Wandern | in the nature https://inthenature.de Reiseblog + Wandern mit Hund + Ökologischen Fußabdruck reduzieren Thu, 05 Sep 2019 10:36:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.18 https://inthenature.de/wp-content/uploads/2018/07/cropped-180715_INTNA_LOGO_01_BLACK_TRANS-32x32.png Wandern | in the nature https://inthenature.de 32 32 116258601 Wandern an der Mosel https://inthenature.de/wandern-an-der-mosel/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wandern-an-der-mosel https://inthenature.de/wandern-an-der-mosel/#respond Sat, 20 Apr 2019 19:39:42 +0000 http://inthenature.de/?p=6733 Ein Wanderausflug an die Mosel wird die Geschmäcker vieler Freizeitsuchender erfüllen, speziell in der goldenen Herbstzeit. Ob romantische Wanderlandschaften entlang…

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Ein Wanderausflug an die Mosel wird die Geschmäcker vieler Freizeitsuchender erfüllen, speziell in der goldenen Herbstzeit. Ob romantische Wanderlandschaften entlang der schiefer bedeckten Weinberge, über geschwungene Pfade durch dichte Wälder oder ob ruhige Genusswanderwege am Rhein, vorbei an mittelalterlichen Burgen und durch historische Städtchen mit gut erhaltenen Fachwerkshäusern. Eines ist klar, zusammen mit den besonderen kulinarischen Spezialitäten der Region, zu denen nicht nur der bekannte Riesling Wein gehört, werden die Wünsche der Besucher erfüllt.

Mit 365 Kilometern von Perl beim „Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg“ verläuft der Moselsteig, einer der längsten Fernwanderwege in Rheinland-Pfalz. Aufgeteilt in 24 Etappen geht es über Trier, Cochem bis nach Koblenz zur Mündung von Rhein und Mosel.

Weinkenner werden sicherlich die Zeit zwischen Ende September bis Anfang November schätzen, in welcher die Traubenlese stattfindet. Während zunächst die frühreifen Rebsorten von Ortega bis Müller-Thurgau gelesen werden, folgen im Anschluss der Elbling und die Burgundersorten. Die Riesling-Ernte in den Steillagen beginnt meist Mitte Oktober und bietet ein einzigartiges Schauspiel an Farben der saftig grünen Weinreben im Kontrast zu den bunten Herbstfarben des Waldes.

Obwohl die Wanderrouten, welche als Traumpfade, Traumpfädche oder Seitensprung bezeichnet werden besonders gut ausgeschildert sind, empfiehlt es sich durchaus den Genuss einer geführten Tour mit begleiteter Weinprobe zu gönnen. Einer dieser Touren bietet der Winzerhof Gietzen auf dem Traumpfad Hatzenporter Laysteig mit dem Titel „Mythos Terrassenmosel“ an. Entlang der schroffen Felsen der Terassenmosel wird die Geschichte dieser Kulturlandschaft erläutert und die Wichtigkeit der Weinbauern näher gebracht. Denn ihnen ist der Erhalt dieser besonderen Landschaft zu verdanken, die seit den 60iger Jahren leider immer weiter zurückgeht, da der Anbau in den Steilhängen für viele Bauern unwirtschaftlich geworden ist.
Zu den tollen Ausblicken von der Rabenley und entlang der Weinberge werden dann zur Stärkung der Sinne verschiedene Rieslingproben gereicht und machen die kleine Wanderung zu einem besonderen Erlebnis. Abrunden sollten Genusswanderer den Tag auf jeden Fall mit den leckeren Mosel-Tapas im Winzerhof Gietzen – hier trifft Tradition auf moderne Küche.

Eine weitere Tourempfehlung führt entlang der 19. Etappe des Moselsteigs von Treis-Karden, über Pommern, Kail bis nach Cohem. Begleitet von einem weiteren kulinarischen Genussfestival der Sinne, beginnt die Wanderung in Treis-Karden und verläuft durch verschlungene Waldpfade hinauf zum Archeologie-Park Martberg. Die hier rekonstruierte keltische Tempelanlage sollte am besten in einer Führung besichtigt werden, um so die spannenden Einblicke in die Geschichte dieses Ortes kennen zu lernen.  Denn schon vor Jahrhunderten pilgerten die Menschen an diesen Ort, um durch Münzopfer für eine bessere Zukunft zu beten. Die Ausgrabungen bestätigen 2.000 Münzen keltischer Prägung, welche man in dem kleinen Museum bestaunen kann. Weitere 10.000 befinden sich in anderer Museen. Die älteste Prägung aus Marseille geht bis auf das Jahr 350 und 300 v. Chr.  zurück.

In großen Schritten geht’s weiter über die Schieferberge nach Pommern und zur Weinverkostung im Weingut Leo Fuchs, einem der renommiertesten Weingüter der Region. Begleitet wird die ausgiebige Weinprobe von römischen Fingerfood des Gasthauses Onkel Otto – eine klare kulinarische Empfehlung!

Von der strahlenden Mittagssonne motiviert, verläuft der weitere Wanderweg durch die grünen Weinberge. Die Aussicht ist ein Genuss für die Augen und selbst ein paar wilde Weintrauben lassen sich am Wegesrand probieren. Der Blick auf den weit geschwungenen Lauf der Mosel zeigt dabei einen herrlichen Kontrast zwischen der Weinlandschaft und des farbigen Herbstwaldes auf beiden Seiten des Flusses.
Mit dem Zwischenziel Kail wird der nächste Abschnitt dieser Genusswanderung erreicht, die Destilliere Vallendar. Wer schon immer einmal die wahre Kunst des Brennens von hochprozentigem erleben wollte, sollte definitiv hier einen Stopp einplanen. Eine Führung durch die Brennerei vom Inhaber persönlich eröffnet spannende Einblicke in die Kunst des Destillierens. Vom Brennkessel samt Beschreibung der Bestandteile eines hier hergestellten Gin, über das Whisky Fass Lager, vorbei an der Obstpresse wieder zurück zum Empfangsraum bekommt jeder die Leidenschaft dieses Handwerks und der Liebe zu hochwertigen Rohstoffen zu spüren. Das Ergebnis dieses Prozesses wird im Anschluss direkt serviert. Fünf Brände und ein Whisky begleitet von passender Schokolade aktivieren alle Geschmacksknospen im Mund.

Zum Ausklang eines langen Wandertages darf in der Region und in diesem Jahresabschnitt natürlich der Zwiebelkuchen und Federweißer im schönen Cochem nicht fehlen. Die imposante Altstadt lädt auf jeden Fall zum Schlendern ein und gehört mit den Fachwerkhäusern zu den beeindruckendsten Städtchen an der Mosel.

Wer nach einer solch langen Genusswanderung durch die kulinarischen Spezialitäten der Region weitere Höhenpunkte abwandern möchte, sollte auf dem 14 km langen Abschnitt zwischen Löf und Kobern-Gondorf einen Besuch auf der Burganlage Thurant einplanen. Die Geschichte der Burg reicht bis in das 12. Jahrhundert und beschreibt die Auseinandersetzungen zwischen den Erzbischoftum Köln und Trier.

Mit den Zahlreichen Möglichkeiten an Wanderrouten, Einkehr- und Unterkünften, ist die Mosel eine tolle Region für kleine Tages wie auch Mehrtageswanderungen.
Die Empfehlung einer Packliste in der Herbstzeit ist folgende:

+ 24 L Tagesrucksack (Terra Peak – Velocity)
+ Wasserabweisende Herbstjacke (Metor)
+ Wanderhose Tajo / Herrmann (Für kalte Tage)
+ Mütze oder Multifunktionstuch
+ Funktionshemd Merton (Maier Sports)
+ Funktions T-Shirt
+ Wanderkarten
+ Mizu Trinkflasche mit Wasserfilter
+ Mini-Geldbörse Tuck (Mule)
+ Brotdose aus Edelstahl (Lunchbuddy / Kivanta)
+ Kamera
+ Snacks

Neu auf dieser Tour hatte ich dieses Mal die geniale Mini-Geldbörse Tuck von Mule. Das kompakte Format ist perfekt für die Brusttasche geeignet und ideal für jede Wandertour. In schönem (Gemüse-gefärbtem) Leder und wasserabweisendem Nylon im inneren zu 100% Handgefertigt in San Diego. Es ist für etwa 7 Kreditkarten ausgelegt, sodass auch noch einige gefaltete Geldscheine platz finden. Besonderes Feature: Es bietet RFID Schutz!
Ich finde es klasse keine ausgebeulte Geldbörse auf Wandertouren mit mir herum zu schleppen!

Ebenso konnte ich endlich den neuen Wasserfilter von Mizu ausprobieren. Integriert in den Schraubverschluss können direkt beim Trinken 99.99% Verunreinigungen aus dem Wasser herausgefiltert werden. Ohne vorher umständlich das Wasser durch einen Filter zu Pumpen! Erstaunt hat mich dabei besonders, das man trotz Filter ganz normal Trinken kann, ohne besonders kräftig zu ziehen. Genial finde ich zudem, dass das Mundstück eingeklappt werden kann und somit wirklich nichts im Rucksack auslaufen kann.
Wer mag, kann zum Trinken alternativ auch einen Silikonstrohhalm nutzen, um Aufrecht aus der Flasche zu trinken.
Zum Filter: Entwickelt von der NASA wird hier eine Nanotechnologie eingesetzt um das Wasser zu filter.

Mit dabei war ebenso meine Brotdose von Lunchbuddy aus Edelstahl, welche wir ausführlich in unserem Testbericht beschrieben haben. Perfekt für kleine oder große Wandertouren lässt sich die Dose je nach Tourlänge oder Appetit in drei Formaten mitnehmen:
1. Nur als Oberschale und Deckel mit 3cm Höhe
2. Nur als Unterschale und Deckel mit 5cm Höhe
3. Kombiniert als Ober- und Unterschale mit einem Gesamt Füllvolumen von 1100 ml / 540 g.

Weitere Wandertipps, Karten, GPX-Tracks und Anregungen für die Tourenplanung gibt es auf den offiziellen Seiten der Region:

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Weinlagenwanderung an der Bergstraße https://inthenature.de/weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse https://inthenature.de/weinlagenwanderung-an-der-bergstrasse/#respond Sun, 20 May 2018 00:09:41 +0000 http://taundma.de/?p=5979 Die Bergstraße bietet von Frühjahr bis Herbst wunderschöne Aussichten entlang der Weinberge. Mehr sogar, die Wanderrouten wie der bekannte Burgensteig,…

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Die Bergstraße bietet von Frühjahr bis Herbst wunderschöne Aussichten entlang der Weinberge. Mehr sogar, die Wanderrouten wie der bekannte Burgensteig, welchen wir teilweise auf dieser Route folgen, führen zwischen Darmstadt und Heidelberg vorbei an 30 Burgen und Ruinen die zu einem Besuch einladen.
Unsere Route verläuft entlang des klassischen Weinlagenwanderwegs, welche besonders am 01. Mai zum jährlichen Weinfest entlang der Bergstraße zahlreiche Wanderer lockt.
Die beste Wanderzeit ist sicherlich ab Ende April, wenn die Weinreben sowie die Wälder mit saftigem Grün die Landschaft erhellen.

Gesamtstrecke: 10.29 km
Maximale Höhe: 231 m
Download file: WeinlagenwanderungZwingenberg-Bensheim1Mai.gpx

Die gemütliche Strecke ist für einen entspanten Wandernachmittag gedacht und bietet bei 10 km einige Aussichtspunkte zum Verweilen.
Die erste Option ist bereits am Aufstieg zum Kirchberg, beim Kirchberghäuschen. Mit toller Aussicht auf Bensheim, die Bergstraße und Richtung Rhein, ist es die perfekte Möglichkeit den lokalen Wein zu testen. Hier gibt es eine große Palette der verschieden Weiß-, Rot- und Roséweine der Region bis hin zu Perlweinen und Sekt.
Besonders gut schmeckt’s aus unseren neuen Wein-Wanderbechern aus Edelstahl von Mizu. Eine perfekte Größe die gut in der Hand liegt und Ideal zum Weingenuss ist, denn der Edelstahl gibt keinen Geschmack ab! Ein Wanderbecher, um endgültig auf Plastik oder zerbrechliches Glas zu verzichten 🙂

 

Der nächste interessante Aussichtspunkt ist das Fürstenlager bei Auerbach. Zur einen Seite gibt es die Aussicht auf das Weinanbaugebiet und zur anderen führt der Weg zu den Herrenhäusern des Fürstenlagers.
Um einen Mineralbrunnen im Zentrum des Auerbacher Fürstenlagers, setzte schon im 18. Jahrhundert ein reger Kurbetrieb ein. Dies führte dazu, das 1790 Landgraf Ludwig X entschied hier seine Sommerresidenz zu errichten.
Heute können sich Besucher im Landgasthof von der regionalen Gastronomie bis zum 7 Gänge Menü verwöhnen lassen oder im umliegenden Park mit einem der ältesten Riesenmammutbäume Deutschlands, die Seele baumeln lassen.

Der weitere Verlauf der Wanderung führt knapp oberhalb von Auerbauch & Zwingenberg im Weinanbaugebiet und endet in der Altstadt von Zwingenberg.
Bei gutem Wetter sollte man hier die Eiscafe Dolomiti nicht missen und den Tag entspannt ausklingen lassen.

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Schneeschuh Tour im Schwarzwald https://inthenature.de/schneeschuh-tour-im-schwarzwald/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schneeschuh-tour-im-schwarzwald https://inthenature.de/schneeschuh-tour-im-schwarzwald/#respond Fri, 02 Mar 2018 14:29:37 +0000 http://taundma.de/?p=5747 Herrlichstes Pulverschnee Wetter lädt zur Schneeschuhwanderung in der Schwarzwald Region Brend / Rohrhardsberg bei Freiburg ein. Die vielen Wanderwege auf…

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Herrlichstes Pulverschnee Wetter lädt zur Schneeschuhwanderung in der Schwarzwald Region Brend / Rohrhardsberg bei Freiburg ein.
Die vielen Wanderwege auf dem 1000 m erhöhten Plato bieten dafür ausreichend Raum, um die in weiß gehüllte, hügelige Waldlandschaft zu bestaunen und die Wasserfälle entlang der Hänge zu erkunden.
Besonders für Ski-Langläufer ist die Region ein Traum. Ein Netz aus 25-50 km gespurten Loipen durchzieht die 1000-1200 Meter hohen Berge (Loipenportal-Schwarzwald).

Für Kylo und mich geht’s heute zu Fuß, bzw. auf Pfoten durch die Schneelandschaft.
Endlich die perfekte Gelegenheit die „Expert“ Schneeschuhe von Inook auszuprobieren. Nach verschiedenen Leih-Schneeschuhen in den vergangenen Jahren, habe ich schon länger darauf gewartet einige der Besonderheiten dieser Schneeschuhe in Aktion zu testen.
Die erste Besonderheit ist die konvexe (nach außen gewölbte) Form, welche den Schnee vom Schuh heruntergleiten lässt. Denn nach den letzten Schneeschuhtouren kam ich jedes mal mit nassen Füßen zurück, da sich der Schnee auf dem Schneeschuh hielt, das gehen erschwerte sowie Stück für Stück meinen Schuh durchnässte. Es war also an der Zeit etwas Neues zu probieren.
Zu der praktischen Form der Schneeschuhe kommen zusätzlich weitere Funktionen hinzu, auf die ich mich gefreut habe: Steighilfen und Krallen!
Die Ski-Tourengeher kennen es bereits und werden ihre Steighilfen nicht missen wollen. Wer nämlich den Berg hinauf möchte, wird um jeden Zentimeter dankbar sein, den der Fuß an Bewegung spart. Mit den Steighilfen bekommt der Fuß eine Art Trittbrett – eine erhöhte Position, sodass sich der Fuß nicht komplett absenken muss, sondern die Kraft früher nutzen kann, um sich wieder für den nächsten Schritt nach oben abzustützen.
Die massiven Krallen haben zudem den Vorteil, das der Schneeschuh selbst im steilen Gelände sicheren halt beim Auf- sowie Abstieg hat. Die Metall Pins auf der Unterseite der Schneeschuhe geben weiteren Halt im Gelände und auf Eis.

Praktischerweise starten wir die Touren vom Naturfreundehaus Brend, welches gleichzeitig das Basislager der nächsten Tage und eine klare Empfehlung zum Übernachten ist! Mit Preisen von 29 Euro pro Person im Doppelzimmer, 23 Euro im Zimmer mit Etagenbad oder 22 Euro im 10er Lager, alles inklusive Frühstück, bietet das Haus den nötigen Komfort für ein entspanntes Wochenende im Schwarzwald. Mehr sogar, der Wirt verwöhnt die Gäste nicht nur mit deftiger Küche aus der Region, sondern kümmert sich liebevoll um das Wohlergehen der Besucher. Danke Ivan, es war genial bei euch!

