Biken | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Tue, 16 Oct 2018 13:18:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.19 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Biken | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Mit Wasserdichten Socken durch Tschechien – Rad(Regen) Bekleidung im Test https://inthenature.de/mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test https://inthenature.de/mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test/#respond Thu, 27 Sep 2018 02:02:37 +0000 http://inthenature.de/?p=6440 (See English version below) 903 km und 8337 Höhenmeter sind die Tourdaten meiner Darmstadt -> Katowice Radtour. Einmal mit dem…

The post Mit Wasserdichten Socken durch Tschechien – Rad(Regen) Bekleidung im Test first appeared on in the nature.

]]>
(See English version below)
903 km und 8337 Höhenmeter sind die Tourdaten meiner Darmstadt -> Katowice Radtour. Einmal mit dem Fahrrad und Zelt quer durch Tschechien.

Um das Gewicht der Fahrradtaschen so gering wie möglich zu halten (12 kg waren es am Ende), legte ich einen großen Wert auf multifunktionales sowie leichtes Equipment. Am wichtigsten war für mich ein optimaler Regenschutz, da ich bei der engen Zeitplanung ungern meine Tour durch Regen unterbrechen wollte. Genauso wollte ich natürlich auch keine nassen Füße bekommen. Also wählte ich etwas, womit ich im Regen bequem weiterfahren konnte.

Gesamtstrecke: 945.84 km
Maximale Höhe: 954 m
Download file: Polen 2.gpx

 

Auf meinen zwei Alpencross Touren hatte ich schon schlechte Erfahrungen mit Garmaschen gemacht. Denn obwohl sie den Regen von oben ganz gut abhalten, dringt hoch spritzendes Wasser von unten innerhalb von 30 Minuten in die Schuhe und der Spaß ist vorbei. Das sollte diesmal nicht passieren, weswegen ich die wasserdichten Crosspoint Socken von Showerspass eingepackt habe. Die Socken sollen so Wasserdicht sein, dass man damit sogar durch Bäche laufen kann, ohne nasse Füße zu bekommen. Das hatte ich jetzt nicht vor, aber ich erlebte dafür zwei ähnliche Situationen, um den umfangreichen Wasserschutz zu testen.

Zum einen musste ich schon am zweiten Tag bei anhaltendem Sturmwetter über 2 Stunden durch den Regen fahren, um einigermaßen im Zeitplan zu bleiben. Zum anderen blieb mir auf der letzten Etappe nichts übrig, als bei anhaltender Straßennässe vom nächtlichen Regen während der gesamten 6 Stunden das hoch spritzende Wasser zu ertragen. In beiden Fällen erfüllten die Socken souverän ihren Dienst und mehr sogar. Da die Socken viel dicker als gewöhnliche sind, bleiben die Füße auch bei anhaltender Nässe warm!
Je nach Witterung und Intensität des Regens geben auch diese Socken ihre 100 %ige wasserdichte irgendwann auf. Während der zwei Stunden Sturmregen war es noch kein Problem, sodass ich schön trockene Füße danach hatte. Auf der letzten Etappe mit 6 Stunden Nässe auf der Straße und etwas Nieselregen muss ich zugeben, dass am Ende die Füße etwas feucht waren. Die Feuchtigkeit kam aber wahrscheinlich durch das Schwitzen in den warmen Socken, welche ich 6 Stunde an hatte.

Denn auch wenn die Füße nach 6 Stunden etwas feucht waren, fühlte ich mich wohl sowie warm in den Socken und das, obwohl der Schuh komplett nassen war. Die Feuchtigkeit ist nicht wie sonst in der Socke geblieben, was ein unangenehmes Gefühl verursacht hätte sowie normalerweise für kalte Füße sorgt. Damit haben die Socken für mich perfekt die Aufgabe erfüllt!

Die Technik dahinter ist eine drei langen Konstruktion bestehend aus:
+ Äußere Naht fühlt sich an, wie normale Socken
+ Spezielle Membran sorgt für Wasserschutz
+ Eine Coolmax FX Lage innen sorgt für Atmungsaktivität und Temperaturregulierung

So fühlt sich die Socke auch innen wie eine fast normale Socke an. Tipp meinerseits, wenn ihr Schuhgröße 46/47 habt, würde ich die Socken in XXL nehmen, da das Anziehen der L/XL Variante etwas mühselig war. Einmal angezogen, spürte ich jedoch keine engen Stellen und konnte bequem mehrere Stunden mit den Socken (ohne Druckstellen ) fahren.

Länger habe ich überlegt, ob ich eine Regenhosen brauche. Im Endeffekt habe ich mich für das Minimalkonzept entschieden und ausschließlich auf eine gute kurze Hose sowie Beinlinge gegen die Kälte gesetzt. Denn für die drei Tage in Tschechien war Sonne bei 25°C vorhergesagt. Perfekt die neue Cross Country Shorts von Showerspass zu testen.
Worin die Hose sich auszeichnet, ist die extrem gute Wasserabweisende Funktion. Selbst bei strömenden Regen hatte ich nicht das Gefühl einen nassen Sack an den Beinen zu haben. Sobald der Regen aufhörte, trocknete die Hose in kürzester Zeit.
Genau so soll es sein. Sogar der Schmutz scheint an der Hose kaum zu haften, sodass man nach einer Woche bei zwei Tagen Regen und Dreck mit einer sauberen Hose ankommt.
Das ist das Resultat von zwei unterschiedlichen Materialmix. Während die Vorderseite aus einem leichten Nylon besteht, das für die Atmungsaktivität und schnelle Trocknung sorgt, ist der hintere Teil der Hose aus einem dickeren Material, um der Abnutzung entgegenzuwirken. Beide Seiten sind sehr dehnbar und machen alles mit. Das Material scheint robust zu sein, wo gleich es nach der Tour an einer Stelle leicht fusselt.
Eigentlich sollte die Hose Dank der verstellbaren weite mittels ausziehbarem Klettverschluss auskommen, jedoch musste ich während der Fahrt genauso wie beim Tragen mit Gewicht in den Taschen feststellen, das die Hose etwas rutscht.
Die weiteren Eigenschaften der Hose sind zwei Druckknopf-Taschen hinten sowie zwei Netztaschen seitlich. Auch wenn diese nicht sehr tief sind, passt ein 5.2 Zoll Handy perfekt hinein und hatte während der gesamten Tour dort einen sicheren Halt. Sogar auf Trails blieb es sicher in der Hosentasche, jedoch würde ich es trotzdem bei wilden Donwhill-Trails in den Rucksack stecken. Technisch ist die Hose auf jeden Fall sehr ausgefeilt.

Für die frühen Morgen- sowie Abendstunden hatte ich zusätzlich die mega kompakte und extrem leichte (165 gramm) Ultralight Wind Jacket. Neben dem sehr kleinen faustgroßem Packmaß, hat mir das Konzept aus winddichtem Stoff auf der Oberseite, das auch leichten Regen abhält, sowie einen luftdurchlässigem Netzstoff auf der Innenseite der Ärmel sehr gut gefallen. Dies schützt komplett vor Wind, während es trotzdem atmungsaktiv bleibt. Besonders hat mir vor allem der Schnitt gefallen – hinten schööön lang! Vorne könnte es für meinen Geschmack einen Tick länger sein (vor allem, wenn man die Jacke auch mal so tragen möchte), zum aktiven fahren jedoch passend. Rundum angenehm zu tragen, flexibel und mit Reflektor Elementen verstehen.

Das einzige was jetzt noch wichtig ist, ist der Regenschutz des Rucksacks mittels Regenhülle (die hält, was sie verspricht) sowie der Fahrradtaschen, welche von Haus aus 100% wasserdicht sind -> Thule 😉

Mega angenehm zu fahren ist ebenso das Apex Merino Tech T-Shirt. Das Tech steht übrigens für Verhältnis von 67% 18.5-micron Merino-Wolle, gesponnen über einem 27% Polyester, 6% Nylon Kern. Wobei die Ärmel sogar aus 87% Merino Wolle bestehen und so für eine bessere antibakterielle Wirkung sorgen und vor Schweißgeruch schützen. Sehr angenehm bei Showerspass ist wieder einmal der verlängerte Rücken mit zusätzlichem Reflektor Logo für abends 😉

Als herausstechende Eigenschaften bietet das Shirt einen Reißverschluss an der Seite, in dem man optimal eine paar Geldscheine, Schlüssel oder sogar ein keines/dünnes Portemonnaie bzw. Handy aufbewahren kann.
Wer Merino Wolle kennt, wird ihre thermoregulierenden Eigenschaften kennen: es kühlt, wenn es warm ist und man schwitzt, und es wärmt, wenn es draußen kühl wird. Zudem wird der Schweiz Geruch absorbiert, sodass ein tragen für 1-2 Tage kein Problem für die Mitmenschen wird 😉 Perfekt zum Radeln also!

Wer überlegt Armlinge zu kaufen, meiner Meinung nach ist das Quatsch. Denn entweder ist es frisch, sodass man ebenso eine Weste braucht oder man zieht gleich einen dünnen Windbreaker an, welchen man zur Not noch öffnen kann, sodass die Arme immer noch bedeckt sind…

Was man ansonsten auf einer längeren Radtour als Ersatzteil haben sollte, ist:
+ Kettenschloss
+ Flickzeug
+ Schaltung
+ Bremsbeläge, falls viele Höhenmeter bevorstehen
+ Evt Ersatzschlauch (light Version)
+ Kabelbinder

Der Rest des Equipments ist der gleiche, den ich auf meine camping trips mitnehmen.

Als Trinkrucksack habe ich den 950 Gramm leichten Terrapeak Air Flux 28l mitgenommen.
Mit der Netzstruktur am Rücken ist der Rucksack super zum radeln, da er einerseits gut aufliegt und trotzdem den Rücken lüftet. Die Trinkblase findet in dem separatem Fach gut Platz. Durch die gebogene Netzstruktur muss man nur bedenken, das mit Trinkblase es in der Mitte der Rucksacks etwas enger wird.
Ansonsten bietet der Rucksack viel Platz innen, auch wenn man zuerst durch die Krümmung einen anderen Eindruck hat. Mit der Polsterung im unteren Rückenteil liegt der Rücksack auch auf dem trail sehr angenehm auf.
Zu den besonderen Eigenschaften zählt zudem das zweite Fach, das von außen zugänglich ist, und vom Innenraum getrennt Platz für eine Regenjacke oder Pullover bzw. ähnliches zum schnellen Zugriff bietet. Am Hüftgurt sind zudem zwei weitere kleine Fächer mit Reißverschluss angebracht, worin ein Handy oder Energieriegel Platz finden. Das schöne, moderne Design und das robuste Material machen den Rucksack zu einem tollen Wegbereiter.
Überzeugend ist vor allem der Preis – unter 90 Euro! Von mir eine klare Kaufempfehlung*.

Zur Tour selbst bleibt zu sagen, wer es eilig hat, sollte in Tschechien auf die Straße (am angenehmsten Nebenstraßen) ausweichen, da die Radwege häufig leider im schlechten Zustand sind. Wenn man jedoch Zeit hat, gern durchs Grüne fährt und Schotter liebt, der wird in Tschechien fündig! Das Radwegenetz ist sehr groß und gut beschildert.
Die Nebenstraßen waren jedoch auch sehr schön, vor allem ruhig. Und das beste, zu 80% wachsen Apfel- oder Pflaumenbäume am Straßenrand, die zum Selbstpflücken einladen, yeah!
Das Übernachten am Waldrand war ebenso sehr entspannt, sodass ich immer schnell ein schönes, ruhiges Plätzchen für mein gefunden habe. Trinkwasser aus der Leitung habe ich freundlicherweise immer auf Anfrage von Anwohnern oder bei Restaurants bekommen, selbst wenn ich dort nicht vergessen habe.

___________________________________________________________________________
English Version:

903 km and 8337 meters in altitude are the tour details of my Darmstadt (Germany) ->Katowice (Poland) bike tour. Crossing Czech Republic by bike and camping in the woods was a dream I had in mind for a longer time.

