum Wasserfällen und Übernachten am Fluss Willow. Zweiter Tag, zurück zum Auto, oder 8 km weiter zum Zeltplatz Fisherman Harbour, Lager aufbauen und rasten. Dritter Tag, Tagesausflug zum Fisherman’s Cove und wieder zurück zum Lager. Vierter Tag zurück zum Auto (25 km).
Höhepunkte sind neben den zwei Wasserfälle entlang des Weges, eine lange Hängebrücke, die 23 Meter über dem reißenden White River baumelt, abwechslungsreiche Vegetation und Ruhe.

Als wir dort sind, ist Canada Day und alle Kanus sowie die Stand-Up Paddle Boards sind umsonst und stehen uns zur Verfügung für das gesamte Wochenende. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und paddeln nachdem wir ein riesiges Stück sahnige Kanadatorte verdrückt haben. Danke Pukaskwa Park! Canada Day in einem Park zu verbringen ist eine super Idee, denn die Parks stellen ein Programm für das gesamte Wochenende auf die Beine. Uns gefällt’s, wir kanuen, besichtigen die Tour zum Bau von Longhouses aus Birkenrinde, paddeln in der Bucht, wandern und hängen am Strand rum.
Tipp: Wer hier durchfährt sollte in Pic-River auftanken, hier gibt es den günstigsten Sprit in der Region!

 

Weiter westwärts empfehlen wir außerdem einen Ausflug zum Neys Provinzial Park, welcher den interessanten Wanderweg Point Trail mit Schautafeln zur Entstehung der Gesteine bereit hält. Dauer: 1–4 Stunden, je nach Interesse an der Geschichte und der Umgebung. Hier haben Lava, Gletscher und Gezeiten ihre einzigartigen Spuren im Felsen hinterlassen, die es zu erkunden gibt.

Alternativ haben wir 50 km weiter Richtung Westen einen zweiten ausgeschilderten Küstenwanderweg entdeckt, als wir einen Canyon mit Wasserfall besuchen, der nicht zum Park gehört, und somit kostenlosen Zeltplätze entlang der Küste bereit hält, der Voyager Trail. Er startet bei den Aguasabon Falls, die 30 m in die Tiefe stürzen um sich anschließend durch den Canyon zuwinden.

Wir fahren weiter Richtung Thunderbay und dem Sleeping Giant, der See ist einfach zu groß für nur einen Artikel.

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Kanutour im Herzen Kanadas https://inthenature.de/kanutour-im-herzen-kanadas/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kanutour-im-herzen-kanadas https://inthenature.de/kanutour-im-herzen-kanadas/#comments Sat, 25 Jun 2016 05:54:05 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=3020 Am Dienstagabend geht es rund! Wie lernt man etwas über die kanadische Lebensweise, erlebt einen fantastischen Kanu-Ausflug in die Wildnis und findet nebenher Arbeit? Dank…

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Am Dienstagabend geht es rund! Wie lernt man etwas über die kanadische Lebensweise, erlebt einen fantastischen Kanu-Ausflug in die Wildnis und findet nebenher Arbeit?

Dank der Facebook Gruppe Work and Travel Kanada! Mit dem Beitrag zu einem Gesuch von Arbeitern auf einem Campingplatz mit Ferienwohnungen, der Widgawa Lodge & Outfitter, kamen wir zu einer außergewöhnlichen Kanuerfahrung.
Die Widgawa Lodge ist der Kanu-Kajak-Ausstatter am Zugang der Westseite des Killarney Provincial Parks, welcher selbst an der Nordspitze des Huronsees liegt. Dieser Park ist einer der bekanntesten in der Region, wenn nicht in ganz Kanada. Einerseits durch die einmalige Schönheit der Natur sowie der großen Dichte an Seen, Kanurouten und Wanderwegen. Andererseits, da die bekanntesten Künstler Kanadas, besser bekannt als die Gruppe aus 7, hier ihrer Gemälde fertigten. Sie haben den Schutz der einmaligen Region initiiert und somit die Gründung des Parks gefördert.
Die Landschaft ist durchzogen von Flüssen, Seen sowie weißen, abgerundeten Quarzithügeln, der La Cloche Gebirgskette. Diese weißen Bergkuppen und Klippen stehen im direkten Kontrast zu den eingebetteten blauen Seen und grünen Kiefernwälder. Traumhaft! Ein idealer Ort um Kanu zu fahren. Perfekt, dachten wir uns, als wir hörten, das als Arbeitsausgleich neben Verpflegung und Logis die Nutzung der Kanus möglich ist – ok, bei Verpflegung hatten sie mich schon 🙂

Widgawa Lodge & Outfitter
Nach unserer Job-Anfrage via Facebook bei Joshua und Conni, den Besitzern der Widgawa Lodge, ging alles sehr schnell und unkompliziert: „Klar, kommt vorbei wenn ihr in der Gegend seid“ hieß es in der Antwort E-Mail. Gesagt, getan! Vor allem im Frühjahr sind die zwei immer auf der Suche nach Helfern. Unsere Aufgabe klang simpel: Die Dächer der zwei Außentoiletten müssen erneuert, sowie gestrichen werden. Nach einer anfänglich geplanten Dauer von 2–3 Tagen, hat es doch 5 gedauert. Erfahrungen mit Dach Schindeln hatte ich noch keine, aber kann ja nicht schaden für zukünftige Hausbau Projekte.