Zwei Routen sind von hier aus zu empfehlen.
1) Eine längere 20 km Rundtour zum Rohrhardsberg (mit zwei Einkehrmöglichkeiten, wenn man diese Route weiter zum Rohrhardsberg folgt)
2) Eine kürzere 10 km Panoramastrecke an der Bergseite Richtung Simonswald (abgewandelt)

Beide Routen führen durch die idyllische Waldlandschaft des Schwarzwalds. Während Route (1) nahe der Langlauf Loipe (im Sommer ein Wanderweg) im Tiefschnee durch den Wald verläuft, bzw. die Loipe öfter kreuzt, führt die (2) Route entlang einsamer Wanderwege am Berghang sowie zahlreichen Aussichtspunkten.

Schon nach einigen Kilometern bin ich von den Schneeschuhen von Inook begeistert. Mit 1170 g bemerkt man sie kaum im Aufstieg und selbst die Krallen kommen zum Einsatz. Die Steighilfen sind relativ flach, sodass sie beim Rauf gehen nicht stark auffallen. Aus Erfahrung behaupte ich jedoch, dass sie ihren Dienst erfüllen und einem den Aufstieg erheblich erleichtern.

Zum Einkehren bietet sich das Gasthaus zur Schwedenschanze am Rohrhardsberg an. Auf über 1100 Metern ist es das Ziel der Wanderung und bietet einen tollen Ausblick runter ins Tal. Im urigen Gasthaus lässt sich gut eine typisch Schwarzwälder Vesperplatte verspeisen, um anschließend den 10 km Rückweg anzutreten.
Die zweite Option einzukehren ist das 3 Sterne Hotel/Restaurant Kolmenhof an der  Donauquelle. Die reichliche Auswahl an Kuchen sowie regionalen Speisen lässt keine Wünsche offen. Besonders zu empfehlen ist die Forelle, welche direkt vor dem Hotel gezüchtet wird.
Von hier sind es dann etwa 45 Minuten zurück zum Naturfreundehaus Brend.

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Aktivurlaub am Achensee https://inthenature.de/aktivurlaub-am-achensee/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktivurlaub-am-achensee https://inthenature.de/aktivurlaub-am-achensee/#respond Thu, 01 Feb 2018 00:57:40 +0000 http://taundma.de/?p=5682 Kurz hinter den bayrischen Voralpen, nicht weit vom Tegernsee, liegt der größte See Tirols – der Achensee: 11 km lang, 1.3…

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Kurz hinter den bayrischen Voralpen, nicht weit vom Tegernsee, liegt der größte See Tirols – der Achensee: 11 km lang, 1.3 km weit und 133 m tief. Zwischen Karwendel im Westen und dem Rofangebirge im Osten, umschlingen zahlreiche 2000er Gipfel die Region. Ein Bergseepanorama für sich und ein idealer Ausgangspunkt für jegliche Outdoor Aktivitäten!

Wer draußen aktiv sein möchte oder nur die Aussicht genießen will, findet auf der Tourismus-Webseite eine Auswahl an tollen Aktivitäten sowie Aussichtspunkten. Praktisch sind die interaktiven Karten, die verschiedene Routen zu den Aktivitäten wie Wandern, Skipisten, Ski-Langlauf, Ski-Touren und weiteren bereitstellen.

Eine Übersicht der Aktivitäten für den Winter:

Ski Pisten: 3 Berge (Christlum, Rofan, Zwölferkopd), 54 km Piste, 30 beschneit
Ski Touren (Karte): 5 leichte, 4 mittelschwere, 5 schwere Routen
Langlauf: 200 km (40km mechanisch beschneit, 103 km skating Loipen, 114 klassisch, 46 km barrierefrei, 1.5 km Hundeloipen)
Winter Wanderungen (interaktive Karte): 150 km geräumt
Rodeln: 5 beleuchtete Bahnen
Eislaufen/Eisstockstießen: In Achenkirchen, Maurach, Pertisau, Steinberg, Wiesing
Skyglider: Air Rofan
Wellness, Pferdekutschen, Schneeschuh-Wanderungen…

Und im Sommer:
Wandern: 500 km markierte Wege
Radeln: 180 km Radstrecken
Mountainbike: 250 km ausgeschildert
Laufen: 183 km
Golfen: 9 Loch golfckub-achenkirchen. At, 18 Loch golfckub-achensee. At
Klettersteige: 8 Stück
Klettern: 250 Routen
See: Segeln, Surfen, Kitesurfen, Tauchen
Abenteuerpark: Hochseilgarten, slackline, Bogenschießen, Back jump abenteuer-achensee. At
Reiten, Fischen, Paragleiten, Canyoning, Tubing…
Oder einfach Entspannen

Unterkünfte finden sich in allen Preisklassen. 29 verschiedene 4-5 Sterne Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Privatzimmer, Ferienwohnungen oder Camping Plätze.
Zum Übernachten mit Wohlfühlcharakter kann ich jedoch das Naturhotel Alpenblick empfehlen. Euch erwartet das, wofür der Name steht. Inmitten der Natur gelegen genießt ihr sowohl vom Balkon, vom Speisesaal und von dem großen Spa-Bereich einen grandiosen Blick auf das Alpenpanorama sowie den Achensee.
Die traditionelle und persönliche Atmosphäre, des in der 2. Generation als Familienbetrieb geführten Hotels, sorgen für einen besonders entspannten Aufenthalt.
Dazu verhilft unter anderem der große Wellnessbereich im Hotel. Im Sommer kann ein Freischwimmbad mit Liegewiese direkt im Garten genutzt werden, während drinnen eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, ein Solarium und ein Whirlpool auf die Gäste wartet. Zusätzlich können auch Massage und Kräuterbäder reserviert werden.

Mit viel Liebe zum Detail überzeugte mich vor allem das 4 Sterne würdige fünf Gänge Menü. So zaubert die Küche eine abgestimmte Komposition aus Vorspeise, Salat sowie Suppe zum Fisch, Fleisch oder Vegetarischem als Hauptgang, während die Hausherrin mit einer Auswahl an lokalem Schnaps zum Dessert das Essen abrundet. Erstklassig!
Wer danach noch nicht bereit ist auf sein Zimmer zu gehen, darf sich vom Sohnemann an der Bar exzellente Gin Cocktails mixen lassen. Obacht, die Mischung ist wirklich gut 😉

Nach einem üppigen Frühstückbuffet, das keine Wünsche offen lässt, geht’s am frühen Morgen dann auf die Piste. Diese endet übrigens direkt vor dem Hotelparkplatz, praktisch für den Aufstieg mit den Touren-Ski oder die Wanderungen ins Gebirge.
Denn hier beginnt eine der beliebtesten Aufstiege zur Seekarlspitze sowie zur Rofanspitze. Die 14 km und 1400 hm Tour lässt sich je nach Wetter und Kondition gut aufteilen. Entweder kürzt man mit der Gondel ab, welche direkt 200 m unter dem Hotelparkplatz startet und die Tour ab der Mittelstation (Erfurter Hütte, 1886 m) beginnen lässt. Diese mit 9 km und 800 hm Variante bietet die anfängertaugliche Route zum Gipfel.
Wenn das Ziel nicht die 2261 m hohen Seekarlspitze ist, bietet der Aufstieg vom Hotel zur 1886 Meter gelegenen Erfurter Hütte ebenso grandiose Aussichten und ist genauso anfangertauglich.
Der Rückweg verläuft auf dem gleichen Weg über die Talabfahrt.

Alternativ führt eine Route zur Rofanspitze, auf 2256 Meter und über die Ostseite nach Wiesing ins Tal. Für diese Variante sollte man vorher die Schneebedingungen prüfen.

Die Mittelstation kann genauso gut zu Fuß bewandert werden. Vom Hotel aus verläuft der Wanderweg an der Talabfahrt und mündet bald darauf im Wald, entlang des Bachlaufs. Drei bis vier Stunden sollte man für den Aufstieg einplanen. Wer Schneeschuhe besitz kann alternativ über die Piste aussteigen und ab der Mittelstation wunderbar durch den Kessel spazieren.

Als glücklicher Teilnehmer des Race-To-Finland von Jack-Wolfskin ging es für mich zusätzlich noch in einem rasanten Ski-Wettkampf auf die Bretter.
Der Wettkampf wurde unter 20 Teilnehmern im Slalom-Rennen, einem Fun-Parkur und einem Quiz ausgetragen. Auf einem ruhigen Hang in dem schönen Örtchen Steinberg am Rofan hatten wir einen eigenen Pistenabschnitt für uns und konnten so richtig Dampf machen.
Ein perfekt organisierte Veranstaltung, mit lecker Essen, super Stimmung und einer genialen Ski-Outfit bestehend aus: EXOLIGHT 3IN1 Jacke, EXOLIGHT Ski-Hosen, HYDROPORE HALF ZIP Oberteil sowie weiteren Extras 🙂
DANKE Jack-Wolfskin! Mit der innovative Füllung „DOWNFIBER“ (eine Mischung aus wasserabweisender Daune und pflegeleichter Kunstfaser) bleibt es warm auf der Piste und trotzdem kann die Innenjacke mal nass werden. Mit der TEXAPORE Technologie ist zudem das Außenmaterial wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv, elastisch und sehr robust. Mehr kann man von einem Ski-Outfit nicht verlangen. Ok, tolle Features wie Innentaschen, Belüftungsreißverschlüsse, Schneefang, Brillentuch und sogar ein RECCO-Chip zur Lawinenortung hat das Outfit ebenso integriert!

Tipp für den Rückweg:
Wer nach dem aktiven Wochenende zurückfährt und vorher noch ein Restaurant zum Einkehren sucht, dem empfehle ich im „Bergkristall„, Achensee Str 100, halt zu machen. Deftiges Tiroler Essen, guter Fisch, und ein toller Blick auf den Achensee und das Karwendelgebirge.

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Guatemala ganz Nah – Dein Touren-Rucksack https://inthenature.de/guatemala-ganz-nah-dein-touren-rucksack/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=guatemala-ganz-nah-dein-touren-rucksack https://inthenature.de/guatemala-ganz-nah-dein-touren-rucksack/#comments Sun, 12 Nov 2017 11:23:29 +0000 http://taundma.de/?p=5448 Nach 1,5 Jahren durch Kanada, ging es die letzten 7 Monate unserer Tour nach Mittelamerika. Von der Pazifikküste Mexikos, quer…

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Nach 1,5 Jahren durch Kanada, ging es die letzten 7 Monate unserer Tour nach Mittelamerika. Von der Pazifikküste Mexikos, quer rüber bis nach Kuba, und wieder zurück auf das Festland um weiter in den Süden durch Guatemala, Belize, El Salvador, Nicaragua, Honduras und auf die Karibik Inseln zu reisen.
In den 40 Liter Rucksäcken hatten wir das Nötigste. Souvenirs einkaufen geht einfach nicht. Nur wenige Schätze haben wir uns erlaubt nach Hause mitzunehmen. Die meisten haben wir uns am Schluss der Reise gekauft. Deswegen sammelten wir am liebsten Erinnerungen und Erfahrungen.

Wir haben die unglaublichsten Naturspektakel gesehen, sind auf Vulkane geklettert, haben uns Wasserfälle hinuntergestürzt, über Flüsse, durch Dschungel sowie Steppen gewandert und unzählige Kilometer zurückgelegt. Den alten Rucksack mussten wir dabei mehrmals nähen. Zuerst platzten die Nähte links, dann rechts, dann wieder links …

 

Die Reise und besonders die Lebensweise der Menschen in den Ländern hat uns in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Es war beispielsweise die Gastfreundlichkeit, mit uns zu Teilen oder uns das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Wir haben unsere Rucksäcke den unterschiedlichsten Leuten anvertraut, wenn wir nicht alles mitschleppen wollten. Sei es am Kassenhäuschen im Bahnhof oder einer Verkäuferin auf dem Markt.
Beeindruckt haben uns genauso die farbenfrohen Röcke der Einheimischen sowie die Handwerksarbeiten auf den Märkten. Denn in keinem der bereisten Länder war die Vielfalt der Trachten größer als in der Maya-Region. Angefangen im südlichen Teil von Mexiko über Guatemala und bis an die Grenze zu Honduras und El Salvador.
Gerne hätten wir diesen tollen Arbeit eingepackt, der Platz im Rucksack reichte jedoch einfach nicht aus.

 

Zu Hause angekommen begann die Suche nach einem neuen Rucksack. Glücklicherweise sind wir beim Schlendern auf der Outdoormesse in Friedrichshafen auf Ethnotek gestoßen. Die farbenfrohen Rucksäcke sind uns direkt ins Auge gesprungen. Die ersten Gedanken waren: Die Muster kennen wir doch! Tatsächlich, unter den Handgestickten Materialien aus Indien, Vietnam, Indonesien, Ghana sind auch die gleichen Farbmuster aus Guatemala dabei!
Während wir die tollen Muster der unterschiedlichen Rucksackfronten durchforsten, laufen vor dem inneren Auge die Bilder der Reise durch den Kopf.
Schnell ist unser Lieblingsmuster ausgemacht: Guatemala 1
Das Geniale an den Rucksackfronten ist, sie sind austauschbar!

Ethnotek deckt mit ihrer Auswahl an Rucksäcken die meistgefragten Größen ab: Raja 46 Liter Langzeit Reisevariante (mehr würde ich auch ungern mit mir herumschleppen wollen), 30 Liter für eine Mehrtagestour und Premji 20 Liter Tagesrucksack.
Daneben hat Ethnotek noch verschiedene Umhängetaschen sowie Aufbewahrungstaschen und Geldbörsen im Sortiment, aber dazu in einem späteren Beitrag mehr, seid gespannt!

Wir haben uns für den Raja Reiserucksack 46 Liter entschieden, genau das, was wir auf unseren Touren immer benötigen. Die Rucksäcke sind jedoch für mehr als nur das Reisen ausgelegt.
Mit einem praktischen Fach für einen 15 Zoll Laptop, separatem Seitenfach für Kleinigkeiten und einem seitlichen Schnellzugriff auf das Hauptfach ist der Rucksack genauso für den täglichen Gebrauch konzipiert.

 

Neben der angenehme Rückenpolsterung ist uns genauso die robuste Verarbeitung positiv aufgefallen. Einzigartig macht den Rucksack die handgearbeitete Rucksackfront, das jeden Rucksack zu einem Unikat macht!
Seitdem ich den Rucksack zur Arbeit trage, steigt jedes Mal das Reisefieber und weckt die Erinnerungen an die farbenfrohen Kleider der Menschen in Guatemala.

Einfach schön ein Stück davon jetzt immer dabei zu haben und zusätzlich das Kunsthandwerk vor Ort zu unterstützen – genial wie wir finden. Wie Ethnotek das Kunsthandwerk fördert, könnt ihr hier nachlesen!

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Wandern über belgische Sanddünen https://inthenature.de/sandduenen-an-der-belgischfranzoesischen-grenze-%f0%9f%90%be/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sandduenen-an-der-belgischfranzoesischen-grenze-%25f0%259f%2590%25be https://inthenature.de/sandduenen-an-der-belgischfranzoesischen-grenze-%f0%9f%90%be/#respond Sun, 22 Oct 2017 16:43:33 +0000 http://taundma.de/?p=5381 Die belgische Küste ist vergleichsweise kurz, nur knappe 76 km von Knokke-Heist im Osten bis nach De Panne im Westen bleibt den Strandurlaubern…

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Die belgische Küste ist vergleichsweise kurz, nur knappe 76 km von Knokke-Heist im Osten bis nach De Panne im Westen bleibt den Strandurlaubern zur Erholung. Umso beliebter ist natürlich das kostbare Stückchen Erde. Strandpromenaden, Hotelanlagen und Städte reihen sich oft aneinander.
Ausnahmen gibt es und einer dieser Orte ist das Nature Reserve of Westhoek bei De Panne, an der Grenze zu Frankreich. Von den etwa 15 km Wanderwegenetz (Karte) bietet ein grandioser 6 km Rundweg durch verschiedenen Vegetationszonen der Dünenlandschaft genügend Auslauf für Zwei- sowie Vierbeiner.

Für Hunde gilt es lediglich folgendes zu beachten (Hunde-Informationsblatt De Panne):

1) Freilauf ohne Leine ist im Strandabschnitt 1 (siehe Karte) nur vom 30.09 – 01.06 erlaubt, im Sommer nur mit Leine
2) „Leinenpflicht“ gilt im Naturschutzgebiet und im Strandabschnitt 2 (Hotelanlagen)
3) Hundeverbot im Strandabschnitt 2 vom 01.04 – 30.09

Der Besuch im Oktober ist demnach perfekt. Und trotz der Leinenpflicht im Naturschutzgebiet haben die Parkwächter auf ihrem Kontrollgang nicht beanstandet Kylo anzuleinen – sehr angenehm. Damit konnte jeder diese große Spielwiese vollkommen frei erkundschaften! Einzig beim Durchgang durch den Bereich der Konik Wildpferde und Hochlandrinder ist offiziell Hundeverbot. Jedoch störte es glücklicherweise die Parkwächter nicht, das wir hier angeleint trotzdem durchgelaufen sind.