In order to keep the weight of the bicycle bags as low as possible (12 kg was the total weight), I put some effort choosing multifunctional and light equipment. Most important was a perfect rain protection, since I did not want to interrupt my tour due to rain. Of course, I also didn’t want to get wet feet either. So I chose clothes to ride comfortably in the rain.

On my two alpine crossings by bike I already had bad experiences with gaiters. Even they are waterproof, they can not protect splashing water penetrating the shoes from below. Because I did not want this to happen again, I packed the waterproof Showerspass Crosspoint Socks. Claiming to be so waterproof, you could walk through a stream without getting wet feet, I did not intend to do that. Instead, I experienced two situations that had a similar effect and proved the strong water protection.

First, I experienced a persistent stormy weather for more than 2 hours on the first day and second, another 6 hours of wet roads from the nightly rain on the last day with constant water splashing while riding.
In both cases, the socks performed amazingly. Even better, while the socks are much thicker than usual socks, my feet stayed comfortably warm even in wet conditions!
Sure, depending on the weather and the intensity of the rain, these socks might lose their 100% water resistance at some point.
This was not a problem during the two hours of storm weather, where I had nicely dry feet afterwards. After the 6 hours of wet roads and drizzle during the day I have to admit that in the end my feet were a bit damp. However, it is not comparable to the wet socks that I have already had on other rainy tours where you get cold. Moreover, the damp feet might also be an effect of sweating.
I felt comfortable and warm in my socks, even though the shoe was completely wet. The moisture did not stay in the sock as usual, causing an uncomfortable and cold feet. So the socks have perfectly fulfilled the task!

The technique behind the socks is the three layer construction:
+ wear resistant knit exterior (feels like a regular sock)
+ waterproof breathable membrane
+ Coolmax FX moisture wicking anti-bacterial lining

In my experience you should get the socks in size XXL if you have shoe size (US 12/13, EU 46/47). The size L / XL was a little too tight for me. Wearing them, the socks did not feel too small, so I could ride comfortably for several hours without pressure marks. Only putting them on was a bit tough.

I also thought about whether I need rain pants or not. In the end I decided for the minimal concept and packed only shorts as well as leg warmers against the cold. All, because the forecast indicated sun for most of the time. Perfect to test the new Cross Country Shorts by Showerspass.
One of the features of the bike shorts is the very good water-repellent function. Even in the pouring rain I did not feel like I had wet pants. As soon as the rain stopped, the bike shorts dried in no time. Also, the dirt repelled great and after a week with two days of rain I arrived with clean shorts 😉
That’s the result of the two different materials. While the front is made of lightweight nylon for breath ability and quick drying, the back of the shorts is made of a thicker, durable material. Both sides are very flexible and seem to be robust.
The adjustable waist cinch is a nice feature, but in my case the shorts slipped a bit during the tour and while carrying too much stuff in the pockets.
The other features of the pants are two snap buttons pockets at the back and two side mesh pockets. Even though these are not very deep, a 5.2 inch phone fits in perfectly and had a secure grip throughout the tour. On trails, however, I would put the phone in the backpack even I did not lose the phone after trying it on the trail.

For the early morning and evening hours, I also had the ultra light (165 grams) Showerspass Ultraligh Wind Jacket. In addition to the extreme small pack size, I liked the concept of the windproof fabric on the outside, which also shrugs off light rain, and a breathable mesh on the inside of the sleeves. This completely protects against wind while still remaining breathable. I especially liked the bike cut with a longer back! In the front, the jacket could be a bit longer if you want to wear it not sitting on a bike.
While riding on a bike the jacket was very comfortable, flexible and also has reflector elements for better visibility at night.

On warm days I enjoyed wearing the Apex Merino Tech T-Shirt. Here, the tech stands for the ratio of 67% 18.5 micron Merino wool, spun over a 27% polyester / 6% nylon core. The sleeves are even made out of 87% Merino wool which provides a better antibacterial effect as well as protects against sweat odor. The extended back with an additional reflector logo are two other great features for bike rides.
A unique feature is a zipper pocket on right the side where you can store keys or even a thin wallet or cellphone. Perfect for cycling without a backpack!

 

*
Das Equipment wurde mir für diese Tour kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde nicht bezahlt und beschreibt meine eigenen Erfahrungen.

The post Mit Wasserdichten Socken durch Tschechien – Rad(Regen) Bekleidung im Test first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/mit-wasserdichten-socken-durch-tschechien-radregen-bekleidung-im-test/feed/ 0 6440
Aktivurlaub am Achensee https://inthenature.de/aktivurlaub-am-achensee/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktivurlaub-am-achensee https://inthenature.de/aktivurlaub-am-achensee/#respond Thu, 01 Feb 2018 00:57:40 +0000 http://taundma.de/?p=5682 Kurz hinter den bayrischen Voralpen, nicht weit vom Tegernsee, liegt der größte See Tirols – der Achensee: 11 km lang, 1.3…

The post Aktivurlaub am Achensee first appeared on in the nature.

]]>
Kurz hinter den bayrischen Voralpen, nicht weit vom Tegernsee, liegt der größte See Tirols – der Achensee: 11 km lang, 1.3 km weit und 133 m tief. Zwischen Karwendel im Westen und dem Rofangebirge im Osten, umschlingen zahlreiche 2000er Gipfel die Region. Ein Bergseepanorama für sich und ein idealer Ausgangspunkt für jegliche Outdoor Aktivitäten!

Wer draußen aktiv sein möchte oder nur die Aussicht genießen will, findet auf der Tourismus-Webseite eine Auswahl an tollen Aktivitäten sowie Aussichtspunkten. Praktisch sind die interaktiven Karten, die verschiedene Routen zu den Aktivitäten wie Wandern, Skipisten, Ski-Langlauf, Ski-Touren und weiteren bereitstellen.

Eine Übersicht der Aktivitäten für den Winter:

Ski Pisten: 3 Berge (Christlum, Rofan, Zwölferkopd), 54 km Piste, 30 beschneit
Ski Touren (Karte): 5 leichte, 4 mittelschwere, 5 schwere Routen
Langlauf: 200 km (40km mechanisch beschneit, 103 km skating Loipen, 114 klassisch, 46 km barrierefrei, 1.5 km Hundeloipen)
Winter Wanderungen (interaktive Karte): 150 km geräumt
Rodeln: 5 beleuchtete Bahnen
Eislaufen/Eisstockstießen: In Achenkirchen, Maurach, Pertisau, Steinberg, Wiesing
Skyglider: Air Rofan
Wellness, Pferdekutschen, Schneeschuh-Wanderungen…

Und im Sommer:
Wandern: 500 km markierte Wege
Radeln: 180 km Radstrecken
Mountainbike: 250 km ausgeschildert
Laufen: 183 km
Golfen: 9 Loch golfckub-achenkirchen. At, 18 Loch golfckub-achensee. At
Klettersteige: 8 Stück
Klettern: 250 Routen
See: Segeln, Surfen, Kitesurfen, Tauchen
Abenteuerpark: Hochseilgarten, slackline, Bogenschießen, Back jump abenteuer-achensee. At
Reiten, Fischen, Paragleiten, Canyoning, Tubing…
Oder einfach Entspannen

Unterkünfte finden sich in allen Preisklassen. 29 verschiedene 4-5 Sterne Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Privatzimmer, Ferienwohnungen oder Camping Plätze.
Zum Übernachten mit Wohlfühlcharakter kann ich jedoch das Naturhotel Alpenblick empfehlen. Euch erwartet das, wofür der Name steht. Inmitten der Natur gelegen genießt ihr sowohl vom Balkon, vom Speisesaal und von dem großen Spa-Bereich einen grandiosen Blick auf das Alpenpanorama sowie den Achensee.
Die traditionelle und persönliche Atmosphäre, des in der 2. Generation als Familienbetrieb geführten Hotels, sorgen für einen besonders entspannten Aufenthalt.
Dazu verhilft unter anderem der große Wellnessbereich im Hotel. Im Sommer kann ein Freischwimmbad mit Liegewiese direkt im Garten genutzt werden, während drinnen eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, ein Solarium und ein Whirlpool auf die Gäste wartet. Zusätzlich können auch Massage und Kräuterbäder reserviert werden.

Mit viel Liebe zum Detail überzeugte mich vor allem das 4 Sterne würdige fünf Gänge Menü. So zaubert die Küche eine abgestimmte Komposition aus Vorspeise, Salat sowie Suppe zum Fisch, Fleisch oder Vegetarischem als Hauptgang, während die Hausherrin mit einer Auswahl an lokalem Schnaps zum Dessert das Essen abrundet. Erstklassig!
Wer danach noch nicht bereit ist auf sein Zimmer zu gehen, darf sich vom Sohnemann an der Bar exzellente Gin Cocktails mixen lassen. Obacht, die Mischung ist wirklich gut 😉

Nach einem üppigen Frühstückbuffet, das keine Wünsche offen lässt, geht’s am frühen Morgen dann auf die Piste. Diese endet übrigens direkt vor dem Hotelparkplatz, praktisch für den Aufstieg mit den Touren-Ski oder die Wanderungen ins Gebirge.
Denn hier beginnt eine der beliebtesten Aufstiege zur Seekarlspitze sowie zur Rofanspitze. Die 14 km und 1400 hm Tour lässt sich je nach Wetter und Kondition gut aufteilen. Entweder kürzt man mit der Gondel ab, welche direkt 200 m unter dem Hotelparkplatz startet und die Tour ab der Mittelstation (Erfurter Hütte, 1886 m) beginnen lässt. Diese mit 9 km und 800 hm Variante bietet die anfängertaugliche Route zum Gipfel.
Wenn das Ziel nicht die 2261 m hohen Seekarlspitze ist, bietet der Aufstieg vom Hotel zur 1886 Meter gelegenen Erfurter Hütte ebenso grandiose Aussichten und ist genauso anfangertauglich.
Der Rückweg verläuft auf dem gleichen Weg über die Talabfahrt.

Alternativ führt eine Route zur Rofanspitze, auf 2256 Meter und über die Ostseite nach Wiesing ins Tal. Für diese Variante sollte man vorher die Schneebedingungen prüfen.

Die Mittelstation kann genauso gut zu Fuß bewandert werden. Vom Hotel aus verläuft der Wanderweg an der Talabfahrt und mündet bald darauf im Wald, entlang des Bachlaufs. Drei bis vier Stunden sollte man für den Aufstieg einplanen. Wer Schneeschuhe besitz kann alternativ über die Piste aussteigen und ab der Mittelstation wunderbar durch den Kessel spazieren.

Als glücklicher Teilnehmer des Race-To-Finland von Jack-Wolfskin ging es für mich zusätzlich noch in einem rasanten Ski-Wettkampf auf die Bretter.
Der Wettkampf wurde unter 20 Teilnehmern im Slalom-Rennen, einem Fun-Parkur und einem Quiz ausgetragen. Auf einem ruhigen Hang in dem schönen Örtchen Steinberg am Rofan hatten wir einen eigenen Pistenabschnitt für uns und konnten so richtig Dampf machen.
Ein perfekt organisierte Veranstaltung, mit lecker Essen, super Stimmung und einer genialen Ski-Outfit bestehend aus: EXOLIGHT 3IN1 Jacke, EXOLIGHT Ski-Hosen, HYDROPORE HALF ZIP Oberteil sowie weiteren Extras 🙂
DANKE Jack-Wolfskin! Mit der innovative Füllung „DOWNFIBER“ (eine Mischung aus wasserabweisender Daune und pflegeleichter Kunstfaser) bleibt es warm auf der Piste und trotzdem kann die Innenjacke mal nass werden. Mit der TEXAPORE Technologie ist zudem das Außenmaterial wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv, elastisch und sehr robust. Mehr kann man von einem Ski-Outfit nicht verlangen. Ok, tolle Features wie Innentaschen, Belüftungsreißverschlüsse, Schneefang, Brillentuch und sogar ein RECCO-Chip zur Lawinenortung hat das Outfit ebenso integriert!