Angekommen, bekommen wir eine 3 Zimmer Hütte mit Küche und Bad zur Verfügung gestellt. Purer Luxus für uns. Die Beine lang machen, am Tisch sitzen zum Essen und es gibt eine Dusche. Promt werden wir zum Lagerfeuer eingeladen – das ist Tradition und wird an fast jedem Abend gepflegt. Die Gitarre wird ausgepackt und schon sitzen Bruce Springsteen, R.E.M., The Grateful Dead, … mit am Lagerfeuer sowie die Gäste und Mitarbeiter. Conni und Joshua sind großartig! Sie machen den Besuch im Park für alle zu einem Erlebnis. Wir können jedem nur Empfehlen hier vorbeizukommen, um den Park per Kanu zu erkunden.

Genauso sind beide als Arbeitgeber spitze und richtig entspannt:„Macht das es gut Aussieht“ war die Devise. Ein paar Tipps und eine kurze Einweisung wie man Schindeln aufs Dach legt, und dann überließen Sie es uns, wie wir die Arbeit abschließen. Das Wetter ist traumhaft heiß. Martin und ich arbeiten gerne an den Toilettchen: messen, sägen, Nägel ziehen, hämmern, streichen, uns mit dem Wasserschlauch nassspritzen…

An ein paar Nachmittag fahren wir mit dem Boot in den Provincial Park. Wir haben Grillzeugs dabei für Abendessen und ein Grill ist an Board. Die zwei verstehen wie man Mitarbeiter und Gäste verwöhnt. Toll, das zur gleichen Zeit ein weiteres deutsches Work and Travel Paar hier ist. Sebastian und Janina haben ihre Tour durch Kanada vor ein paar Wochen gestartet. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen von der Ostküste mit ihnen und überließen ihnen die dokumentierte Neufundland-Karte – auch wenn wir uns von ihr nur schweren Herzens trennen konnten.

 

Killarney Provincial Park
Es geht für drei Tage in den Park. Wir wählten einen favorisierten 32 km Rundweg zum Nellie See. Dieser führt über sechs Seen, einen Flusslauf, einen Biber Damm und fünf Tragepassagen. Randnotiz: Lange haben wir über ein häufige dargestelltes Bild in Kanada gerätselt, bei dem ein Mensch sein Kanu auf dem Kopf trägt, jetzt wissen wir, was damit gemeint ist, eine Kanu-Tragepassage (Englisch: Portage). Da fühlt man sich 300 Jahre zurück versetzt, in die Zeit der Pelzhändler, welche ihre Waren in die großen Städte wie Montreal transportierten mussten. Einen anderen Weg gab es nicht!

Für den ersten Tag haben wir uns die 15 km lange Paddelstrecke mit drei Tragepassagen vorgenommen. Es geht los von der Widgawa Lodge am Charlton Lake. Der Weg führt vorbei an weißen Hügeln und Kiefernwäldern, Holzhütten am Seeufer und über einen riesigen Biberdamm in den Howry Flusslauf, Richtung Murray See. Übersät mit Wasserlilien und Seerosen, bahnen wir unseren Weg entlang der Einfuhrschneise zu ersten großen Tragepassage. Um zum Nellie See zu gelangen, muss man jedoch erstmal etwas wandern. Mit dem Kanu auf den Schultern geht es 1.5 km und 230 Höhenmeter durch den Wald. Tatjana trägt einen Rucksack vorne, einen hinten und die Paddel, ich nur das 24 kg schwere Kanu auf den Schultern.

Nach insgesamt 8 Stunden kommen wir am Ziel an und werden von einem glasklaren, türkisblauen See überrascht. 20 bis 30 Meter kann man hier bis zum Grund schauen. Einzigartig, und nicht natürlichen Ursprungs. Denn als hier in den 50iger Jahre die Luft durch die Erzmine verpestet wurde, tötete der resultierende saure Regen bis heute alles Leben im See, und kreierte diese Schönheit.
Die Erzmiene wurden mittlerweile geschlossen und die Schornsteine der neuen Fabrik höher gebaut, sodass die Abgase weiter hinausgeschleudert werden. Den Säuregehalt im See kann man jedoch heute noch messen. Zum Schwimmen ist es völlig in Ordnung, zum Trinken scheinbar auch – die Meinungen teilen sich da. Wir ziehen es vor das Wasser zu filtern.
Es ist ruhig auf dem See. Weit ab der Zivilisation. Nur 3 Zeltplätze gibt es am Nellie See, welche alle schon im Voraus reserviert werden müssen und auch schnell ausgebucht sind. Damit wird die Anzahl der Leute limitiert, und die Natur geschont.

Wir hatten das Glück Larry, der von hier seinen alljährlichen, einwöchigen Kanu-Camping-Trip startet, in der Widgawa Lodge kennenzulernen. Er war so nett und hat uns angeboten seinen Zeltplatz mit uns zu teilen. Diese Einladung haben wir angenommen. Cool!

 

Am zweiten Tag erkunden wir mit dem Kanu den 7km langen Nellie Lake, erklimmen eine schroffe Granitklippe und gehen in dem türkisen Wasser schwimmen. Uns begegnen Loons und sogar zwei Biber. Larry meint, das sieht er zum erstmal seit Jahren. Die Natur erkämpft sich ihren Lebensraum zurück. Jeder der hierher kommt, sollte mindestens einen Ruhetag einplanen, es ist traumhaft.

