42 km, 2.250 Höhenmeter und 2.230 Tiefenmeter in 2 Tagen.
Der Weg ist markiert, wir machen uns keine Sorgen um die Navigation. Trotzdem beschwert durch unsere Rücksäcke ziehen wir los.

1. Tag
Seit 20 Minuten sind wir auf dem Wanderweg, da gelangen wir zu einer Aussichtsplattform. Wie bestellt, kommen wir rechtzeitig, es zieht gerade eine Beluga-Wal-Familie vorbei. Super awesome! Im Gegensatz zu den weißen Eltern sind die Jungen grau und deswegen leicht als solche auszumachen. Die Beluga-Wale werden hier durchschnittlich einmal täglich gesichtet, erklärt uns die Dame, die zur Interpretation bereitsteht. Wir freuen uns einen Ast ab.
Wir wollen heute weitere 22 km wandern. Unterwegs bieten sich atemraubende Aussichten auf den Fjord, die Schluchten und Klippen, grüne Berge und Stromleitungen. Nach 17 km der erste Halt: Wir müssen nochmals erwähnen, es ist unglaublich heiß an diesem Tag. Es strömt Flüssigkeit aus unseren Poren. Man nennt es Schweiß. Wir erinnern uns dunkel an die Zeit, wo dies schon mal passierte. Die Welt ist in einem stetigen Wandel. Wir müssen uns erfrischen. Und oh ja, wir können in das Wasser hüpfen. Nach einem erfrischenden Bad machen wir die Füße lang. In der Sonne entspannen – was ein Genuss.
Der Nachmittag ist da. Der Weg ist wirklich lang, haben wir uns übernommen? Nach 7 Stunden und 24 km erreichen wir das Nachtlager bei Abenddämmerung. Eine herrliche Übernachtungsmöglichkeit, wohlgemerkt. Erschöpft machen wir uns im dunkeln Gemüse warm. Und da Sichten wir in unserer Bucht einen Zwergwal. Bei Walgesängen und dem Blick in Richtung Sternenhimmel dösen wir ein.

 

2. Tag
Nur 6 Stunden und 18 km, ein Klacks! Die Sonne scheint. Unterwegs finden wir den, den einzig wahren Blaubeerstrauch. Die saftigen Beeren lassen sich händeweise vom Busch abziehen. Als wir Bauchschmerzen bekommen lassen wir ab bzw. packen uns die Butterbrotdosen voll – für später ;)
Nun beschließen wir die Rücksäcke für einen Moment abzulegen um uns im Fjord abzukühlen. Übrigens plantschen die fettarmen, jungen Wale gerne in diesen warmen Gewässern. Ansonsten kriegen die kleinen Babywale kalte Flossen im St. Lawrence Fluss. Wir sichten die Fähre, welche die Nordküste mit dem Rest von Québec verbindet, dort haben wir unsere Fahrräder geparkt – nur noch 4 km.

 

Wir steigen auf unsere Fahrräder zur Überfahrt an den Strand von Tadoussac. Die Düne lässt sich ganz hervorragend herunterrutschen. Das extra Gewicht auf den Schultern zieht uns den 200 m hohen Abhang herunter. Ui … nochmal! Wir springen entzückt auf den Dünen herum während wir von Moskitos attackiert werden. Angestochen, zum Umfallen erschöpft, schlagen wir unser Nachtlager auf. Übernachtet wird am Strand mit der Düne im Rücken. Halt noch nicht einschlafen! Sind es wirklich Dünen die durch Wind entstanden sind? Nein, diese sind Terrassen, da sie durch Gezeiten entstanden sind. Jetzt wo das aus der Welt ist, können die Augen zufallen.

 

3. Tag
Und weil es nicht genug war, geht es am nächsten Morgen mit den Fahrrädern 30 km zurück zum Auto … Was ein Wochenende.

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