Das Reservat erstreckt über 340 Hektar und bietet mit mehreren Aussichtspunkten einen tollen Blick auf die Wanderdünen, Kalksümpfe, grasbedeckten Dünenhänge und natürlich das weite Meer. Die wechselnden Farben der Dünen von gelb zu grau lassen das Gefühl von einer Abenteuerwanderung durch die Sahara aufkommen.

Mit stellenweise kühlen Brisen vom Meer ist eine Winddichte Jacke von Vorteil.
Für die Herbst/Frühjahr Session habe ich mir die MOUNTAIN PASS MEN von Jack Wolfskin zugelegt. Endlich wieder eine super leichte (370 g), sehr robust 3 Lagen-Regenjacke mit hohem Regenschutz (20 000 mm Wassersäule) und extrem atmungsaktivem Außenmaterial. Dank der kompakten Form kommt die Jacke auf jede Tour mit!
Einzig das Baden im 16 Grad kaltem Meer stellt sich als Mutprobe heraus, außer man hat einen Neoprenanzug dabei 🙂

Auf dem Hin- oder Rückweg von De Panne empfiehlt es sich zudem die schön erhaltene Altstadt von Brügge zu besuchen. Touristisch gut erschlossen bemerkt man besonders an warmen Tagen die Beliebtheit der Stadt.
Zwei Stunden genügen, um einen ersten Eindruck für die Stadt zu bekommen. Inklusive Eisessen, Bier & Kaffee trinken sowie Schokolade kaufen.
Hier ein paar Impressionen der Stadt und nicht vergessen den Film „Brügge sehen… und sterben?“ mit Colin Farrell anschauen!

 

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Westlich der Rocky Mountains https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=westlich-der-rocky-mountains https://inthenature.de/westlich-der-rocky-mountains/#respond Wed, 18 Oct 2017 22:22:18 +0000 http://taundma.de/?p=4576 Nach den Wochen voller Wanderungen, unzähligen Eindrücken gigantischer Bergkulissen und azurblauen Seen, konnten wir uns nur schwer von den Rocky…

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Nach den Wochen voller Wanderungen, unzähligen Eindrücken gigantischer Bergkulissen und azurblauen Seen, konnten wir uns nur schwer von den Rocky Mountains trennen, um weiter Richtung Vancouver zu fahren. Doch gibt es vor unserem Abflug nach Mexiko sowie auf dem Weg nach Vancouver noch viel zu entdecken!
Ein Jahr ist diese Reise nun her, jetzt vervollständigen wir den Reisebericht zu unserer Route quer durch ganz Kanada.

Von Jasper nehmen wir den Yellowhead-Highway Nr. 16 (benannt nach dem Trapper Tête Jaune, welcher der Nation der Irokesen angehörte) und fahren über die kürzere nord- westliche Route Richtung Kamloops.
Entlang des Fraser River und vorbei am Yallowhead See sowie Moose See gibt es genügend Gelegenheiten eine entspannte Pause inmitten der Natur zu machen. Während am Yallowhead See ein Camping Platz eine gute Möglichkeit bietet Wasser aufzutanken oder sich frisch zu machen (Betonung auf frisch! Denn das Wasser ist eiskalt), bietet der Moose See eine herrliche Aussicht auf den See sowie das Tal, perfekt für eine Mittagspause!

Entlang der Strecke sind zudem einige kleinere Wasserfälle und Stromschnellen ausgeschildert, die dazu einladen sich die Beine zu vertreten. Wir nutzen diesen alle paar Stunden.
Ein Highlight entlang des Highways ist definitiv der Mount Robson Provincial Park. Mit 3954 Metern ist es der höchste Berg in den kanadischen Rocky Mountains. Es gibt mehrere Wanderwege am Berghang, jedoch gilt der Aufstieg zum Gipfel durch das unbeständige Wetter und anspruchsvolle Gelände als äußerst schwierig. Nur 10% der Bergsteiger schaffen es nach oben.
Der Anblick des Berges allein versetzt uns ins Staunen. Die Wanderungen in den Rocky Mountains sitzen uns jedoch noch in den Knochen, weswegen wir auf die Besteigung verzichten.

Abseits des Icefield Parkway Highway geht es von hier stetig ins Tal, was unserem Van mehr als gut tut. Begleitet von der grandiosen Gebirgskulisse der Rocky Mountains nehmen wir noch jede Möglichkeit wahr schwimmen zu gehen, denn nach dem Mount Robson sind erstaunlicherweise viele Seen warm! Anders als in den Rockys, wo das Wasser aus den eiskalten Gletschern abfließt, kommt auf der westlichen Seite das Wasser oft aus unterirdischen Quellen, ist Glasklar und angenehm temperiert.

Direkt am Highway 5 Richtung Süden sind die Seen in Blue River (Eleanor Lake) und Clearwater (Dutch Lake) zum Schwimmen sehr zu empfehlen! Die kleinen Seen bieten mit ihrer Idylle viel Charme und ein Plätzchen zum Übernachten findet sich hier ebenso 🙂
Wer vom Wandern nicht genug hat, sollte den Wells Gray Provincial Park bei Clearwater einen Besuch abstattet. Nur wenige Kilometer vom Highway entfernt, lockt der Park mit seinem gigantischen Wasserfall!
Wer eine andere Art der Abkühlung sucht, kann weiter südlich im Thomas River in Kamloops eine Pause einlegen. Die Strömung macht den Fluss zum tubing flussabwärts attraktiv. Das probieren wir natürlich aus!

Dank unserer Freunde aus Nova Scotia besuchen wir ihre Bekannten, die uns herzlich aufnehmen – Freunde finden auf Kanadisch. Danke Jyelle, es war so cool mit dir und deiner Familie am Fluss abzuhängen, Tennis zu spielen und wandern zu gehen! Das sind die Momente einer Reise, die einem zeigen, wie toll Menschen sind und man genauso positiv zu neuem sein möchte.
Für einen kurzen Besuch in der Stadt können wir den Peterson Creek Park mit verschiedenen Wanderwegen empfehlen. Folgt ihr dem Weg Nr. 8 entlang des Flusses, gelangt ihr bald zu einem kleinen Wasserfall. Von dort können geübte rechts (ostwärts) über die Felsen zum Wanderweg Nr. 13 hinaufklettern und wieder zurückwandern, oder auf der anderen Seite dem Flussverlauf weiter folgen. Die Aussicht auf die Stadt und die dahinterliegenden Berge ist sehenswert.
Von hier geht es über das Okanagen Valley mit großen Schritten Richtung Vancouver!

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Okanagan Valley https://inthenature.de/okanagan-valley/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=okanagan-valley https://inthenature.de/okanagan-valley/#comments Fri, 22 Sep 2017 19:54:18 +0000 http://taundma.de/?p=5345 Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte-…

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Wer die Zeit hat, sollte zwischen Vancouver und den Rocky Mountains den Schlenker über das Okanagan Valley machen, das Früchte- und Gemüse-Paradies Kanadas. Inmitten dieses Tals ist die Temperatur um einige Grad höher und ermöglicht den extrem guten Wachstum von Obst und Gemüse, ähnlich wie in Spanien. Hier könnt ihr euch eindecken mit Unmengen leckerer, preiswerter und organischer Früchte oder anderer Leckereien wie eingelegten Knoblauch …
Zudem sind die Seen in diesem Tal super warm, so lohnt sich jeder Ausflug an die anliegenden Gewässer.

Die Highlights der Strecke in Stichpunkte:
Schwimmen in Nicola Lake, Douglas Lake sowie Okanagan Lake.
Wandern im Cathedral Provincial Park und Manning Park.
Radtour entlang des Kettle Valley Railway Trail.

Für unsere Strecke ins Okanagan Valley wählen wir (von Kamloops kommend) den alten sowie ruhigeren Highway Nr 5a Richtung Meritt und weiter zum Douglas See. Abseits der viel befahrenen Straßen hält dieser Ort eine gemütliche Recreation Area bereit, umringt von bewaldeten Hügeln und einen wunderschönen See zum schwimmen! Die kostenlosen Campingplätze laden zum verweilen ein. Mitte August haben wir hier nur noch ein anderes pärchen gesehen.
Wer das gute Wetter ausnutzen möchte, kann außerdem unterwegs am Nicola See halt machen und direkt von der Straße aus ins Wasser hüpfen – gedacht getan 🙂
Ein Camping Platz in der Nähe bietet zudem eine alternative Schlafmöglichkeit, wir fahren aber weiter.

Die Route ins Okanagan Valley führt uns noch einmal durch die umliegenden Berge. Eine auf und ab Fahrt durch recht trockenes Gelände. Im Tal angekommen ist der erste Halt in Peachland, einem kleinen Örtchen am Okanagan See. Gefühlt das wärmste Wasser im Westen Kanadas. Bei leichtem Wellengang planschen wir eine Weile bevor wir begleitet von Sonnenstrahlen weiter Richtung Penticton fahren. Unterwegs sehen wir zahlreiche Obststände bis wir ebenso an einem halt machen und uns mit frischen Leckereien eindecken. Mmhh Pfirsich!
Nach einer Nacht in Penticton ziehen wir weiter, die Stadt ist uns zu touristisch. Wer hier länger bleiben möchte, kann sich an den schönen Strand legen oder mit einem Gummireifen vom Okanagan See Kanal abwärts zum Skaha See treiben lassen (Preis $20, Rücktransport inklusive).

Unser Tagesziel ist Keremeos, ein winziges Örtchen mit über 20 Obst und Gemüse Ständen!
Durch Zufall lernen wir beim Baden im eiskalten Fluss am Ortsanfang die Teilhaberin eines Obst-Standes kennen und bekommen das Angebot für den Mindestlohn Teil der Produktion von eingelegten Knoblauch zu werden. Diese Erfahrung lassen wir uns nicht entgehen 😉
In Keremeos, beim Gemüsestand Patson, haben wir 2 Tage lang super leckeren Knoblauch in Gläser gestopft. Wir können jedem nur empfehlen hier halt zu machen und etwas davon zu probieren. Falls ihr sogar selbst Arbeit sucht und Mitarbeiten wollt, schreibt uns eine Email und wir stellen den Kontakt her. Allgemein werden immer helfende Hände in dieser Region gesucht.

Wer die Natur liebt und die Zeit hat, sollte von Keremeos unbedingt zu den Cathedral Seen raus fahren. Dazu nehmt ihr kurz hinter Keremeos (links über die rote Brücke) die Schotterpiste (Ashnola Road – Richtung Südwesten. Auf der etwas längeren, abgelegenen Strecke zum Park gibt es einige recreation areas direkt am Fluss, auf denen das Übernachten kostenlos ist. Da lässt sich die Ruhe der Natur genießen. Zum Park ist es dann nicht mehr weit, welcher mit seinen Wanderwegen tolle Aussichten verspricht.

Als alternative zum durchrauschen auf dem Highway bietet der Weg Richtung Vancouver eine interessante Fahrrad Route. Denn wer den Spuren der Goldgräber entlang der alten Eisenbahntrasse folgen möchte, der sollte auf den Kettle Valley Railway trail. Die rund 750 Kilometer lange Radtour von Nelson, in den Rocky Mountains, führt durch das Okanagan Valley bis nach Hope, das etwa eine Stunde östlich von Vancouver liegt und zusätzliche Schätze birgt, dazu jedoch später mehr.
Die Strecke ist gespickt mit zahllosen Tunnel- und Brückendurchfahrten und bietet durch die vielen kleineren Ortschaften einen reizvollen Einblick in vergangene Tage. Entlang der Flüsse Simikameen, Tulameen, Colwater und Coquilhalla gibt es zudem jede Menge Gelegenheiten für eine Rast am Wasser. Spektakulär sind außerdem die Aussichten vom Myra-Canyon sowie entlang der Coquihalla-Schlucht, die durch die vier Othello-Tunnel führt.
Die meisten Tunnel sind beleuchtet, es empfiehlt sich trotzdem Licht mit dabei zu haben, z.b. für den längste Tunnel auf der Strecke, welcher 1km lang ist.
Bei gutem Wetter ist der Weg leicht befahrbar, jedoch können Regen oder Überschwemmung aus dem überwiegenden Schotterweg die fahrt erschweren, da zudem einige Passagen sanding oder verwurzelt sind. Wir empfehlen mindestens ein Cross oder Mountainbike für die Tour.

Die nächste empfehlenswert Option ein paar Tage in der Natur zu verbringen ist der Manning Park.
Zwei Wanderungen sind besonders populär, der Lightning lake trail um den See herum sowie der Heather tail auf dem Rücken der 2000 Meter Berge mit alpinen Aussichten, sowie Blumen. Wir entscheiden uns für das letztere und erfreuen uns an der Landschaft sowie der herrlichen Panoramaaussicht. Besonders im Sommer blühen hier schöne Alpenblumen auf den vielen Berghängen.

Wer eine Nacht bleiben möchte, kann hier zelten oder sich ein Zimmer im Hotel nehmen. Dieses bietet einen kleinen Pool mit Whirlpool und zwei Saunas an. Wir haben das mal für euch vor getestet und können sagen, ja, den Whirlpool kann man mitnehmen. Übernachtet haben wir jedoch auf der schönen Copper Creek Recreation Site, nur ein paar Kilomter außerhalb vom Park, das war kostengünstiger und ruher 🙂

Für alle Rambo Kenner ist ein Stopp in der kleinen Stadt Hope obligatorisch. Genau hier wurden die Szenen für den ersten Rambo Film gedreht. Fans erkennen sicherlich einige Gebäude wieder und können am Stadtrand ein Foto mit ihrem Helden knipsen.
Von hier ist es dann noch 1 Stunde nach Vancouver …

Over and out.

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Tropen in Kanada? Juan de Fuca Weg! https://inthenature.de/tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg https://inthenature.de/tropen-in-kanada-juan-de-fuca-weg/#respond Tue, 25 Jul 2017 15:40:46 +0000 http://taundma.de/?p=5170 Auf dem Juan de Fuca Wanderweg auf Vancouver Island – definitiv ein Wanderpfad, den ich nochmal bewandern würde. Zum Glück…

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Auf dem Juan de Fuca Wanderweg auf Vancouver Island – definitiv ein Wanderpfad, den ich nochmal bewandern würde. Zum Glück hat man uns den Empfohlen. Wir haben mit dem West Coast Trail geliebäugelt, bis uns Mike Blake (ein Wanderführer aus Vancouver Island, welchen wir in den Rocky Mountains getroffen haben) daran erinnerte, das der Juan de Fuca genauso schön ist, nicht so überlaufen und man keine Voranmeldung benötigt, um wie bei dem West Coast Trail die teure Wanderlizenz erwerben muss. Das hört sich plausibel genug an, um uns dafür zu entscheiden.

Wandern auf dem Juan de Fuca Weg
Das Nr. 1 To Do auf unserer Liste war der Besuch des Juan de Fuca Provincial Park und Sombrio Beach, um hier zu wandern. Der befindet sich auf der Westküste von Vancouver Island, ungefähr eine Stunde vom Örtchen Sooke entfernt. 47 km lang ist der Juan de Fuca Marine Wanderweg. Er ist die südliche Verlängerung des weltbekannten West Coast Trails.

British Columbia ist bekannt für die einzigartige Natur, aber diese spektakuläre Landschaft, aus Regenwald und felsiger Pazifikküste habe ich nicht erwartet. Außerdem hat der Wanderweg einige herausfordernde Teile, steile Sektionen und hat uns eingenommen.

Wir waren drei Tage unterwegs. Es lässt sich von beiden Seiten, der China Beach wie auch von Botanical Garden starten. Unser Auto haben wir bei China Beach geparkt und sind über Hügel zur Botanical Beach mit dem Fahrrad gefahren, damit wir zurück zum Auto wandern konnten. Es gibt hier auch organisierte Pick-up Services, welche euch am Ende wieder zum Auto fahren, aber wir haben unsere Bikes und sammeln die später mit dem Auto wieder ein. In den letzten Jahren gab es immer wieder Zwischenfälle, bei denen parkende Autos aufgebrochen wurden. Deswegen gibt es jetzt auf dem Parkplatz der beiden Startpunkte einen Sicherheitsdienst. Zum Parken der Fahrräder empfiehlt uns der Sicherheitsbeamte, diese auf dem Weg im Gebüsch zu verstecken.

Der Wanderweg durchquert unglaublich vielseitige Landschaften und ist das Zuhause von Schwarzbären, Walen, Seehunden, Adlern und Cougars – also alles was man sich erhofft zu sehen, wenn man durch Kanada’s Wildnis wandert.
Durch die nähe zum Meer und des Klimas kann der Wanderweg sehr feucht sein. Hier lohnen sich wasserdichte Überschuhe. Obwohl bei uns seit Tagen die Sonne scheint, sind die Wanderwege stellenweise feucht. Andere berichten davon, dass sie durchgängig knöcheltief im Matsch wanderten. Ich empfehle sich im Touristenbüro in Sooke darüber zu informieren wie das Wetter vorher war, damit besser abzuschätzen ist, in welchem Zustand sich der Wanderweg befindet. Die Touristeninformation liegt direkt auf dem Weg. Wir machen einen kurzen Zwischenhalt und informieren uns über die Bedingungen.