Tipp für den Rückweg:
Wer nach dem aktiven Wochenende zurückfährt und vorher noch ein Restaurant zum Einkehren sucht, dem empfehle ich im „Bergkristall„, Achensee Str 100, halt zu machen. Deftiges Tiroler Essen, guter Fisch, und ein toller Blick auf den Achensee und das Karwendelgebirge.

The post Aktivurlaub am Achensee first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/aktivurlaub-am-achensee/feed/ 0 5682
Enlite the dark – Luma LED Mütze im Test https://inthenature.de/enlite-the-dark-luma-led-muetze-im-test/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=enlite-the-dark-luma-led-muetze-im-test https://inthenature.de/enlite-the-dark-luma-led-muetze-im-test/#comments Thu, 16 Nov 2017 10:29:46 +0000 http://taundma.de/?p=5478 Wenn es draußen dunkel und kalt wird, steigert das richtige Equipment die Motivation raus zu gehen! Licht zählt für mich…

The post Enlite the dark – Luma LED Mütze im Test first appeared on in the nature.

]]>
Wenn es draußen dunkel und kalt wird, steigert das richtige Equipment die Motivation raus zu gehen!
Licht zählt für mich im Winter zum unumgänglichen Accessoire für meine Laufeinheiten im Wald. Ich habe schon einiges probiert, angefangen von einer Stirnlampe bis zur Taschenlampe. Alles leider nicht das wahre.
Während die Stirnlampe durch ihr Gewicht und schlechten Halt ständig ins Gesicht rutschte, konnte die Taschenlampe durch die Armbewegung nie den Weg komplett ausleuchten und nervte beim Tragen.

Durch das ultra-leichte Gewicht von 70g (mit Mütze), habe ich mit der LUMA ACTIVE LED Licht Mütze endlich das passende Trainingswerkzeug gefunden.

Die zwei LEDs sorgen mit drei wechselbare Lichtstufen für die optimale ausleuchte im Nah- und Fernbereich.

1) 25 Lumen Lichtstärke -> 5m Leuchtweite -> 9-15 Stunden Leuchtdauer
2) 60 Lumen Lichtstärke -> 8m Leuchtweite -> 5-7 Stunden Leuchtdauer
3) 122 Lumen Lichtstärke -> 30m Leuchtweite -> 3 Stunden Leuchtdauer

Zusätzlich bietet ein Rückstrahler erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr. Für mich ist dadurch die Mütze zum täglichen Begleiter geworden, nicht nur zum Laufen, sondern für den Arbeitsweg mit dem Fahrrad. Nie wieder Lampen ans Fahrrad montieren, nie wieder Angst haben, das diese Gestohlen werden – einfach Mütze auf, drücken, Vorder- und Rücklicht an – geil!
Mit meinem Kopfumfang von 58cm habe ich die Mütze in M (Größe 52-57) bestellt, da ich es gern habe, wenn die Mütze gut anliegt. Das tut sie und geht perfekt über die Ohren, so wie ich es mag 🙂

Mit dem mitgelieferten Mini-USB Kabel ist der Akku in ca. drei Stunden wieder aufgeladen. Gefühlt hält der Akku eine Ewigkeit und das bei täglichen kurzen Nachtfahrten sowie 1-2 längeren Nachtläufen in der Woche. Selbst leichter Regen macht dem System nichts aus. Für mich eine absolute Empfehlung.

PS: Die Mütze selbst leuchtet nicht. Dies ist auf den Bildern durch ein separates Licht im inneren erzeugt worden und sollte die grüne Farbe der Mütze sowie die Leuchtkraft besser zur Geltung bringen 🙂

The post Enlite the dark – Luma LED Mütze im Test first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/enlite-the-dark-luma-led-muetze-im-test/feed/ 3 5478
Okanagan Valley https://inthenature.de/okanagan-valley/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=okanagan-valley https://inthenature.de/okanagan-valley/#comments Fri, 22 Sep 2017 19:54:18 +0000 http://taundma.de/?p=5345 Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte-…

The post Okanagan Valley first appeared on in the nature.

]]>
Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte- und Gemüse-Paradies Kanadas. Inmitten dieses Tals ist die Temperatur um einige Grad höher und ermöglicht den extrem guten Wachstum von Obst und Gemüse, ähnlich wie in Spanien. Hier könnt ihr euch eindecken mit Unmengen leckerer, preiswerter und organischer Früchte oder anderer Leckereien wie eingelegten Knoblauch …
Zudem sind die Seen in diesem Tal super warm, so lohnt sich jeder Ausflug an die anliegenden Gewässer.

Die Highlights der Strecke in Stichpunkte:
Schwimmen in Nicola Lake, Douglas Lake sowie Okanagan Lake.
Wandern im Cathedral Provincial Park und Manning Park.
Radtour entlang des Kettle Valley Railway Trail.

Für unsere Strecke ins Okanagan Valley wählen wir (von Kamloops kommend) den alten sowie ruhigeren Highway Nr 5a Richtung Meritt und weiter zum Douglas See. Abseits der viel befahrenen Straßen hält dieser Ort eine gemütliche Recreation Area bereit, umringt von bewaldeten Hügeln und einen wunderschönen See zum schwimmen! Die kostenlosen Campingplätze laden zum verweilen ein. Mitte August haben wir hier nur noch ein anderes pärchen gesehen.
Wer das gute Wetter ausnutzen möchte, kann außerdem unterwegs am Nicola See halt machen und direkt von der Straße aus ins Wasser hüpfen – gedacht getan 🙂
Ein Camping Platz in der Nähe bietet zudem eine alternative Schlafmöglichkeit, wir fahren aber weiter.

Die Route ins Okanagan Valley führt uns noch einmal durch die umliegenden Berge. Eine auf und ab Fahrt durch recht trockenes Gelände. Im Tal angekommen ist der erste Halt in Peachland, einem kleinen Örtchen am Okanagan See. Gefühlt das wärmste Wasser im Westen Kanadas. Bei leichtem Wellengang planschen wir eine Weile bevor wir begleitet von Sonnenstrahlen weiter Richtung Penticton fahren. Unterwegs sehen wir zahlreiche Obststände bis wir ebenso an einem halt machen und uns mit frischen Leckereien eindecken. Mmhh Pfirsich!
Nach einer Nacht in Penticton ziehen wir weiter, die Stadt ist uns zu touristisch. Wer hier länger bleiben möchte, kann sich an den schönen Strand legen oder mit einem Gummireifen vom Okanagan See Kanal abwärts zum Skaha See treiben lassen (Preis $20, Rücktransport inklusive).

Unser Tagesziel ist Keremeos, ein winziges Örtchen mit über 20 Obst und Gemüse Ständen!
Durch Zufall lernen wir beim Baden im eiskalten Fluss am Ortsanfang die Teilhaberin eines Obst-Standes kennen und bekommen das Angebot für den Mindestlohn Teil der Produktion von eingelegten Knoblauch zu werden. Diese Erfahrung lassen wir uns nicht entgehen 😉
In Keremeos, beim Gemüsestand Patson, haben wir 2 Tage lang super leckeren Knoblauch in Gläser gestopft. Wir können jedem nur empfehlen hier halt zu machen und etwas davon zu probieren. Falls ihr sogar selbst Arbeit sucht und Mitarbeiten wollt, schreibt uns eine Email und wir stellen den Kontakt her. Allgemein werden immer helfende Hände in dieser Region gesucht.

Wer die Natur liebt und die Zeit hat, sollte von Keremeos unbedingt zu den Cathedral Seen raus fahren. Dazu nehmt ihr kurz hinter Keremeos (links über die rote Brücke) die Schotterpiste (Ashnola Road – Richtung Südwesten. Auf der etwas längeren, abgelegenen Strecke zum Park gibt es einige recreation areas direkt am Fluss, auf denen das Übernachten kostenlos ist. Da lässt sich die Ruhe der Natur genießen. Zum Park ist es dann nicht mehr weit, welcher mit seinen Wanderwegen tolle Aussichten verspricht.

Als alternative zum durchrauschen auf dem Highway bietet der Weg Richtung Vancouver eine interessante Fahrrad Route. Denn wer den Spuren der Goldgräber entlang der alten Eisenbahntrasse folgen möchte, der sollte auf den Kettle Valley Railway trail. Die rund 750 Kilometer lange Radtour von Nelson, in den Rocky Mountains, führt durch das Okanagan Valley bis nach Hope, das etwa eine Stunde östlich von Vancouver liegt und zusätzliche Schätze birgt, dazu jedoch später mehr.
Die Strecke ist gespickt mit zahllosen Tunnel- und Brückendurchfahrten und bietet durch die vielen kleineren Ortschaften einen reizvollen Einblick in vergangene Tage. Entlang der Flüsse Simikameen, Tulameen, Colwater und Coquilhalla gibt es zudem jede Menge Gelegenheiten für eine Rast am Wasser. Spektakulär sind außerdem die Aussichten vom Myra-Canyon sowie entlang der Coquihalla-Schlucht, die durch die vier Othello-Tunnel führt.
Die meisten Tunnel sind beleuchtet, es empfiehlt sich trotzdem Licht mit dabei zu haben, z.b. für den längste Tunnel auf der Strecke, welcher 1km lang ist.
Bei gutem Wetter ist der Weg leicht befahrbar, jedoch können Regen oder Überschwemmung aus dem überwiegenden Schotterweg die fahrt erschweren, da zudem einige Passagen sanding oder verwurzelt sind. Wir empfehlen mindestens ein Cross oder Mountainbike für die Tour.

Die nächste empfehlenswert Option ein paar Tage in der Natur zu verbringen ist der Manning Park.
Zwei Wanderungen sind besonders populär, der Lightning lake trail um den See herum sowie der Heather tail auf dem Rücken der 2000 Meter Berge mit alpinen Aussichten, sowie Blumen. Wir entscheiden uns für das letztere und erfreuen uns an der Landschaft sowie der herrlichen Panoramaaussicht. Besonders im Sommer blühen hier schöne Alpenblumen auf den vielen Berghängen.

Wer eine Nacht bleiben möchte, kann hier zelten oder sich ein Zimmer im Hotel nehmen. Dieses bietet einen kleinen Pool mit Whirlpool und zwei Saunas an. Wir haben das mal für euch vor getestet und können sagen, ja, den Whirlpool kann man mitnehmen. Übernachtet haben wir jedoch auf der schönen Copper Creek Recreation Site, nur ein paar Kilomter außerhalb vom Park, das war kostengünstiger und ruher 🙂

Für alle Rambo Kenner ist ein Stopp in der kleinen Stadt Hope obligatorisch. Genau hier wurden die Szenen für den ersten Rambo Film gedreht. Fans erkennen sicherlich einige Gebäude wieder und können am Stadtrand ein Foto mit ihrem Helden knipsen.
Von hier ist es dann noch 1 Stunde nach Vancouver …

Over and out.

The post Okanagan Valley first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/okanagan-valley/feed/ 1 5345
Verschwende Zeit in den Rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verschwende-zeit-in-den-rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/#respond Wed, 10 Aug 2016 03:05:21 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4018 Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind…

The post Verschwende Zeit in den Rockies first appeared on in the nature.

]]>
Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind sie, die Rockies und eigentlich nehmen sie nur einen kleinen Teil Kanadas ein. Doch ihre Berühmtheit lockt Jahr um Jahr über vier Millionen Besucher in die Nationalparks. Wir sind zwei davon. Unsere Reise beginnt im Süd-Osten, im Kananaskis Country. Wir entdecken Banff, fahren auf die 93 Richtung Kootney, machen den Rundweg komplett durch die Entdeckungstour in Yoho, bis wir wieder in Banff am Lake Louise landen, um von hier aus in den Norden nach Jasper mit dem Athabasca Gletscher zu fahren. Die Jagd nach der wilden Landschaft der Rockies ist dabei zu Passion geworden. Wir wollen weg von dem Massentourismus im Reisebus. Entdecker zu sein in der Wildnis. Um dann wieder zu schätzen, gemeinsam mit anderen die immensen türkisfarbenen Seen, die gletschergespeisten Flüsse zu entdecken, um bereit zu sein Erlebnisse zu teilen, Sachen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich von der Freude anderer anstecken zu lassen.