 

Am dritten Tag geht es früh morgens zurück. Es warten zwei Tragepassagen mit 2 km und 1,7 km Länge, sowie eine Paddelstrecke von etwa 17 km auf uns.
Dieses mal sind wir jedoch richtig schnell und schaffen die komplette Route in 5 Stunden. Das Paddeln und steuern haben wir perfektioniert. Bei den Tragepassagen werden wir durch die unermüdlichen Stechmücken angetrieben. Ihnen ausgeliefert marschieren wir, mit dem Kanu auf den Schultern, durch den Wald. Zuerst zum Grace Lake, anschließend zum Frood Lake. Nur kurz machen wir einmal halt, als wir ein Moose mitten auf unserem Pfad antreffen. Wer weicht hier wem aus? Deutlich zu erkennen, dass die Verwunderung auf beiden Seiten herrscht und keiner sich vor oder zurück wagt. Motiviert durch die lästigen Stechmücken und dem 24 kg schweren Kanu auf den Schultern, ergreifen wir die Initiative und passieren das Moose seitlich durch den Wald. Sichtlich erleichtert verschwindet das Moose in die andere Richtung.
Trotzdem bleibt genug Zeit für Fotos. Ein Muss ist der Morgen auf dem Grace Lake. Die Spiegelungen der kleinen Inseln und Felsen verwandeln die Landschaft in ein buntes Kaleidoskop.

Ein absolutes Highlight der Reise!
Danke Conni, Joshua und Larry!

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Jedermann am Staunen https://inthenature.de/ontarios-sueden/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ontarios-sueden https://inthenature.de/ontarios-sueden/#respond Sat, 11 Jun 2016 17:19:51 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=3069 Niagara Falls Vor vielen Wasserfällen standen wir, aber die Niagarafälle sind schwer zu topen: Durchschnittlich stürzen 5750 m³/Sekunde Wasser runter. Der Niagara…

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Niagara Falls
Vor vielen Wasserfällen standen wir, aber die Niagarafälle sind schwer zu topen: Durchschnittlich stürzen 5750 m³/Sekunde Wasser runter.
Der Niagara Fluss verbindet den Eriesee und den Ontariosee. Hier stürzt er 57 m in die Tiefe. Die Inseln Luna Island und Gott Island spalten die Fälle in drei Teile: American Falls mit einer Kantenlänge von 260 m und Bridal Veil Falls, die auf der US-amerikanischen Seite liegen und die kanadischen Horseshoe Falls mit einer Kantenlänge von 670 m – das Spektakel ist von der kanadischen Seite sehenswerter.
Um dem ganzen ein wenig näher zu kommen, steigt man auf die Maid of the Mist VII, das Unternehmen überquerte seit 1846 den Fluss oder geht auf einen Ausflug hinter die Horseshoe Falls mit Journey Behind the Falls. Hier fährt der Fahrstuhl vom Welcome Center 45 m in die Tiefe und zum Brettwanderweg, der zu und anschließend hinter die massiven Wasserfälle führt.
Das Welcome Center neben den Fällen hat historische Infotafeln und Giftshops.
Die Stadt lockt – alles blinkt, mit Cafés, Kasinos und Hotels. Der kanadische Ort Niagara Falls lebt von den Niagarafällen. Entlang der Victoria Ave ist eine kirmes-ähnliche Infrastruktur erschaffen worden, die an ein kleines Las Vegas erinnert. Einfache Shows und Fahrgeschäfte, sogar ein Riesenrad.
Die Wasserfallshow wird ebenfalls per Knopfdruck gesteuert. Die Wasserfälle werden nachts auf mindestens 1416 m³/s gedrosselt und mit bunten Scheinwerfern bestrahlt. Die verbleibende Wassermasse wird über ein Stauwehr für die Stromgewinnung umgeleitet. Am Morgen, rechtzeitig zur Saisonzeit, werden per Knopfdruck die Fälle wieder eingeschaltet und Wasser fließt – so schön!

Lake Erie
Der erste große See den wir ansteuern ist 388 km lang und bis zu 92 km breit: Eriesee. Platz 11 der Weltrangliste bekommt er hierfür. Mit der durchschnittlichen Wassertiefe von 19 m wärmt sich der See schnell auf und sorgt für Badefreuden. Da relativ viel Industrie auf der amerikanischen Seite am See gelegen ist, gilt der See als einer der unnatürlichsten.

Rock Point Provincial Park an der Nordküste gelegen, ist einen Abstecher wert, beschließen wir. Es gibt einen 1 km langen Sandstrand zum Baden. Bei einem 2 km Spazierweg, der Woodlot Trail, durch Wald und über Millionen von Muschelschalen, die ganze Strände bedecken, entdecken wir die Kalkstein-Schichten mit Fossilien von Meerestieren.

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Georgia Bay https://inthenature.de/georgia-bay/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=georgia-bay https://inthenature.de/georgia-bay/#respond Thu, 09 Jun 2016 06:30:42 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2919 Weiter geht es zur Küstenlinie des Huronsee, der Georgia Bay – eine 200 km lange, 80 km breite Bucht mit grau- und rosafarbenen Granit-Klippen. Es…

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Weiter geht es zur Küstenlinie des Huronsee, der Georgia Bay – eine 200 km lange, 80 km breite Bucht mit grau- und rosafarbenen Granit-Klippen. Es ist Teil des UNESCO Biosphärenreservats und ein Sommer-Süßwasser-Erholungsgebiet das durch seine größe ein Meereseindruck vermittelt. Die vielen Strände laden zum Baden ein, wenn nur das Wasser nicht soooo kalt wäre im Juni. Wer zum Schwimmen kommt, sollte Ende Juli, Anfang August anreisen. Alternativ ab Septembers, da entgeht man den Sommerhaus-Schulferien und hat die Strände für sich.