Auf dem Weg zum Payzant Creek
Als wir an der Botanical Beach, dem Ausgangspunkt, mit unseren Bikes ankamen, war es bereits 15 Uhr und zum ersten Campground in Payzant Creek noch 7 Kilometer.

 

Botanical Beach ist als Ort selbst total sehenswert: hunderte von kleinen Pools im Gestein gilt es zu Erforschen. Wir laufen umher, entdecken Seesterne, bunte Anemonen und Korallen. Wir sind erstmal zwei Stunden dort geblieben.

 

An mächtigen Bäume und sattem Grün auf einem mit Baumstämmen gestalteten Wanderweg fühle ich mich wohl. Ich bin durchweg am Staunen über den Regenwald um mich herum, in Kanada?!

 

Als wir nach circa zwei Stunden am Campingplatz ankommen, steht da ein Schwarzbär. „Lass uns lieber auf der anderen Seite übernachten“ lautet das Fazit dieser Begegnung. Der Bär ist gleich weggelaufen. Nur einen pinkfarbenen Haufen hat er hinterlassen – die Bären lieben es Beeren zu naschen. Die Nacht habe ich unruhig geschlafen.

 

Über Hängebrücken zur Chin Beach
Am Morgen ist die Luft feucht. Nach einem Müsli, Müsli, Jam, Jam, Jam-Frühstück geht es weiter in Richtung Sombrio Beach. Nach 11 km machen wir die Füße lang, bräunen uns am Strand. Irgendwo da draußen schwimmen Wale – ich bin mir sicher.

 

Der Weg führte uns heute über drei Hängebrücken. Heute werden wir noch weitere 9 km machen und nächtigen an der Chin Beach. Hier eine Karte zur Übersicht.

 

Es zieht sich zusammen. Die Temperatur fällt auf gefühlte 10° C. Der Wind vom Meer lässt die Zähne schlottern. „Lass uns ein Lagerfeuer machen!“ Überall fliegt am Strand Treibholz umher, das lässt sich wunderbar anzünden – packt euch was zum Grillen ein. Chin Beach ist ein beliebter Campingort. So haben wir heute Abend Gesellschaft am Lagerfeuer. Es wird zunehmend kühler. Die kalte Luft vom Atlantik kann schnell die Temperaturen umschlagen lassen. Ab in den Schlafsack lautet die Devise.

 

Von der Chin Beach nachhause
Am nächsten Morgen stehen 20 km auf dem Tagesplan. Die morgendliche Herausforderung sind Wespennester. Überall auf dem Trail von der Chin Beach bis zur China Beach sind Nester. Wir treffen immer wieder entgegenkommende, die gestochen wurden. Ein paar sind regelrecht in die Nester hineingetreten. Unangenehm. Wir sind gewarnt und halten Ausschau. Außerdem hat sich jemand, der wohl vor uns läuft die Mühe gemacht, diese zu markieren. Somit bleiben uns Stiche erspart.

 

Es klart wieder auf. Die Zwischenstopps an den verschiedenen Stränden kosten Zeit. So kommen wir erst gegen 18 Uhr nach Hause/am Auto an. Eine klasse Wanderung mit vielseitigem Sichten von Tieren und Beeren zum Mampfen gab es auch überall.

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Wir sind wieder unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wir-sind-wieder-unterwegs https://inthenature.de/wir-sind-wieder-unterwegs/#respond Mon, 31 Oct 2016 20:38:22 +0000 http://taundma.de/?p=4885 Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede…

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Guadalajara, Chapala See, Ajijic lauten die Namen der ersten Stopps. In Guadalajara lässt sich durch die Stadt schlendern. Am See gibt es jede Menge Wanderpfade, da ist ein Muss für uns zwei.

Guadalajara
Im 16 Jhd. war die Stadt ein Handelsaußenposten. Dieser Kolonialcharm ist die Grundlage der Stadt die leider nur noch einen kleinen Teil der Stadt ausmacht. Wir schlendern über Blattlaub auf den Boulevards, die gespickt sind mit französischen Barocke-Bauten. Die Stadt wurde in den letzten Jahren von der Kunstszene erobert. Seitdem neu entdeckten Potenzial schießen die Galerien mit dem kontemporären Inhalten in Lafayette aus den Kolonialmensionen.
Lafayette bildet einen Kontrast zum Rest der eher geschäftigen Stadt. Hier lässt sich eine Pause einlegen in einem der angesagten Cafes oder Restaurants. Außerdem können wir in den engen Straßen umherschlendern ohne überfahren zu werden. Entspannt die Atmosphäre aufsaugen des künstlerischen Treibens lautet die Devise in Lafayette. Hier ist es ruhig, die Häuser farbig und ab und an schmückt ein zum Stehenbleiben verleitendes Wandgemälde oder Graffiti die Fassade.

In der zweitgrößten Stadt Mexikos geht es turbulent zu. Die Straßen sind gut gefüllt, an vielen Ecken gibt es kleine flohmarktähnliche Verkäufer, die allerlei gebrauchtes Haushalts-Zeug, Handyhüllen oder Krimskrams anbieten. Ebenso locken erstaunlich viele chinesische Restaurants mit einem All-you-can-eat für 3 Euro, verrückt!

Der historische Stadtkern imponiert mit den Hospicio Cabañas. Der neoklassische Hospice-Komplex ist bekannt für seine Domkapelle mit den 57 Fresken von abgemzelten Indigenas – ein gelungenes Stück mexikanischer Geschichte. Heute ist das Gebäude eine Kunstgallerie.

Der weite Platz vom Institutio cultural de cabañas bis zur Kathedrale, entlang der Fußgängerzone bei Mariachi Musik hat sein ganz Eigenes. Diese endet an den riesigen Markthallen, gefüllt mit Essensständen, Obst sowie Gemüsehändlern und diversen Warenverkäufern.

Der Spaziergang bis zum Kunstmuseum entlang der Statuen von Alejandro Colunga und Springbrunnen ist ein absolut sehenswerter Spaß. Die Weite des großzügig angelegten Plazas in der zweit größten Stadt Mexikos ist ein Genuss.

Übrigens lässt sich in der Nähe des alten Busbahnhofs gut und günstig übernachten.

Chapala See
Das bunte Treiben hält uns jedoch nur einen Tag in der Stadt. Von hier starten wir zum Wanderausflug an den Chapala See.
Für 50 Pesos pro Person ist es mit dem Bus von der alten Busstation im Zentrum etwa 1 Stunde entfernt. Wir steigen in Ajijic aus, einem süßen Dörfchen am Fuß der Berge welche den See umzingeln. In der Ortsmitte führen verschiedene Wanderrouten in die schöne Berglandschaft.
Wir wählen den östlichen Pfad, welcher sich entlang der Wasserfälle hochschlängelt. Von hier genießen wir eine tolle Aussicht auf den See und das weite Bergpanorama. Bis Ende Oktober fließt hier noch reichlich Wasser, danach versickert der Wasserfall zunehmend. Über den Wasserfällen teilt sich der Weg und wir wählen den linken Pfad entlang des Berghangs und durch den Wald, anstatt in der Hitze weiter hinauf zu gehen. An der nächsten Gabelung (1 Stunde später) halten wir uns jedoch rechts, es geht steil Bergauf – wir wollen zum Gipfel. Nach 2 Stunden erreichen dann endlich das Gipfelkreuz. Pause! Aussicht genießen!

Durch die unzureichende Beschilderung des Wanderwegs geht unser Rückweg von hier oben nicht wie geplant über einen weiteren Pfad zurück nach Ajijic, sondern auf die andere Seite der Bergkette, nach Las Trojes. Einem witzigen Örtchen am Ende einer Straße die hier in die Berge führt. Dieser Pfad, auch wenn nicht in unserer geplanten Richtung, ist gut markiert und abgestrampelt – wie alle Pfade soweit in der Region.
Glücklicherweise gibt es von hier einen lokalen Bus der uns zurück zum See, nach Jocostepec bringt.
Die Busfahrt geht durch die Früchte- und Beeren-Landwirtschaftsproduktion der Region. Am der Bushaltestelle bekommen wir sogar von den allerliebsten Menschen einen ganzen Beutel Himbeeren geschenkt, soooo lecker und frisch haben wir Himbeeren noch nie gegessen. Und das dank Tatjanas freundlicher Art die Leute auf Spanisch anzusprechen – der Sprachkurs mit Gabriele hat sich schon gelohnt!

Bevor es dunkel wird wandern wir noch zum See, wo mexikanische Wochentouristen die Grillplätze am See besetzt und lauter Musik die Umgebung beschallen.
Mit der Busfahrt über das Land, der langen Wanderung über die Berge und dem Spaziergang zu See, bekommen wir einen kleinen Eindruck der Umgebung. Der See ist groß, jedoch durch die Verschmutzung nicht zum Schwimmen geeignet. Viele Wasserlilien haben sich hier gebildet. Eine Bootstour macht es möglich den See weiter zu erkunden.
Die Wanderung macht definitiv Lust auf mehr, die Landschaft ist schön grün und dicht bewaldet.
Weitere Wanderwege gibt es auf der andere Seite des Sees, die heben wir uns aber für ein anderes mal auf…

Hasta pronto

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Verschwende Zeit in den Rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verschwende-zeit-in-den-rockies https://inthenature.de/verschwende-zeit-in-den-rockies/#respond Wed, 10 Aug 2016 03:05:21 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4018 Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind…

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Schließe die Augen. Jetzt stell dir Kanada vor, mit all den Bergen, den Seen, dem Schnee, den Gletschern. Und da sind sie, die Rockies und eigentlich nehmen sie nur einen kleinen Teil Kanadas ein. Doch ihre Berühmtheit lockt Jahr um Jahr über vier Millionen Besucher in die Nationalparks. Wir sind zwei davon. Unsere Reise beginnt im Süd-Osten, im Kananaskis Country. Wir entdecken Banff, fahren auf die 93 Richtung Kootney, machen den Rundweg komplett durch die Entdeckungstour in Yoho, bis wir wieder in Banff am Lake Louise landen, um von hier aus in den Norden nach Jasper mit dem Athabasca Gletscher zu fahren. Die Jagd nach der wilden Landschaft der Rockies ist dabei zu Passion geworden. Wir wollen weg von dem Massentourismus im Reisebus. Entdecker zu sein in der Wildnis. Um dann wieder zu schätzen, gemeinsam mit anderen die immensen türkisfarbenen Seen, die gletschergespeisten Flüsse zu entdecken, um bereit zu sein Erlebnisse zu teilen, Sachen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und sich von der Freude anderer anstecken zu lassen.

Kananaskis Country Provincial Park
Noch am Abend fahren wir von Calgary (Alberta) in die Kananaskis Country Region. Nach wochenlanger Aussicht auf flache Felder, versetzen die empor ragenden Berge uns in Sprachlosigkeit. Die Vorfreude auf Morgen und die ersten Wandererlebnisse wächst. Erstmal müssen wir unser Nachtlager aufschlagen. Wir finden am Seebe Dam ein gutes Plätzchen zum Verweilen. Unsere erste Nacht inmitten der Rockies und neben dem Gletscherwasser gespeisten Bow River.

Auf zum Wandern. Am Barrier Lake angekommen, strahlen wir vor Begeisterung über die Aussicht auf den See und machen uns auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Prairie View Serpentinen-Wanderweg führt über mehrere Aussichtspunkte zum Plateau mit einer wow-Aussicht über Kananaskis Country bevor es nach unten geht zum Jewell Pass. Von hier können wir durch den Wald, später am Strand zurückschlendern, um ein wenig zu plantschen im erfrischenden See.

Startpunkt: Barrier Dam Day Use Area 
Länge: 6,6 km + 8 km für Rundweg
Höhenmeter: 421 m
Entdeckerfaktor: 4 von 10

 

Ein kleiner Zwischenstopp am Grassi Lakes Upper Trail ist drin. Dieser Wanderweg bietet zwei Möglichkeiten hoch zu kommen. Die einfache ist auf der rechten Seite und beginnt hinter dem Interpretationsschild mit obligatorischer Bärenverhaltens-Warnung. Wir folgen den Schildern des Interpretationtrails nach oben mit Blick auf die umliegenden Berge. Anschließend nehmen wir den schwierigen, steilen Weg mit Aussicht auf den Wasserfall und Canmore runter.

Startpunkt: Grassi Lakes Day Use Area 
Länge: 3,5 km Rundweg
Höhenmeter: 125 m

Nach einer weiteren Nacht am Seebe Dam fahren wir abseits der Hauptstraße entlang des Bow Valley Parkway in Richtung Canmore. Ein kurzer Wanderweg im Canyon sorgt für einen Zwischenstopp. Durch die enge Schlucht des Grotto Canyon winden wir uns durch bis zu einer Gabelung. Rechts geht es zu einem Wasserfall, links zu Hoodoos und einer Höhle. Unterwegs immer die Augen aufhalten, denn es lassen sich Malereien der Ureinwohner an den Wänden entdecken.

Startpunkt: Grotto Lake Parkplatz
Länge: 4,2 km Rundweg
Höhenmeter: 50 m

Es ist gut was los als wir am See in Canmore ankommen – also die ruhige Alternative zu Banff, wie im 8 Jahre alten Reiseführer beschrieben, ist das nicht mehr. Vom Grassi Lakes Parkplatz beginnen wir unseren Rundweg. Die Wanderung geht am Wasserfall vorbei, hin zu zwei türkisfarbenen Seen und bietet spektakuläre Aussichten auf Ha Ling Peak. Bei jedem Schritt kannst du das Panorama über Canmore genießen, da du nahe der Klippe bleibst. Oben angekommen entscheiden wir uns einen Rundweg daraus zu machen, so wandern wir 200 m entlang des Damms bis zum Riders of Rohan (Bike) Trail (empfehlenswert für Biker) um den steilen Waldweg hinunterzulaufen. Vorsicht, der Einstieg ist etwas versteckt und beginnt erst ab der Gabelung zum ausgeschilderten Ha Ling Peak Trail.

Unten angekommen spazieren wir entlang des Kanals zum Parkplatz und mampfen ein paar Himbeeren.

Startpunkt: Grassi Lakes Parkplatz
Länge: 5 km Rundweg
Höhenmeter: 250 m

Und wenn du schon in Canmore bist. Hier gibt es den letzten großen Supermarkt, also kaufen wir noch schnell ein bevor es in den Nationalpark geht.


Banff Nationalpark
Wir erreichen den ältesten Nationalpark Kanadas, Banff. Im Herbst 1883 während der Bauarbeiten der Pacific Railway fanden drei Arbeiter heiße Quellen. Dies war die Geburtsstunde des Parks. Mit 6.641 m² voller Berge, Gletscher, Wald, Wiesen und Flüssen ist der Park, eines der Nr. 1 Reiseziel weltweit. Sei bereit seine Schönheiten zu teilen.

In Richtung des Minnewanka Sees ist der Wanderweg C-Level Cirque und führt entlang verlassener Minenarbeiterstätten zu massiven von Gletschern geformten Landschaften mit Aussicht über die Cascade Berge bis zum Aussichtspunkt über den Dingen.

Startpunkt: Upper Bankhead day-use area
Länge: 8,4 km Rundweg
Höhenmeter: 455 m

 

Am Minnewanka See schlendern wir entlang der Küste zum Stewart Canyon. Wir machen halt an einem der vielen Strände um unsere Füße bei einem Picknick an dem azurblauen Wasser zu entspannen. Weiter geht es entlang der glatt gewaschenen Felswände bis eine Brücke in Sicht ist. Sie ist gespannt über dem Cascada Fluss der in den Minnewanka See fließt. Von hier haben wir eine spitzen Aussicht auf den Canyon.

Startpunkt: Lake Minnewanka day-use area
Länge: 3 km Hin- und Rückweg
Höhenmeter: 5 m

 

Der Minnewanka See ist 21 km lang und 142 m tief. Es ist ein wunderschöner Ort zum Abhängen. Schon seit Hunderten von Jahren zelten und jagen Menschen an den Ufern des Sees. Die einheimischen des Stoney-Nakoda Stammes nennen den See Minn-waki, was so viel wie See der Geister bedeutet. Wir genießen den Geist des tief blauen Sees bei einem Sonnenuntergang mit Blick auf den Berg Inglismaldie sowie Elche und Bergschafe! Zur Dämmerungszeit in den Parks unterwegs zu sein, ist immer eine gute Idee, wenn du Wildtiere sichten möchtest. Wer um 4 Uhr aufsteht oder nach 21 Uhr noch unterwegs ist, wird Bären, Moose, Ziegen, Schafen begegnen.

 

Banff, die Stadt ist ein Resort mit Bummelmöglichkeiten auf überfüllten Bürgersteigen. Wir parken unser Auto in einer der Seitenstraßen und nehmen die Bikes ab. Die Fahrradtour führt uns raus zur Cave and Basin National Historic Site, welche die Geschichte des Nationalparks erzählt. Wir besuchen die ersten kommerziell genutzten heißen Quellen, die den Tourismus ankurbelten sowie das einstige Schwimmbad, dass von deutschen Enemy Aliens erbaut wurde.