Kananaskis Country Provincial Park
Noch am Abend fahren wir von Calgary (Alberta) in die Kananaskis Country Region. Nach wochenlanger Aussicht auf flache Felder, versetzen die empor ragenden Berge uns in Sprachlosigkeit. Die Vorfreude auf Morgen und die ersten Wandererlebnisse wächst. Erstmal müssen wir unser Nachtlager aufschlagen. Wir finden am Seebe Dam ein gutes Plätzchen zum Verweilen. Unsere erste Nacht inmitten der Rockies und neben dem Gletscherwasser gespeisten Bow River.

Auf zum Wandern. Am Barrier Lake angekommen, strahlen wir vor Begeisterung über die Aussicht auf den See und machen uns auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Prairie View Serpentinen-Wanderweg führt über mehrere Aussichtspunkte zum Plateau mit einer wow-Aussicht über Kananaskis Country bevor es nach unten geht zum Jewell Pass. Von hier können wir durch den Wald, später am Strand zurückschlendern, um ein wenig zu plantschen im erfrischenden See.

Startpunkt: Barrier Dam Day Use Area 
Länge: 6,6 km + 8 km für Rundweg
Höhenmeter: 421 m
Entdeckerfaktor: 4 von 10

 

Ein kleiner Zwischenstopp am Grassi Lakes Upper Trail ist drin. Dieser Wanderweg bietet zwei Möglichkeiten hoch zu kommen. Die einfache ist auf der rechten Seite und beginnt hinter dem Interpretationsschild mit obligatorischer Bärenverhaltens-Warnung. Wir folgen den Schildern des Interpretationtrails nach oben mit Blick auf die umliegenden Berge. Anschließend nehmen wir den schwierigen, steilen Weg mit Aussicht auf den Wasserfall und Canmore runter.

Startpunkt: Grassi Lakes Day Use Area 
Länge: 3,5 km Rundweg
Höhenmeter: 125 m

Nach einer weiteren Nacht am Seebe Dam fahren wir abseits der Hauptstraße entlang des Bow Valley Parkway in Richtung Canmore. Ein kurzer Wanderweg im Canyon sorgt für einen Zwischenstopp. Durch die enge Schlucht des Grotto Canyon winden wir uns durch bis zu einer Gabelung. Rechts geht es zu einem Wasserfall, links zu Hoodoos und einer Höhle. Unterwegs immer die Augen aufhalten, denn es lassen sich Malereien der Ureinwohner an den Wänden entdecken.

Startpunkt: Grotto Lake Parkplatz
Länge: 4,2 km Rundweg
Höhenmeter: 50 m

Es ist gut was los als wir am See in Canmore ankommen – also die ruhige Alternative zu Banff, wie im 8 Jahre alten Reiseführer beschrieben, ist das nicht mehr. Vom Grassi Lakes Parkplatz beginnen wir unseren Rundweg. Die Wanderung geht am Wasserfall vorbei, hin zu zwei türkisfarbenen Seen und bietet spektakuläre Aussichten auf Ha Ling Peak. Bei jedem Schritt kannst du das Panorama über Canmore genießen, da du nahe der Klippe bleibst. Oben angekommen entscheiden wir uns einen Rundweg daraus zu machen, so wandern wir 200 m entlang des Damms bis zum Riders of Rohan (Bike) Trail (empfehlenswert für Biker) um den steilen Waldweg hinunterzulaufen. Vorsicht, der Einstieg ist etwas versteckt und beginnt erst ab der Gabelung zum ausgeschilderten Ha Ling Peak Trail.

Unten angekommen spazieren wir entlang des Kanals zum Parkplatz und mampfen ein paar Himbeeren.

Startpunkt: Grassi Lakes Parkplatz
Länge: 5 km Rundweg
Höhenmeter: 250 m

Und wenn du schon in Canmore bist. Hier gibt es den letzten großen Supermarkt, also kaufen wir noch schnell ein bevor es in den Nationalpark geht.


Banff Nationalpark
Wir erreichen den ältesten Nationalpark Kanadas, Banff. Im Herbst 1883 während der Bauarbeiten der Pacific Railway fanden drei Arbeiter heiße Quellen. Dies war die Geburtsstunde des Parks. Mit 6.641 m² voller Berge, Gletscher, Wald, Wiesen und Flüssen ist der Park, eines der Nr. 1 Reiseziel weltweit. Sei bereit seine Schönheiten zu teilen.

In Richtung des Minnewanka Sees ist der Wanderweg C-Level Cirque und führt entlang verlassener Minenarbeiterstätten zu massiven von Gletschern geformten Landschaften mit Aussicht über die Cascade Berge bis zum Aussichtspunkt über den Dingen.

Startpunkt: Upper Bankhead day-use area
Länge: 8,4 km Rundweg
Höhenmeter: 455 m

 

Am Minnewanka See schlendern wir entlang der Küste zum Stewart Canyon. Wir machen halt an einem der vielen Strände um unsere Füße bei einem Picknick an dem azurblauen Wasser zu entspannen. Weiter geht es entlang der glatt gewaschenen Felswände bis eine Brücke in Sicht ist. Sie ist gespannt über dem Cascada Fluss der in den Minnewanka See fließt. Von hier haben wir eine spitzen Aussicht auf den Canyon.

Startpunkt: Lake Minnewanka day-use area
Länge: 3 km Hin- und Rückweg
Höhenmeter: 5 m

 

Der Minnewanka See ist 21 km lang und 142 m tief. Es ist ein wunderschöner Ort zum Abhängen. Schon seit Hunderten von Jahren zelten und jagen Menschen an den Ufern des Sees. Die einheimischen des Stoney-Nakoda Stammes nennen den See Minn-waki, was so viel wie See der Geister bedeutet. Wir genießen den Geist des tief blauen Sees bei einem Sonnenuntergang mit Blick auf den Berg Inglismaldie sowie Elche und Bergschafe! Zur Dämmerungszeit in den Parks unterwegs zu sein, ist immer eine gute Idee, wenn du Wildtiere sichten möchtest. Wer um 4 Uhr aufsteht oder nach 21 Uhr noch unterwegs ist, wird Bären, Moose, Ziegen, Schafen begegnen.

 

Banff, die Stadt ist ein Resort mit Bummelmöglichkeiten auf überfüllten Bürgersteigen. Wir parken unser Auto in einer der Seitenstraßen und nehmen die Bikes ab. Die Fahrradtour führt uns raus zur Cave and Basin National Historic Site, welche die Geschichte des Nationalparks erzählt. Wir besuchen die ersten kommerziell genutzten heißen Quellen, die den Tourismus ankurbelten sowie das einstige Schwimmbad, dass von deutschen Enemy Aliens erbaut wurde.

 

An der Cave and Basin National Historic Site vorbei und in wenigen Fahrrad-Minuten, eröffnet sich das Bergpanorama entlang des Bow Rivers. Weg vom Fluss endet die asphaltierte Strecke. Hier parken wir unsere Räder und machen uns auf den Weg zum Sundance Canyon. Von oben staunen wir über die Aussichten auf die Schlucht.

Startpunkt: Cave and Basin NHS
Länge: 3,9 km asphaltierter Weg + 1,6 km Rundweg
Höhenmeter: 145 m

 

Auf dem Rückweg statten wir dem Banff Park Museum einen Besuch ab. Es dokumentiert das Dokumentieren der Wildnis Kanadas Anfang des 19. Jhd. Es gibt jede Menge ausgestopfter Tiere zu sehen – skurriler Ort.

Ein stetig ansteigender Serpentinen-Weg führt zum Gipfel des Sulphur Mountain. Nach 5,5 km sind wir oben und es zieht zu. Es fängt an zu regnen. Tolle Wurst! Eine Stunde ausgeharrt und es klart wieder auf. Wir kriegen eine spitzen Aussicht auf dem 500 m langen Weg zum Sanson Gipfel. Nach 5 Uhr können wir umsonst mit der Gondel runterfahren. Na das lassen wir uns nicht entgehen.

Startpunkt: Upper Hot Springs
Länge: 5.5 km hoch + 0.5 km
Höhenmeter: 655 m

 

Jetzt, wo wir in der Nähe der Upper Hot Springs sind und dringend eine Dusche nach dem Anstieg brauchen, setzen wir uns in den heißen Pool und lassen die Sonne untergehen über Banff.

Johnston Canyon gehört zu den einfachen und dennoch spektakulären Wanderwegen im Park. So laufen wir auf einem Gerüst durch die Schlucht des Canyons bis zu den Lower Falls, eingehüllt vom erfrischenden Nebel des Johnston Creek. Nach einem weiteren Kilometer erblicken wir die 30 m hohen Upper Falls. Angenehmer wird der zweite Teil der Strecke, da nicht so viele Menschen weiterziehen zu den Ink Pots. Zu sehen gibt es sechs Tümpel, die schwerfällig vor sich hin blubbern in verschiedenen türkis Farbspektren. Die Szenerie ist imposant zwischen den Bergen und am Fluss machen wir die Füße lang und saugen die Umgebung auf.

Startpunkt: Bow Valley Parkway
Länge: 2,4 km Upper Falls + 5,4 km Ink Pots
Höhenmeter: 330 m

 

Kootenay Nationalpark
Vorerst verlassen wir den Banff Nationalpark über den Highway 93 für einen Abstecher zum Kootenay Nationalpark, den Fairmont Springs und Yoho. Der Kootenay Nationalpark liegt in British Columbia. Der Park wurde 1920 gegründet und verfügt über ca. 200 km Wanderwege. Er ist weniger besucht, gilt aber als wildtierreich. Definitiv einen Besuch Wert!


Der orangefarbene Matsch des Paint Pots Trails lädt ein zu einer Schlacht – Wir empfehlen Badesachen anzuziehen. Diese ungewöhnliche Farbe kommt vom hohen Eisenanteil im Fluss. Ureinwohner haben damit gemalt und im 19 Jhd. wurde es abgebaut, nach Calgary geschippert und als Pigment in Farben verwendet. Die Spuren des Abbaus sind sichtbar entlang des Wegs.

Startpunkt: Paint Pots Parkway
Länge: 1,3 km
Höhenmeter: 10 m

 

Türkisfarbenes Gletscherwasser windet sich entlang der weißen Canyonwände beim Marble Canyon Trail. Das sorgt für beeindruckende Aussichten von den unzähligen Brücken über den engen Schluchten. Wir schließen den kurzen Wanderweg in unser Herz.

Startpunkt: Marble Canyon Parkway
Länge: 1,4 km
Höhenmeter: 10 m

 

Bei der Ausfahrt aus dem Park bietet sich der Ausblick in die Tiefen des Sinclair Canyon mit der Redwall Fault Klippe. Anhalten ist ein Muss.

Ein Parks Canada Mitarbeiter gibt uns einen Tipp. Es gibt in der Umgebung noch natürliche heiße Quellen. Die wollen besucht werden. Wir lassen unser Auto auf dem Parkplatz des Fairmont Hot Springs Resort, wandern an den Schwimmbad vorbei, denn wir wollen zur Quelle. Über die Brücke, dann nach rechts (südlich), sagt man uns. Dort sehen wir einen Wasserfall, zwei gefüllte Becken. Das muss es sein. Hier wollen wir hin. Über einen Baumstamm-Pfad steigen wir auf die andere Seite der Schlucht, die uns von unseren Hot Spring Pools trennt. Die Temperatur des Wassers überrascht uns. Die Pools sind lauwarm, aber warm ist eine nette Abwechslung zu dem eiskalten Gletscherwasser. So genießen wir den Sonnenuntergang in unserem Pool mit Blick auf die Rockies.