Die kleineren Seen im Landesinneren sind dafür Ende Juni an heißen Sommertagen warm genug mit 15–16 Grad :)
Mit den vier großen Seen Kanadas – Superior, Huron, Erie, Ontario, welche sich die Provinz Ontario mit den USA teilt, hat die Region die größte Menge an Süßwasser der Erde, 21 % der Weltoberfläche! Der ständige Blick aufs Wasser lässt hier kein Ende erkennen, ein Gefühl wie am Meer eben.
Weiterhin interessant, es gibt hier mehr Reptilien und Amphibien als irgendwo in Kanada. Von den über 33 bekannten Arten ist die bekannteste, die Massasauga Klapperschlange. Uns sind jedoch nur jede Menge Kröten, Blindschleichen und Schildkröten über den Weg gelaufen – das ist auch gut so.

Georgia Bay, das ist die Ostseite des Huronsee, sie besticht mit ihren ca. 30.000 Inseln. 5000 weitere sind auf den anderen großen Seen verteilt und machen Lust mit Kayak, Kanu oder Boot auf ein Inseln-Abenteuer. Dabei sind nicht mal die kleinen aus dem Wasser ragenden Granitfelsen mitgezählt, welche diese Zahl auf 60.000 verdoppeln. Genau diese Landschaft, inmitten der Seen lockt.

Durch ein Netz aus Fahrradwegen lässt sich die Region zwischen Penetanguishene und Waubaushene mit dem Fahrrad erkunden. Kurz vor Midland, entlang der Fahrradstrecke, kann die erste europäischen Siedlung in Ontario (1639) besichtigt werden. Die rekonstruierte Siedlung Sainte-Marie Among the Hurons Mission, der Hauptumschlagplatz der Jesuiten, bringt einen ins 17 Jh. und zeigt das Leben der Pioniere mit Missionsauftrag, besonders in Beziehung zu den Ureinwohnern, vor allem den Huron – spannend. Für christliche Hurons ist dieser Ort zur Pilgerstätte aufgestiegen.
Die Orte auf unserer Tour bieten mit einem kleinen Stadtkern die üblichen Boutiquen und Cafés zum durchschlendern. Hervorzuheben ist Midland, welches mit seinen kunstvollen Gebäudemalereien besticht.
Ebenso gibt es hier am Hafen kostenloses Internet, saubere Toiletten und einen freundlichen Hafenmeister. Als dieser erkennt das wir früh morgens mit verschlafenen Gesichtern unsere Zähne putzen, bietet er uns an die Duschen am Hafen zu nutzen, welche sonst den Seglern vorbehalten ist. Das war sehr aufmerksam 🙂

 

Wir hängen ab. Zum Entspannen und Sonne tanken taugen die Strände in der Region. Der populärste ist Wasaga Beach mit 12 km der längste öffentliche Strand der Region. Mit allerlei Fressbuden oder Spilotheken, gebührenpflichten Parkplätzen und Adventure Spielplätzen – für unseren Geschmack einfach zu überlaufen. Eine kostenlose Möglichkeit zu parken bietet immerhin der strandnahe Provincial Park, wenn man die Provincial Parks Saison Karte besitzt. Aber wer schon da ist sollte bei Grandma’s Beach Treats in Wasaga Beach Eissorten wie Black Raspberry Thunder oder Blueberry Ripple schlecken, aber lasst auch Platz für die hausgemachten kanadischen Butterkuchen mit klebriger Pekannussfüllung … mhhhh!

 

Balm Beach, zu der die Einheimischen gerne fahren, ist die entspannte Alternative. Nicht groß, aber schön gelegen.

 

Empfehlenswert ist der Awenda Provincial Park. Dieser ist etwas außerhalb, bietet aber den schönsten Strand. An Waldrand gelegen ohne Pizza- und Eisbuden, bietet die besten Aussichten auf die kleineren Inseln der Georgia Bay.

 

Auf unserer Fahrradtour entdecken wir viele weitere Strände, doch zu unserem Bedauern müssen wir feststellen, dass es sich um private Strände handelt. Von der Straße und zwischen den Häuserreihen erreichen wir 30 Meter breite öffentliche, abgezäunte Abschnitte. Die Zugänge sind nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar, da das Parken rund um den Zugang verboten ist. Wenn der Abschnitt erreicht ist, gehört er dir! Ab aufs Rad: Bei unserer 45 km langen Fahrrad-Rundtour von Penetanguishene über Balm Beach nach Awenda Park und zurück nach Penetanguishene konnten wir alle 5 km anhalten, für die nächste Abkühlung.

 

Kayaks oder Kanus bei White Squall Paddling Centre ausleihen und tagelang die Küstenregion erkunden. An den Künsten zu paddeln oder driften, fühlt sich richtig an.