 

An der Cave and Basin National Historic Site vorbei und in wenigen Fahrrad-Minuten, eröffnet sich das Bergpanorama entlang des Bow Rivers. Weg vom Fluss endet die asphaltierte Strecke. Hier parken wir unsere Räder und machen uns auf den Weg zum Sundance Canyon. Von oben staunen wir über die Aussichten auf die Schlucht.

Startpunkt: Cave and Basin NHS
Länge: 3,9 km asphaltierter Weg + 1,6 km Rundweg
Höhenmeter: 145 m

 

Auf dem Rückweg statten wir dem Banff Park Museum einen Besuch ab. Es dokumentiert das Dokumentieren der Wildnis Kanadas Anfang des 19. Jhd. Es gibt jede Menge ausgestopfter Tiere zu sehen – skurriler Ort.

Ein stetig ansteigender Serpentinen-Weg führt zum Gipfel des Sulphur Mountain. Nach 5,5 km sind wir oben und es zieht zu. Es fängt an zu regnen. Tolle Wurst! Eine Stunde ausgeharrt und es klart wieder auf. Wir kriegen eine spitzen Aussicht auf dem 500 m langen Weg zum Sanson Gipfel. Nach 5 Uhr können wir umsonst mit der Gondel runterfahren. Na das lassen wir uns nicht entgehen.

Startpunkt: Upper Hot Springs
Länge: 5.5 km hoch + 0.5 km
Höhenmeter: 655 m

 

Jetzt, wo wir in der Nähe der Upper Hot Springs sind und dringend eine Dusche nach dem Anstieg brauchen, setzen wir uns in den heißen Pool und lassen die Sonne untergehen über Banff.

Johnston Canyon gehört zu den einfachen und dennoch spektakulären Wanderwegen im Park. So laufen wir auf einem Gerüst durch die Schlucht des Canyons bis zu den Lower Falls, eingehüllt vom erfrischenden Nebel des Johnston Creek. Nach einem weiteren Kilometer erblicken wir die 30 m hohen Upper Falls. Angenehmer wird der zweite Teil der Strecke, da nicht so viele Menschen weiterziehen zu den Ink Pots. Zu sehen gibt es sechs Tümpel, die schwerfällig vor sich hin blubbern in verschiedenen türkis Farbspektren. Die Szenerie ist imposant zwischen den Bergen und am Fluss machen wir die Füße lang und saugen die Umgebung auf.

Startpunkt: Bow Valley Parkway
Länge: 2,4 km Upper Falls + 5,4 km Ink Pots
Höhenmeter: 330 m

 

Kootenay Nationalpark
Vorerst verlassen wir den Banff Nationalpark über den Highway 93 für einen Abstecher zum Kootenay Nationalpark, den Fairmont Springs und Yoho. Der Kootenay Nationalpark liegt in British Columbia. Der Park wurde 1920 gegründet und verfügt über ca. 200 km Wanderwege. Er ist weniger besucht, gilt aber als wildtierreich. Definitiv einen Besuch Wert!


Der orangefarbene Matsch des Paint Pots Trails lädt ein zu einer Schlacht – Wir empfehlen Badesachen anzuziehen. Diese ungewöhnliche Farbe kommt vom hohen Eisenanteil im Fluss. Ureinwohner haben damit gemalt und im 19 Jhd. wurde es abgebaut, nach Calgary geschippert und als Pigment in Farben verwendet. Die Spuren des Abbaus sind sichtbar entlang des Wegs.

Startpunkt: Paint Pots Parkway
Länge: 1,3 km
Höhenmeter: 10 m

 

Türkisfarbenes Gletscherwasser windet sich entlang der weißen Canyonwände beim Marble Canyon Trail. Das sorgt für beeindruckende Aussichten von den unzähligen Brücken über den engen Schluchten. Wir schließen den kurzen Wanderweg in unser Herz.

Startpunkt: Marble Canyon Parkway
Länge: 1,4 km
Höhenmeter: 10 m

 

Bei der Ausfahrt aus dem Park bietet sich der Ausblick in die Tiefen des Sinclair Canyon mit der Redwall Fault Klippe. Anhalten ist ein Muss.

Ein Parks Canada Mitarbeiter gibt uns einen Tipp. Es gibt in der Umgebung noch natürliche heiße Quellen. Die wollen besucht werden. Wir lassen unser Auto auf dem Parkplatz des Fairmont Hot Springs Resort, wandern an den Schwimmbad vorbei, denn wir wollen zur Quelle. Über die Brücke, dann nach rechts (südlich), sagt man uns. Dort sehen wir einen Wasserfall, zwei gefüllte Becken. Das muss es sein. Hier wollen wir hin. Über einen Baumstamm-Pfad steigen wir auf die andere Seite der Schlucht, die uns von unseren Hot Spring Pools trennt. Die Temperatur des Wassers überrascht uns. Die Pools sind lauwarm, aber warm ist eine nette Abwechslung zu dem eiskalten Gletscherwasser. So genießen wir den Sonnenuntergang in unserem Pool mit Blick auf die Rockies.

Abends kehren wir zum Parkplatz zurück. Von hieraus starten wir eine nächtliche Besichtigung der Quelle der Hot Springs. Oben steht eine Bank, über dem nach Sulphit riechenden, heißen Fußbad. Der Himmel ist klar, der Blick nach oben gerichtet und die Füße im Bad umzingelt von ein paar Rehen.

 

Whiteswan Lake Provincial Park
Hier ist die Warnung, die wir nie erhalten haben, die Straße zu den Lussier Hotspings ist an Stellen fürchterlich. Eine Straße, die in die Seite eines Bergs reingesetzt wurde und voll ist mit Hubeln, gilt es zu überwinden. Nach einem kurzen Wanderpfad, der hinunter führt, sind wir schon da. Natürliche Steinpools am Fluss und zwischen den Bergen erwarten uns als Belohnung. Die Pools sind unter Kanadiern kein Geheimtipp mehr, aber die Massen von Banff sind hier noch nicht eingetroffen.

 

Yoho Nationalpark
Ein einfacher 2,3 km langer Weg führt zu den Wapta Falls. Wir joggen ihn. Bei dem Wasserfall angekommen, geht es 60 m in die Tiefe. Von hier aus steigen wir auf einen Hügel, der direkt vor dem Wasserfall ist. Es prescht uns so viel eiskaltes Wasser entgegen – eine super Abkühlung nach dem Lauf, wir sind klitschnass.

Startpunkt: Wapta Falls Parkway
Länge: 2,3 km
Höhenmeter: 60 m

 

Dieser Emerald Lake hat es uns angetan. Wir bleiben gleich mehrere Tage über Nacht auf dem Parkplatz des Sees. Aber erstmal noch einen Halt an der Natural Bridge einlegen und ein bisschen den Kicking Horse River bewundern wie er hier seinen Weg durch das Gestein formt. Jetzt aber ab zum See, das unglaubliche Grün des Sees packt uns, sowie das Klubhaus der Lodge mit Whirlpool – wer dreist genug ist, kann sich einnisten. So nutzten wir den Pool am Abend, wenn wir dann so richtig aufgeheizt sind vom Whirlwasser, springen wir zur Abkühlung in den See.

 

Tagsüber wandern wir uns weiter die Füße wund. Los geht es hinter dem Emerald Lake über den Yoho Pass. Definitiv einer der schönsten Wanderwege in den kanadischen Rockies – es hat alles wofür du in die Rockies kommst. Nach einem steilen Anstieg werden wir belohnt mit Aussichten auf Alpine Blumenlandschaften. Von hier aus ziehen wir weiter Richtung Iceline Trail und wandern über subalpines Gestein. Ein Blick auf die rechte Seite zeigt den Gletscher mit den Takakkaw Falls, die von ihm gespeist werden. Links sind wir dem Gletscher so nah, wir können ihn sogar anfassen. Dazwischen liegt das Little Yoho Tal in einer Schlucht. Jetzt steigen wir hinab ins Tal umgeben von Bächen und blühenden Indian Paintbrushes. Durch den Wald, über eine heruntergekommen Felswand und eine Brücke erreichen wir die Twin Falls. Jetzt geht es Richtung Takakkaw Falls Parkplatz entlang des Yoho River mit einem kleinen Abstecher zu den Laughing Falls, die plötzlich in einer Schlucht auftauchen. Bei den Takakkaw Falls Parkplatz angekommen, vollkommen erschöpft nach einem 30 km Wandertag suchen wir uns eine Mitfahrgelegenheit zu unserem Emerald Lake – Mitgenommen werden, läuft. Um es uns am Abend wieder gemütlich zu machen im Klubhaus des Emerald Lakes.

Iceline via Yoho Pass
Startpunkt: Emerald Lake Parkplatz
Länge: 30,8 km
Höhenmeter: 810 m

Alternativ:
Iceline via Little Yoho
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 20,8 km
Höhenmeter: 710 m

Wasserfall Tour
Startpunkt: Takakkaw Falls Parkplatz
Länge: 16,4 km
Höhenmeter: 300 m

 

Banff Nationalpark
Am frühen Morgen fahren wir wieder in den Banff Nationalpark. Das morgendliche Licht bringt Lake Louise sanft zum Leuchten auf dem dunkeln Wasser. Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir die Berge herausragen in den Himmel und gleichzeitig spiegeln auf dem Wasser. Wir sind glücklich früh aufgestanden zu sein. Dies sind die Moment wieso du in die Rockies willst. Tipp: Wer nach 7 Uhr kommt, kann sich schon fast anstellen. Der Foto Spot ist nämlich schon ab Sonnenaufgang gut gefüllt. Mittags gibt es auf der Straße Stau!

 

Nach der morgendlichen Romantik steigen wir aufs Bike, denn wir wollen zum Moraine Lake pedalieren. Es heißt der Parkplatz ist klein und der Stress bei der Anfahrt nimmt den Besuchern die spektakuläre Erfahrung. Auf dem Rad bleiben wir sorgenfrei. Die 14 km mit Anstieg sind herausfordernd und wecken Vorfreude auf den Rückweg. Angekommen haben wir die Strapazen vergessen, denn es ist einfach wunderschön, anders als die bisherigen Gewässer ist der See dunkler und die ihn umschließenden Berge hoch.

 

Das wollen wir von oben auschecken, so beschließen wir zum Eiffel Lake zu wandern. Der Wanderweg bringt uns hoch zu Panorama-Aussichten über den Eiffel Lake und das Tal von den Ten Peaks. Jetzt legen wir die Füße hoch und genießen in der Einsamkeit die Aussicht bei einem Picknick.

Startpunkt: Beginnt nach der Moraine Lake Lodge
Länge: 5,6 km
Höhenmeter: 370 m

 

Nach der steilen Abfahrt mit Kurven ist Martin heiß. Am wunderschönen Bow Lake findet er Abkühlung. Ich will zu den Bow Lake Glacier Falls also raus aus dem Wasser bevor die Sonne untergeht – lange hält man es im Gletscherwasser eh nicht aus! Wir schlendern entlang des Ufers, durch den Canyon, über natürliche Brücken. Der Wanderweg ist einfach bis zu dem Punkt als wir versuchen den Wasserfall hochzuklettern – kann man machen. Zurück bei der Num-Ti-Jah Lodge, wo der Wanderweg anfing, beschließen wir zu nächtigen. Den Campingkocher ausgepackt wird mit Blick auf den See Abendessen zubereitet, bevor wir in den Van klettern zum Schlafen.

Startpunkt: Num-Ti-Jah Lodge
Länge: 4,5 km
Höhenmeter: 155 m

 

Eine der schönsten Tageswanderungen, die wir in Banff gemacht haben, ist der Wanderweg zu Helen Lake über den Dolomite Pass bis hoch zum 2993 m hohen Cirque Peak. Der Weg bietet Aussichten über Alpine Wiesen mit Wildblumen, den Bow Lake Gletscher, aber das Highlight ist die 360° Vista vom Cirque Peak Gipfel. Die letzen 30 m krakeseln wir hoch, da loses Gestein uns entgegen kommt. Kein idealer Untergrund, aber für die Aussicht lohnt sich die Anstrengung. Von hier können wir runtergucken auf die Wapta Icefields, Bow Glacier, Bow Lake und Peyto Lake. Wir befinden uns in Augenhöhe mit Mount Hector und Dolomite Peak. Auf dem Rückweg können wir über die südliche Seite hinuntersliden im Schotter. Das macht Laune! Kurz darauf zieht es zu, es fängt an zu hageln. Uh, hier muss man auf alles vorbereitet sein. Wir treffen Leute mit einem Tarp, die uns einladen mit hineinzuklettern. So ein cooles Teil. Ich will jetzt auch so eins. Nach kurzem Abwarten in sicherer Umgebung, geht es im Regen runter zum Parkplatz. Klitschnass sind wir. Nach solch einem Unwetter müssen wir uns erstmal aufwärmen. In der Num-Ti-Jah Lodge gibt es zwei Nachfüllspender mit Heißgetränken und Internet, da zieht es uns hin.

Startpunkt: Helen Lake Parkplatz
Länge: 17 km
Höhenmeter: 1043 m

 

Am Abend können wir uns von den Warmgetränken sowie Internet losreißen und fahren zum Peyto Lake. Es hatte gerade heftig geregnet und der Wald hing voller Tropfen. Ein wenig kam die Sonne heraus und überall funkelte es. So schlendern wir von einer Plattform zur Anderen, denn das Blau dieses Sees ist einfach surreal. Während des Sommers sammelt sich im See reichlich Steinsediment an, so kriegt er dieses fluoreszierende Blau. Der See liegt im Tal Waputik Range, umgeben von Bergen. Dort lässt sich ebenfalls hinwandern, von wo aus du in Richtung des Peyto Gletschers weiterkannst – Hier sind einige Infos dazu. Außerdem fließt er in den Mistaya River, zu dem wir als nächstes wollen.

Startpunkt: Peyto Lake Parkplatz
Länge: 500 m
Höhenmeter: 5 m

 

Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen. Die sind alle wunderschön! Bei diesem kurzen Spaziergang laufen wir über eine Brücke von der wir hinunterschauen können auf den Mistaya Canyon mit seinen kurvigen Auswaschungen der glatten Kalkstein-Wände und dem kraftvoll durchrauschenden türkisfarbenen Wasser. Canyons sind cool!

Startpunkt: Mistaya Canyon Parkplatz
Länge: 0,5 km
Höhenmeter: 35 m

 

Jasper Nationalpark
Am nächsten Morgen sieht die Welt ganz anders aus, denn uns ist nicht nur warm, sondern wir fahren nach Jasper und sehen Gletscher. 11.000 m² geschützte Wildnis zu entdecken mit dem weltberühmten Athabasca Gletscher sowie dem Skyline Wanderweg.

Ein Wanderweg beginnt in der Alpinenzone, also sind wir umgeben von Alpinenblumenlandschaften, Big Horn Schafen mit Blick auf das Columbia Eisfeld. Wilcox Pass ist wahrscheinlich der zugänglichste Wanderweg mit solchen Aussichten. Mit Blick auf die Berge Athabasca, Andromeda, Snow Dome und Kitchener und dem darauf thronenden Eisfeld.

Startpunkt: Wilcox Creek Campground oder Tangle Falls Parkplatz
Länge: 14 km
Höhenmeter: 335 m

Das Columbia Eisfeld ist der Rest des dicken Eismantels, der einst die gesamten Berge Kanadas bedeckte. Es liegt auf einem erhöhten Plateaus, ist das größte Eisfeld in den kanadischen Rockies. 7 m Schnee jährlich – der Schnee transformiert sich zu Eis und fließt in den Sommermonaten durch Ritze in den Bergen und formt die große Zunge der Gletscher.
Der Athabasca ist der am meisten besuchte Gletscher. Der Gletscher ist immer in Bewegung, das wollen wir nicht glauben bei einem Blick auf den Giganten, der so robust wirkt. Er ist massiv. Schon vom Parkplatz hören wir das rauschen eines Flusses, denn wir nicht sehen. Dem Columbia Eisfeld entsprungen, fließt das langsame, eisige Gletscherwasser ins Tal. Das Klima erwärmt sich, somit schmilzt der Gletscher täglich ein paar Zentimeter. In den letzten 125 Jahren waren es 1,5 km, die wegtauten.

Startpunkt: Road to Glacier Schild folgen
Länge: 2 km
Höhenmeter: 50 m

 

Gegenüber liegt das Icefield Centre, wo wir mehr erfahren zum Gletscher, Grizzlies, Schwarzbären, Moose, Karibu sowie Infos bekommen zu den Wanderwegen. Die haben Abrücke einer Grizzly-Pfote da und Parks Canada Angestellte, die all unsere aufgetauchten Fragen beim Wandern mit Freude beantworten.

Entlang der Straße in Richtung Jasper liegen die Tangle Falls. Du erkennst sie an den 20 Autos und 3 Bussen, die in der Seitentasche des Highways parken. Wir steigen aus und klettern die drei Stockwerke des Wasserfalls hoch. Ein paar Fotos und weiter geht es zu den Sunwapta Falls.