Abends kehren wir zum Parkplatz zurück. Von hieraus starten wir eine nächtliche Besichtigung der Quelle der Hot Springs. Oben steht eine Bank, über dem nach Sulphit riechenden, heißen Fußbad. Der Himmel ist klar, der Blick nach oben gerichtet und die Füße im Bad umzingelt von ein paar Rehen.

 

Whiteswan Lake Provincial Park
Hier ist die Warnung, die wir nie erhalten haben, die Straße zu den Lussier Hotspings ist an Stellen fürchterlich. Eine Straße, die in die Seite eines Bergs reingesetzt wurde und voll ist mit Hubeln, gilt es zu überwinden. Nach einem kurzen Wanderpfad, der hinunter führt, sind wir schon da. Natürliche Steinpools am Fluss und zwischen den Bergen erwarten uns als Belohnung. Die Pools sind unter Kanadiern kein Geheimtipp mehr, aber die Massen von Banff sind hier noch nicht eingetroffen.

 

Yoho Nationalpark
Ein einfacher 2,3 km langer Weg führt zu den Wapta Falls. Wir joggen ihn. Bei dem Wasserfall angekommen, geht es 60 m in die Tiefe. Von hier aus steigen wir auf einen Hügel, der direkt vor dem Wasserfall ist. Es prescht uns so viel eiskaltes Wasser entgegen – eine super Abkühlung nach dem Lauf, wir sind klitschnass.

Startpunkt: Wapta Falls Parkway
Länge: 2,3 km
Höhenmeter: 60 m

 

Dieser Emerald Lake hat es uns angetan. Wir bleiben gleich mehrere Tage über Nacht auf dem Parkplatz des Sees. Aber erstmal noch einen Halt an der Natural Bridge einlegen und ein bisschen den Kicking Horse River bewundern wie er hier seinen Weg durch das Gestein formt. Jetzt aber ab zum See, das unglaubliche Grün des Sees packt uns, sowie das Klubhaus der Lodge mit Whirlpool – wer dreist genug ist, kann sich einnisten. So nutzten wir den Pool am Abend, wenn wir dann so richtig aufgeheizt sind vom Whirlwasser, springen wir zur Abkühlung in den See.

 

Tagsüber wandern wir uns weiter die Füße wund. Los geht es hinter dem Emerald Lake über den Yoho Pass. Definitiv einer der schönsten Wanderwege in den kanadischen Rockies – es hat alles wofür du in die Rockies kommst. Nach einem steilen Anstieg werden wir belohnt mit Aussichten auf Alpine Blumenlandschaften. Von hier aus ziehen wir weiter Richtung Iceline Trail und wandern über subalpines Gestein. Ein Blick auf die rechte Seite zeigt den Gletscher mit den Takakkaw Falls, die von ihm gespeist werden. Links sind wir dem Gletscher so nah, wir können ihn sogar anfassen. Dazwischen liegt das Little Yoho Tal in einer Schlucht. Jetzt steigen wir hinab ins Tal umgeben von Bächen und blühenden Indian Paintbrushes. Durch den Wald, über eine heruntergekommen Felswand und eine Brücke erreichen wir die Twin Falls. Jetzt geht es Richtung Takakkaw Falls Parkplatz entlang des Yoho River mit einem kleinen Abstecher zu den Laughing Falls, die plötzlich in einer Schlucht auftauchen. Bei den Takakkaw Falls Parkplatz angekommen, vollkommen erschöpft nach einem 30 km Wandertag suchen wir uns eine Mitfahrgelegenheit zu unserem Emerald Lake – Mitgenommen werden, läuft. Um es uns am Abend wieder gemütlich zu machen im Klubhaus des Emerald Lakes.

Iceline via Yoho Pass
Startpunkt: Emerald Lake Parkplatz
Länge: 30,8 km
Höhenmeter: 810 m

Alternativ:
Iceline via Little Yoho
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 20,8 km
Höhenmeter: 710 m

Wasserfall Tour
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 16,4 km
Höhenmeter: 300 m

 

Banff Nationalpark
Am frühen Morgen fahren wir wieder in den Banff Nationalpark. Das morgendliche Licht bringt Lake Louise sanft zum Leuchten auf dem dunkeln Wasser. Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir die Berge herausragen in den Himmel und gleichzeitig spiegeln auf dem Wasser. Wir sind glücklich früh aufgestanden zu sein. Dies sind die Moment wieso du in die Rockies willst. Tipp: Wer nach 7 Uhr kommt, kann sich schon fast anstellen. Der Foto Spot ist nämlich schon ab Sonnenaufgang gut gefüllt. Mittags gibt es auf der Straße Stau!

 

Nach der morgendlichen Romantik steigen wir aufs Bike, denn wir wollen zum Moraine Lake pedalieren. Es heißt der Parkplatz ist klein und der Stress bei der Anfahrt nimmt den Besuchern die spektakuläre Erfahrung. Auf dem Rad bleiben wir sorgenfrei. Die 14 km mit Anstieg sind herausfordernd und wecken Vorfreude auf den Rückweg. Angekommen haben wir die Strapazen vergessen, denn es ist einfach wunderschön, anders als die bisherigen Gewässer ist der See dunkler und die ihn umschließenden Berge hoch.

 

Das wollen wir von oben auschecken, so beschließen wir zum Eiffel Lake zu wandern. Der Wanderweg bringt uns hoch zu Panorama-Aussichten über den Eiffel Lake und das Tal von den Ten Peaks. Jetzt legen wir die Füße hoch und genießen in der Einsamkeit die Aussicht bei einem Picknick.

Startpunkt: Beginnt nach der Moraine Lake Lodge
Länge: 5,6 km
Höhenmeter: 370 m

 

Nach der steilen Abfahrt mit Kurven ist Martin heiß. Am wunderschönen Bow Lake findet er Abkühlung. Ich will zu den Bow Lake Glacier Falls also raus aus dem Wasser bevor die Sonne untergeht – lange hält man es im Gletscherwasser eh nicht aus! Wir schlendern entlang des Ufers, durch den Canyon, über natürliche Brücken. Der Wanderweg ist einfach bis zu dem Punkt als wir versuchen den Wasserfall hochzuklettern – kann man machen. Zurück bei der Num-Ti-Jah Lodge, wo der Wanderweg anfing, beschließen wir zu nächtigen. Den Campingkocher ausgepackt wird mit Blick auf den See Abendessen zubereitet, bevor wir in den Van klettern zum Schlafen.

Startpunkt: Num-Ti-Jah Lodge
Länge: 4,5 km
Höhenmeter: 155 m

 

Eine der schönsten Tageswanderungen, die wir in Banff gemacht haben, ist der Wanderweg zu Helen Lake über den Dolomite Pass bis hoch zum 2993 m hohen Cirque Peak. Der Weg bietet Aussichten über Alpine Wiesen mit Wildblumen, den Bow Lake Gletscher, aber das Highlight ist die 360° Vista vom Cirque Peak Gipfel. Die letzen 30 m krakeseln wir hoch, da loses Gestein uns entgegen kommt. Kein idealer Untergrund, aber für die Aussicht lohnt sich die Anstrengung. Von hier können wir runtergucken auf die Wapta Icefields, Bow Glacier, Bow Lake und Peyto Lake. Wir befinden uns in Augenhöhe mit Mount Hector und Dolomite Peak. Auf dem Rückweg können wir über die südliche Seite hinuntersliden im Schotter. Das macht Laune! Kurz darauf zieht es zu, es fängt an zu hageln. Uh, hier muss man auf alles vorbereitet sein. Wir treffen Leute mit einem Tarp, die uns einladen mit hineinzuklettern. So ein cooles Teil. Ich will jetzt auch so eins. Nach kurzem Abwarten in sicherer Umgebung, geht es im Regen runter zum Parkplatz. Klitschnass sind wir. Nach solch einem Unwetter müssen wir uns erstmal aufwärmen. In der Num-Ti-Jah Lodge gibt es zwei Nachfüllspender mit Heißgetränken und Internet, da zieht es uns hin.

Startpunkt: Helen Lake Parkplatz
Länge: 17 km
Höhenmeter: 1043 m

 

Am Abend können wir uns von den Warmgetränken sowie Internet losreißen und fahren zum Peyto Lake. Es hatte gerade heftig geregnet und der Wald hing voller Tropfen. Ein wenig kam die Sonne heraus und überall funkelte es. So schlendern wir von einer Plattform zur Anderen, denn das Blau dieses Sees ist einfach surreal. Während des Sommers sammelt sich im See reichlich Steinsediment an, so kriegt er dieses fluoreszierende Blau. Der See liegt im Tal Waputik Range, umgeben von Bergen. Dort lässt sich ebenfalls hinwandern, von wo aus du in Richtung des Peyto Gletschers weiterkannst – Hier sind einige Infos dazu. Außerdem fließt er in den Mistaya River, zu dem wir als nächstes wollen.

Startpunkt: Peyto Lake Parkplatz
Länge: 500 m
Höhenmeter: 5 m

 

Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen. Die sind alle wunderschön! Bei diesem kurzen Spaziergang laufen wir über eine Brücke von der wir hinunterschauen können auf den Mistaya Canyon mit seinen kurvigen Auswaschungen der glatten Kalkstein-Wände und dem kraftvoll durchrauschenden türkisfarbenen Wasser. Canyons sind cool!

Startpunkt: Mistaya Canyon Parkplatz
Länge: 0,5 km
Höhenmeter: 35 m

 

Jasper Nationalpark
Am nächsten Morgen sieht die Welt ganz anders aus, denn uns ist nicht nur warm, sondern wir fahren nach Jasper und sehen Gletscher. 11.000 m² geschützte Wildnis zu entdecken mit dem weltberühmten Athabasca Gletscher sowie dem Skyline Wanderweg.

Ein Wanderweg beginnt in der Alpinenzone, also sind wir umgeben von Alpinenblumenlandschaften, Big Horn Schafen mit Blick auf das Columbia Eisfeld. Wilcox Pass ist wahrscheinlich der zugänglichste Wanderweg mit solchen Aussichten. Mit Blick auf die Berge Athabasca, Andromeda, Snow Dome und Kitchener und dem darauf thronenden Eisfeld.

Startpunkt: Wilcox Creek Campground oder Tangle Falls Parkplatz
Länge: 14 km
Höhenmeter: 335 m

Das Columbia Eisfeld ist der Rest des dicken Eismantels, der einst die gesamten Berge Kanadas bedeckte. Es liegt auf einem erhöhten Plateaus, ist das größte Eisfeld in den kanadischen Rockies. 7 m Schnee jährlich – der Schnee transformiert sich zu Eis und fließt in den Sommermonaten durch Ritze in den Bergen und formt die große Zunge der Gletscher.
Der Athabasca ist der am meisten besuchte Gletscher. Der Gletscher ist immer in Bewegung, das wollen wir nicht glauben bei einem Blick auf den Giganten, der so robust wirkt. Er ist massiv. Schon vom Parkplatz hören wir das rauschen eines Flusses, denn wir nicht sehen. Dem Columbia Eisfeld entsprungen, fließt das langsame, eisige Gletscherwasser ins Tal. Das Klima erwärmt sich, somit schmilzt der Gletscher täglich ein paar Zentimeter. In den letzten 125 Jahren waren es 1,5 km, die wegtauten.

Startpunkt: Road to Glacier Schild folgen
Länge: 2 km
Höhenmeter: 50 m

 

Gegenüber liegt das Icefield Centre, wo wir mehr erfahren zum Gletscher, Grizzlies, Schwarzbären, Moose, Karibu sowie Infos bekommen zu den Wanderwegen. Die haben Abrücke einer Grizzly-Pfote da und Parks Canada Angestellte, die all unsere aufgetauchten Fragen beim Wandern mit Freude beantworten.

Entlang der Straße in Richtung Jasper liegen die Tangle Falls. Du erkennst sie an den 20 Autos und 3 Bussen, die in der Seitentasche des Highways parken. Wir steigen aus und klettern die drei Stockwerke des Wasserfalls hoch. Ein paar Fotos und weiter geht es zu den Sunwapta Falls.