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Muskoka https://inthenature.de/muskoka/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=muskoka https://inthenature.de/muskoka/#respond Wed, 08 Jun 2016 22:20:18 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2947 Zwischen Ottawa und der Georgia Bay entlang der Ostseite des See Huron, zeigt Ontarios Süden Kanadas typische Mischwald Landschaft: reich an Seen und…

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Zwischen Ottawa und der Georgia Bay entlang der Ostseite des See Huron, zeigt Ontarios Süden Kanadas typische Mischwald Landschaft: reich an Seen und dichten Ahornwäldern.
Westwärts vom Algonquin Park erreichen wir die idyllische Region Muskoka, ein Rückzugsort für Großstädter aus Toronto und zurecht Cottage Country, das Hüttenland oder als die Sommerhaus-Gegend, bekannt ist. Der weißlich-graue Granit, der aus dem Wasser in die Landschaft ragt, die dichten Ahornwäldern und das kilometerweite Weideland, prägen das Landschaftsbild Muskokas.
Die Region Muskoska wird einzigartig durch ihren Wasserreichtum. Mit den 1.600 Seen, eingeschlossen durch grüne Wälder und geschmückt durch zusätzliche 333 Inseln, ist es ein malerischer Rückzugsort.

Sehenswerte Ortschaften
Es gibt zahlreiche kleine Ortschaften die zu einem Besuch der wöchentlichen Bauernmärkte, einem kleinen Stadtbummel sowie zum Erkunden der Geschichte auf den Seen einladen – oh ja, und jedes Dörfchen präsentiert sich in seinem Community Museum.
Unser Tipp: In Bracebridge, die James Street zum Fluss entlang spazieren mit Aussicht auf die Bracebridge Falls, ist ein gelungener Nachmittag. Genauso der Spaziergang am Hafen von Gravenhurst mit einer Dampfschifffahrt über die Muskoka Flüsse. Der Bauernmarkt in Gravenhorst ist übrigens mittwochs und in Bracebridge freitags.
Nahe dem Algonquin Park entdecken wir zudem einige Dörfer, welche zu den ersten polnischen Siedlungen in Kanada zählen. Erstaunlich viele Polen gibt es in dieser Region. Das zeigte sich später auch im Supermarkt, es gibt 5 Sorten Pierogi für $2!! Da wird zugegriffen 😉 

Wasseraktivitäten
So herrlich die Landschaft ist, so beliebt ist sie. Kaum ein Platz an den Seen und Flüssen ist unbesiedelt. Haus an Haus reihen sich die Grundstücke an dem Wasser. Ein ungewohntes Bild in Kanada mit einer Bevölkerungsdichte von 3,5 Einwohnern pro km². Im Gegensatz zu Deutschland mit 226,5 Einwohnern pro km². Umso schwieriger wird es für uns ein Parkplatz, Schlafplatz oder Picknickplatz zu finden. Anstrengend für uns, denn eben mal am See parken und übernachten wird eine Sache des Unmöglichen, aber durchaus verständlich, wer möchte hier nicht ein Haus am Wasser haben!

Wer hier etwas die Augen offen hält, findet aber sein Plätzchen zum Parken, Sonnenbaden oder Übernachten. Sonne scheint und wir genießen bei einer leichten Brise alle Momente an den noch verbliebenen öffentlichen Zugängen zum Wasser. Die Tage sind warm, doch das Wasser ist Anfang Juni für uns noch etwas zuuu kalt. Aber spätestens Ende Juni darf eingetaucht werden. Und dann bitte im Six Mile Provincial Park, die Strände und das klare Wasser sahen so einladend aus.

Das Bild welches diese Region in unseren Köpfen hinterlässt, wird nicht zuletzt auch eines mit vielen Stegen, die am See oder Fluss mit Freizeit-Equipment wie einem Boot, Kanus und Liegestühlen, Lust machen auf Wasser-Erkundungstouren: Wasserfall-Kanu-Tour oder einfach irgendwo in den Muskoka Fluss rein.

Betrachtet man die Geschichte Ontarios wird klar wieso die Menschen hier das Wasser und ihr Kanu lieben. Denn ab dem 17. Jahrhundert, als der Pelzhandel immer lukrativer wurde, gründete sich nach der Hudson Bay Company, 1670, eine zweite Organisation, die North West Company, 1783, welche per Kanu die Wasserstraßen von Montreal bis an die Westküste erschloss. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr.

Wasserfälle
In der ruhigen Urlaubs-Nebensaison erkunden wir die Region zu Fuß und mit dem Fahrrad, zu den lokalen Wasserfällen, den Seen und entlang der Flüsse. Und Wasserfälle gibt es hier viele, besonders um Bracebridge herum. Die kleine Tour lohnt sich! Entweder mit dem Fahrrad oder im Auto, denn die meisten sind von der Hauptstraße direkt erreichbar. Unsere Favoriten sind in der Muskoka Region die High Falls in Bracebridge und die riesigen Muskoka Falls.
Wie wir im Laufe unserer Reise feststellen werden, gibt es in Ontario 400 Wasserfälle – wir haben nicht alle geschafft zu sehen. Hier zwei hilfreiche Webseite: gowaterfalling.com & waterfallsofontario.com 🙂

 

 

Wanderwege
Was bleibt noch in unseren Köpfen als Erinnerung? Was in Quebec noch das Eichhörnchen war, ist in Ontario definitiv das Streifenhörnchen und die Ringneck Schlange. Überall im Wald finden sich beide Kreaturen, ungefährlich und schreckhaft. Es soll weit aus mehr Schlangen geben, gesehen haben wir jedoch sonst nur eine Wasserschlange. Aaahhh ja, und Bären laufen hier auch gern mal über die Straßen. Bisher haben wir in Ontario 2 große und 2 kleine gezählt.