Sunwapta ist eine Bezeichnung der indigenen Urbevölkerung und steht für turbulentes Wasser. Der Sunwapta Fluss beeindruckt mit seiner Kraft und Wenigkeit, die er nutzt um durch die enge Schlucht zu rauschen. Entlang des Flusses wandern wir staunend zu den Lower Sunwapta Falls, die einer Serie aus drei Wasserfällen sind. Hier verliert der Fluss seine Turbulenz und fließt ins weite Tal.

Startpunkt: Sunwapta Falls Parkplatz
Länge: 1,2 km
Höhenmeter: 87 m

Um die Wasserfall-Tour komplett zu machen, fahren wir jetzt noch zu den Athabasca Falls. Wir besichtigen die Aussichtsplattformen auf dem asphaltierten Weg. Wir fühlen den feinen Sprühregen der in der Luft liegt und hören das Donnern des Flusses als er in den Canyon prescht.

Startpunkt: Athabasca Falls Parkplatz
Länge: 600 m
Höhenmeter: 10 m

 

Mit über 25 km Wanderweg über der Baumgrenze von 44,1 km insgesamt, ist der Skyline Trail Jaspers höchster und spektakulärster Weg. Die Aussicht breitet sich aus über all das was der Park zu bieten hat. Wir steigen über drei Bergpässe und sehen verschiedenste Blumen, Tiere und die einmalige Szenerie über Jasper. Wir starten am Maligne Lake und wandern 20 km zum Curator campground. Der Anstieg ist graduell und in einer halben Stunde erreichen wir die Lorraine und Mona Seeen. Der gesamte Wanderweg ist stellenweise überseht mit Matsch. Außerdem kann das Wetter hier sehr wechselhaft sein. Ein Schneesturm oder Hagel im Sommer sind keine Seltenheit – sei vorbereitet. Nach dem passieren des Little Shovel Campground sind wir umgeben von Alpiner Tundra und Flüssen. Wir wandern über Alpenwiesen bevor es zum Anstieg auf den Big Shovel Pass geht. Schon sind wir bei der Kreuzung des Curator Campground.

Am nächsten Morgen beginnt der Tag mit einem steilen Anstieg zur Spitze von The Notch – bis August kann hier noch Schnee liegen. Es wird immer besser. Für die nächsten fünf Kilometer folgen wir Gipfelkette des Amber Mountain. Von hier erblicken wir den Icefield Parkway, Jasper und den Mt. Robson. Am Tekarra Campground vorbei beginnt das Springen auf Steinen zum Überqueren der Flüsse. Eine Stunde brauchen wir um Hoch zu kommen auf den Tekarra Mountain. Weiter geht es auf den Signal Mountain mit prachtvoller Aussicht auf das Maligne Fluss Tal. Nach 24 km sind wir am Ziel, dem Signal Hill Parkplatz. Jetzt lassen wir uns mitnehmen zum Maligne Lake. Wer übrigens den Wanderweg von Signal Hill aus startet addiert 530 Höhenmeter zu seinem Wanderweg.

Startpunkt: Maligne Lake – Skyline Parkplatz
Länge: 44,1 km
Höhenmeter: 1410 m

 

Am See nächtigen wir. Am frühen morgen steht das Begrüßungskomitee am Fahrzeug, zwei Moose. Meine Lieblinge, ich habe immer wieder Freude ihnen zu begegnen. Der Maligne Lake ist der größte See der kanadischen Rockies umringt mit Schnee und Eis bedeckten Bergen, entsprungen dem Coronet Glacier fließt er ans Ufer des Aussichtspunktes 22 km. Bekannt wurde der See 1907, dank Mary Schaefer, die einer Karte des Stoney Stammesangehörigen, Samson Beaver, folgte. Diese kannten den See unter dem Namen Chaba Inne oder Biber See. So schrieb die gute über ihr Abenteuer und machte den See zu einer Berühmtheit.

Beim See starten mehrere Wanderwege unter anderem auch der Opal Hills. Dieser ist ein Rundweg, hat einen steilen Anstieg und führt uns direkt zur Aussicht über den See durch den Wildblumengarten. Wir gehen bei der Wanderweggabelung zuerst nach links, so haben wir die Möglichkeit auszuspannen in dem Blumental bevor wir zu einer weiteren Gabelung kommen. An dieser Stelle können wir nach rechts zum Abstieg um den Rundweg komplett zu machen oder nach links um über einen Bergkamm höher hinaus zu kommen. Die Aussicht vom Bergkamm ist den weiteren Kilometer wert. Du siehst den See und die Bald Hills auf der anderen Seite. Halte die Augen offen, denn Grizzlies, Schwarzbären, Ziegen und Schafe sind hier unterwegs.

Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links
Länge: 8,2 km Rundweg
Höhenmeter: 460 m

 

Unten angekommen machen wir einen Doppelloop daraus. Wir wandern den Mary Schaefer Rundweg entlang des glasklaren Wassers des Maligne Sees, schnuppern an den Kiefern und Fichten und staunen über die Aussicht auf die 3000 m hohen Gipfel der Endless Chain Ridge.
Startpunkt: Maligne Lake – erster Parkplatz links

Länge: 3,2 km
Höhenmeter: 5 m

 

Auf dem Rückweg Richtung Jasper, der Stadt, liegt der Medicine Lake. Sommerbesucher halten ihn für einen normalen Bergsee. Im Sommer wird der See gefüllt mit Gletscherwasser, doch im Herbst/Winter verschwindet er. Er trocknet aus, aber es gibt keinen sichtbaren Kanal. Wohin verschwindet das Wasser? Durch Löcher im Grund fließt der See durch ein unterirdisches Höhlensystem in den 16 km entfernten Maligne Canyon. So glaubten Ureinwohner, dass der See magische Fähigkeiten besitzt wie ein Medizinmann, daher der Name. Also machen wir es uns am Seeufer gemütlich und verdrücken unser Mittagessen.
Gestärkt fahren wir zur 6sten Brücke des Maligne Canyons. Wir passieren die Brücke, wandern östlich entlang des gutmarkierten Wanderwegs das Flussbett hoch. Wir folgen dem Fluss aufwärts, so wird die Aussicht zunehmend dramatischer. Bei der vierten Brücke ist die Schlucht ein Canyon. Ab der dritten Brücke sind deutlich mehr Besucher da, die Aussichten spektakulärer. Einer der schönsten Canyons in den Rockies. Zurück nehmen wir die Route durch den Wald.

Startpunkt: 6th Bridge Parkplatz
Länge: 3,7 km
Höhenmeter: 100 m

In Jasper angekommen, gönnen wir uns ein paar Teilchen. Bald darauf verabschieden wir uns zwar aus den großen Parks, aber noch nicht von den Rockies.

Viel Spaß beim Wandern,
Martin und Tatjana

Nochmal unsere Tipps:
Die meisten Wanderwege sind für den Massentourismus uninteressant.
In der Dämmerung lassen sich fast immer Wildtiere entdecken.
Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Canyon zu besuchen, immer wahrnehmen.

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Wilde Prärie https://inthenature.de/wilde-praerie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wilde-praerie https://inthenature.de/wilde-praerie/#respond Fri, 15 Jul 2016 03:08:57 +0000 http://taundma.de/?p=4363 Bison, Bären, Moose, Living Skies sowie die unendlichen Weiten satter Felder beschreiben dieses Land. Wir haben uns auf einer Farm niedergelassen…

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Bison, Bären, Moose, Living Skies sowie die unendlichen Weiten satter Felder beschreiben dieses Land. Wir haben uns auf einer Farm niedergelassen um Land und Leute kennenzulernen.

Zwischen den Großen Seen und den Rocky Mountains liegen noch 2000 km Prärie-Landschaft. Die wenigsten verweilen auf ihrer Reise durch Kanada lange in der Prärie. Für uns zwei Städter wird das Landleben zu einer spannenden Erfahrung. Wir verweilen und lernen die Bauern, das Land und die 5-Häuser Gemeinden lieben. Nur wer den Highway verlässt, wird das Erfahren können, was die Prärie zu bieten hat.
Bisonherden, Moose, Elche oder Bären, die sich versuchen hinter den Hecken in den weiten Feldern zu verstecken. Wir stehen in verlassenen Geisterstädten, besuchen die Hutterites – eine autonome Kolonie im Wandel und laufen auf der unberührten Graslandschaften wie zur Zeiten der ersten Siedler.
Und wer hochguckt wird den Himmel entdecken mit den Weiten über den Feldern. Weit lässt sich blicken. Jeden Abend können wir uns nicht an dem Farbspektakel der untergehenden Sonne satt sehen. Vor allem im Frühjahr ist es unbeschreiblich, wenn die Nordlichter in der Nacht vorbeiziehen. Nicht umsonst lautet der Slogan die Prärie Living Skies.

 

Es ist beinahe so, wie ihr es euch vorstellt: Langgestreckte Landflächen geteilt durch wechselnde Farben, die Reisende für eine ganze Weile begleiten. Ein feines Farbspektrum wechselt nur langsam vom satten Grün der Wiesen und jungen Weizenkeimen, zu grellen Gelb der Senf- und Rapsfelder hin zum Violett der Leinsamenfelder. Im Spätsommer erstrahlt dieses Land golden, wenn die Weizenfelder kurz vor der Ernte stehen. Nur das der Himmel einen so packt, damit habe ich nicht gerechnet. Es ist eine weite Kulisse, die Platz bietet. Und es ist das Herz der Lebensmittelversorgung Kanadas! Wusstet ihr das 30 % des weltweit exportierten Senfs aus der Prärie Kanadas kommt? Oder das der französische Dijon-Senf aus Saskatchewan kommt?

 

Aber eins nach dem anderen. Unser erstes Ziel in Saskatchewan ist Saskatoon, eine der größeren Städte mitten in der Prärie. Sie ist bunt, Downtown ist immer etwas los und die alte Holzbrücke ist ein Erlebnis – Mir Schlottern die Beine beim Passieren.
Wir durchstreifen die Stadt, die am südlichen Saskatchewan Fluss liegt. Es ist ein ruhiger Tag, Familien spazieren am Fluss, ein paar Studenten streunen auf dem Unigelände. Wir erreichen die Stadt. Wir schlendern durch den Stadtkern, entdecken ein paar interessante Fleckchen, spazieren mit schlotternden Knien über die alte Bahnbrücke aus Holz, halten unsere Füße in den Fluss und spazieren entlang des Ufers Richtung Essensfestival, wo wir Senfkörner geschenkt bekommen. Check! Danke Tara für die Möglichkeit die Stadt so zu erleben.

 

Für den nächsten Tag steht eine Fahrradtour zum Nahe gelegenen Wanuskewin Heritage Park an. Hier ist der Schauplatz, ein altes Indianerlager und die umliegenden Klippen, über welche die Bison getrieben wurden. Ein nettes Museum mit coolem Giftshop sowie Spazierwegen durch die Geschichte der Jäger.

 

Dann geht es 80 km südlich auf eine Farm mitten in den Raps- und Senffeldern der Prärie! Die Weiten des Landes reichen bis zum Horizont – alles flach, super flach. Unterteilt wird das Land nur durch ein rechteckiges Muster aus Straßen – 90 % Schotter. Jede Meile verläuft eine Straße von Nord nach Süd sowie alle zwei Meilen von Ost nach West. Diese Einteilung hat ihren Ursprung im späten 19. Jahrhundert, als das Land für die landwirtschaftliche Nutzung kartografiert und in 2,67 km² Stücke aufgeteilt sowie besiedelt wurde. Dabei wurde beschlossen, dass jede Meile eine Straße abgehen muss.
Wir besuchen hier neu gewonnene Freunde, hauptsächlich Ian, den wir in Newfoundland kennengelernt haben. Auf der Farm der Familie McPhadden wollen wir das Landleben kennenlernen. Dazu gehört Arbeit auf dem Dach, Rasen mähen mit dem Zero-Turn – geiles Teil. Das kann sich um seine eigene Achse drehen. Das Rasen mähen, übernehme ich gerne. Wenn jemand auf der Suche ist, ich komm vorbei.

 

Ian nimmt uns mit auf einen Ausflug in die Umgebung und gibt uns einen Einblick in das Leben von damals und heute. Wir sehen unberührte Landstriche, die heute meist zum Grasen von Vieh verwendet werden, da sich heutzutage selten jemand die Mühe machen will die unzähligen Steine und Felsen von den Feldern zu entfernen, um das Land mechanisch für die Landwirtschaft zu bearbeiten. Uns freut’s!
Wir sehen Geisterstädte der Siedlung, die nach den damaligen Vorgaben alle 6 Meilen voneinander entfernt, errichtet wurden mit einem Kornspeicher an den Bahnschienen. Um den Liefer weg für den Bauern mit Pferd zu den Sammelstellen und zur Bahnlinie gering zu halten. Denn die sechs Meilen sind eine Distanz, die mit dem Pferd an einem Tag in beide Richtungen bewältigt werden konnte. Jetzt existiert der Schienenverkehr nicht mehr. Der Transport erfolgt mit LKWs. Somit sind die kleinen Gemeinden an den Schienen meist nur noch leerstehende Häuserfassaden. Selbst die, die einst bleiben wollten, wurden zum Umziehen gezwungen, oder einziehen wollen, können es nicht. Die Wasserversorgung ist zu aufwendig für den Staat – Kanadas Herausforderung, das Überbrücken von Distanzen für die Versorgung mit Wasser und Elektrizität. So laufen wir durch das ehemalige Bounty und unser Gastgeber kann uns die Namen, der Familien nennen, die vor nicht allzu langer Zeit diese Häuser bewohnten. Schöne Kulissen!

Unvorstellbar, wir sehen hier sogar mehr Wildtiere, als im letzten Nationalpark. Drei Elche springen durch die Felder. Sie sehen aus wie hoppelnde Hasen. Ein Moose watschelt von einem Waldfleckchen zum Nächsten und auf einem anderen Feld grasen Bison.

 

Absolut cool ist, wir treffen die Hutterites. Die Hutterites leben in Gemeinschaften, den Bruderhöfen bzw. Kolonien in der Prärie Kanadas. In einer Kolonie leben und arbeiten 15 Familien, wo sie Felder bewirtschaften, Kühe melken und Hühnern die Köpfe abschlagen.

Wir kriegen eine Einladung zum Besuch einer der Gemeinschaften. Unser Freund, Ian hat Freunde in der Kolonie und schaut öfters vorbei um Lebensmittel aufzustocken. Auf zur Kolonie. Ich bin erstaunt wie unser Freund sich hier orientiert bei welchem Feld er links oder rechts abbiegen muss, um ans Ziel zu kommen – dazu muss man hier aufwachsen. Beim Feld von Mister Lenny links und 18 Felder weiter rechts … Am Horizont wird ein Zeichen von Zivilisation sichtbar, dass muss es sein. Wir biegen in die Siedlung ein. Rechts sind drei Hallen und unzählige Silos, links ist ein Häuserblock mit 15 Eingängen. Hinter einer der Türen warten Mary und Josef mit ihren drei Kindern auf uns.
Da geht eine der Türen auf, dort stehen sie am Treppenabsatz in ihren Trachten. Josef mit langer dunkler Hose, weißem Hemd, Bart, Hosenträgern streckt uns die Hand entgegen zur Begrüßung. Mary in ihrer Tracht mit weißer Rüschenbluse, langem Rock, Haube und ihren zwei Töchtern, die ihre Köpfe an ihr vorbeiquetschen um einen Blick zu erhaschen auf den Besuch, begrüßt uns. Wir brennen vor Neugierde, das Gelände zu erkunden und mehr über den isolierten Lebensstil der Hutterites zu erfahren. Josef führt uns zu der Erbsenverarbeitung, die in einer der Produktionshallen auf der linken Seite vonstattengeht. Das halbe Dorf ist anwesend und packt an beim Sortieren. Der Rest, die Älteren der Gemeinschaft machen es sich vor dem Haus neben dem Blumenbeet, das seit kurzem toleriert wird, gemütlich. Wir ziehen weiter zu den Kühen, Kälbern und der Melkanlage mit automatischer Erkennung der Zitzen – Ian kommentiert, es ist der neuste Standard. Künstliche Befruchtung ist hier nicht erlaubt, das ist zu unnatürlich. Die Kostprobe der Sahne wird zu einer Geschmacksexplosion. Ich habe noch nie so leckere Sahne gegessen. Als Nächstes geht es zu einer weiteren Verköstigung. Mary ist der Chefkoch der Kolonie. Niemand muss hier kochen außer Mary. Das bedeutet täglich drei Mahlzeiten für rund 80 Personen zaubern. Ein interessanter Fakt, die Hutterites sitzen beim Essen nach Alter sortiert an den Tischen. Als Gäste müssten wir uns einordnen. Zurück in der Küche entdecken wir die neusten highend Öfen, in die Mary ihre Zubereitungsweise einprogrammiert hat. Damit lässt sich einkochen oder dampfgaren und am Ende reinigt sich der Ofen selbst. Ich hoffe, dass diese Modelle bald für alle zugänglich sind. Mary hat selbstgemachtes Schokoeis und Kekse zur Verköstigung für uns – jetzt hat sie uns.