Sunwapta ist eine Bezeichnung der indigenen Urbevölkerung und steht für turbulentes Wasser. Der Sunwapta Fluss beeindruckt mit seiner Kraft und Wenigkeit, die er nutzt um durch die enge Schlucht zu rauschen. Entlang des Flusses wandern wir staunend zu den Lower Sunwapta Falls, die einer Serie aus drei Wasserfällen sind. Hier verliert der Fluss seine Turbulenz und fließt ins weite Tal.

Startpunkt: Sunwapta Falls Parkplatz
Länge: 1,2 km
Höhenmeter: 87 m

Um die Wasserfall-Tour komplett zu machen, fahren wir jetzt noch zu den Athabasca Falls. Wir besichtigen die Aussichtsplattformen auf dem asphaltierten Weg. Wir fühlen den feinen Sprühregen der in der Luft liegt und hören das Donnern des Flusses als er in den Canyon prescht.

Startpunkt: Athabasca Falls Parkplatz
Länge: 600 m
Höhenmeter: 10 m

 

Mit über 25 km Wanderweg über der Baumgrenze von 44,1 km insgesamt, ist der Skyline Trail Jaspers höchster und spektakulärster Weg. Die Aussicht breitet sich aus über all das was der Park zu bieten hat. Wir steigen über drei Bergpässe und sehen verschiedenste Blumen, Tiere und die einmalige Szenerie über Jasper. Wir starten am Maligne Lake und wandern 20 km zum Curator campground. Der Anstieg ist graduell und in einer halben Stunde erreichen wir die Lorraine und Mona Seeen. Der gesamte Wanderweg ist stellenweise überseht mit Matsch. Außerdem kann das Wetter hier sehr wechselhaft sein. Ein Schneesturm oder Hagel im Sommer sind keine Seltenheit – sei vorbereitet. Nach dem passieren des Little Shovel Campground sind wir umgeben von Alpiner Tundra und Flüssen. Wir wandern über Alpenwiesen bevor es zum Anstieg auf den Big Shovel Pass geht. Schon sind wir bei der Kreuzung des Curator Campground.

Am nächsten Morgen beginnt der Tag mit einem steilen Anstieg zur Spitze von The Notch – bis August kann hier noch Schnee liegen. Es wird immer besser. Für die nächsten fünf Kilometer folgen wir Gipfelkette des Amber Mountain. Von hier erblicken wir den Icefield Parkway, Jasper und den Mt. Robson. Am Tekarra Campground vorbei beginnt das Springen auf Steinen zum Überqueren der Flüsse. Eine Stunde brauchen wir um Hoch zu kommen auf den Tekarra Mountain. Weiter geht es auf den Signal Mountain mit prachtvoller Aussicht auf das Maligne Fluss Tal. Nach 24 km sind wir am Ziel, dem Signal Hill Parkplatz. Jetzt lassen wir uns mitnehmen zum Maligne Lake. Wer übrigens den Wanderweg von Signal Hill aus startet addiert 530 Höhenmeter zu seinem Wanderweg.

Startpunkt: Maligne Lake – Skyline Parkplatz
Länge: 44,1 km
Höhenmeter: 1410 m

 

Am See nächtigen wir. Am frühen morgen steht das Begrüßungskomitee am Fahrzeug, zwei Moose. Meine Lieblinge, ich habe immer wieder Freude ihnen zu begegnen. Der Maligne Lake ist der größte See der kanadischen Rockies umringt mit Schnee und Eis bedeckten Bergen, entsprungen dem Coronet Glacier fließt er ans Ufer des Aussichtspunktes 22 km. Bekannt wurde der See 1907, dank Mary Schaefer, die einer Karte des Stoney Stammesangehörigen, Samson Beaver, folgte. Diese kannten den See unter dem Namen Chaba Inne oder Biber See. So schrieb die gute über ihr Abenteuer und machte den See zu einer Berühmtheit.

Beim See starten mehrere Wanderwege unter anderem auch der Opal Hills. Dieser ist ein Rundweg, hat einen steilen Anstieg und führt uns direkt zur Aussicht über den See durch den Wildblumengarten. Wir gehen bei der Wanderweggabelung zuerst nach links, so haben wir die Möglichkeit auszuspannen in dem Blumental bevor wir zu einer weiteren Gabelung kommen. An dieser Stelle können wir nach rechts zum Abstieg um den Rundweg komplett zu machen oder nach links um über einen Bergkamm höher hinaus zu kommen. Die Aussicht vom Bergkamm ist den weiteren Kilometer wert. Du siehst den See und die Bald Hills auf der anderen Seite. Halte die Augen offen, denn Grizzlies, Schwarzbären, Ziegen und Schafe sind hier unterwegs.

Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links
Länge: 8,2 km Rundweg
Höhenmeter: 460 m

 

Unten angekommen machen wir einen Doppelloop daraus. Wir wandern den Mary Schaefer Rundweg entlang des glasklaren Wassers des Maligne Sees, schnuppern an den Kiefern und Fichten und staunen über die Aussicht auf die 3000 m hohen Gipfel der Endless Chain Ridge.
Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links

Länge: 3,2 km
Höhenmeter: 5 m

 

Auf dem Rückweg Richtung Jasper, der Stadt, liegt der Medicine Lake. Sommerbesucher halten ihn für einen normalen Bergsee. Im Sommer wird der See gefüllt mit Gletscherwasser, doch im Herbst/Winter verschwindet er. Er trocknet aus, aber es gibt keinen sichtbaren Kanal. Wohin verschwindet das Wasser? Durch Löcher im Grund fließt der See durch ein unterirdisches Höhlensystem in den 16 km entfernten Maligne Canyon. So glaubten Ureinwohner, dass der See magische Fähigkeiten besitzt wie ein Medizinmann, daher der Name. Also machen wir es uns am Seeufer gemütlich und verdrücken unser Mittagessen.
Gestärkt fahren wir zur 6sten Brücke des Maligne Canyons. Wir passieren die Brücke, wandern östlich entlang des gutmarkierten Wanderwegs das Flussbett hoch. Wir folgen dem Fluss aufwärts, so wird die Aussicht zunehmend dramatischer. Bei der vierten Brücke ist die Schlucht ein Canyon. Ab der dritten Brücke sind deutlich mehr Besucher da, die Aussichten spektakulärer. Einer der schönsten Canyons in den Rockies. Zurück nehmen wir die Route durch den Wald.

Startpunkt: 6th Bridge Parkplatz
Länge: 3,7 km
Höhenmeter: 100 m

In Jasper angekommen, gönnen wir uns ein paar Teilchen. Bald darauf verabschieden wir uns zwar aus den großen Parks, aber noch nicht von den Rockies.

Viel Spaß beim Wandern,
Martin und Tatjana

Nochmal unsere Tipps:
Die meisten Wanderwege sind für den Massentourismus uninteressant.
In der Dämmerung lassen sich fast immer Wildtiere entdecken.
Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen.

The post Verschwende Zeit in den Rockies first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/feed/ 0 4018
Dinos in Badlands https://inthenature.de/dinos-in-badlands/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=dinos-in-badlands https://inthenature.de/dinos-in-badlands/#respond Fri, 22 Jul 2016 04:01:40 +0000 http://taundma.de/?p=4366 Unser nächstes Ziel sind die Badlands der Provinz Alberta. Eine skurril wirkende Landschaft wie von einem anderem Planeten. Die Hügel…

The post Dinos in Badlands first appeared on in the nature.

]]>
Unser nächstes Ziel sind die Badlands der Provinz Alberta. Eine skurril wirkende Landschaft wie von einem anderem Planeten. Die Hügel um die Stadt Drumheller bestechen mit unterschiedlichen Farbschichten und bergen Dinosaurier-Geschichte in sich.

Wir verweilen fast einen ganzen Tag im Royal Tyrrel Dinosaurier Museum. T-Rex, Stegosaurus, Triceratops, Argentinosaurus, alle diese und noch duzende mehr, sind in Lebensgröße zu sehen. Angefangen von der Evolutionsgeschichte, über die der Eiszeit sowie das Aussterben der Dinos, das Leben unter und über Wasser, die Entwicklung unterschiedlicher Rassen, es gibt so viel zu entdecken und lernen. Ein Tag reicht nicht aus. Das Museum ist gigantisch und für 18$ ein fairer Preis.

Außerhalb des Museums geht es weiter, ein kleiner Rundweg durch den Midland Provincial Park kann auf eigene Faust oder in einer geführten Wanderung zu weiteren Ausgrabungsstätten unternommen werden. Wir nutzen den Tag die Umgebung von Drumheller sowie dem Midland Provincial Park (6 km außerhalb der Stadt) zu erkunden.

Spektakulär ist die Wanderung an dem Naturschauspiel der Hoodoos (16 km südöstlich von Drumheller – eine Übernachtung auf dem Walmart Parkplatz am Stadtrand ist dafür bestens geeignet). Die Hoodoos sind turmartige Gebilde aus Sedimentgestein (Kalkstein, Sandstein, Vulkangestein, Basalt), die durch Erosion geformt wurden. Dabei wäscht das Wasser das lockere/lose Gestein im Untergrund immer weiter aus, während oben das härtere, eisenhaltigere Gestein erhalten bleibt und die Kappe formt sowie die unterschiedlichen Farben herausfiltert – WOW!!
Um Drumheller gibt es zahlreiche sehenswerte Canyon, wir entscheiden uns für eine Wanderung am Horseshoe Canyon (17 km westlich von Drumheller, Richtung Calgary). Die Bilder sprechen für sich!
Das Gebiet wird übrigens Badlands (schlechtes Land) genannt, da es schlecht passierbar war. Häufige Regenfälle und Wasser machten das Land schlammig, schufen tiefe Schluchten, teile Hänge und machten es schwer zu durchqueren. In der Trockenzeit sorgte das lose Gestein ebenso dafür, dass das Land nur mühsam durchquert werden konnte.

Danach geht es in die Großstadt, nach Calgary. Mit zahlreichen Fahrradwegen lässt sich die Stadt wunderbar ohne das Auto erkunden. Wir radeln an der Wasserfront entlang, wandern durch die Hochhäuser und im Szeneviertel…
Neben dem auffallend aktiven Treiben der Pokemon-Go Anhänger, findet im Park an diesem Wochenende das große Folk-Festival statt. Wir nutzen die Gelegenheit und verweilen am Parkrand bei einem köstlichen Camper-Abendessen und lauschen der Musik.
Die Rockies sind nicht mehr weit… nur noch eine Autostunde entfernt… wir packen zusammen, heute wird unter dem Berghimmel geschlafen!

The post Dinos in Badlands first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/dinos-in-badlands/feed/ 0 4366
Georgia Bay https://inthenature.de/georgia-bay/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=georgia-bay https://inthenature.de/georgia-bay/#respond Thu, 09 Jun 2016 06:30:42 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2919 Weiter geht es zur Küstenlinie des Huronsee, der Georgia Bay – eine 200 km lange, 80 km breite Bucht mit grau- und rosafarbenen Granit-Klippen. Es…

The post Georgia Bay first appeared on in the nature.

]]>
Weiter geht es zur Küstenlinie des Huronsee, der Georgia Bay – eine 200 km lange, 80 km breite Bucht mit grau- und rosafarbenen Granit-Klippen. Es ist Teil des UNESCO Biosphärenreservats und ein Sommer-Süßwasser-Erholungsgebiet das durch seine größe ein Meereseindruck vermittelt. Die vielen Strände laden zum Baden ein, wenn nur das Wasser nicht soooo kalt wäre im Juni. Wer zum Schwimmen kommt, sollte Ende Juli, Anfang August anreisen. Alternativ ab Septembers, da entgeht man den Sommerhaus-Schulferien und hat die Strände für sich.