Ein Ausflug zum Georgian Bay Island National Park ist ein Highlight der Region. Der Park besteht 63 Inseln, die nur mit dem Boot erreichbar sind. Der DayTripper legt ab von 2611 Honey Harbour road, Honey Harbour.

Ereignisreich war es hier! Unser Auto hat bis hier hin über 20.000 km fast sorgenfrei zurückgelegt. In Gaspe (Quebec) mussten wir nach einer Bergetappe den Thermostat austauschen – wieder viel über den Flüssigkeitskreislauf im Auto gelernt. Dann musste nach 15.000 km das Getriebeöl sowie mit einem passionierten Mechaniker in seiner Hinterhof-Garage die Bremsbeläge und -scheiben wechselten sowie die Kolben grundgereinigt werden. Und jetzt, durch einen Nagel im Reifen, durften wir eine Testfahrt mit dem Ersatzrad machen. Reifenschaden – irreparabel :/

Glücklicherweise hilft uns ein Anwohner einen günstigen Ersatz-Winterreifen im 30 km entfernten Gravenhurst aufzutreiben. DANKE! Für „nur“ 100$ wird uns ein neuer Reifen auf die Felge gezogen und die Reise kann weiter gehen. JA, richtig gelesen, Winterreifen. Die haben wir beschlossen runter zu fahren …

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So lebt es sich in Montreal https://inthenature.de/montreal-ein-erfahrungsbericht/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=montreal-ein-erfahrungsbericht Sun, 05 Jun 2016 01:21:33 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2546 Ein halbes Jahr ist verflogen – unglaublich, seitdem ich in Montreal bin. Das sind nun meine Erfahrungen … Das erste was…

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Ein halbes Jahr ist verflogen – unglaublich, seitdem ich in Montreal bin.
Das sind nun meine Erfahrungen …
Das erste was man über Montreal erzählt, ist die unglaubliche Vielfalt dieser Stadt. Was diese ausmacht? Einerseits die offene Kultur der Kanadier, dass Interesse an Kunst & Essen, der bunt gemischte Mix aus Immigranten und alle paar Wochen finden kostenlose Konzerte sowie Attraktionen in der Stadt statt. Diesen erlebt man dann am Besten, wenn man essen geht. Meine Lieblingsbeschäftigung wird zum Sport in Montreal.
Die Auswahl ist immens. Es gibt das typische China Town (mit all den leckeren Dumplings und Dim Sum), Little Italy, aber auch ein portugiesisches, ein jüdisch-orthodoxes und ein indisches Viertel – jetzt nur einige der Großen ausgeschrieben. Natürlich findet sich hier auch eine polnische Ecke 😉 mit einem sehr gut ausgestatteten Sortiment von allem, was das polnische Herz missen könnte: Krakowska Wurst, Kabanosy, Pierogi, Ptachie mletczko, Ćwikla (Rote-Beete-Merrettich-Aufstrich) …

Meine Restaurant Empfehlungen sind:
Indisch/Pakistanisch: Chef Guru G, 762 Rue Jean-Talon
Asiatisch [Dim Sum]: Kim Fung, 1111 Rue Saint-Urbain M05
Vegan: Aux Vivres, 4631 Boul St-Laurent
Jüdisch-Orthodoxe Bäckerei: Cheskie Bakery, 359 Rue Bernard
Polnisches Restaurant & Supermarkt: Euro-Ddli Batory, 115 Rue Saint Viateur

Montreal, seit 1968 [Poutine in allen Variationen]: La Banquise, 994 Rue Rachel – 24 Stunden/7 Tage
Montreal, seit 1949: Fairmount Bagel, 74 Avenue Fairmount – 24 Stunden/7 Tage
Montreal, seit 1928 [geräucherte Rindfleisch-Sandwiches]: Schwartz’s Deli, 3895 Boul St-Laurent

 

Die Vielfalt ist unbegrenzt. In den studentischen Stadtteilen gibt es viele Imbissbuden, die Aufzählung würde den Rahmen sprengen. Und ich koche gerne selber (Spartipp) 🙂

Einkaufen
Möglichkeit sein Geld in Lebensmittel zu investieren gibt es hier viele. Dazu zählt der gut sortierte Fischmarkt Poissonnerie La Mer (1840 Boulevard René-Lévesque) oder die Märkte Jean Talon und Atwater.

Wer es preiswert mag, aufgepasst, der Spartipp für Lebensmittel: Segal’s market, 4001 Boul St-Laurent.
Hier gibt es alles günstigster! 8 kg Reis 8$, verschiedene Sorten getrocknete Bohnen, Kichererbsen 1$/100g. Umweltfreundlich und praktisch ist es, dass man sich die getrockneten Bohnen sowie Oliven aus großen Bottichen rausschöpft. Dazu bekommt man hier eine Auswahl an vegetarisch/veganen Lebensmitteln: Käse, Joghurt, Eis … selbst Spezialitäten wie Açaí oder Halva finden sich in den vollen Regalen. Das Gemüse ist frisch, (es ist nicht mit dem Markt vergleichbar – da von lokalen Händlern) aber ich war zufrieden.