Josef lädt ein ins Haus zu gehen. Bei einem Gläschen selbstgebrautem Rhabarberwein können wir sie zu ihrem Lebensstil Ausfragen. Es ist ein gemeinschaftlicher Lebensstil, der den biblischen Lehren von Jesus folgt. Im mittelalterlichen Europa wurden sie verfolgt, so packten sie ihre Bibeln ins Boot und flohen nach Kanada. Seit einigen Jahren beginnen die Gemeinschaften sich zu öffnen für Veränderungen. Es gibt Telefone, Internetanschluss, die Teens haben Handys, die Wohnungen Kühlschränke und persönliche Gegenstände. Ein großer Wandel für die Kommunen mit einheitlichem Aufbau von Wohnräumen und Verwaltung von den Ältesten, Männern. So bekommt jeder Bewohner einmal im Jahr ein paar Schuhe, eine Stoffbahn zum Nähen der Kleidung bewilligt sowie oft auch etwas Schnickschnack für die Ausstattung der Wohnräume. Eigentlich hat hier niemand Eigentum oder Geld, da alles von den Ältesten verwaltet wird. Aber die Kids dürfen Geld beim verkauf Keksen, angebautem Gemüse oder anderen Dienstleistungen entgegennehmen und als ihr eigenes Betrachten, sofern sie noch nicht babtisiert wurden (verheiratet). So arbeitet, der Sohnemann bei den Nachbarn als Rasenmähboy und gönnt sich das iPhone. Die Töchter verkaufen Plätzchen und kaufen sich Parfüms. Außerdem kriegt die Familie hin und wieder Geschenke von Freunden außerhalb der Kolonie.

Zu unserem Erstaunen lebt der älteste Sohn der Familie in Saskatoon und macht Kohle auf den Ölfeldern in Alberta. Ein Trend unter jungen Hutterites ist es die Kolonie für einen Zeitraum zu verlassen, was gegen die Tradition sowie den Glauben/Gesetzte ist und nicht gern gesehen wird. Die meisten sind schnell abgeschreckt von der Außenwelt. Diese ist eine riesige Herausforderung, wenn du 3-mal täglich das Essen auf den Tisch gestellt bekommen hast, immer ein Dach über dem Kopf hattest, wofür du keine Miete zahlst, geschweige den je Geld in der Hand hattest und deine Tagesaufgabe stets definiert war von der Gemeinschaft. Aber ihr Sohn lebt schon seit 3 Jahren außerhalb der Kolonie. Er plant bald zurückzukommen. Mary kann es kaum erwarten. Denn sollte er außerhalb der Kolonie heiraten, darf er nie wieder zurückkommen. Sie erzählt, dass sie täglich mit ihm spricht. Es wird Abend und die Familie muss morgens um 5 Uhr aufstehen. Wir ziehen mit Kekstüten ab.

Und weil wir so gut gefüttert wurden, kommen wir zwei Tage später wieder. Die Gastfreundlichkeit und unsere Neugierde drängen uns zum Freunde werden. Beim nächsten Besuch erkunden die Werkstätten und schlemmen Zwergkartoffeln mit Böhnchen und Doublejockers sowie Rhababarkuchen.
Für die Farmarbeit verfügen sie über die neusten Traktoren. Wer besorgt und informiert sich über die aktuellsten Geräte der Branche? Jeder der Bewohner in der Kolonie hat eine bestimmte Aufgabe, bestimmt von den Ältesten. So wurde Mary zur Küchenchefin bestimmt und Josef zum Arbeiter in der Metallwerkstatt. Als Zuständiger für die Metallwerkstatt, ist er der Beauftragte, der prüft, ob es sich lohnt Schrauben extern einzukaufen oder herzustellen. Außerdem muss er sich mit den Metallgeräten der Kolonie auseinandersetzen sowie den Geräten für die Arbeit mit dem Metall. Dafür wird er freigesprochen von allen anderen Verpflichtungen wie dem Haushalt, Kochen, Farmarbeit.

Für die schulpflichtigen Kinder kommt ein Lehrer von außerhalb und unterrichtet in der Gemeinschaft, die Jahrgänge 1–4 und 5–8. Ab der achten Klasse sind die Jugendlichen nicht mehr schulpflichtig. Sie geben ihre schulische Laufbahn auf und beginnen ihre Karriere in der Kolonie. Einzigartig macht unseren Besuch hier auch der Einblick in eine Hutterites Kolonie.

 

Abgerundet wird unser Aufenthalt auf der Farm durch den Ausflug zum Diefenbaker See. Ian hat ein Motorboot, Wasserski und ein Donut. Was für ein Ritt auf dem Wasser und ein unglaublicher Tag. Vielen Dank Ian, die Zeit mit dir auf der Farm war großartig.
Es muss ein Traum sein hier Ende August durchzufahren, wenn die grünen Weizenfelder sich zum Gold der Prärie färben. Etwas, das wir gerne einmal sehen würden.

 

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Die schönsten Strände in Manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-schoensten-straende-in-manitoba https://inthenature.de/die-schoensten-straende-in-manitoba/#comments Sun, 10 Jul 2016 05:51:46 +0000 http://taundma.de/?p=4333 Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der…

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Die Provinz Manitoba haben wir in einer Zick Zack Route bereist und dabei 1000 km auf den Tacho addiert. Der anhaltende Sommer diktiert weiterhin unsere Stopps, sodass es täglich einen Halt am See gibt. Auf unserer Strecke nach Saskatchewan können wir ein paar davon empfehlen.

In Manitoba angekommen müssen wir uns entscheiden welche Route wir wählen. Die Wahl lag zwischen der direkten, südlichen Route, die vorbeizieht an Parks wie dem Spruce Woods Provincial Park mit seinen Sanddünen und Wüstenlandschaften, oder der nördlichen Route mit den großen Seen und den beliebten Sandstränden des Winnipeg und Manitoba Sees, sowie des Grindstone Provincial Park mit isländischen Wurzeln.
Wir entscheiden uns für die Nord-Route, da diese vielversprechender und spannender klingt, sie abseits der großen Highways liegt, uns in den wenig erschlossenen Norden und zu unserem nächsten Ziel, Saskatoon in Saskatchewan führt.

Obligatorisch war es für uns in der Hauptstadt der Provinz Manitoba, in Winnipeg anzuhalten. Daraus ist Liebe geworden. Ein Tag lang sind wir durch die Stadt gewandert um das Flair sowie die Geschichte aufzusaugen. Was gibt es darbüber zu sagen: Es ist eine eindrucksvolle Stadt mit spannenden architektonischen Bauten. Wir vergucken uns in die fußgängerfreundliche Innenstadt mit ihrem Flair. Im Blog von Snoopsmouse ist ein toller Beitrag zum Sehenswerten in der Stadt. Absolut sehenswert ist das Museum für Menschenrechte, das Modernen Kunst Museum, Riels Grabstätte sowie der Golden Boy!

Anschließend ging es weiter zu den Stränden des Winnipeg Sees, Sonne tanken. Zu den beliebtesten Ausflugsorten am See gehören Grand Beach Provincial Park und Victoria Beach im Norden-Osten sowie Winnipig Beach auf der Westseite des Sees.
Der Besuch bei Grand Beach überrascht uns. Der Strand ist mit seinem hellen, feinen Sandstrand traumhaft und es ist immer was los. Rettungsschwimmern halten Patroulie. Große Komplexe stehen entlang der Sandbank mit Zugang zu Toiletten, Duschen und Einkaufsmöglichkeiten. Das Wasser war zwar etwas algig und kühl, aber die Winnepiger hat es auch nicht gestört. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen ein paar Runden zu schwimmen. Immerhin wird das Wasser hier ständig kontrolliert wie uns ein Bademeister verrät.
Weiter nördlich ist der privatisierte Strand Victoria Beach, kostenpflichtige Parkplätze inklusive – nichts für uns. Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter nördlich und gelangen zu einem abgelegenen Strand. Wer die Badehose oder ein Kanu eingepackt hat, sollte es sich nicht nehmen lassen die wenigen hundert Meter zum Elk Island Provincial Park rüber zu schwimmen/paddeln – eine herrliche Aussicht!

Das Nachtlager schlagen wir an diesem Tag auf der anderen Seite des Sees auf, in der isländischen Siedlung Gimli. Ein kleiner Ort mit ruhigem Strand und einer, wie soll es anders sein, Wikinger Statue. Ein riesiges Ding, enthüllt von Dr. Asgeir Asgeierson! Die Cafés hier verkaufen isländische Vinatarta: ein 14-schichtiger Traum.
Früh am Morgen geht’s dann zum Hecla / Grindstone Provincial Park, welcher als Halbinsel in den See Winnipeg hineinreicht. Eine historische isländische Siedlung, gemütliche Wanderwege, Strand, Pelikane und tolle Schilfflandschaften machen dieses Fleckchen aus. Bei einem Spaziergang in der Schilflandschft zwischen den hohen Gräsern entdecken wir ein paar Tierchen. Es wird ein ausgiebiger Tagesbesuch, bevor wir unsere Reise zum zweitgrößten See der Provinz fortsetzen.

Der Manitoba See ist erstaunlich warm. Es lässt sich schwimmen an der schmalsten Stelle des Sees, kurz The Nerrows genannt. Wir übernachten direkt am Seeufer. Auf der weiteren Fahrt durchs Land ziehen wir vorbei an kleinen Siedlungen und großen Feldern.

Unser Ziel für den nächsten Tag ist der Riding Mountain National Park. Eine Bisonherde, die nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, verspricht einen spannenden Aufenthalt. Leider hat sich diese irgendwo im Gehege, welches wir mit dem eigenen Auto durchfahren können, :O versteckt. Dafür streift ein großer Braunbär durchs Unterholz und läuft uns vor die Kamera – Knips! Aus dem Gehege raus, unternehmen wir einen Spaziergang im Park und gehen ins Wasser, am Clear Lake sowie am See Audy – ein Herr den wir treffen, weißt uns daraufhin, dass ab Alberta die Seen mit Gletscherwasser gespeist werden und somit viel zu kalt sind zum Schwimmen, deswegen nutzen wir jede Möglichkeit für ein paar Streifzüge.
Doch die Prärie ruft uns und wir schwingen unsere Hufen auf der Schotterpiste Richtung Highway. Von hier wirkt das Land wie ein Langgezogenes, nicht endenwollendes Bauernfeld.

Unterwegs halten wir im Prairie Mountain Regional Museum und nutzen die Möglichkeit etwas über die lokalen Transportmittel von früher zu lernen, besuchen eine alte Oneroom-Schule mit Farbtopftupperdosen sowie ein Familienhaus mit viel Lektüre zum Verhalten der Präriedamen. Danke Alison für die Geschichtsstunde sowie den Hinweis, dass die Saskatoon-Beeren gerade reif sind zum Verzehr. JAMI, damit haben wir uns die nächsten Wochen, so oft es ging, die Bäuche vollgeschlagen.

Auf dem Weg Richtung Saskatchewan verschwinden selbst die kleinen Hügel Manitobas und wir sehen das Bild der Prärie Kanadas immer deutlicher – Felder und überdimensionale Speicher!
Einen der größten noch erhaltenen Kornspeicher aus Holz entdecken wir in Inglis, das an der Grenze zu Saskatchewan liegt. Wir sind beeindruckt von den Schönheiten aus Holz mit ihren Dimensionen. Der Regen setzt ein. Kurz vor Saskatoon schlagen wir unser Nachtlager, mitten in der Pampa auf.

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Schlafende Giganten in den Stromschnellen https://inthenature.de/schlafender-riese-in-den-stromschnellen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schlafender-riese-in-den-stromschnellen https://inthenature.de/schlafender-riese-in-den-stromschnellen/#respond Sun, 03 Jul 2016 18:05:58 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=4068 Unsere Reise Richtung Westen bewegt sich in kanadischen Verhältnissen immer noch recht langsam, für uns sind jedoch die täglichen Stecken…

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Unsere Reise Richtung Westen bewegt sich in kanadischen Verhältnissen immer noch recht langsam, für uns sind jedoch die täglichen Stecken von ca. 300 km einiges. Das ist diesmal die Distanz zum nächsten Ontariopark, Sleeping Giant.

Wie es sich für uns gehört, nehmen wir unterwegs alles Interessante mit, was die Reiseprospekte vorschlagen. Auf der Strecke über den Trans Canada Highway Nr. 17, die direkte Route von Ost nach West (nördlich der Großen Seen), gibt es mehr zu Entdecken als man vermutet. Gespickt mit National- & Ontarioparks und zahlreichen Ortschaften, haben wir diesen gefunden: der Indian Head (Indianer Kopf) inmitten einer gigantischen Schlucht. Ausgeschildert als Ouimet Canyon, folgen wir den Schildern ein paar Kilometer abseits der Schnellstraße einen Berg hinauf. Die Kanadier nennen diese Schlucht gerne ihren Grand Canyon, mit der imposanten Größe der amerikanischen Version kann diese jedoch nicht mithalten. Die Geschichte zum Indian Head und der Ouimet Schlucht mit deren Aussicht, ist trotzdem mehr als spannend.

Die Fakten – Quimet Schlucht: 100 Meter tief, 150 Meter breit und 2 Kilometer lang. (US Grand Canyon: 1,8 km tief, bis zu 29 km breit und 446 km lang)

Die Geschichte: Die Ojibway glauben, dass vor vielen Jahren noch Giganten das Land geformt haben, die Berge errichteten und Seen erschufen. Darunter waren Omett und Nanna Bijou, Heilige der Ojibway. Eines Tages verliebte sich Omett in die Tochter von Nanna Bijou. Als Omett jedoch einen weiteren Berg erschuf, brach ein Stück ab und tötete Naiome, die Tochter von Nanna Bijou. Aus Angst vor den Konsequenzen, legte er Naiome in einen See und bedeckte sie mit Felsgestein.
Auf der Suche nach seiner Tochter erfühlte Nanna Bijou ihre Präsens unter dem Gestein. In diesem Augenblick ergriff er aus dem Himmel einen Blitz und schleuderte diesen gegen das Felsgestein, welches darunter zerbrach und eine weite Schlucht erschuf. Den freigelegten Körper legte Nanna Bijou in diese Schlucht. Zugleich bestrafte er Omett indem er ihn in Stein verwandelte und an der Seitenwand der Schlucht platzierte, um für immer seine Tochter Naiomi zu bewachen.

Wir setzen unsere Reise fort. Begleitet von Sonne sehnen wir uns verzweifelt nach einer Abkühlung. Glücklicherweise sehen wir einige Kilometer weiter ein paar Frauen mit nassen Haaren und Handtüchern entlang der Schnellstraße spazieren. Das riecht nach Wasser!
Kurz ran gefahren und die Infos zur nächsten Schwimmmöglichkeit eingeholt, geht es in eine Seitenstraße zu einem keinen Bachlauf und einem natürlichen Endlos-Pool (Adresse: 17 5 Road North, Shuniah ON P0T). Bestückt mit Steg und Sprungbrett ist es die perfekte Möglichkeit sich abzukühlen. Die Strömung sorgt für den Endlos-Pool 😉

Bevor wir die Nacht auf dem Campingplatz des Sleeping Giant Parks verbringen, suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen auf der Seitenstraße kurz vor dem Park. Über die Schotterpiste geht es Kilometerweit durchs Niemandsland, von Parkmöglichkeiten keine Spur. Wir entdecken einzelne Wohnhäusern, aber im Vorgarten wollen wir diesmal lieber nicht übernachten. Wir sind schon dabei aufzugeben, als wir eine einsame Wiese am Wasser sehen – perfekt!

Am frühen Morgen geht es in den Sleeping Giant Provincial Park und auf den längsten sowie steilsten Wanderweg den der Park zu bieten hat – klar, wir brauchen immer eine Herausforderung.
Wir parken das Auto am Campingplatz, denn nach Aussagen ist der erste Teil der Strecke mit dem Fahrrad befahrbar.

Die Eckdaten zur Tour:
+ 5 km Asphalt vom Campingplatz zum Wanderweg
+ 8 km unbefestigter Wander-/Fahrradweg zum Beginn des Sleeping Giant Wanderwegs
+ 3.5 km zum Gipfel des Sleeping Giant (300 Höhenmeter)
+ 5 km entlang des Talus Lake Trails zur zweiten Aussicht
Und dann wieder zurück …

Eins vorneweg, die Aussicht vom Sleeping Giant Head ist sensationell!
Aber eins nach dem anderen. Die 8 km Fahrradtour entlang des Wanderwegs genießt man erst mit einem Cross-Bike oder Mountainbike. Da es aber relativ eben ist, machen uns die Steine auf dem Weg nicht so viel aus. Immerhin spart man sich die 8 km langatmige Waldpassage. Dann geht’s ins Dickicht und nach 1 km steil Bergauf, für 2.5 km – phu! Mit frischen Beinen, gestärkt durch unser typisches Kanada-Camper-Frühstück (Haferflocken mit Banane, Erdnussbutter, Leinsamen und Cranberries), spurten wir relativ schnell hoch. Entlang des Weges kommt man an 2–3 schönen Aussichtspunkten vorbei, doch wer nicht bis zum Ende geht, wird es bereuen! Einmal oben angekommen sind die restlichen 20 Minuten um den Berg schnell abgelaufen. Dann wird man von einer gigantischen Schlucht und einer unglaublichen Aussicht überwältigt! Höhenangst sollte man hier nicht haben …
Wir posieren für ein paar Schnappschüsse bevor wir unser mitgebrachtes Mittagessen am Abhang verspeisen (es gibt belegte Brötchen).