Die kleineren Seen im Landesinneren sind dafür Ende Juni an heißen Sommertagen warm genug mit 15–16 Grad :)
Mit den vier großen Seen Kanadas – Superior, Huron, Erie, Ontario, welche sich die Provinz Ontario mit den USA teilt, hat die Region die größte Menge an Süßwasser der Erde, 21 % der Weltoberfläche! Der ständige Blick aufs Wasser lässt hier kein Ende erkennen, ein Gefühl wie am Meer eben.
Weiterhin interessant, es gibt hier mehr Reptilien und Amphibien als irgendwo in Kanada. Von den über 33 bekannten Arten ist die bekannteste, die Massasauga Klapperschlange. Uns sind jedoch nur jede Menge Kröten, Blindschleichen und Schildkröten über den Weg gelaufen – das ist auch gut so.

Georgia Bay, das ist die Ostseite des Huronsee, sie besticht mit ihren ca. 30.000 Inseln. 5000 weitere sind auf den anderen großen Seen verteilt und machen Lust mit Kayak, Kanu oder Boot auf ein Inseln-Abenteuer. Dabei sind nicht mal die kleinen aus dem Wasser ragenden Granitfelsen mitgezählt, welche diese Zahl auf 60.000 verdoppeln. Genau diese Landschaft, inmitten der Seen lockt.

Durch ein Netz aus Fahrradwegen lässt sich die Region zwischen Penetanguishene und Waubaushene mit dem Fahrrad erkunden. Kurz vor Midland, entlang der Fahrradstrecke, kann die erste europäischen Siedlung in Ontario (1639) besichtigt werden. Die rekonstruierte Siedlung Sainte-Marie Among the Hurons Mission, der Hauptumschlagplatz der Jesuiten, bringt einen ins 17 Jh. und zeigt das Leben der Pioniere mit Missionsauftrag, besonders in Beziehung zu den Ureinwohnern, vor allem den Huron – spannend. Für christliche Hurons ist dieser Ort zur Pilgerstätte aufgestiegen.
Die Orte auf unserer Tour bieten mit einem kleinen Stadtkern die üblichen Boutiquen und Cafés zum durchschlendern. Hervorzuheben ist Midland, welches mit seinen kunstvollen Gebäudemalereien besticht.
Ebenso gibt es hier am Hafen kostenloses Internet, saubere Toiletten und einen freundlichen Hafenmeister. Als dieser erkennt das wir früh morgens mit verschlafenen Gesichtern unsere Zähne putzen, bietet er uns an die Duschen am Hafen zu nutzen, welche sonst den Seglern vorbehalten ist. Das war sehr aufmerksam 🙂

 

Wir hängen ab. Zum Entspannen und Sonne tanken taugen die Strände in der Region. Der populärste ist Wasaga Beach mit 12 km der längste öffentliche Strand der Region. Mit allerlei Fressbuden oder Spilotheken, gebührenpflichten Parkplätzen und Adventure Spielplätzen – für unseren Geschmack einfach zu überlaufen. Eine kostenlose Möglichkeit zu parken bietet immerhin der strandnahe Provincial Park, wenn man die Provincial Parks Saison Karte besitzt. Aber wer schon da ist sollte bei Grandma’s Beach Treats in Wasaga Beach Eissorten wie Black Raspberry Thunder oder Blueberry Ripple schlecken, aber lasst auch Platz für die hausgemachten kanadischen Butterkuchen mit klebriger Pekannussfüllung … mhhhh!

 

Balm Beach, zu der die Einheimischen gerne fahren, ist die entspannte Alternative. Nicht groß, aber schön gelegen.

 

Empfehlenswert ist der Awenda Provincial Park. Dieser ist etwas außerhalb, bietet aber den schönsten Strand. An Waldrand gelegen ohne Pizza- und Eisbuden, bietet die besten Aussichten auf die kleineren Inseln der Georgia Bay.

 

Auf unserer Fahrradtour entdecken wir viele weitere Strände, doch zu unserem Bedauern müssen wir feststellen, dass es sich um private Strände handelt. Von der Straße und zwischen den Häuserreihen erreichen wir 30 Meter breite öffentliche, abgezäunte Abschnitte. Die Zugänge sind nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar, da das Parken rund um den Zugang verboten ist. Wenn der Abschnitt erreicht ist, gehört er dir! Ab aufs Rad: Bei unserer 45 km langen Fahrrad-Rundtour von Penetanguishene über Balm Beach nach Awenda Park und zurück nach Penetanguishene konnten wir alle 5 km anhalten, für die nächste Abkühlung.

 

Kayaks oder Kanus bei White Squall Paddling Centre ausleihen und tagelang die Küstenregion erkunden. An den Künsten zu paddeln oder driften, fühlt sich richtig an.

The post Georgia Bay first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/georgia-bay/feed/ 0 2919
Neu Braunschweig aus’m Auto https://inthenature.de/neu-braunschweig-aus-dem-auto/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=neu-braunschweig-aus-dem-auto https://inthenature.de/neu-braunschweig-aus-dem-auto/#respond Fri, 27 May 2016 16:49:00 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2700 New Brunswick (NB) hat die Größe Frankreichs mit nur 700.000 Einwohnern. Viele kleine Fischerdörfchen zieren die Küstenstraße, den Acadian Scenic Drive, dem wir abseits der…

The post Neu Braunschweig aus’m Auto first appeared on in the nature.

]]>
New Brunswick (NB) hat die Größe Frankreichs mit nur 700.000 Einwohnern. Viele kleine Fischerdörfchen zieren die Küstenstraße, den Acadian Scenic Drive, dem wir abseits der Autobahn folgen.
Während die an USA grenzende Westseite der Provinz durchzogen ist von Wäldern und Flüssen, besticht die Nord-Seite mit unzähligen Stränden und Dünen – Kein Wunder, dass sich die Franzosen hier angesiedelten haben. Wie in Québec wird hier zu 35 % französisch gesprochen, jedoch ist NB die einzige offizielle bilinguale Provinz Kanadas.
Ende Mai wird es spürbare wärmer, die Temperaturen klettern auf über 20 Grad: T-shirt Wetter am Strand scheint ein ferner ersehnter Traum! Wir gönnen uns einige Pausen entlang der Route, spazieren auf Dünen oder radeln durch den National-Park Kouchibouguac.

Bouctouche
Der Name des Ortes basiert auf dem Wort Chebooktoosk, das in der Sprache der Mi’kmaq-Ureinwohner „große Bucht“ bedeutet. Die ersten Siedler waren Arkadier, die sich 1784 in der Gegend niederließen. Nach 1800 und der Umsiedlung der Arkadier folgten auch Einwanderer aus England. Hauptlebensgrundlage waren der Fischfang, die Holzwirtschaft und der Schiffsbau. So auch der Geschäftsmann James Dargavel Irving, der in Bouctouche ein Sägewerk betrieb. Sein Sohn, der 1899 in Bouctouche geborene Kenneth Colin Irving gründete 1924 die in der Erdölförderung, Erdölverarbeitung und im Erdölvertrieb tätige Firma Irving Oil – wer durch Kanada fährt, der kommt nicht umher seinen Tank bei Irving zu füllen. Hier in Bouctouche eröffnete er seine erste Tankstelle.

Irving Eco: La dune de Bouctouche wird von J.D. Irving  erhalten. Dies ist eine der größten erhaltenen Sanddüne entlang der Nordküste Amerikas. Gelegen auf der Northumberland Strait nur wenige Minuten nördlich der Stadt.
Die Düne streckt sich über 12 km. Wir spazieren auf dem 800 m langen Dünen-Boardwalk über die Salzsumpf-Landschaft mit Informationstafeln zur Entstehung der Düne.

Das Irving Arboretum ist Kanadas ein Tribut an das Irving Patriarchat: Die kleine Kapelle in der sich der Sohn von seinem Vater, James Dargavel Irving, verabschiedete, ist umgeben von einem Park mit Baumarten aus ganz Kanada. Dieser Park hat einen Wanderweg und Durchfahrweg für das Auto.

Es ist ruhig auf den Straßen. Am Holzsteg der Dünen von Bouctouche lernen wir Rosa kennen. Die herzensliebe Dame, die uns nach Smalltalk zum Frühstück einlädt. Vollgepackt erwartet sie uns mit Touristen-Zeitschriften, Straßenkarten und Reisetipps zu New Brunswick. Sogar ein Souvenir bekommen wir: ein Handbuch mit dem Logo der Provinz, cool! Nach ihrer Tätigkeit als Botschafts-Sekretärin hilft sie jetzt freiwillig am Flughafen ankommenden Touristen. Wir können bei Kaffee und köstlichen Pfannkuchen im Restaurant la Sagouine Reisegeschichten austauschen.

 

National-Park Kouchibouguac
An der Ostküste von Neu Braunschweig liegt Kouchibouguac National Park und bekommt das wärmste Wasser nördlich von Virginia (am wärmsten soll es in Shediac sein, zwischen der Insel Prince-Edward-Island, Nova-Scotia und New Brunswick erwärmt sich das Wasser am schnellsten).

Wir steigen auf die Fährräder um entlang der Rivière Kouchibouguac zu Kellys Strand runter zu rollen. Über eine Brücke gelangen wir zur South Kouchibouguac Dune: Mutige springen schon im Mai ins Wasser. Wir wälzen uns auf dem warmen Sand.

 

Für die Weiterfahrt nehmen wir die 117 über Baie-Sainte-Anne auf den Highway Nummer 11 und nach Bathurst und einem Zwischenstopp am Beresford Beach, nehmen wir zur Abwechslung die 134 bis nach Campbellton, wo wir zum Übernachten aufschlagen vor Gaspesie.

The post Neu Braunschweig aus’m Auto first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/neu-braunschweig-aus-dem-auto/feed/ 0 2700
île d’Orléans https://inthenature.de/ile-dorleans/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ile-dorleans https://inthenature.de/ile-dorleans/#respond Tue, 29 Sep 2015 19:20:38 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1545 Es ist Oktober und merklich kühler. Morgens gibt es schon vereinzelt Frost. Die beste Zeit um Cranberries zu pflücken, wie man uns…

The post île d’Orléans first appeared on in the nature.

]]>
Es ist Oktober und merklich kühler. Morgens gibt es schon vereinzelt Frost. Die beste Zeit um Cranberries zu pflücken, wie man uns in Neufundland sagte. Wir wollen etwas Ernten.
Wir kommen mitten in der Woche zu unserem ersehnten Ausflug: Trotz verregnetem Wetter, und der angedachten Pause vom Fahrrad fahren, beschließen wir einen Fahrrad-Ausflug zur benachbarten Insel d’Orléans zu unternehmen. Hier wollen wir unbehandelten und frischgepressten Apfelsaft vom Bauer abholen. Ich bin in die Cidre Produktion eingestiegen.

Montmorency
Entlang des Fahrradwegs düsen wir bis zum Wasserfall Montmorency, das Wasser stürzt über eine Felswand 83 Meter in den Sankt-Lorenz-Strom. Samuel de Champlain, der Gründervater Neufrankreichs, benannte den Wasserfall 1608 nach Charles de Montmorency. Im Juli 1759 landeten britische Truppen beim Wasserfall und errichteten auf dem östlich gelegenen Hügel ein befestigtes Lager, von dem Überreste erhalten geblieben sind. Nach einem Angriff der Franzosen unter General Montcalm, der die Briten mehr als 400 Opfer kostete, mussten die britischen Truppen unter James Wolfe ihre Stellungen aufgeben, konnten aber zweieinhalb Monate später in der Schlacht auf der nahe gelegenen Abraham-Ebene westlich von Québec die Franzosen schlagen. Ab 1763 in einem Vertrag in Paris festgehalten, wird Québec eine Kolonie Großbritanniens.

 

 

île d’Orléans
Hier überqueren wir die Brücke Pont de l’île d’Orléans zur Insel. Ein steiler Anstieg folgt und jetzt ab nach rechts zur Polyculture Plante – diese Adresse wurde uns empfohlen. Voller Vorfreude stürmen wir in den Laden. 7 verschiedene Sorten von Äpfeln, mindestens 10 verschiedene Sorten von Kürbissen, Blaubeere-Honig vom Imker, Brot aus der hauseigene Bäckerei, … 12 Liter Apfelsaft und ein überdimensionaler Kürbis, der uns beim Rausgehen anlacht, gehören uns. Das Ende der Apfel-Saison naht. Da sind die Äpfel am süßesten, deswegen packen wir noch ein Körbchen knackiger Äpfel ein. Diese machen sich auf unseren Schultern bemerkbar auf dem 17 km langen Rückweg.