Jean-Talon Markt, 7075 Casgrain Ave: Hier findet man eine riesige Auswahl an frischem Gemüse und Obst, Weine aus allen Anbaugebieten und vom Händler importierte Gewürze aus aller Herren Länder. Es gibt Pilze, die man kaum kennt und besondere Kräuter aus der Umgebung. Die Händler nehmen sich die Zeit, ihre Waren zu erklären und geben auch Anwendungsbeispiele. Außerdem gibt es Snacks und alles zum Probieren – ein Muss für Esser.

Sport
Für sportliche aktive bietet Montreal sowohl im Sommer als auch im Winter Möglichkeiten fit zu bleiben. Neben dem üppigen Sportangebot in den Gemeinschafts-Zentren, laden die größeren Parks wie Lafontaine, Mont Royal, Botanischer Garten, zum Laufen ein – ich bin da nicht der einzige verrückte bei -12 Grad. Im Winter sind auf dem Mont Royal Skilanglauf-, Schneeschuhwanderwege oder Schlitten-Abfahrtshügel zu finden. Darüber hinaus sind die Schwimmbäder kostenlos! So lassen sich zu festgelegten Zeiten in der Woche auf abgetrennten Bahnen, eingeteilt in 3 Geschwindigkeitsklassen: lent, moyen und rapide, die Kilometer abreißen. Für Kinder & Familien gibt es gesonderte Zeiten sich auszutoben. Auch wenn es nur 25 m Becken gibt, sind die Bäder überall in der Stadt verteilt, das man es nie weit hat. Dieses Angebot habe ich großzügig mehrmals die Woche wahrgenommen und meinen pace auf unter 1:44 min/100 m bei einer Strecke von 1.5 km gehalten.

Frühling/Sommer
Wenn Mitte Mai die Bäume Blätter bekommen, das Gras saftig grün wird, blüht die ganze Stadt auf! Wo waren all die Menschen? Mit Temperaturen um die 25 Grad und Sonnenschein zieht es die Montrealer scharenweise in die Parks. Hier wurden die Eishockey-Bahnen durch Beachvolleyball Plätze ersetzt, und diese sind immer gefüllt (im Winter seltener). Die Stadt macht Lust sich draußen zu bewegen und bei den zahlreichen Terrassen der Bars und Cafés ein kaltes Getränk zu bestellen.
Unglaublich wie viel Energie sie Stadt entwickelt, sobald es warm wird. Das Stadtbild wandelt sich durch die grünen Bäume (vergleiche Montreal im Winter), welche nahezu alle Straßen säumen.

 

Sprachschule
Es gibt einige Sprachschulen die bis zu 5 h täglich Unterricht anbieten. Zwei davon sind Centre Lartigue, 2217 Avenue Papineau, welches ich für einige Monate besucht habe, sowie Centre Saint-Louis, 4285 Rue Drolet. Die Stadt gibt sich Mühe die Immigranten zu integrieren. Die Lehrer sind motiviert. Die Klasse besteht aus einem bunten Mix aus Immigranten aller Nationen. Es wurden sogar verschiedene Aktivitäten mit allen Klassen organisiert, wie ein gemeinsames Kochen oder ein Ausflug zu einer Ahorn-Sirup-Farm. Und das ganze für 90$ pro Halbjahr.

Durch den Vergleich mit den anderen Schüler kann ich sagen, dass mir einige Aspekte der französischen Sprache sogar einfacher fallen, als Anderen (durch meine deutsch und spanisch Kenntnisse). Einerseits von der Aussprache z. B. „une“ (eine) wird wie „ün“ und „en“ (in/auf) wie „ön“ ausgesprochen. Zur Grammatik: Es ist hilfreich, wenn man ein Verständnis für männliche, weibliche Artikel hat. Geübt werden, muss trotzdem. Die Grammatik mit den verschiedenen Konjugationen nimmt einem leider keiner ab. Das macht die Sprache am Ende knifflig. Ich habe mein bestes gegeben und ein Grundwissen mitgenommen.

Arbeit
Es gab noch andere Arbeit zu erledigen: 2 Monate und 70 Bewerbungen später konnte ich keine Anstellung als Informatiker in Montreal finden. Ich habe es aufgegeben. Angeblich ist der Arbeitsmarkt in Montreal sehr schlecht, da es nicht gut um die Wirtschaft steht. Als ich später einige Immigranten aus Deutschland kennenlernte, wurde meine Befürchtungen bestätigt. Wenn man kein kanadischer Bürger ist, findet sich höchstens Arbeit in der Gastronomie. Doch diese Erfahrung habe ich erstmal auf später vertagt, denn mein Fokus hat sich auf die Doktorarbeit gerichtet.

Dank eines neuen Professors an der Darmstädter Uni, habe ich Unterstützung erhalten, die mich motiviert und das Ziel sehen lässt!
Kurz gesagt, ich verbringe tagelang am Rechner um an meiner Arbeit sowie den letzten Publikationen zu arbeiten. Die andere Hälfte vom Tag lerne ich französisch, koche, gehe laufen, schwimmen, esse oder schaue Comedy Shows.

Das war ein Überblick von Montreal. Definitiv eine Stadt, in der was los ist und in der man eine Zeit verweilen kann!

Ach ja, Dienstag und Freitagabend wurde der Rest Müll abgeholt. Morgens werden die schwarzen Säcke auf die Straße gestellt (nicht früher!). Die Müllabfuhr kommt tagsüber, aber auch Abends.
Plastik, Papier und Glas wird zusammen in einem durchsichtigen Recycling Sack gepackt, welcher montags abgeholt wurde. Getrennt wird das dann von Hand, in der Müll Verarbeitungsanlage.