Es geht wieder runter, und nach nur knapp 8 gelaufenen Kilometern (die 13 Fahrrad Kilometer nicht mitgerechnet), haben wir noch nicht genug und beschließen den Weg zur zweiten Aussichtsplattform zu wandern. Es sind ja nur 5 km … Das unwegsame Gelände, ein paar Hügel, die Hitze und der Rucksack machen die Strecke jedoch nicht leichter. Am Nanabosho Lookout angekommen, sind wir geschafft und brauchen erst mal einen Notfall-Power-Riegel. Die Aussicht ist schön, jedoch nicht vergleichbar mit der vom Sleeping Giant Head.

Für uns geht’s jetzt zurück zum Zeltplatz. Wir freuen uns auf ein Bad im nahe gelegenen See. Nicht im Superior See welcher uns umgibt, dieser ist immer noch vieeel zu kalt, sondern im Innland-See Marie Louise. Wir müssen feststellen, dass sich dieser See auch noch nicht erwärmt hat. So wird’s dann eine Dusche am Zeltplatz.
Mit zahlreichen Wanderkilometern, dabei einigen Rundwegen, bietet der Sleeping Giant Provincial Park viel für das Wanderherz.

Die Suche nach einem Nachtlager erweist sich als schwierig, deswegen nächtigen wir ausnahmsweise mal wieder an unserem beliebten Walmart Parkplatz. Belohnt werden wir nicht nur mit WLAN, sondern mit einem der schönsten Sonnenuntergänge!

Am nächsten morgen schmerzen noch die Beine, wir brauchen eine Pause und wollen ans Wasser in Thunderbay. Dank Corey, welchen wir im Pukaskwa National Park kennengelernt haben, bekommen wir den Tipp zu den nahe gelegenen Stromschnellen zu fahren (15 km nördlich vom Stadtzentrum). Das klingt nach Abenteuer und wir lassen es uns nicht zweimal sagen.

Was wir hier erleben, müsst ihr euch am besten selbst mit unserem Video anschauen – Kamera bereit, Action!

Am Abend besteigen wir außerdem noch den Berg McKay. Im Indianer Reservat Fort Williams gelegen, bietet der Berg mit 330 Meter über der Stadt die Aussicht auf die Weiten des Superior Sees und den schlafenden Riesen, den wir einen Tag zuvor erklommen haben.
Tipp: Auftanken im Reservat an der dritten Tankstelle, die im Ortszentrum ist! Die vorherigen sind teurer.

Wir wären nicht wir, wenn wir uns nicht zudem noch geschichtlich intensiver weiterbilden würden. Und was gibt es prägenderes für Kanada als Kanus und Pelzhandel?! Wir besuchen am nächsten Morgen den Handelsposten Fort Williams, eines der größten Pelz-Umschlagplätze der North West Company in jener Zeit. Durch die zahlreichen Schauspieler erleben wir hier hautnah wie sich das Leben vor etwa 300 Jahren in so einem Handelsposten abgespielt hat – definitiv empfehlenswert!

Auf unserer Pelzroute machen wir auch einen Halt bei den nahegelegen Kakabeka Wasserfällen, die imponieren mit ihrer Größe. Außerdem lässt sich eine der dreizehn Portagestrecken auf diesem Fluss ablaufen. Diese alleine hat eine Wanderlänge von 1,3 km, damals zusätzlich mit schwerer Ausrüstung. Bei einer Handelsmission waren neun Männer in einem Montreal Kanu, hergestellt aus Birkenrinde, gemeinsam unterwegs. Im Handelsposten haben wir gelernt, dass jeder der Händler 90 Kilo Pelz plus das Kanu transportierte, sowie das Essen. Auch ein spannender Fakt: Was haben die gegessen? Ein Mix aus Büffelfett! Mhhhh …wochenlang Büffelfett.

Auf der Seite der Hudson Bay Company, der Konkurrenz und später Muttergesellschaft, findet ihr eine sehr gute Darstellung der Pelzhandel-Routen eine interaktive Zeitleiste mit Ereignissen und viele weitere Geschichtliche Informationen. Eine detaillierte Entwicklung der Pelzhandelsgesellschaften haben wir hier für euch zusammengestellt.

Geschichtliche Entwicklung der Pelzhandelsgesellschaften:
1600 Nachfrage nach Pelz in Europa steigt und rottet heimische Arten wie den Bieber fast aus.
1604 Grundsteine für Quebec City wird gelegt.
1610
Henry Hudson kundschaftet die große Bucht Nordamerikas aus, die zuvor bei der Suche nach der Nordwest-Passage Richtung Asien entdeckt wurde. Im Packeis gefangen gibt es nach dem harten Winter eine Meuterei und die Schiffsmannschaft setzt Hudson mit seinen Söhnen aus, der seitdem nie wieder gesehen werden. Trotzdem erkennt man das Potenzial der Region für  den Pelzhandel und nennt die Bucht „Hudson Bay“.
1650 Der französische König Henry IV bewilligt und fördert den Pelzhandel mit den neuen Kolonien am St. Lowrence River (Quebec).
1659 Die sogenannten Voyageurs (französische Kundschafter und Pelzhändler), wie Pierre Esprit Radisson and Médard Chouart, Sieur des Groseilliers, reisen von Montreal bis zum Superior See um Pelz mit den Cree und Ojibwa Indianern zu handeln.
1660 Ohne Besitz einer Handelsgenehmigung werden Radisson und Chouart kurzzeitig von der Regierung in Neu Frankreich festgenommen und ihre 100 Kanus voller Felle werden beschlagnahmt, sodass sie sich von Neu Frankreich abwenden.
1668 Nach länger Investorsuche in Neu England und England, finden Radisson und Chouart in England Investoren für ihre nächsten Pelz-Expedition über die Hudson Bay Route, die abseits der Französichen Kontrolle führt und mehr Profit verspricht. Zu den Investoren zählen Karl II (König von England), dessen Cousin Prinz Rubrecht und weitere Geschäftsleute.
1670 Nach der erfolgreichen Expedition erteilt König Karl II dem Prinzen Ruprecht, zusammen mit den Voyageurs Radisson und Chouart die alleinigen Handelsrechte über das Gebiet der Hudson Bay. Es umfasste eine Größe von 3,9 Millionen km², mehr 1/3 des heutigen Kanada, und erstreckte sich bis in den nördlichen mittleren Westen der USA. Es bestand aus allen Flüssen die in die Hudson Bay münden. Die Hudson Bay Company (HBC), erste eingetragene Pelz-Handelsgesellschaft ist geboren.

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2015 HBC kauft die Deutsche Handelskette Galleria Kaufhof

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Algonquin Provincial Park https://inthenature.de/algonquin-provincial-park/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=algonquin-provincial-park https://inthenature.de/algonquin-provincial-park/#respond Tue, 07 Jun 2016 01:40:50 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=2905 Ab Mitte/Ende Mai wird es warm in den südlichen Provinzen wie Ontario. Es markiert ebenso den Startpunkt der Schwarzfliegen und Stechmücken Saison…

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Ab Mitte/Ende Mai wird es warm in den südlichen Provinzen wie Ontario. Es markiert ebenso den Startpunkt der Schwarzfliegen und Stechmücken Saison – diese BIESTER. Nach dem Winter ruft uns der Sommer in die Natur und treibt unsere Reise Anfang Juni westwärts, in die Provinz Ontario!

Wir durchfahren und durchwandern wir den ältesten Nationalpark Kanadas, den Algonquin Provincial Park. Im Jahre 1893 gegründet, mit der Größe 1/4 Belgiens, ist es ein idealer Park zum Wandern und besonders zum Kanu fahren. Kein Wunder bei 2,400 Seen und 1,200 Fluss-Kilometern, die während der Gletscherschmelze entstanden sind, ist viel Platz zum Paddeln.

Über den Highway 60, der mitten durch den Park führt, erreicht man fast alle Wanderwege oder Kanu-Einstiege. Nur einige wenige mehr Tages Wander-Routen sind nur über die Randgebiete des Parks zu erreichen.
Die meisten Wanderwege im Park sind mit 2–5 km kurz und mehr oder weniger abwechslungsreich. Die Szenerie besteht aus einem Mischwald mit einer Überzahl an Ahornbäumen, Seen oder Felsvorhängen. Zu empfehlen sind definitiv die Aussichtspunkte Lookout Trail (1,9 km) und Hardwood Lookout Trail (0,8 km) mit Erklärungen zur Vegetation. Als halbtags Wanderung empfehlen wir den Centennial Ridges Trail (10 km) Wanderweg, der ein halbes Dutzend herrlicher Aussichtspunkte von Felsklippen auf die grünen Weiten des Parks bietet.
Für eine kurze Wanderung ist der Beaver Pont Trail (2 km) eine gute Möglichkeit Biberdämme und auch ein paar fleißige Biber bei der Arbeit zu sichten.
Ein Muss ist der Kurze, aber überaus informative Wanderweg Logging Museum (1,3 km), welcher in einer Zeitreise die Geschichte der Holzfäller in dieser Region interaktiv darbietet. Zu bestaunen sind Holzhütten-Unterkünfte, eingesetzte Sägen, Transportschlitten und weitere Fahrzeuge, sowie eine Darstellung wie das Holz über die Flüsse und Seen zu den großen Verarbeitungsfabriken transportiert wurde.
Interessant ist genauso der Track and Tower Trail (7.7 km) mit Aussicht auf den Cache Lake sowie der Mizzy Lake Trail (11 km), der um neun Seen führt.

 

 

 

 

 

 


Kanus ausleihen und 1–5 Tage paddeln. Die Wasserwege sind gut vernetzt und bieten die Möglichkeit sich leise an die Tierwelt heranzupirschen. Algonquin Bound Outfitters und Algonquin Outfitters stattet mit Equipment und Erfahrung aus.
Wer als Reisezeit den Juni wählt, sollte definitiv Anti-Mückenspray einpacken. Am Besten eignet sich jedoch ein Netzoberteil, das spart ständiges einnebeln mit Giftstoffen. Im Juni sind nachts Moskitos und tagsüber Schwarzfliegen aktiv somit ist man unter Dauerbelagerung.

Bei der Größe des Parks sollte der Aufenthalt gut vorbereitet werden. Die Übernachtungen in dem Provincial Park kosten 40$ pro Stellplatz. Für einen längeren Aufenthalt in Ontario lohnt sich der Saison-Pass. Dieser kostet zwar 125$, gilt aber pro Auto für die Tagesnutzung in allen 330 Parks und lohnt sich ab dem 8 Park Besuch. Damit kommen wir nicht nur zu vielen Stränden, Seen oder Wanderwegen, sondern zu warmen Duschen und Waschmaschinen :)
Spartipp: Der Zugang mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist in die Parks übrigens kostenlos! Alternativ kann für ca. 10$ ein Zeltplatz auf einem der mehrtägigen Wanderwege gebucht werden.

 

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Unterwegs im Nationalpark https://inthenature.de/unterwegs-im-nationalpark/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unterwegs-im-nationalpark https://inthenature.de/unterwegs-im-nationalpark/#respond Wed, 22 Jul 2015 23:49:30 +0000 http://stopczynski.de/reise/?p=819 Norris Point Erstmal die Beine lang machen bei einem Spaziergang am Strand von Norris Point. Achtung, der verführt zum Steine sammeln: rot, grün, blau.…

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Norris Point
Erstmal die Beine lang machen bei einem Spaziergang am Strand von Norris Point. Achtung, der verführt zum Steine sammeln: rot, grün, blau.

Tablelands
Auf zu den Tablelands – vor einer halbe Billion Jahre produziert und das Resultat des Zusammenstoßes zweier Kontinente – sichtbar ist das Innere der Erde. Der Erdmantel zeigt sich hier, der sonst nur tief unterm Ozean für ich weiß nicht wen zu sehen ist. So können wir bei Sonnenschein auf den Innereien der Erde entspannen.

Trout River
Die Wettervorhersage sagt Sonne voraus. Wir starteten mit einer 14 km langen Tour entlang des Trout River, inmitten einer zwei geteilten Welt. Links – orangene, rechts pechschwarze Berghänge. Diese beeindruckende Umgebung entstand bei tektonischen Verschiebung und wurde vom damaligen Meeresgrund hinauf gehoben.

Green Gardens
Da wir noch nicht genug hatten, brachen wir nach einem Mittagessen zur zweiten Etappe auf: Green Gardens, Grüne Gärten. So nennt sich der 17 km lange, steile Wanderweg entlang der Küste. Wir halbierten die Strecke indem wir unser Nachtlager am Strand aufschlagen. Der blumenbewachsene Weg führt an schwarzen Klippen entlang. Einige Lava Gesteinsformationen, die bis ins Meer reichen, bilden Höhlen. Die Hänge sind mit hohen Gräsern und lila, gelben Wildblumen bewachsen. Wilde Erdbeeren, Himbeeren wachsen am Wegesrand. Sie versüßen uns die Pausen. Der Wanderweg ist unerwartet anspruchsvoll. Ein langer Tag …

Woody Point
Nach dem steilen Anstieg, unserem Rückweg zum Auto am Morgen, lassen wir es ruhig angehen. Wir legen eine Weile die Füße hoch am Hafen von Woody Point. Blauer Himmel; die Sonne scheint. Zwei Mädchen, ungefähr 6 und 10 Jahre alt, mit ihrem Papa erregen unsere Aufmerksamkeit. Die Kleinen holen bei jedem zweiten auswerfen der Angel einen Fisch raus. Alle Welt redet von den Fischfanggebieten Neufundlands. Wir wissen wieso. Wir dürfen ran. Verrückt, das geht so einfach: Knopf drücken. Angel schwingen. Knopf loslassen. Fisch kurbeln. Direkt beißt der Fisch an. Wir sichern uns 4 unglaublich saftige Makrelen-Filets. Wer jetzt noch Fisch aus der Dose essen will, hat irgendwas nicht verstanden.

Ebenso komme ich zu einer Mountainbike-Tour! Wir haben den Tipp bekommen auf welchen Wanderwegen man mit dem Bike seinen Spaß haben kann: Stuckless Pond Trail
Der Trail beginnt am Stuckless Pond/Lomond River Parkplatz, kann aber genauso bis zum Lomond Cove Camping Platz ausgedehnt werden. Die knapp 9-11km Route geht entlang des Sees und ist vom Schwierigkeitsgrad einfach bis mittel. Das Terrain ist wurzelig, es geht über viele kleine Hügel und Schotter-Abschnitte. Der Weg verläuft mitten im Wald und wird auf dem Rückweg zum Campingplatz anspruchsvoll, da einige steilere Passagen auf einen zu kommen. Mir hats Spaß gemacht!

Das war gut, denn den Tag darauf regnet es in Strömen. Wir nutzen dies für den geplanten Besuch in dem Naturkundemuseum des Parks. Eintritt frei. Unsere Gesteinskunde fördern. Es gibt so viel über unsere Erde zu lernen. Welche Gesteinsformen gibt es, was entstand über die Zeit und wie ist es hier zur Erdoberfläche gehoben worden. Es ist wie Schule nur besser 😉

Da unsere Beine Erholung brauchen, beschließen wir am nächsten Tag weiter Richtung Norden zu fahren – eigentlich nicht, wir spazieren an unserem Leuchtturm. Hier haben wir schon 3 mal genächtigt während unseren Aufenthalts.

Green Point
Eine 10 Uhr Führung zum Thema Gestein aus der Entstehungsgeschichte unserer Erde steht auf dem Plan. Hier ist Gestein und Fossil aus der Zeit von vor 436 und 550 Millionen Jahren zur Erdoberfläche gehoben worden. 2000 wurden die Klippen von Green Point als Grenze zwischen dem Kambrium und Ordovizium identifiziert. Das Kambrium ist eine Epoche der Erdgeschichte. Während dieser Zeit entstanden die kambrischen Explosionen infolge veränderter Umweltbedingungen im Meer, z. B. erhöhter Sauerstoff-Anteil, und somit der beginn fast aller heutigen Tierstämme.
Zu Beginn des Ordoviziums war es in Nähe des Äquators wahrscheinlich warm. Auch aus den Gebieten des damaligen Südpols sind keine Vereisungen bekannt. Am Ende des Ordoviziums kam es jedoch zu einer der größten Vereisungen. Sie betraf einen großen Teil der Südhalbkugel. Die Grenzsequenz ist 60 m dick. Sie besteht aus Krustentier- und Kalksteinschichten, die um 70 Grad südöstlich gedreht sind. Es hat Jahrhunderte gedauert bis eine dieser Schichten aus Stein oder Tier so zusammendrückt, sichtbar wurde. Die Führung hat sich mehr als gelohnt.

Für uns geht es danach weiter, mit großen Schritten Richtung Nordkap der Insel. Dem Ende Neufundlands, und dem Beginn einer neuen Geschichte entgegnen.

😉

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