 

Heute bekommen wir ersten Besuch in unserer neuen Wohnung. Wir freuen uns! Marie-Eve, die wir auf Change Islands kennengelernt haben, wohnt nur paar Blocks von uns entfernt. Tatjana kocht leckere eine Rote-Beete-Suppe, Auberginen-Streifen mit Koriander-Tofu, karamellisierten Karotten und selbstgemachte Kürbis-Gnocchi mit Kirschtomaten und frischem Salbei. Dazu gibt es 3 verschiedene Biersorten aus der Region: eines ist mit Ahornsirup angemacht – es gibt hier 300 Mikro-Brauereien. Bei informativen Gesprächen schlürfen wir frischgepressten Apfelsaft von der Insel.
Marie-Eve ist so cool. Sie nimmt sich die Zeit uns bei den Bewerbungen zu helfen. Sie korrigiert bereitwillig unsere grottigen französisch Texte.

The post île d’Orléans first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/ile-dorleans/feed/ 0 1545
Radtour um Saint-Jean https://inthenature.de/radtour-um-saint-jean-2/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=radtour-um-saint-jean-2 https://inthenature.de/radtour-um-saint-jean-2/#respond Fri, 28 Aug 2015 20:53:41 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1413 Von Saguenay fahren wir 50 km Westwärts zum See St. Jean. Hier gibt es einen Fahrradweg, der um den See führt: 256…

The post Radtour um Saint-Jean first appeared on in the nature.

]]>
Von Saguenay fahren wir 50 km Westwärts zum See St. Jean. Hier gibt es einen Fahrradweg, der um den See führt: 256 km, über 1000 Höhenmeter in 3 Tagen, d‚accord! Der Blaubeeren-Ragweg wie er auch bezeichnet wird, ist eine ausgebaute Strecke durch kleine Ortschaften, Felder und Farmen.

1. Tag: Wir fahren von Saint-Gédéon bis Saint Henri-de-Taillon. (Distanz: 49 km, Anstieg: 366 m, Zeit: 3:40 h)
Am ersten Tag beginnen wir unsere Tour verspätet, da es am Vormittag regnet. So gegen 2 Uhr treten wir in die Pedale. Wir sichten auf der Karte die Möglichkeit mit einer Fähre den Fluss zu überqueren. Schon werden die Fahrräder verladen. Wir sind für 5 Minuten auf dem Boot. Wir schwingen uns wieder auf das Rad. Schon müssen wir Halt machen, der Abend bricht an. Wir halten auf einer Wiese hinter einer Tankstelle mit Aussicht auf den See. Neben uns entdecken wir einen Gemeinschaftsgarten mit frischen Kräutern, Salat und Zucchini – ein herrliches Abendessen.

 

2. Tag: Saint Henri-de-Taillon bis zum Parkplatz von Albanel schaffen wir an diesem Tag. (Distanz: 90 km, Anstieg: 300 m, Zeit: 5:35 h)
Am frühen und kühlen Morgen laufe ich rüber zur Tankstelle, an der ich einen warmen Kaffee für mich und eine heiße Schokolade für Martin ziehe. Entlang der Seeküste fahren wir weiter auf dem Fahrradweg. Der Radweg ist ausgezeichnet ausgezeichnet. Meistens geht es auf Fahrradwegen entlang des Sees, aber auch auf abgelegenen Landstraßen und teilweise befährt man die Hauptstraßen, die teilen wir uns mit Autofahrern. Entlang der Strecke sehen wir immer wieder Blaubeerfelder – dicht bewachsene Büsche. An diesem zweiten Tag fahren wir so lange bis der Hintern schmerzt – 90 Kilometer.

 

3. Tag: Wir starten in Albanel und kommen erschöpft bei Abenddämmerung in Saint-Gédéon an. (Distanz: 117 km, Anstieg: 400 m, Zeit: 8:56 h)
Der dritte Tag beginnt mit Nieselregen – da müssen wir durch. Der Himmel klart auf bei einem Baguette mit Oliven am Picknicktisch vor dem lokalen Supermarkt. Unterwegs kommen wir an einem Innufest vorbei. Es gibt gebratene Gans, Fisch, traditionelles Brot und Innus, die uns zeigen wie man Fischernetze strickt, Kanus oder Paddel baut. Es ist erst Nachmittag, wir sind gut gestärkt und entscheiden uns weiter zu fahren. Wir sehen Seelandschaften umzingelt von Wäldern, Québécois-Ortschaften und Blaubeerfelder. Es wird spät, noch 20 km – das schaffen wir! Erschöpft, ausgehungert kommen wir an unserem Auto an. Wir sind um ein Abenteuer reicher, sowie die Erkenntnis, dass wir 120 km mit jeweils 10 kg Gepäck an einem Tag fahren können. Wir müssen es nicht sobald wiederholen ;)

 

In der Sonne entspannen, Sonnenblumenkerne knacken und lesen, dass ist der Plan für den Folgetag.

The post Radtour um Saint-Jean first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/radtour-um-saint-jean-2/feed/ 0 1413
Südwärts: Cap-de-Bon-Désir https://inthenature.de/suedwaerts-zum-cap-de-bon-desir/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=suedwaerts-zum-cap-de-bon-desir https://inthenature.de/suedwaerts-zum-cap-de-bon-desir/#respond Thu, 20 Aug 2015 01:10:05 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=1031 Entlang der Küste Quebecs, am Golf von St. Lawrence, geht es südwärts. Manicouagan Die nächsten Strände laden zu einem Besuch…

The post Südwärts: Cap-de-Bon-Désir first appeared on in the nature.

]]>
Entlang der Küste Quebecs, am Golf von St. Lawrence, geht es südwärts.

Manicouagan
Die nächsten Strände laden zu einem Besuch im Naturschutzgebiet ein. Die Vielfalt von acht Ökosystemen besichtigen wir innerhalb von 60 Minuten bei einem Spaziergang durch den Naturpark von Pointe-aux-Outardes: Salzwiesen, Sanddünen, Borealer Wald, Rot-Kiefernwald, Erlenwald, Torfmoor, Flachküste und Sand Battures – das kann ich nicht übersetzen. Der Park nimmt die gesamte Westspitze der Halbinsel Manicouagan ein. Die Sonne scheint, wir entschließen uns zu einer Fahrrad-Tour um den Zipfel.

 

Papinachois

 

Baie-Laval

 

Cap-de-Bon-Désir
Am nächsten Tag ist es bewölkt. Am Morgen beobachten wir am Cap-de-Bon-Désir: Wale! Die Mündung des St. Lorenz Flusses verbindet Frischwasser aus dem Fluss und Salzwasser aus dem Golf. Dieses Merkmal der Flussmündung kreiert eine reiche Umgebung mit vielfältigen Lebensformen. Auf dem Felsen Cap-de-Bon-Désir lassen sich 13 verschiedene Arten von Walen beobachten. Alle fünf Minuten sichten wir einen Wal in einer Entfernung von 20 bis 30 Metern, sprich die riesigen Geschöpfe sind zum Greifen nahe. Wir beobachten Zwergwale – eine Maximallänge von 6,8 (Weibchen) bis 7,8 Meter (Männchen), Grauhaar-Seehunde und Schweinswale – durchschnittlich 1,40 Meter (Männchen) bzw. 1,52 Meter (Weibchen) lang.
Dieser Ort bietet nicht nur eine natürliche Plattform zum Beobachten von Meeressäugetieren, sondern auch Dozenten, die tapfer bei allen Wetterbedingungen auf dem Felsen stehen um Fragen zu beantworten. Wir erfahren wieso sich die Wale hier sammeln – Futter, und welcher Wal sich zur Zeit blicken lässt. Der Ort an dem sich die Wale zeigen! Auch die bedrohten Belugas sowie das größten Lebewesen auf unserem Planeten, der Blauwal, lassen sich hier manchmal beobachten.
Als der Regen uns einholt, geht es in das Park Kanada Marina Interpretationszentrum. Hier lernen wir etwas über den Fischfang in der Gegend seit der Bevölkerung Kanadas, den Fjord von Saguenay – das wird unser nächstes Ziel! sowie die Unterwasserwelt. Täglich tauchen die Mitglieder des Zentrums in die Tiefen des Flusses mit Kameras ausgestattet, sodass Besucher im Kinosaal des Zentrums den Tauchgang live miterleben können – überraschend die Artenvielfalt. Wir quatschen mit Mitgliedern des Tauchteams, die genießen die Möglichkeit auf einen solchen Arbeitsplatz. Es ist kalt, aber dagegen gibt es die richtige Ausrüstung. Die zierliche Taucherin erzählt uns, dass sie sich vollausgestattet für den Tauchgang außerhalb des Wassers nicht bewegen kann. Meine Anfrage bzgl. eines gemeinsamen Tauchgangs wird abgelehnt, da eine zusätzliche Tauchlizenz für den St. Lawrence Fluss notwendig ist.

 

The post Südwärts: Cap-de-Bon-Désir first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/suedwaerts-zum-cap-de-bon-desir/feed/ 0 1031
Bonavista Halbinsel https://inthenature.de/bonavista-halbinsel/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=bonavista-halbinsel https://inthenature.de/bonavista-halbinsel/#comments Mon, 13 Jul 2015 17:32:49 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=548 Die Reise über die Bonavista Halbinsel war traumhaft! Wieso? Ihr könnt es euch sicherlich denken. Es gab nicht nur schöne…

The post Bonavista Halbinsel first appeared on in the nature.

]]>
Die Reise über die Bonavista Halbinsel war traumhaft! Wieso? Ihr könnt es euch sicherlich denken. Es gab nicht nur schöne Wanderwege mit wundervollen Aussichten, auch haben wir wieder tolle Menschen getroffen die uns herzlich in ihrem Heim willkommen geheißen haben! Wir lassen diesmal die Bilder für uns sprechen … .

 

 

 

 

 

 

Elliston bekannt als Gefrierkeller-Hauptstadt.

 

Auf dem Weg zwischen Elliston und Bonavista:

 

 

Eine Stadt, die sich aus einer Union der Fischer gründete.

 

Nicht unerwähnt sollen jedoch die zwei warmen Abende bleiben, als wir zum Essen, Duschen und Wäsche waschen aufgenommen wurden. Solche Abende werden uns in Erinnerung bleiben. Wir wollen genauso herzlich zu all unseren Bekanntschaften sein. Danke an Aletha, Eileen, Linda für den gemeinsamen Abend mit schmackhaften Desserts, Gale für das Geschenk: Elchfleisch, Cheryl und Brian für die erholsame Nacht und die selbst gemachten Köstlichkeiten!

 

Anschließend noch ein Dankeschön an John Norman: Für die persönliche Tour. Wir finden es ist ein gelungenes Projekt. Seine Firma kauft und restauriert Häuser. Die Bonavista-Häuser stammen aus 1880 bis 1910. Damals war Bonavista die zweit größte Stadt Neufundlands und die Fischersfamilien wohlhabend. Er und seine Mitarbeiter, Ruth aus Deutschland, bei der wir zum Kaffee trinken waren, beleben die einst florierende Stadt wieder. Damit erhalten sie handgefertigte, einmalig gestaltete Wohnflächen. Der Beginn einer Reise. Vor kurzem haben sie die ehmalige Holzschmiede und Gläserei restauriert, sodass in dieser die alte Fenstertradition wieder auferlebt. Übrigens suchen sie jemanden, der in einem der Häuser eine Mini-Brauerei eröffnet? Die aufgearbeiteten Grundstücke werden wiederverkauft, eingeplant für Kunst-Workshops, Galerien, und, und, und … .

 

Weiter geht es …

The post Bonavista Halbinsel first appeared on in the nature.

]]>
https://inthenature.de/bonavista-halbinsel/feed/ 2 548