PS: An den langen Winterabenden habe ich einen neuen Zeitvertreib entdeckt: die breite Palette der öffentlich rechtlichen Comedy Sendungen. Sei es die Bekannte heute Show, extra 3, aber auch Die Anstalt, Die unglaublichen Ereignisse im Leben von, und noch viele mehr. Ich kann es jedem nur empfehlen, schaut mal rein!

Au revoir, Martin

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Neu Braunschweig aus’m Auto https://inthenature.de/neu-braunschweig-aus-dem-auto/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=neu-braunschweig-aus-dem-auto https://inthenature.de/neu-braunschweig-aus-dem-auto/#respond Fri, 27 May 2016 16:49:00 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2700 New Brunswick (NB) hat die Größe Frankreichs mit nur 700.000 Einwohnern. Viele kleine Fischerdörfchen zieren die Küstenstraße, den Acadian Scenic Drive, dem wir abseits der…

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New Brunswick (NB) hat die Größe Frankreichs mit nur 700.000 Einwohnern. Viele kleine Fischerdörfchen zieren die Küstenstraße, den Acadian Scenic Drive, dem wir abseits der Autobahn folgen.
Während die an USA grenzende Westseite der Provinz durchzogen ist von Wäldern und Flüssen, besticht die Nord-Seite mit unzähligen Stränden und Dünen – Kein Wunder, dass sich die Franzosen hier angesiedelten haben. Wie in Québec wird hier zu 35 % französisch gesprochen, jedoch ist NB die einzige offizielle bilinguale Provinz Kanadas.
Ende Mai wird es spürbare wärmer, die Temperaturen klettern auf über 20 Grad: T-shirt Wetter am Strand scheint ein ferner ersehnter Traum! Wir gönnen uns einige Pausen entlang der Route, spazieren auf Dünen oder radeln durch den National-Park Kouchibouguac.

Bouctouche
Der Name des Ortes basiert auf dem Wort Chebooktoosk, das in der Sprache der Mi’kmaq-Ureinwohner „große Bucht“ bedeutet. Die ersten Siedler waren Arkadier, die sich 1784 in der Gegend niederließen. Nach 1800 und der Umsiedlung der Arkadier folgten auch Einwanderer aus England. Hauptlebensgrundlage waren der Fischfang, die Holzwirtschaft und der Schiffsbau. So auch der Geschäftsmann James Dargavel Irving, der in Bouctouche ein Sägewerk betrieb. Sein Sohn, der 1899 in Bouctouche geborene Kenneth Colin Irving gründete 1924 die in der Erdölförderung, Erdölverarbeitung und im Erdölvertrieb tätige Firma Irving Oil – wer durch Kanada fährt, der kommt nicht umher seinen Tank bei Irving zu füllen. Hier in Bouctouche eröffnete er seine erste Tankstelle.

Irving Eco: La dune de Bouctouche wird von J.D. Irving  erhalten. Dies ist eine der größten erhaltenen Sanddüne entlang der Nordküste Amerikas. Gelegen auf der Northumberland Strait nur wenige Minuten nördlich der Stadt.
Die Düne streckt sich über 12 km. Wir spazieren auf dem 800 m langen Dünen-Boardwalk über die Salzsumpf-Landschaft mit Informationstafeln zur Entstehung der Düne.

Das Irving Arboretum ist Kanadas ein Tribut an das Irving Patriarchat: Die kleine Kapelle in der sich der Sohn von seinem Vater, James Dargavel Irving, verabschiedete, ist umgeben von einem Park mit Baumarten aus ganz Kanada. Dieser Park hat einen Wanderweg und Durchfahrweg für das Auto.

Es ist ruhig auf den Straßen. Am Holzsteg der Dünen von Bouctouche lernen wir Rosa kennen. Die herzensliebe Dame, die uns nach Smalltalk zum Frühstück einlädt. Vollgepackt erwartet sie uns mit Touristen-Zeitschriften, Straßenkarten und Reisetipps zu New Brunswick. Sogar ein Souvenir bekommen wir: ein Handbuch mit dem Logo der Provinz, cool! Nach ihrer Tätigkeit als Botschafts-Sekretärin hilft sie jetzt freiwillig am Flughafen ankommenden Touristen. Wir können bei Kaffee und köstlichen Pfannkuchen im Restaurant la Sagouine Reisegeschichten austauschen.

 

National-Park Kouchibouguac
An der Ostküste von Neu Braunschweig liegt Kouchibouguac National Park und bekommt das wärmste Wasser nördlich von Virginia (am wärmsten soll es in Shediac sein, zwischen der Insel Prince-Edward-Island, Nova-Scotia und New Brunswick erwärmt sich das Wasser am schnellsten).

Wir steigen auf die Fährräder um entlang der Rivière Kouchibouguac zu Kellys Strand runter zu rollen. Über eine Brücke gelangen wir zur South Kouchibouguac Dune: Mutige springen schon im Mai ins Wasser. Wir wälzen uns auf dem warmen Sand.

 

Für die Weiterfahrt nehmen wir die 117 über Baie-Sainte-Anne auf den Highway Nummer 11 und nach Bathurst und einem Zwischenstopp am Beresford Beach, nehmen wir zur Abwechslung die 134 bis nach Campbellton, wo wir zum Übernachten aufschlagen vor Gaspesie.

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